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Bewertung
★★★★★
5
von
1 Bewertungen
Dieser Podcast hat
53 Episoden
Sprache
German
Erstellt am
2023/01/16
Neueste Episode
2026/10/08
Durchschnittsdauer
32 min.
Veröffentlichungsintervall
18 Tage

Beschreibung

Was bewegt Jüdinnen und Juden in Deutschland? Freiheit, Sicherheit, Gesellschaft, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Bildung und der Widerstand gegen Hass - darüber und weitere Themen der freiheitlichen Demokratie sprechen wir im WI-Talk aus jüdischer Perspektive mit unseren Gästen.

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Sharon Brauner: Wenn Heimat fremd wird. Über Berlin, Entfremdung und Abschied
2026/10/08
Berlin ist für Sharon Brauner mehr als einfach eine Stadt. Sie ist hier geboren und aufgewachsen, hat auf den Bühnen dieser Stadt gestanden, Berlin besungen und ihm sogar eine ganze Revue gewidmet. Umso mehr trifft ihr neuer Song „Kind dieser Stadt“. Denn er ist Liebeserklärung und Abschied zugleich. Sharon singt über ihr Berlin – aber auch darüber, wie sich eine Stadt verändern kann, bis man sich in der eigenen Heimat nicht mehr zu Hause fühlt. Wir sprechen darüber, wann aus diesem Gefühl ein Lied wurde, was es bedeutet, eine Stadt verlassen zu wollen, die ein Teil der eigenen Identität ist – und was von der Liebe zu Berlin bleibt, wenn man geht. Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V. www.werteinitiative.de
Nicolas Stampe: Zwischen Empathie, Konfrontation und Abwehr. Wie das Projekt ZADA Antisemitismus begreifbar macht
2026/10/02
Wer über Antisemitismus spricht, stößt oft auf dieses Problem: Man erreicht vor allem diejenigen, die ohnehin schon sensibilisiert sind. Bei anderen setzt schnell die Abwehr ein. Sie fühlen sich beschuldigt, missverstanden oder sagen: Mit mir hat das nichts zu tun. Aber wie erreicht man gerade diese Menschen? Darüber hat sich Nicolas Stampe Gedanken gemacht. Herausgekommen ist das ZADA-Projekt. ZADA setzt auf einen immersiven Parcours, in dem Vorurteile, Wahrnehmung und Diskriminierung erfahrbar gemacht werden. Wir sprechen darüber, wie man Menschen für das Thema Antisemitismus öffnet, wo die Grenzen eines niedrigschwelligen Ansatzes liegen – und was am Ende tatsächlich dabei hilft, antisemitische Denkweisen zu erkennen und zu verändern. Mehr zum Projekt unter: https://zada-germany.com/ Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V. www.werteinitiative.de
Blitz-WI-Talk: Martin Hikel: Wie jüdisches Leben aus Berlin verschwindet. Bleibt die Chanukkia auf dem Neuköllner Rathaus sichtbar?
2026/09/29
Es sind schockierende Nachrichten: Am Rathaus Neukölln soll die Chanukkia abgenommen werden. In den vergangenen Jahren wurde im Dezember an acht Abenden auf dem Balkon des Rathauses je eine Kerze entzündet. Der Verein Hillel sagte die bevorstehende Zeremonie wegen des Wahlausgangs in Neukölln nun ab. Dort hat die Linke über dreißig Prozent der Stimmen bekommen und wird voraussichtlich den nächsten Bürgermeister stellen. Der Leuchter soll an einen neutralen Ort kommen. Es wird in Neukölln ein sichtbares Zeichen jüdischen Lebens weniger geben. Wird jüdisches Leben Stück für Stück verdrängt? Darüber sprechen wir mit dem amtierenden Bezirksbürgermeister Martin Hikel. Zum Bild-Artikel: https://www.bild.de/politik/inland/abzug-aus-rathaus-neukoelln-juden-retten-ihr-heiliges-licht-vor-linken-6aba6defe82a6edc94e197bf Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V. www.werteinitiative.de
Ahmad Mansour: Buchvorstellung: Haltung ohne Hass. Über Radikalisierung, Resilienz und eine neue Streitkultur
2026/09/07
Wenn wir von Radikalisierung sprechen, denken wir oft zuerst an Gewalt und Anschläge. Doch Radikalisierung beginnt viel früher. Einer, der sagt, dass wir handeln müssen, bevor wir die Gewalt sehen, ist Ahmad Mansour. Er ist Psychologe und Autor und hat Radikalisierung, aber auch Deradikalisierung am eigenen Leib erlebt. In seinem neuen Buch "Haltung ohne Hass" beschäftigt er sich mit den Mechanismen und Faktoren hinter Radikalisierung. Mansour arbeitet mit Jugendlichen und Lehrkräften, entwickelt Präventionsprogramme und berät auch die Bundesregierung bei der Frage, wie man Islamismus und Radikalisierung frühzeitig begegnen kann. In diesem WI-Talk geht es deshalb nicht nur um die Analyse des Problems, sondern vor allem um die Frage, was wir tun können: Wie entsteht Radikalisierung? Was macht Menschen anfällig für einfache Weltbilder und Feindbilder? Wie können Schulen, Lehrkräfte und Gesellschaft früher gegensteuern? Und was brauchen wir, um Resilienz zu stärken und wieder zu einer offenen Streitkultur zurückzufinden? Foto: © Markus Höhn Zum Buch: https://www.piper.de/buecher/haltung-ohne-hass-isbn-978-3-8270-1544-0 Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V.
Stefan Dietl: Wir antisemitisch ist die AfD?
2026/08/31
Die AfD präsentiert sich gerne als besonders israelfreundlich und als entschiedene Gegnerin von Antisemitismus. Gleichzeitig finden sich in der Partei immer wieder Geschichtsrevisionismus, Verschwörungserzählungen über „Globalisten“ und Eliten sowie antisemitische Denkfiguren in modernisierter Sprache. Wie passt das zusammen? Und woran erkennt man Antisemitismus, wenn er nicht offen als solcher auftritt? Darüber sprechen wir mit dem Gewerkschafter, Journalisten und Autor Stefan Dietl. In seinem Buch „Antisemitismus und die AfD“ untersucht er die ideologischen Muster hinter einzelnen Äußerungen und Skandalen. Im Gespräch geht es darum, wie die AfD ihre vermeintliche Israelfreundlichkeit politisch nutzt und wie sich berechtigte Kritik an islamistischem Antisemitismus von dessen Instrumentalisierung unterscheiden lässt. Außerdem werfen wir einen Blick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen rechtem und linkem Antisemitismus: Warum begegnen uns trotz verschiedener Ideologien ähnliche Muster von Verschwörungsdenken, Freund-Feind-Logik und kollektiven Zuschreibungen? Und schließlich geht es um eine grundsätzliche Frage: Verläuft die entscheidende Grenze vielleicht weniger zwischen rechts und links – sondern zwischen demokratischem und autoritärem Denken? Zum Buch: https://www.verbrecherverlag.de/shop/antisemitismus-und-die-afd/ Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V. www.werteinitiative.de
Tilman Tarach: Vom Mittelalter in die TAZ. Wie judenfeindliche Bilder die Jahrhunderte überdauern
2026/08/20
Israel als Täterstaat, Juden, die sich angeblich vom Opfer zum Täter entwickelt haben, Genozidvorwurf. All das wurde und wird so oft wiederholt, dass es in einigen Kreisen als unumstößliche Wahrheit gehandelt wird – Faktenresistenz inbegriffen. So inbegriffen, dass jemand in der TAZ über seinen Vater schreibt, der die Polio-Impfung nicht rechtzeitig erhalten haben soll, weil die Familie 1948 im israelisch-arabischen Krieg vertrieben wurde. Dass diese Impfung erst Jahre später erstmals zugelassen wurde – geschenkt. Wir wollen uns jedoch weniger auf die TAZ konzentrieren, sondern vielmehr fragen: wie ist es möglich, dass so etwas heute problemlos durchgewunken wird, und zwar nicht als journalistisches Versagen, sondern „Israelkritik“?   Unser Gast ist der Jurist und Autor Tilman Tarach, der diesen Fall sehr pointiert kommentiert hat. Er beschäftigt sich mit der Ideen- und Wirkungsgeschichte des Antisemitismus. In seiner Arbeit zeigt er, wie sich Vorstellungen vom Gottesmörder, vom heimlichen Strippenzieher oder vom Juden als Täter verändert und bis in die heutige Wahrnehmung von Israel fortgesetzt haben.   Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V. www.werteinitiative.de
Ingo Elbe: Antisemitismus in der postkolonialen Theorie. Wenn Juden zu weißen Unterdrückern gemacht werden
2026/08/07
Wie kann es sein, dass Menschen, die für Vielfalt, Menschenrechte und Gleichberechtigung eintreten, mit Terrororganisationen wie der Hamas sympathisieren? Warum wird etwa das islamische Regime im Iran oder Gruppen wie die Hamas oder Hisbollah von Teilen der progressiven Szene zu einem antikolonialen Widerstand verklärt – und das obwohl sie Frauen unterdrücken, Homosexuelle verfolgen und politische Gegner verfolgen, foltern und hinrichten? Zufall ist das nicht. Dahinter steckt ein Weltbild, das die Welt in Unterdrücker und Unterdrückte einteilt – und Israel dabei auf der Täterseite verortet. Bei uns ist der Philosoph und Antisemitismusforscher Ingo Elbe. Er arbeitet seit Jahren zu Antisemitismus, Marxismus und den ideologischen Grundlagen des gegenwärtigen Israelhasses. Wir tauchen ein in die theoretische ideologische Basis dieser Weltbilder und sprechen über postkoloniale Theorien. Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V. www.werteinitiative.de
Tuvia Tenenbom: Werden jüdische Stimmen gecancelt? Über den Preis des Dialogs
2026/07/20
Zwei Berliner Buchvorstellungen mit Tuvia Tenenbom wurden gecandelt. Dabei tut der israelisch-amerikanische Autor in seinen Büchern genau das, was Kulturinstitutionen ständig fordern und immer seltener selbst praktizieren: Er spricht mit Menschen, auch wenn ihre Ansichten unbequem, widersprüchlich oder abstoßend sind. Gerade erschien sein neues Buch „Wie nennt ihr dieses Land hier? Unter Siedlern“. Dafür lebte er mit seiner Frau Isi im sogenannte Westjordanland, Judäa und Samaria – oder, wie er es nennt, „BI“, das biblische Israel. Er begegnete Siedlern und Palästinensern, Friedensaktivisten und Radikalen, Politikern und Journalisten. Mit ihm sprechen wir über das Canceln jüdischer Stimmen, über die ideologische Aufladung des Kulturbetriebs und über eine Frage, die heute fast provokant wirkt: Was erfahren wir, wenn wir Menschen zuhören, bevor wir über sie urteilen? Zum Buch: https://www.suhrkamp.de/buch/tuvia-tenenbom-wie-nennt-ihr-dieses-land-hiero-t-9783518475331 Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V. www.werteinitiative.de
Luai Ahmed: Vom Islamisten zum Brückenbauer. Ein Aussteiger erklärt blinde Flecken des Westens
2026/04/29
Islamismus tritt im Westen selten mit offenem Machtanspruch auf. Häufig wirkt er über Narrative, Milieus, Organisationen und digitale Öffentlichkeiten – und nutzt dabei genau jene Freiheiten aus, die demokratische Gesellschaften ausmachen. Gleichzeitig beobachten wir eine Normalisierung von Judenhass und Israelhass, die sich mit islamistischen Weltbildern verbindet und in unterschiedlichen Milieus anschlussfähig wird. Das führt zu falschen Begriffen, falschen Abgrenzungen – und zu einer Unterschätzung einer Ideologie, die auf Unfreiheit, Einschüchterung und Feindbilder angewiesen ist. Was genau unterscheidet Islam von Islamismus – und woran erkennt man den politischen Anspruch, bevor er offen zutage tritt? Welche Missverständnisse, Tabus und Verklärungen prägen westliche Debatten über den Islam und über “kulturelle Sensibilität”? Warum sind Juden und Israel so zentrale Feindbilder islamistischer Bewegungen – und wie wird dieser Antisemitismus sprachlich getarnt, moralisch aufgeladen oder politisch legitimiert? Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Politik, Medien, Sicherheitsbehörden und Zivilgesellschaft in Deutschland? Diese und weitere Fragen besprechen wir mit Luai Ahmed. Ahmed wurde 1993 in Sana’a, der Hauptstadt des Jemen, geboren, ist Journalist, Kolumnist und Content Creator, der heute in Schweden lebt. Aufgewachsen mit Judenhass und dem Glauben an die Vernichtung Israels hat er sich in einem langjährigen Prozess davon gelöst. Heute nutzt er seine Reichweite, um islamistischen Extremismus, Antisemitismus und Hassideologien zu bekämpfen. Er ist Teil der Online-Bewegung „Builders of the Middle East“, in der arabische und jüdische Teammitglieder gemeinsam Inhalte produzieren, um Online-Extremismus entgegenzutreten und ein „drittes Narrativ“ sichtbar zu machen: Geschichten von Menschlichkeit, Koexistenz und einem Ausstieg aus Feindbildern. Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V. www.werteinitiative.de
Ali Ertan Toprak: Gemeinsame Werte – gemeinsame Bedrohungen. Was Juden und Kurden in Deutschland verbindet
2026/04/22
Minderheiten in Deutschland haben manchmal mehr gemeinsam als es den Anschein haben mag – das trifft in jedem Fall auf die kurdische und die jüdische Community zu. Sie sind nicht nur durch Werte verbunden, sondern auch durch gemeinsame Bedrohungen wie etwa den politischen Islam. Den Vorsitzenden der Kurdischen Gemeinde Deutschland haben wir in dieser Folge im WI-Talk zu Gast: Ali Ertan Toprak ist eine bekannte Stimme gegen den politischen Islam, Mitglied im Beraterkreis der Bundesregierung und ein „natürlicher Verbündeter“ seiner jüdischen Freunde, wie er selbst sagt. Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V.
Sascha Adamek: Politischer Islam in Deutschland. Wie Islamisten Demokratie und jüdisches Leben bedrohen
2026/04/15
In dieser Folge sprechen wir mit dem Investigativjournalisten und Buchautor Sascha Adamek über den politischen Islam, islamistische Strukturen in Deutschland und die Frage, warum die Gefahr für Demokratie und offene Gesellschaft noch immer unterschätzt wird. Ausgangspunkt des Gesprächs ist die Debatte um den Begriff „Islamophobie“: Was beschreibt er tatsächlich – und wo wird er politisch genutzt, um Kritik an islamistischen Ideologien und Akteuren moralisch unter Verdacht zu stellen? Von dort aus geht es um die Muslimbruderschaft, ihre langfristigen Strategien der Einflussnahme und die Frage, wie weit Teile dieser Entwicklung in Deutschland bereits sichtbar geworden sind. Außerdem geht es um die Verbindung zwischen politischem Islam und Antisemitismus, um die Folgen dieser Blindstelle für Juden in Deutschland und um die Frage, was ein demokratischer Staat tun muss, um sich zu wehren, ohne seine liberalen Prinzipien aufzugeben. Von Sascha Adamek ist kürzlich erschienen: "Unterwanderung. Der Politische Islam weiter auf dem Vormarsch." https://www.sascha-adamek.de/buecher/unterwanderung/ Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V. www.werteinitiative.de
Andreas Büttner: Antisemitismus in der Linken: Warum ich ausgetreten bin. Ein Bericht
2026/03/17
Er zieht die Reißleine und verlässt die Partei Die Linke. Im WI-Talk spricht Andreas Büttner, Antisemitismusbeauftragter des Landes Brandenburg, über die vordergründigen — und über die tieferliegenden Gründe für diesen Schritt. Er beschreibt ein strukturelles Problem der Partei mit Antisemitismus: die Weigerung, bestimmte Formen von Judenhass klar zu benennen, die Relativierung jüdischer Perspektiven und einen politischen Umgang mit Zionismus, der jüdische Selbstbestimmung infrage stellt. Wir sprechen darüber, was Büttners Bruch mit der Partei über den Zustand der Linken sagt und ob sie überhaupt noch ein politischer Ort für Demokraten ist. Ein Gespräch über Antisemitismus, politische Verdrängung und das politische Wegdefinieren von realem Judenhass. Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V. www.werteinitiative.de
Fathiyeh Naghibzadeh: Ende des Mullah-Regimes? Zur aktuellen Situation im Iran
2026/03/06
In dieser Folge schauen wir auf den Iran – und zwar nicht nur auf einzelne Schlagzeilen, sondern auf die Dynamik dahinter: Protestzyklen und Regime-Stabilität, Opposition im Land und in der Diaspora und die Rolle der Revolutionsgarden, der IRGC. Wir ordnen ein, was diese Proteste von denen von 2022 und früheren unterscheidet, welche Auswirkungen der Tod von Ayatollah Ali Khamenei hat und sprechen auch über die Rolle von Kronprinz Reza Pahlavi. Außerdem geht es darum, wie antisemitische Regimepropaganda wirkt und was jetzt politisch passieren muss. Unser Gast ist Fathiyeh Naghibzadeh. Sie stammt aus dem Iran, lebt seit 1985 im Exil in Deutschland, ist Mitgründerin des Mideast Freedom Forum Berlin und arbeitet und berät seit vielen Jahren zu Politik, Struktur und Ideologie der Islamischen Republik Iran, zur Situation der Frauen sowie zu Antisemitismus. Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V.
Iman Sefati: Iran im Herzen. Ein Journalist zwischen persönlicher Betroffenheit und politischer Analyse
2026/02/23
Das iranische Regime steht seit Jahren für Repression, Hinrichtungen und die systematische Unterdrückung von Frauen, Oppositionellen und Minderheiten. Doch erst mit den jüngsten Protesten mit zehntausenden Toten und Inhaftierten scheint sich in der deutschen Politik und Öffentlichkeit etwas zu tun. Und das sehen wir nicht zuletzt auf den Straßen: Es wird laut und sichtbar demonstriert, doch einheitlich sind die Forderungen und politischen Kräfte keineswegs. Mit dem Demonstrationsgeschehen und mit der Situation im Iran kennt sich Iman Sefati bestens aus: Er ist Journalist, berichtet regelmäßig über die israelfeindliche Protestbewegung und schaut nun auch sehr genau bei den Iran-Demos hin. Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V.
Blitz-WI-Talk: Jüdische Sichtbarkeit in der Politik. Wie geht man mit Hakenkreuzen auf dem eigenen Wahlplakat um?
2026/02/06
Ein Wahlplakat wird mit Hakenkreuzen beschmiert – und plötzlich geht es nicht mehr nur um Kommunalpolitik, sondern um die Frage, wie belastbar unsere demokratische Kultur wirklich ist. In dieser Folge des WI-Talk sprechen wir mit Severin Kistner, Bürgermeisterkandidat in Starnberg über jüdische Sichtbarkeit in der Politik und darüber, was solche Vorfälle mit politischer Teilhabe machen – nicht nur bei Betroffenen, sondern in der ganzen Stadtgesellschaft. Wir reden darüber, warum NS-Symbolik keine „Schmiererei“ ist, welche Grenzen eine Demokratie klar ziehen muss und was passieren muss, damit jüdisches Leben und jüdische Kandidaten nicht zur Zielscheibe werden – sondern selbstverständlich dazugehören. Zum Merkur-Artikel: "Plakat von Starnberger Bürgermeisterkandidat mit Hakenkreuzen und Hitler-Bart beschmiert" Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V.

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