
Werben im Podcast: Filmgeschichte in Objekten
Dieser Podcast hat
68 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
DFF - Deutsches Filminstitut & FilmmuseumExplizit
Nein
Erstellt am
2021/02/05
Neueste Episode
2026/02/03
Durchschnittsdauer
12 min.
Veröffentlichungsintervall
31 Tage
Beschreibung
Welche Geschichte verbirgt sich hinter den roten Haaren aus LOLA RENNT? Wie stellte sich Filmarchitekt Otto Hunte die Zukunftsstadt Metropolis vor? "Filmgeschichte in Objekten" gibt Einblicke in die Ausstellungen, Archive und Sammlungen des DFF – Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. In kurzen Beiträgen erzählen Mitarbeiter:innen die spannenden Geschichten hinter den Objekten - von der Anekdote zu ihrem Einsatz beim Filmdreh über ihren mitunter unerwarteten Gegenwartsbezug bis hin zu ihrer bewegten Provenienzgeschichte. Abonniert auch den DFF-Podcast "Alles ist Film"!
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#60 Der 35mm-Ernemann-Projektor VII A
2026/02/03
DFF-Gerätearchivleiter Thomas Worschech erklärt im Podcastgespräch mit Frauke Haß Funktion und Besonderheiten des Ernemann-Projektors VII A, der im Kinofoyer des DFF ausgestellt ist und bis Ende der 1950er/Anfang der 1960er Jahre in deutschen Kinos im Einsatz war. Er verfügt über eine sogenannte Kohlebogenlampe. Diese erzeugt durch einen elektrischen Lichtbogen, der zwischen zwei sich langsam verbrauchenden Kohlestiften brennt, extrem helles, weißes Licht. Bis in die 1950er Jahre war das der Standard, um Filme in Kinos zu projizieren - bis 1953 die Xenon Lampe auf den Markt kam, die die Kohlebogenlampe in den Projektoren verdrängte.
#59 Plakat FRAU IM MOND
2026/01/06
Der Filmarchitekt Otto Hunte wäre am 9. Januar 145 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass stellt DFF-Kuratorin Stefanie Plappert im Podcast-Gespräch mit Frauke Haß sein ästhetisch herausragendes Plakat zu Fritz Langs Film FRAU IM MOND (DE 1928/29) vor, das in der Dauerausstellung des DFF zu sehen ist. Und zwar in unmittelbarer Nachbarschaft zu Objekten von Oskar Fischinger, der im Film für die Spezialeffekte zuständig war. Während Fischinger vor den Nazis in die USA floh, arrangierte sich Hunte und wirkte - als Verantwortlicher für Bauten - gar bei Propagandafilmen wie JUD SÜSS (DE 1940, R: Veit Harlan) mit.
Weihnachtsspecial: Der IBM-Adventskalender aus dem Chaplin-Archiv
2025/12/02
Sammlungskuratorin Isabelle Bastian stellt ein weihnachtliches Objekt aus den filmbezogenen Sammlungen des DFF vor: einen Adventskalender mit Charlie-Chaplin-Motiv, der Teil einer erfolgreichen Werbekampagne des US-amerikanischen IT-Unternehmens IBM war. Auf dem Kalender mit 31 Türchen ist zu lesen: „Nur noch 31 Tage bis zum Jahresabschluss! Den IBM Personal Computer können Sie 1985 noch gut absetzen und 1986 schon erfolgreich einsetzen“. Ein Objekt, dass viel über die Rezeption von Filmen und die Vermarktung von Filmfiguren erzählt – und nebenbei auch noch einiges über die Entwicklung der Computertechnik.
#58 Die Box-Kamera Kodak Nr. 1
2025/11/04
"You press the button, we do the rest" – so wurde die Kodak Nr. 1 beworben, als sie 1888 auf den Markt kam. Die Kamera in Box-Bauweise vereinfachte das Fotografieren erheblich und spielte eine wichtige Rolle in der Verbreitung der Fotografie im 19. und 20. Jahrhundert.
Daniela Dietrich (Leiterin der Museumspädagogik, DFF) erzählt im Podcast, wie die Kodak Nr. 1 funktionierte, welche Kameras ihr nachfolgten und welche ungewöhnlichen Werbeaktionen dazu führten, dass in den 1930er Jahren innerhalb kurzer Zeit fast alle eine Box-Kamera besaßen.
# 57 Fankultur, Sammelalben und Caterina Valente
2025/10/07
Hat man heute eine*n Lieblingsschauspieler*in, so folgt man dieser Person meist in sozialen Netzwerken oder sammelt sich Bilder und Beiträge auf Pinterest oder tumblr zusammen. Früher wurde so etwas händisch gemacht, lange bevor das Wort "Scrapbook" erstmals in Deutschland auftauchte.
Debora Classen (Bibliothek und Textarchiv, DFF) spricht mit DFF-Redaktionspraktikantin Nike Kutzner über von Fans erstellte Sammelalben und die Bedeutung dieser frühen Form der Fankultur für Archive und Museen.
#56 Entfesselte Bilder: Die Steadicam
2025/09/02
In der Ausstellung Entfesselte Bilder (noch bis 1. Februar 2026) gibt es einen eigenen Bereich, der sich nur mit der Steadicam beschäftigt, also jener mobilen, Mitte der 1970er Jahre von Garrett Brown entwickelten Kamera, die eine ganz neue Dimension mobiler Kamerafahrten, um die es in der Ausstellung geht, ermöglichte. Kurator Michael Kinzer erläutert im Podcastgespräch mit Frauke Haß, was es mit der Steadicam auf sich hat und warum sie die Produktion von Plansequenzen, also ungeschnittenen langen Einstellungen, die oft mit viel Kameramobilität verbunden sind, revolutionierte.
#55 Das Michelin-Männchen aus Wim Wenders' IM LAUF DER ZEIT
2025/08/05
Die auf dem Auto montierte Figur aus Wim Wenders' Roadmovie IM LAUF DER ZEIT aus der Sammlung des DFF ist aktuell in der Bundeskunsthalle in Bonn in der Ausstellung „W.I.M. Die Kunst des Sehens“ zu sehen. Isabelle Bastian und Hans-Peter Reichmann, die am DFF für die Sammlungen zuständig sind und die die Schau in Bonn mitkuratiert haben, stellen das Objekt sowie den Film und seine Stellung in Wenders' Werk vor.
Mehr Infos zur Ausstellung: www.bundeskunsthalle.de/wim
Mehr zu Wim Wenders im Podcast: Filmgeschichte in Objekten #12: Die Wurlitzer-Musikbox aus Wim Wenders' DER AMERIKANISCHE FREUND
#54 Die Filmrolle
2025/06/30
Ohne die analoge Filmrolle hätte es in den ersten 100 Jahren des Kinos vor der Digitalisierung keine Filmvorführung geben können. Während die allermeisten Kinos heute auf Digital Cinema Packages (DCP) setzen, zeigt das Kino des DFF ausgewählte Filme noch analog, in der Regel auf 35mm-Film. Aus diesem Anlass stellt Kino-Vorführerin Pramila Chenchanna (DFF) die Filmrolle in der Podcast-Reihe im Gespräch mit Jan Wilewald, Redaktionspraktikant der Pressestelle im DFF, vor.
#53 Die Lilo-Ordner im Fassbinder-Nachlass
2025/06/03
Liselotte Eder, geborene Pempeit, war nicht nur die Mutter von Rainer Werner Fassbinder, dem bedeutenden Regisseur des Neuen Deutschen Films, sie war auch die Geschäftsführerin von Fassbinders Produktionsfirma Tango-Film. Unzählige, von ihr geführte Buchhaltungsordner befinden sich - großteils noch unerschlossen - im vom DFF gehüteten Schriftgutnachlass des 1982 gestorbenen Filmemachers. Aus Anlass des 80. Geburtstags von Fassbinder am 31. Mai 2025 stellt Hans-Peter Reichmann (DFF) diese Ordner in der Podcast-Reihe im Gespräch mit Frauke Haß vor.
#52 Crab Dolly zur Ausstellung "Entfesselte Bilder"
2025/05/06
In der Ausstellung Entfesselte Bilder (noch bis 1. Februar 2026) geht es um sogenannte Plansequenzen, das sind ungeschnittene Einstellungen, die oft mit dynamischen Kamerafahrten verbunden sind. Die Ausstellung lädt in einem Labyrinth von Monitoren und Leinwänden dazu ein, dieses Stilmittel anhand zahlreicher Filmausschnitte kennenzulernen und sich von der Ästhetik der Plansequenz berauschen zu lassen. Ein wichtiges Hilfsmittel für dieses Stilmittel war der sogenannte Crab Dolly, ein Kamerawagen, der in den 1940ern erfunden wurde, und es erlaubte, die Kamera nicht nur vor und zurück, sondern auch seitlich zu bewegen. Kurator Michael Kinzer stellt ihn im Podcastgespräch mit Frauke Haß vor.
#51 Ordner aus der Gründungsphase von goEast
2025/03/31
Ein weitgereister Filmkritiker im Beratungsteam, eine ideenreiche künstlerische Leiterin - ein jetzt bei Aufräumaktionen aufgetauchter Ordner aus der Gründungsphase von goEast - Festival des mittel- und osteuropäischen Films offenbart interessante Details über das Festival, das dieses Jahr seine 25. Ausgabe feiert. Im Podcast-Gespräch mit Frauke Haß beschreibt Festivalleiterin Heleen Gerritsen den Fund.
Wir feiern 50 Folgen „Filmgeschichte in Objekten”!
2025/03/04
Wir blicken zurück: Mehr als 50 Objekte haben wir im Podcast „Filmgeschichte in Objekten“ bereits vorgestellt! Gestartet haben wir den Podcast, um Einblicke in die Ausstellungen, Archive und Sammlungen des DFF zu geben, in denen sich viele unbekannte Schätze verbergen, über die die DFF-Mitarbeiter:innen aus den verschiedenen Abteilungen Spannendes zu erzählen wissen. Diese Folgen finden Erwähnung:
STAR-WARS-Special
Stadtplan von Berlin - benutzt beim Dreh zu Sebastian Schippers VICTORIA
Oskar Fischingers Raketenmodell
Lilian Harveys Zigarettenetui
Die Wurlitzer-Musikbox aus DER AMERIKANISCHE FREUND
Die Fahne des Stuntman Arnim Dahl
Klaus Kinskis Kostüm aus FITZCARRALDO
Weihnachtsspecial: Der Werbekoffer zu HOME ALONE
Der UFA-Verleihkatalog der Saison 1939/40
#50 Christins Kostüm aus NIEMAND IST BEI DEN KÄLBERN
2025/02/04
In Sabrina Sarabis Film NIEMAND IST BEI DEN KÄLBERN (DE 2021) ist der Versuch der Hauptfigur Christin, sich aus der Enge des Milieus rund um den Milchviehbetrieb ihres Lebensgefährten Jan zu befreien, auch an ihrer sich wandelnden Kleidung abzulesen, schildert Eva Hielscher, Kuratorin der Ausstellung NEUE STIMMEN im Podocastgespräch mit Frauke Haß. Sie stellt das dort ausgestellte Kostüm, bestehend aus Hotpants, Stricktop, BH und Sneaker, detailliert vor und lässt auch ein Fun-Fact zu den Dreharbeiten, das sich um eine Bushaltestelle dreht, nicht aus.
#49 Fechtmasken aus dem Film EN GARDE
2025/01/07
In Ayşe Polats Film EN GARDE aus dem Jahr 2004 freunden sich zwei im Erziehungsheim untergebrachte Mädchen, Alice und Berivan, beim Fechtunterricht an. Die Fechtmasken, die derzeit und noch bis 23. Februar 2025 in der Ausstellung NEUE STIMMEN. DEUTSCHES KINO SEIT 2000 im DFF zu sehen sind, stehen für die Höhen und Tiefen dieser schwierigen Freundschaft, die im Film erzählt wird. Eva Hielscher, Leiterin des Non-Film-Archivs im DFF und Kuratorin der Ausstellung, stellt sie im Podcastgespräch mit Frauke Haß ebenso vor wie den Silbernen Leoparden, den Ayşe Polat für ihren Film erhielt.
Weihnachtsspecial: Jack Skellington und der Stop-Motion-Film THE NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS
2024/12/03
Im Weihnachtsspecial stellt Stefanie Plappert, Ausstellungskuratorin am DFF, die Figur des Jack Skellington aus THE NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS (US 1993) vor. In Henry Selicks Animationsfilm entdeckt der Kürbiskönig zufällig Christmastown und versucht, die Traditionen nach Halloweentown zu bringen, um den jährlich wiederkehrenden Halloweenvorbereitungen zu entkommen. Wie der Film die Stop-Motion-Technik nutzte und warum er auch 30 Jahre nach seinem Erscheinen noch begeistert, erzählt Stefanie Plappert im Gespräch mit Redaktionspraktikantin Karina Hein.
Foto: Alex Kraus
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