
Werben im Podcast: Mit Brille und Bart: Der Podcast für Organisations- und Führungskräfteentwicklung mit der angewandten Transaktionsanalyse
Dieser Podcast hat
177 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Armin Ziesemer und Thomas BöhlefeldExplizit
Nein
Erstellt am
2021/10/12
Neueste Episode
2026/09/30
Durchschnittsdauer
50 min.
Veröffentlichungsintervall
15 Tage
Beschreibung
Die Transaktionsanalyse ist die bewährte Methode für organisationale und persönliche Entwicklungen bei 🧠 Strukturentwicklungen in Organisationen 🧠 kulturbewussten Reorganisationen zwischen Mensch und Digitalisierung 🧠 beziehungsorientierter Führung 🧠 der Optimierung effizienter Entscheidungsfindungsprozessen 🧠 der Einführung von New Work-Methoden Die Podcaster Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld bieten dir in diesem Podcast praxisnahe Impulse und Lösungsansätze für deine Herausforderungen im Unternehmen, wenn es heiss zu und her geht. 🔊 Hör rein. Es lohnt sich! 👂
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#177 - Staffel 4: Another change
2026/09/30
#177: Another Change. Staffel 4 startet mit Mikrofon an und reden
Was bleibt, wenn sich das Format ändert? Und was braucht ein Podcast nach fast fünf Jahren und 177 Folgen, um lebendig zu bleiben?
In dieser Folge von Mit Brille und Bart starten Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld in die vierte Staffel: Another Change. Und sie nehmen dich direkt mit in ihren Prozess.
Seit 2021 sind die beiden am Start, gegründet als Kind der Pandemie. Angefangen als Einzelfolgen zu zweit, dann mit Gästen in Staffel 2, mit thematischen Sprints und schließlich mit den Case-Kliniken in Staffel 3. Viele interessante Menschen, viel Recherche, viele Konzepte aus Organisations- und Führungskräfteentwicklung.
Jetzt ist wieder Zeit für etwas Neues. Kürzere Folgen, spontaner, näher an dem, was die beiden gerade wirklich beschäftigt. Oder wie Produzent Florian es formuliert: Mikrofon an und reden.
Was dabei gleich bleibt, ist der Kern: Perspektiven teilen, Perspektiven abgleichen.
👉 Wie verbinden wir Perspektiven in einer Zeit, in der Meinungsvielfalt keine Selbstverständlichkeit mehr ist?
Armin und Thomas sprechen darüber, warum Kennzahlen oft weniger aussagen als die Begegnung draußen im Feld, warum Führungslogiken so beharrlich sind und was ein Trainer, der seine Spieler persönlich kennenlernen will, über erfolgreiche Teams verrät.
Denn die besten Einzelnen ergeben noch keine starke Mannschaft. Entscheidend ist, ob Menschen zusammenpassen und sich gemeinsam für etwas einsetzen wollen.
Dabei geht es unter anderem um:
• den Rückblick auf fast fünf Jahre Podcast und drei Staffeln
• warum Downloadzahlen und Dashboards nur einen Teil der Wirklichkeit zeigen
• KPI oder OKR und die Frage, ob sich Managementprinzipien wirklich ändern
• Melonen-Reporting: außen grün, innen rot
• Teamfit statt „die Besten der Besten der Besten“
• Emotion und Professionalität in öffentlichen Rollen
• Pressefreiheit, Medienvielfalt und die Bedeutung eigenständigen Denkens
• Sachlichkeit als erwachsener Umgang miteinander im Sinne der Transaktionsanalyse
Besonders spannend wird es dort, wo es um die eigene Rolle geht.
Wie viel Emotion verträgt eine Organisation?
Und heißt sachlich sein nur, sich auf Fakten zu beziehen, oder auch, einander erwachsen und ebenbürtig zu begegnen?
Für die vierte Staffel haben sich Armin und Thomas eine Kernübung vorgenommen: nicht nur harmonisch unterwegs zu sein, sondern auch in die Kontroverse zu gehen. Unterschiedliche Auffassungen auszuhalten und zu schauen, wohin sie führen.
Welches Thema wäre für dich eine echte Kontroverse bei Mit Brille und Bart?
🎧🎧🎧 Reinhören lohnt sich!
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#176 - Darf ich an den Wänden nicht malen, nehm ich den Boden I Gast: Christin Hoppe
2026/09/16
Kann man auf den Zufall hinarbeiten? Und braucht Kreativität eigentlich Vorbereitung oder gerade den Freiraum, in dem nichts festgelegt ist?
In dieser Folge von Mit Brille und Bart haben Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld wieder einmal einen Gast dabei: Christin Hoppe, Integrated Designerin.
Als Gestalterin geht Christin in Kontexte hinein, beobachtet, nimmt wahr, stellt sehr viele Fragen und macht Zusammenhänge sichtbar, die vorher noch nicht zu sehen waren. Genau daraus entwickelt sie Lösungen.
Gemeinsam tauchen die drei ein in das Spannungsfeld zwischen Vorbereitung und Kreativität.
Kreativität, so Christin, ist eine Art Tanz zwischen Vorbereitung und ergebnisoffenem Arbeiten. Vorbereitung kann helfen, das Gehirn in eine Richtung zu lenken. Eine innere Haltung hilft gleichzeitig, nicht schon auf ein bestimmtes Ergebnis hinarbeiten zu wollen.
Und damit entsteht eine spannende Frage:
👉 Kann man den kreativen Zufall bewusst einladen oder entzieht er sich jeder Vorbereitung?
Armin, Thomas und Christin sprechen darüber, welche Rahmenbedingungen einen Kreativprozess tragen, welche Rolle Haltung dabei spielt und warum es oft weniger die Vorbereitung ist, die Widerstand erzeugt, sondern die Form, in der kreativ gearbeitet werden soll.
Denn Kreativität entsteht selten auf Knopfdruck. Sie braucht Räume, in denen Menschen sich sicher fühlen, in denen Ideen weitergedacht statt sofort verworfen werden und in denen auch das rebellische, neugierige Kind auf ein Problem schauen darf.
Dabei geht es unter anderem um:
• Kreativität als Tanz zwischen Vorbereitung und ergebnisoffenem Arbeiten
• die Rolle von Rahmenbedingungen und Haltung im Kreativprozess
• wie man das eigene Denken bewusst lenkt und auf den Zufall hinarbeitet
• psychologische Sicherheit als Boden für kreative Prozesse
• das Erweitern von Bezugsrahmen und geistige Freiheit für Entwicklung
• die kindlich neugierige und die rebellische Haltung als Zugang zu Lösungen
• Ko-Kreation und der Co-Klaton als Format für komplexe Themen
• den Mut, sich als Unternehmen die Freiheit zum Gestalten zu nehmen
Besonders spannend wird es dort, wo es um den Umgang mit den eigenen Ideen geht.
Verwerfe ich einen Gedanken sofort, weil er auf den ersten Blick doof erscheint?
Oder bleibe ich dran und lasse mich an einen Ort führen, der viel wertvoller ist, als es zunächst den Anschein hat?
Denn wer Ideen zu früh abschneidet, verliert genau die Wege, die erst beim Weiterdenken sichtbar werden. Manchmal ist es weniger die Vorbereitung, die Kreativität blockiert, sondern die Art und Weise, wie wir sie zulassen. Sanfter, weicher und einladender kreativ zu werden, kann mehr möglich machen als jeder perfekt geplante Rahmen.
Wie gelingt es, den Raum so zu gestalten, dass Menschen auch ohne kreative Profession ins Gestalten kommen?
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#175 - Case Clinic: Die lahme Ente im Haifischbecken
2026/09/02
Was passiert, wenn eine Führungskraft gekündigt hat, formal aber noch monatelang Verantwortung trägt und gleichzeitig das Gefühl bekommt, im eigenen Unternehmen bereits aus dem Spiel genommen zu werden?
In dieser Folge von Mit Brille und Bart beschäftigen sich Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld mit der Zuschrift einer Führungskraft, die uns über Instagram erreicht hat.
Die Person hat gekündigt. Sechs Monate Kündigungsfrist liegen noch vor ihr. Auf dem Papier trägt sie weiterhin volle Verantwortung.
Doch im Alltag entsteht zunehmend eine zweite Realität.
Gespräche finden ohne sie statt.
Informationen erreichen sie über Protokolle, Flurfunk oder das Intranet.
Entscheidungen werden getroffen, ohne sie einzubeziehen.
Persönlich bleiben gleichzeitig alle freundlich.
Und damit entsteht eine schwierige Frage:
👉 Kämpfe ich weiter um meinen Platz oder akzeptiere ich, dass mein Abschied längst begonnen hat?
Armin und Thomas schauen in dieser Case-Klinik tiefer in den organisationalen Maschinenraum und sprechen darüber, was passiert, wenn aus einem Insider langsam ein Outsider wird.
Denn Zugehörigkeit verändert sich nach einer Kündigung nicht auf Knopfdruck. Sie verschiebt sich schrittweise. Verantwortung, Einfluss und informelle Einbindung können dabei sehr unterschiedliche Geschwindigkeiten entwickeln.
Dabei geht es unter anderem um:
• Workplace Ostracism und subtile Formen der Ausgrenzung
• den Übergang vom Insider zum Outsider
• formale und informelle Organisation
• den psychologischen Vertrag zwischen Führungskraft und Unternehmen
• Kränkung, Trauer und Selbstwert während eines Abschieds
• psychologische Spiele und das Dramadreieck der Transaktionsanalyse
• Selbstwirksamkeit in einer Situation mit schwindendem Einfluss
• die Frage, wie professionelles Offboarding wirklich aussehen kann
Besonders spannend wird es dort, wo die eigene Wahrnehmung ins Spiel kommt.
Ist wirklich jedes Gespräch ohne mich bereits Ausgrenzung?
Oder beginnt die Organisation schlicht damit, die Zeit nach meinem Weggang vorzubereiten?
Wer sich ausgeschlossen fühlt, kann schnell selbst in den Kampfmodus geraten. Informationen werden zurückgehalten, Allianzen entstehen und aus dem Gefühl, Opfer der Situation zu sein, wird plötzlich der Versuch, wieder Kontrolle zu gewinnen.
Doch damit verlässt man das Spiel nicht.
Man wechselt lediglich die Rolle.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur:
Werde ich hier ausgegrenzt?
Sondern auch:
Wie möchte ich selbst diese letzten Monate gestalten?
Was würde passieren, wenn eine Führungskraft offen sagt:
„Ich habe gekündigt und möchte diese sechs Monate professionell mit euch zu Ende führen.“
Vielleicht beginnt genau dort ein anderer Umgang mit Trennung.
Nicht als monatelanges Aussitzen.
Nicht als Verteidigung eines Platzes, der sich längst verändert.
Sondern als gemeinsam ausgehandelter Übergang.
Denn professionelles Durchhalten bedeutet nicht, den alten Einfluss mit aller Kraft festzuhalten.
Es bedeutet, den tatsächlich vorhandenen Handlungsspielraum zu nutzen, loszulassen, was nicht mehr zu halten ist, und einen guten letzten Platz in der Organisation zu finden.
Wie gelingt ein Abschied, bei dem Verantwortung und Zugehörigkeit nicht einfach still verschwinden?
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#174 - Case Clinic: Mit Vollgas in die falsche Richtung?
2026/08/19
Wann ist Durchhalten eine Tugend – und wann hält eine Organisation nur noch an einem Kurs fest, weil bereits zu viel Zeit, Geld und Energie investiert wurden?
Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld sprechen in dieser Folge über die Zuschrift eines Softwareentwicklers, der genau diese Erfahrung macht.
Seit Jahren arbeitet sein Unternehmen an einer Plattform, die ursprünglich als große Zukunftslösung gestartet wurde. Doch inzwischen springen Kunden ab, Funktionen werden kaum genutzt und die technischen Schulden wachsen.
Trotzdem wird weiter investiert.
Mal soll künstliche Intelligenz die Lösung sein, dann die Cloud, Automatisierung oder die nächste Plattformstrategie. Neue Projekte werden gestartet, Budgets freigegeben und Beratungen beauftragt.
Doch die grundsätzliche Entscheidung bleibt aus:
Ist der eingeschlagene Kurs überhaupt noch der richtige?
Armin und Thomas diskutieren unter anderem:
warum Nicht-Entscheiden ebenfalls eine Entscheidung istwie hohe Investitionen aus der Vergangenheit zukünftige Entscheidungen beeinflussen könnenweshalb aus Beharrlichkeit eine „Escalation of Commitment“ entstehen kannwie Passivität auch in Form von Aktionismus auftreten kannwarum Organisationen manchmal sehr viel tun, um das Wesentliche nicht tun zu müssenwie Discounting dazu führt, dass Probleme, Handlungsoptionen oder eigene Fähigkeiten abgewertet werdenweshalb Ratlosigkeit, Angst und Unsicherheit wichtige Informationen sein könnenwie konstruktive Dissonanz und psychologische Sicherheit bessere Entscheidungen ermöglichen
Denn eine Organisation kann äußerst aktiv sein und trotzdem auf der Stelle treten.
Neue Projekte, neue Technologien und neue Zukunftserzählungen erzeugen zwar Bewegung. Sie beantworten aber noch nicht die Frage, ob das eigentliche Problem damit gelöst wird.
Besonders schwierig wird es, wenn ein Kurswechsel gleichzeitig bedeuten würde, frühere Entscheidungen infrage zu stellen.
Dann geht es plötzlich nicht mehr nur um ein Projekt, sondern möglicherweise auch um Glaubwürdigkeit, Verantwortung, Karriere und die Frage, wer einen Fehler eingestehen müsste.
Dabei kann es hilfreich sein, wieder stärker ins Hier und Jetzt zu schauen:
Welche Tatsachen können wir tatsächlich beobachten? Welche Annahmen liegen unseren Entscheidungen zugrunde? Was hat sich verändert? Und welche Ängste oder Befürchtungen beeinflussen unseren Blick auf die Situation?
Durchhalten ist eine Tugend, wenn das verfolgte Ziel weiterhin sinnvoll ist.
Durchhalten wird zur Trägheit, wenn es verhindert, die Wirklichkeit neu zu betrachten und eine bessere Entscheidung zu treffen.
Vielleicht brauchen Organisationen deshalb auch mehr Räume, in denen Führungskräfte und Mitarbeitende sagen dürfen:
„Ich weiß es gerade nicht.“
Nicht als Zeichen von Schwäche, sondern als Ausgangspunkt für gemeinsames Lernen und neue Perspektiven.
🎧🎧🎧 Reinhören lohnt sich!
Wie wird in deiner Organisation mit Entscheidungen umgegangen, die sich im Nachhinein als fragwürdig erweisen? Wird offen über Kurswechsel gesprochen – oder wird lieber noch einmal nachinvestiert? Schreib uns und teile deine Erfahrungen mit uns.
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#173 - Case Clinic: Seelenprofis auf Tauchstation
2026/08/05
Heute geht es um einen Beziehungsabbruch in einer psychosozialen Organisation – und um die Frage, weshalb ausgerechnet dort notwendige Gespräche vermieden werden, wo Beziehungskompetenz zum professionellen Selbstverständnis gehört.
Eine langjährige externe Begleiterin unterstützt eine Organisation über viele Jahre hinweg mit Supervisionen, Klausuren, Projektentwicklungen und Reflexionsräumen. Es entsteht eine vertrauensvolle und tragfähige Zusammenarbeit.
Dann übernimmt eine neue Führungskraft.
Rückmeldungen werden knapper, Termine unverbindlicher und Gespräche formaler. Eine offene Klärung findet nicht statt. Stattdessen erhält die Begleiterin schließlich eine schriftliche Mitteilung: Externe Kooperationen würden aufgrund einer strategischen Neuausrichtung neu geprüft und ausgeschrieben.
Die Entscheidung kann sie sachlich nachvollziehen. Was sie verletzt, ist der Weg dorthin.
Wie kann es sein, dass Organisationen professionell mit Beziehungen arbeiten, ihre eigenen Arbeitsbeziehungen aber nicht ausreichend klären?
Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld sprechen in dieser Case-Klinik darüber, weshalb nicht unbedingt die Entscheidung selbst den größten Schaden verursacht, sondern das Schweigen, das ihr vorausgeht.
👉 Wo Rollen nicht geklärt werden, werden Menschen irgendwann durch Verfahren ersetzt.
Dabei geht es unter anderem um:
– den psychologischen Vertrag hinter einer formalen Zusammenarbeit
– den Unterschied zwischen Harmonie und echter Beziehungskompetenz
– verlorene Verbundenheit und fehlende Würdigung
– Rollenunklarheit beim Wechsel von Führungskräften
– den „Feinstaub des Schweigens“ in Organisationen
– eine professionelle Abschieds- und Offboardingkultur
– die Okay-Okay-Haltung der Transaktionsanalyse
– die Verantwortung beider Seiten für die Beziehungsgestaltung
Eine zentrale Metapher der Folge ist die japanische Kintsugi-Kunst. Zerbrochene Keramik wird dabei nicht so repariert, dass ihre Risse unsichtbar werden. Die Bruchstellen werden mit Gold hervorgehoben und dadurch zu einem wertvollen Teil ihrer Geschichte.
Übertragen auf Organisationen bedeutet das:
Risse müssen benannt werden.
Versäumnisse dürfen eingestanden werden.
Gemeinsame Geschichten verdienen Würdigung.
Und auch ein Ende kann respektvoll und beziehungsorientiert gestaltet werden.
Welche Risse in deiner Organisation warten auf Gold?
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#172 - Sommerspecial: Zu heiß für alles?
2026/07/22
Es ist heiß, die Case-Klinik bleibt leer und viele Menschen sind im Urlaub. Doch steckt hinter der allgemeinen Trägheit wirklich nur das berühmte Sommerloch?
Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld sprechen in dieser Sommerfolge über eine Beobachtung, die nachdenklich macht: Immer mehr Menschen scheinen sich an ihrem Arbeitsplatz unwohl zu fühlen.
Ist Unzufriedenheit inzwischen eine gesellschaftliche Grundstimmung? Oder gehört es einfach zum guten Ton, über die eigene Arbeit zu klagen?
Arbeit wird häufig als Pflicht erlebt – als etwas, das anstrengend sein muss und möglichst wenig Freude bereiten darf. Gleichzeitig verspricht New Work, dass Menschen einer Tätigkeit nachgehen können, die ihnen entspricht, Sinn vermittelt und Lebendigkeit ermöglicht.
Doch wie realistisch ist dieses Ideal?
Armin und Thomas diskutieren unter anderem:
warum gegenwärtige Wut eine wichtige Bewegungsenergie sein kannwie Passivität und Vermeidungsstrategien Veränderungen verhindernweshalb mehr Autonomie, soziale Unterstützung und Ermutigung durch Führung entscheidend sindob Achtsamkeit manchmal dazu genutzt wird, strukturelle Probleme lediglich besser auszuhaltenwarum Jammern kurzfristig entlasten, langfristig aber auch Energie binden kannwie psychologische Sicherheit, Humor und gemeinsames Lachen Organisationen stärken
Denn Probleme lassen sich weder wegatmen noch weglächeln. Gleichzeitig müssen wir uns auch nicht dauerhaft von Frust und Unzufriedenheit bestimmen lassen.
Entscheidend ist, wieder ins aktive Gestalten zu kommen: Verantwortung zu übernehmen, tragfähige Beziehungen aufzubauen und gemeinsam dafür zu sorgen, dass es besser werden kann.
Oder mit Karl Valentin:
„Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.“
🎧🎧🎧 Reinhören lohnt sich!
Wie erlebst du die Stimmung derzeit in Organisationen? Begegnen dir ebenfalls mehr Unzufriedenheit, Rückzug und Passivität? Schreib uns und teile deine Erfahrungen mit uns.
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#171 - Case Clinic: The Hunger Games im Großraumbüro
2026/07/08
Heute geht es um Neid, Missgunst und stille Konkurrenz in Organisationen.
Ausgangspunkt dieser Folge ist eine Zuschrift einer Führungskraft aus den USA. Sie beschreibt eine Teamdynamik, in der zwei fachlich starke Mitarbeitende zunehmend in einen verdeckten Konkurrenzkampf geraten.
Was zunächst als Talententwicklung und Förderung gedacht war, entwickelt sich zu einer angespannten Situation: Informationen werden nicht selbstverständlich weitergegeben, Ideen werden kritisch abgeklopft und im Team entstehen erste Lager.
Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld gehen der Frage nach, welchen Anteil Führung an solchen Dynamiken haben kann.
🤔 Wie entsteht künstliche Knappheit, wenn Entwicklungsperspektiven unklar bleiben?
👉 Warum kann aus Anerkennung plötzlich Konkurrenz werden?
Und wie kann Führung wieder Klarheit schaffen, ohne Menschen bloßzustellen oder Neid zu moralisieren?
In dieser Folge sprechen Armin und Thomas über soziale Vergleichsprozesse, Fairness, Rangfragen, Beziehungskonten und die Frage, wann Konkurrenz produktiv sein kann und wann sie gefährlich wird.
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#170 - Case Clinic: Grenzen der Selbstorganisation
2026/06/24
Heute geht es um die Frage, wie viel Führung Selbstorganisation eigentlich braucht.
Freiheit ohne Rand ist kein Spielraum. Sie kann schnell zur Überforderung werden, wenn Verantwortung zwar abgegeben, Macht und Entscheidungsräume aber nicht klar geteilt werden.
In dieser Case Clinic sprechen 👓 Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld über die Zuschrift eines Teamleiters aus dem Tech-Bereich, der Selbstorganisation ermöglichen wollte und plötzlich merkt: Meetings drehen sich im Kreis, Entscheidungen bleiben unklar und die Lautesten übernehmen informell die Führung.
👉 Was passiert, wenn Führung sich zurückzieht, aber Macht nicht geklärt wird?
👉 Warum braucht Selbstorganisation nicht weniger Führung, sondern präzisere Führung?
👉 Wie können Führungskräfte Grenzen setzen, ohne Eigenverantwortung im Keim zu ersticken?
Aus transaktionsanalytischer Perspektive geht es um Strukturhunger, Double Binds, Autonomie, Verantwortungsfähigkeit und die Frage, wie Beziehung und Struktur gemeinsam gedacht werden können.
Denn Selbstorganisation scheitert nicht zwingend am Team. Oft scheitert die romantische Idee, dass Selbstorganisation ohne klare Machtrollen, Entscheidungsarchitektur und Schutzräume funktionieren kann.
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#169 - Case Clinic: Sie da in Ihrem Elfenbeinturm!
2026/06/10
Heute geht es um Resonanz, Macht und Beziehungsmomente unter Hochspannung.
Was passiert, wenn ein CEO öffentlich mit dem Vorwurf konfrontiert wird, im „Elfenbeinturm“ zu sitzen?
In dieser Episode greifen Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld eine Zuschrift eines CEOs auf, der sich eigentlich als nahbar erlebt: Townhalls, Updates, offene Tür, Rundgänge durch die Büros. Und trotzdem eskaliert eine Review-Runde zu einem stockenden IT-Transformationsprojekt, als ein erfahrener Abteilungsleiter sagt:
„Sie da in Ihrem Elfenbeinturm haben doch überhaupt keine Ahnung, was an der Basis wirklich schiefläuft und wie ausgebrannt die Leute sind.“
Ist das ein Angriff, ein Hilferuf oder ein Beziehungsabbruch?
Armin und Thomas schauen auf den Kippmoment, in dem strategische Realität auf operative Erschöpfung trifft. Sie sprechen darüber, warum Anschreien keine Resonanz ist, sondern oft nur ein leeres Echo bleibt.
Im Zentrum steht die Frage:
Wie kann ein CEO echte Resonanz von unten ernst nehmen, ohne sich zu rechtfertigen, ohne zurückzuschlagen und ohne destruktive Muster weiter zu dulden?
Dabei geht es auch um Macht, Nahbarkeit, Scham, Überlastung, Transformationsmüdigkeit und die Frage, wie aus Gegenabhängigkeit wieder Interdependenz entstehen kann.
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#168 - Case Clinic: Bildung am Ende der Humanität?
2026/05/27
Heute geht es um Bildung, Eigenverantwortung und die Frage, wie Menschen in Lernsystemen handlungsfähig bleiben.
Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld sprechen darüber, was passiert, wenn Bildung zwar ständig von Selbstständigkeit und Eigenverantwortung spricht, aber immer weniger Raum lässt, den eigenen Gedanken wirklich zu folgen.
Ausgangspunkt ist die Zuschrift eines studierenden Menschen, der beschreibt: Nach außen funktioniert alles – Prüfungen, Module, Abgaben, Tools und KI-Nutzung. Innerlich entsteht jedoch das Gefühl, nicht mehr wirklich zu lernen, sondern nur noch ein System zu bedienen.
Wann wird aus Selbstverantwortung schleichend Selbstdisziplinierung?
Und wann hört Lernen auf, ein Weg zu sein – und beginnt bloß noch Anschlussfähigkeit zu produzieren?
Armin und Thomas betrachten diese Fragen aus transaktionsanalytischer Perspektive und beziehen sich dabei auf Beiträge aus der Zeitschrift für Transaktionsanalyse:
Mike Breitbart über kontextbewusste Transaktionsanalyse als politische Praxis,Thomas Wehrs über Bindung, Begegnung und Bildung,und Norbert Nagel über Beziehung als Schlüssel zum Lernen.
Im Zentrum steht die Frage, ob Bildung Menschen als Subjekte ernst nimmt – oder ob sie sie zunehmend zu Datensätzen mit Leistungsnachweisen macht.
Denn echtes Lernen braucht Beziehung, Vertrauen, Präsenz und Räume, in denen Nichtwissen gezeigt werden darf.
Es geht um Agency, also Handlungsfähigkeit, Verantwortungsübernahme und die Möglichkeit, das eigene Leben mitzugestalten, anstatt nur in bestehenden Systemen zu funktionieren.
Wahre Bildung beginnt dort, wo Menschen wieder handeln, statt behandelt zu werden – und gestalten, anstatt gestaltet zu werden.
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#167 - Case Clinic: Wenn Generationen aneinander vorbeifunken
2026/05/13
In dieser Case Clinic sprechen Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld über eine Zusendung aus dem Arbeitsalltag: In einem mittelgroßen Unternehmen entsteht Irritation, weil eine ausführliche Rückmeldung per Mail lediglich mit einem Daumen-hoch-Emoji beantwortet wird. Für die eine Person bedeutet das: gesehen, verstanden, bin dran. Für die andere wirkt es kühl, knapp und wenig wertschätzend.
Was zunächst wie ein kleines Emoji-Gate aussieht, verweist auf eine größere Frage der Zusammenarbeit:
👉 Wann gilt Kommunikation eigentlich als wirklich beantwortet — technisch, sachlich und beziehungsmäßig?
Armin und Thomas schauen nicht auf ein simples Generationenproblem, sondern auf die unterschiedlichen Bedeutungen, die Menschen Kommunikationssignalen zuschreiben. Denn oft geht es nicht um den Daumen selbst, sondern um Beziehung, Resonanz, Sicherheit und Wertschätzung.
In der Folge geht es unter anderem um:
warum kurze digitale Reaktionen unterschiedlich interpretiert werden könnenwie aus einem Emoji ein Beziehungskonflikt entstehen kannweshalb Kommunikation nicht automatisch Kontakt bedeutetwie asynchrone Kommunikation Missverständnisse begünstigtwarum Teams klare Kommunikationsverträge brauchenwelche Rolle Strokes, Beziehungsbedürfnisse und Wertschätzung spielenwie Metakommunikation helfen kann, Konflikte zu entschärfenwarum Humor eine Brücke sein kann, ohne das Thema ins Lächerliche zu ziehen
Außerdem sprechen Armin und Thomas darüber, wie Teams ihre Kommunikationskanäle bewusster nutzen können: Wann reicht ein kurzes Signal? Wann braucht es eine ausführlichere Antwort? Und wann ist ein persönliches Gespräch der bessere Weg?
🎧 Eine Folge für alle, die sich fragen, ob ihre Nachrichten wirklich ankommen — oder nur gesendet werden.
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#165 - Case Clinic: Wenn Bots Debatten machen
2026/04/15
Wenn Bots mitreden – und wir nicht mehr wissen, wem wir vertrauen können
In dieser CaseClinic von Mit Brille und Bart greifen Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld eine Zuschrift auf, die aktueller kaum sein könnte. Eine Journalistin beschreibt ihre wachsende Unsicherheit: Sie recherchiert sorgfältig – und zweifelt gleichzeitig immer öfter daran, ob ihre Quellen überhaupt noch „echt" sind.
Denn KI-Systeme erzeugen Inhalte, reagieren aufeinander und treten zunehmend selbst als Akteure auf. Diskussionen entstehen, verstärken sich und verbreiten sich – oft ohne klare menschliche Herkunft. Damit gerät etwas ins Wanken, das lange selbstverständlich war: Vertrauen.
Die beiden Hosts schauen nicht auf die Technik, sondern auf die Auswirkungen. Was passiert, wenn Wahrheit nicht mehr durch Prüfung entsteht, sondern durch Wiederholung? Wenn Masse Glaubwürdigkeit ersetzt? Und wenn unsere eigenen Wahrnehmungsmuster an ihre Grenzen kommen?
Im Kern geht es um drei Fragen:
Wie erkennen wir, was noch verlässlich ist?Wie bleiben wir handlungsfähig in dieser Unsicherheit?Und wie entsteht Vertrauen neu?
Die Folge zeigt: Wir sind dieser Entwicklung nicht ausgeliefert. Vertrauen entsteht heute bewusster – durch Transparenz, klare Verantwortung und echten Dialog.
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#164 - Case Clinic: Leise Führen in lauter Zeit
2026/04/01
Leise führen in lauter Zeit – und trotzdem wirksam bleiben
In dieser CaseClinic von Mit Brille und Bart greifen Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld eine Zuschrift auf, die viele Führungskräfte unmittelbar nachvollziehen können.
Eine Führungskraft beschreibt ihre Situation:
Fachlich erfolgreich.
Ein starkes Team.
Und gleichzeitig das Gefühl, in der Organisation kaum stattzufinden.
Nicht gehört zu werden.
Nicht wirklich wirksam zu sein.
Ausgangspunkt ist eine Beobachtung, die in vielen Organisationen spürbar ist:
Wer schnell spricht, laut argumentiert und pointiert formuliert, prägt Entscheidungen.Wer zuhört, reflektiert und verbindet, gerät ins Hintertreffen.Wir nehmen diesen Fall zum Anlass, um genauer hinzuschauen:Was passiert in Organisationen, in denen Lautstärke mit Kompetenz verwechselt wird?Warum führt permanente Anpassung langfristig zu Erschöpfung und Rückzug?Weshalb verlieren leise, verbindende Führungsstile an Sichtbarkeit – obwohl sie im Team oft hoch wirksam sind?Und wie kann Führung gelingen, ohne sich selbst zu verlieren?
Wir sprechen unter anderem über:
Aufmerksamkeitsdynamiken in Meetings und Organisationen.Daueranpassung und ihre Folgen für Motivation und Präsenz.Die Abwertung von Denkzeit in schnellen Entscheidungskulturen.Extraversion als implizites Kompetenzsignal.Psychologische Sicherheit jenseits von Harmonie.Konsonanz und Dissonanz in gelingenden Arbeitsbeziehungen.Und die Frage, wie Führung Räume schaffen kann, in denen unterschiedliche Stimmen wirklich gehört werden.
Und wir stellen uns Fragen wie:
Wie bleibe ich als leise Führungskraft sichtbar in einer lauten Umgebung?Was bedeutet „Ich bin okay, du bist okay“, wenn andere im Modus „Ich habe Recht“ agieren?Wie gelingt es, gehört zu werden, ohne lauter oder dominanter zu werden?Und welche Rolle spielen Struktur, Sprache und Selbstführung dabei?
🎧 Reinhören lohnt sich!
Diese Folge ist eine Einladung zum Innehalten und Reflektieren.
Für Führungskräfte, die sich zwischen Anpassung und Authentizität bewegen.
Für Menschen, die verbinden wollen – in einer Zeit, die oft trennt.
Und für Organisationen, die verstehen möchten:
Wirksamkeit entsteht nicht nur durch Lautstärke – sondern durch Klarheit, Haltung und die Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven zu integrieren.
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#163 - Entwicklung ist eine Suchbewegung I Kooperationsfolge mit #BePassioneer
2026/03/18
Wenn Planung nicht mehr trägt – und Organisationen trotzdem handlungsfähig bleiben sollen
In dieser besonderen Folge von Mit Brille und Bart verlassen wir bewusst unser gewohntes Format.
Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld treffen auf Marc Rodenkirchen und Michael Braun, die Hosts des Podcasts BePassioneer – und nehmen gemeinsam eine Episode auf, die aus zwei Teilen besteht.
Ohne Skript.
Ohne vorbereitete Fallstruktur.
Dafür mit vier Perspektiven aus Organisationsentwicklung, Beratung und Führung.
Ausgangspunkt unseres Gesprächs ist eine Beobachtung, die viele Organisationen derzeit teilen:
Die Welt verändert sich schneller, als Planungen greifen können.
Wirtschaftliche Unsicherheit.
Technologische Umbrüche.
Künstliche Intelligenz.
Gesellschaftliche Spannungen.
Und mittendrin Organisationen, die versuchen, handlungsfähig zu bleiben.
Wir nehmen diese Situation zum Anlass, um genauer hinzuschauen:
Was passiert mit Organisationen, wenn Planungshorizonte immer kürzer werden?Warum reagieren viele Systeme mit Rückzug auf Bekanntes?Weshalb erleben wir gleichzeitig immer mehr Unsicherheit – und immer mehr Sehnsucht nach Orientierung?Und welche Rolle spielen Beziehungen, Vertrauen und Begegnung in Zeiten permanenter Veränderung?
Wir sprechen unter anderem über:
Suchbewegung statt Masterplan.Komfortzonen und Rückzugsbewegungen in Organisationen.Silodenken und Konkurrenz innerhalb von Unternehmen.Psychologische Sicherheit und Teamdynamiken.Homeoffice, Begegnung und die Gefahr organisationaler Vereinsamung.Die Rolle von Führung in Zeiten verkürzter Planungshorizonte.
Und wir stellen uns Fragen wie:
Was passiert mit Zusammenarbeit, wenn Unsicherheit zum Dauerzustand wird?Wie entsteht Orientierung, wenn niemand den Weg genau kennt?Welche Rolle spielen Beziehungen im Umgang mit organisationaler Komplexität?Und was bedeutet Entwicklung, wenn sie nicht planbar ist?
🎧 Reinhören lohnt sich!
Diese Folge ist eine Einladung zum gemeinsamen Nachdenken.
Für Führungskräfte, die Orientierung geben sollen – obwohl vieles unklar ist.
Für Organisationen, die lernen müssen, mit Unsicherheit zu arbeiten.
Für HR und Organisationsentwicklung, die Entwicklung nicht mehr nur planen, sondern begleiten.
Und für alle, die spüren:
Organisationale Entwicklung ist heute weniger ein Plan –
und mehr eine gemeinsame Suchbewegung.
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Zu BePassioneers:
https://die-passioneers.de/
#162 - Case Clinic: Wenn dein Team nicht mehr kann – und du trotzdem liefern musst
2026/03/04
Wenn dein Team nicht mehr kann – und du trotzdem liefern sollst
In dieser Folge der Case-Klinik widmen wir uns einer Situation, die viele Führungskräfte kennen – aber nur selten offen aussprechen:
Was passiert, wenn zwei Leistungsträger langfristig ausfallen – die Deadlines jedoch bleiben?
Ausgangspunkt ist eine anonyme Zuschrift einer Führungskraft, die sich in einem inneren Spannungsfeld erlebt:
Zwischen Fürsorge und Ergebnisdruck.
Zwischen Loyalität nach oben – und Verantwortung nach unten.
Zwischen „Ich halte das schon“ – und der Angst, selbst zu kippen.
Wir nehmen diesen Fall zum Anlass, um tiefer zu schauen:
Wann ist Überlastung kein individuelles Problem mehr, sondern Ausdruck systemischer Fragilität?Warum planen Organisationen mit 100 % Auslastung – und wundern sich über den Schock, wenn etwas ausfällt?Was passiert unter Druck mit Klarheit?Wann wird sie zur Simplifizierung?Und wie entstehen Sündenbock-Dynamiken?
Warum taucht in Krisen die Sehnsucht nach „starker Führung“ auf –
und weshalb kann genau das psychologische Sicherheit untergraben?
Wir sprechen über:
Systemfragilität statt Einzelfall-Logik.
Den Antreiber „Sei stark“.
Passivitäts- und Aktionismus-Dynamiken im Team.
Psychologische Sicherheit.
Effort-Reward-Imbalance.
Und organisationale Resilienz jenseits von Feigenblatt-Trainings.
Und wir fragen uns:
Wo endet meine Verantwortung als Führungskraft?Wie sichere ich Leistung, ohne mein Team – und mich selbst – zu verheizen?Wie gelingt Klarheit, ohne Druck oder Schuldzuweisung?Und was braucht es wirklich, damit Organisationen tragfähig bleiben?
🎧 Reinhören lohnt sich!
Diese Folge ist eine Einladung zur Differenzierung.
Für Führungskräfte, die zwischen Ergebnisdruck und Menschlichkeit stehen.
Für Organisationen, die Resilienz nicht individualisieren wollen.
Für HR und OE, die strukturell hinschauen möchten.
Und für alle, die spüren:
Es ist nicht nur eine Frage der Belastbarkeit.
Es ist eine Frage der Konstruktion von Arbeit.
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