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5von
Dieser Podcast hat
48 Episoden
Sprache
GermanExplizit
Nein
Erstellt am
2023/04/17
Neueste Episode
2026/08/13
Durchschnittsdauer
70 min.
Veröffentlichungsintervall
32 Tage
Beschreibung
Die Energiewende erscheint oft kompliziert und unübersichtlich. Die Macher des "DIW-Monitor Energiewende", Alexander Roth und Wolf-Peter Schill, sortieren das für euch. Wir diskutieren, auch mit Gästen, Ziele und Maßnahmen der Bundesregierung und aktuelle Entwicklungen im Bereich der Energiewende.
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#46: Ist Methanol der bessere Wasserstoff?
2026/08/13
Wasserstoff gilt als Schlüsseltechnologie für die Dekarbonisierung mancher Sektoren und die langfristige Speicherung erneuerbarer Energien – aber ist gasförmiger Wasserstoff wirklich die beste Option? In dieser Folge von ‚fossilfrei‘ stellt uns Tom Brown, Professor an der TU Berlin, seine Alternative vor: E-Biomethanol. Was ist das, wie wird es hergestellt, was unterscheidet es von klassischen Biokraftstoffen und warum ist es eine interessante Alternative zu gasförmigem Wasserstoff? Wir diskutieren Logistik, Kosten, das Zusammenspiel mit Wasserstoff- und Gasnetzen sowie mögliche Risiken, wie fossile Lock-ins und wagen einen Blick auf konkrete Politikempfehlungen.
Wenn euch 'fossilfrei' gefällt, freuen wir uns immer über Abos, freundliche Rezensionen und gute Bewertungen – und natürlich über euer Feedback.
Kapitel
00:00 Intro
01:42 Willkommen Tom Brown
05:00 Motivation für die Nutzung von Methanol
10:05 Was ist (E-Bio)-Methanol?
16:15 Vorteil gegenüber herkömmlichen Biokraftstoffen
20:05 Herstellung und Logistik von E-Biomethanol
27:00 (Mehr-)Kosten und Netze
31:30 Methanol als Langfristspeicher und die Rolle von Wasserstoff
41:10 Interaktion mit anderen Ländern
43:45 Andere Aspekte: fossiler Lock-In, Technologieentwicklung, Recycling
51:45 Politikempfehlungen
58:00 Sind die Kosten ein Showstopper?
1:02:45 Wie am besten anfangen und konkrete Empfehlungen
1:07:15 Wir freuen uns auf euer Feedback!
Links
Fachartikel “A minimal methanol backstop for high-electrification scenarios” (Joule)
Fachartikel “Ultra-long-duration energy storage anywhere: Methanol with carbon cycling” (Joule)
A Minimal Methanol Backstop: Frequently Asked Questions (Webseite Tom Brown)
Eine Welt ohne Gasinfrastruktur: Elektrifizierung mit Methanol für den Rest (pv magazine)
Studie “Anwendungsspezifische Wasserstoffbezugskosten in Deutschland 2035“ (Fraunhofer CINES)
Ariadne-Explainer: Welche Rolle spielen Speicher in der Energiewende? https://ariadneprojekt.de/publikation/hintergrund-welche-rolle-spielen-speicher-in-der-energiewende/
Ariadne-Explainer: Was sind Wasserstoffspeicher und welche Rolle spielen sie in der Stromversorgung der Zukunft?
fossilfrei #44: Die Vermessung der Dunkelflaute
fossilfrei #45: Dunkelflaute: Wie viel Speicher braucht die Energiewende?
fossilfrei #29: Wasserstoffspeicher für die Energiewende: Technik ist da, Investitionsanreize fehlen
fossilfrei #27: Kurzfristig, langfristig, exotisch: Energiespeicher erklärt
Aktuelle Daten zu Energiespeichern auf dem Open Energy Tracker
Kontakt und Plattformen
„fossilfrei“ E-Mail ([email protected])
„fossilfrei“ auf der Homepage des DIW
„fossilfrei“ auf Spotify
„fossilfrei“ bei Apple Podcast
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Alexander Roth auf Bluesky (@aroth.bsky.social), LinkedIn (https://www.linkedin.com/in/alex1roth/) und Mastodon (@[email protected])
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Lizenz und Zitiervorschlag
Lizenz: CC-BY 4.0
Zitiervorschlag: Alexander Roth und Wolf-Peter Schill (2026): fossilfrei-Podcast Folge 46 „Ist Methanol der bessere Wasserstoff?“ 13.08.2026, https://www.diw.de/de/diw_01.c.870293.de/fossilfrei__-_der_energiewendepodcast_des_diw_berlin.html
Transkript
Das Transkript enthält die Volltextversion der Podcastfolge.
#45: Dunkelflaute: Wie viel Speicher braucht die Energiewende?
2026/07/21
Heute geht es weiter mit dem Reizthema Dunkelflauten, über das wir aber einmal mehr unaufgeregt sprechen wollen. Zu Gast ist ein weiteres Mal Martin Kittel. In der letzten Folge haben wir mit ihm schon ausführlich darüber gesprochen, was Dunkelflauten eigentlich sind und wie man sie misst – wir fassen das am Anfang noch mal kurz zusammen. Schwerpunkt dieser Folge ist dann die Frage, wie wir das erneuerbare Energiesystem der Zukunft für extreme Dunkelflauten wappnen können. Zuerst geben wir einen breiten Überblick über die möglichen Beiträge verschiedener Flexibilitätstechnologien und stellen fest: Optionen zur Überbrückung kurzer Ereignisse gibt es sehr viele – je länger aber Energie bereitgestellt werden muss, desto herausfordernder wird es. Danach liegt der Fokus auf der Frage, wie viele wasserstoffbasierte Langfrist-Stromspeicher für die Überbrückung extremer Dunkelflauten in einem 100% erneuerbaren europäischen Energiesystem nötig sind. Grundlage hierfür ist unser kürzlich in Nature Communications veröffentlichter Fachartikel. Wir diskutieren, ob derart große Speicher tatsächlich realisiert werden können. Spoiler: grundsätzlich ja – aber man muss mal anfangen! Wenn euch fossilfrei gefällt, freuen wir uns immer über Abos, freundliche Rezensionen und gute Bewertungen – und natürlich auf euer Feedback.
Kapitel
00:00 Intro
00:35 Willkommen
02:36 Recap: Was sind Dunkelflauten und wie misst man sie?
07:55 Technologien zum Umgang mit extremen Dunkelflauten
10:57 Kurzfriststromspeicher: Batterien und Pumpspeicher
17:40 Langfriststromspeicher: Wasserstoffkavernen
20:41 Andere wasserstoffbasierte Speicher und Wärmespeicher
23:48 Konventionelle Kraftwerke, CCS und Bioenergie
29:51 Wasserkraft und Grundlastkraftwerke
33:23 Nachfrageflexibilität und Stromhandel mit dem Ausland
37:22 Studie: Speicher für ein 100 % erneuerbares Energiesystem
43:01 Speicherbedarf schwankt zwischen Jahren und steigt ohne EU-Stromaustausch
48:20 Sind derart große Speicher realisierbar?
52:29 Zusammenspiel von Kurz- und Langfristspeichern in der Dunkelflaute
54:18 Was ändert sich durch Atomkraft oder fossile Backup-Kraftwerke?
57:09 Kritische Annahmen: Strom- und Wasserstofftransport
1:00:34 Schlussfolgerung: Jetzt in Langfristspeicher einsteigen!
1:03:39 Speicher für sehr seltene Ereignisse kommen nicht von selbst
1:07:43 StromVKG: H2-ready Kraftwerke als Teil von Stromspeichern?
1:10:12 Mini-Zusammenfassung der Folge
1:13:03 Wir freuen uns auf euer Feedback!
Links
Fachartikel “Long-duration electricity storage needs for coping with Dunkelflaute events in Europe”Fachartikel “Multi-threshold time series analysis enables characterization of variable renewable energy droughts in Europe”Ariadne-Explainer: Welche Rolle spielen Speicher in der Energiewende?Ariadne-Explainer: Was sind Wasserstoffspeicher und welche Rolle spielen sie in der Stromversorgung der Zukunft?Ariadne-Explainer: Was sind eigentlich Wärmespeicher und wofür brauchen wir sie in der Energiewende?fossilfrei #44: Die Vermessung der Dunkelflautefossilfrei #42: Mit Fernwärme und Wärmespeichern die Energiewende beschleunigen!fossilfrei #34: Brauchen wir noch Grundlastkraftwerke?fossilfrei #29: Wasserstoffspeicher für die Energiewende: Technik ist da, Investitionsanreize fehlenfossilfrei #27: Kurzfristig, langfristig, exotisch: Energiespeicher erklärt Aktuelle Daten zu Energiespeichern auf dem Open Energy Tracker
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Zitiervorschlag: Alexander Roth und Wolf-Peter Schill (2026): fossilfrei-Podcast Folge 45 „Dunkelflaute: Wie viel Speicher braucht die Energiewende?“ 21.07.2026, https://www.diw.de/de/diw_01.c.870293.de/fossilfrei__-_der_energiewendepodcast_des_diw_berlin.html
Transkript
Das Transkript als Volltext
#44: Die Vermessung der Dunkelflaute
2026/06/19
Heute gibt es mal wieder eine DIW-interne Folge. Wolf-Peter Schill spricht mit Martin Kittel über ein echtes Reizthema der Energiewende, die berüchtigte Dunkelflaute. Basierend auf eigenen Forschungsarbeiten erklären wir, warum zwar Viele (mit unterschiedlichen Begriffen) über dieses Phänomen sprechen – es aber gleichzeitig so schwierig ist, konkret zu definieren, was eine Dunkelflaute eigentlich ist und wie man sie messen kann. Dafür diskutieren wir drei verschiedene Ansätze mit ihren Vor- und Nachteilen, die zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führen können. Wenn euch das zu nerdig ist, könnt ihr in den zweiten Teil springen, wo es um extreme europäische Dunkelflauten in den letzten vier Jahrzehnten geht. Spoiler: sie sind länger, als die meisten denken – aber es ist auch nicht so, dass es währenddessen gar keinen erneuerbaren Strom gibt. Zudem können ein erneuerbarer Technologiemix und ein europäischer Stromverbund die Länge der Extremereignisse deutlich verringern. Zuletzt ordnen wir die Ergebnisse einer Kurzstudie von Uniper, die zuletzt Schlagzeilen machte, kurz ein. Die Frage, mit welchen Technologien man das erneuerbare Energiesystem am besten gegen Dunkelflauten absichert, kann mit diesen Methoden allerdings nicht beantwortet werden. Und das ist auch nicht Thema diese Folge – darüber reden wir dann nächstes Mal!
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Kapitel
00:00 Intro
00:29 Willkommen
02:29 Warum werden Dunkelflauten relevanter?
05:04 Warum ist die Vermessung der Dunkelflaute so schwierig?
08:55 Ansatz 1: Analyse des erneuerbaren Stromangebots
16:17 Ansatz 2: Untersuchung der Residuallast
20:43 Ansatz 3: Fokus auf Strompreise
26:15 Gibt es bessere Begriffe als „Dunkelflaute“?
29:57 Quantifizierung von Dunkelflauten in Europa
34:42 Portfolioeffekt: Vorteile eines Technologie-Mixes
36:04 Verbundeffekt: Vorteile des europäischen Stromaustauschs
41:41 Die größte Dunkelflaute in den historischen Daten
48:03 Einordnung der Uniper-Kurzstudie
57:08 Fazit: was lernen wir aus diesen Analysen und was nicht?
59:52 Kampfbegriff oder relevantes Phänomen?
1:02:07 Wir freuen uns auf euer Feedback!
Links
Fachartikel „Measuring the Dunkelflaute: how (not) to analyze variable renewable energy shortage“
Fachartikel “Multi-threshold time series analysis enables characterization of variable renewable energy droughts in Europe”
Früherer Fachartikel „Frequency and duration of low-wind-power events in Germany”
Kurzstudie zu Dunkelflauten von Uniper
fossilfrei #11 zur Nationalen Wasserstoffstrategie
fossilfrei #43 zur Relevanz von Erneuerbaren und Elektrifizierung
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Zitiervorschlag: Wolf-Peter Schill (2026): fossilfrei-Podcast Folge 44 „Die Vermessung der Dunkelflaute“ 19.06.2026, https://www.diw.de/de/diw_01.c.870293.de/fossilfrei__-_der_energiewendepodcast_des_diw_berlin.html
Transkript
Das Transkript als Volltext
#43: EU-Klimaziele erfordern massiv erneuerbare Energien und Elektrifizierung
2026/06/05
Heute sprechen Alexander Roth und Wolf-Peter Schill mit Dr. Robert Pietzcker vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) über die EU-Klimaziele und wie sie erreicht werden können. Grundlage ist eine kürzlich veröffentlichte Modellierungsstudie des PIK mit einem Fokus auf das Jahr 2040. Ein wichtiger Baustein ist ein massiver – aber realistischer – Ausbau der erneuerbaren Energien, vor allem der Photovoltaik. Außerdem braucht es die schnelle Elektrifizierung des Verkehrs, des Wärmesektors und der Industrie – und zwar ohne dass letztere in andere Weltregionen abwandert. Schlüsseltechnologien hierfür sind Elektrofahrzeuge und Wärmepumpen. Aber für bestimmte Anwendungsbereiche braucht es auch grünen Wasserstoff und CCS. Am Ende besprechen wir, was all das für die Politik bedeutet – sowohl auf europäischer Ebene als auch für Deutschland, wo es zuletzt ja eher Rückschritte gab. Robert erklärt, dass der Ausbau klimafreundlicher Technologien noch kein Selbstläufer ist und die Politik einiges tun kann, um ihn zu beschleunigen – und dass am Ende der Klimaschutz vielleicht „durch die Hintertür“ der Energiesicherheit kommt.
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Kapitel
00:00 Intro
00:23 Willkommen und Hintergrund zur Folge
02:07 EU-Klimaziele bis 2050 und Modellanalyse für 2040
07:39 Hauptergebnisse der Studie
09:05 Früherer Klimaschutz ist günstiger
12:35 Sehr starker Ausbau der Photovoltaik ist nötig und möglich
22:32 Elektrifizierung des Verkehrssektors
32:00 Elektrifizierung der Industrie
39:32 Die Rolle von grünem Wasserstoff und CCS
49:33 Synthetische Kraftstoffe für den See- und Luftverkehr
52:47 Sinkende Relevanz der Atomkraft in Europa
55:13 No regret: Erneuerbare, Flexibilisierung, Elektrifizierung
58:29 Unsicherheiten: Biomasse und CCS
1:02:24 Politische Schlussfolgerungen für Europa
1:08:55 Klimaschutz durch die Hintertür der Energiesicherheit?
1:11:54 Was bedeutet das für die deutsche Energiepolitik?
1:20:45 Wir freuen uns auf euer Feedback!
Links
Zugrunde liegende Studie in Nature Communications (Rodrigues et al. 2026)
Daten zur Photovoltaik auf dem Open Energy Tracker
Projektionen des künftigen Windkraftausbaus auf dem Open Energy Tracker
Homepage des Kopernikus-Projekts Ariadne
fossilfrei #32 zu Ariadne-Szenarien
fossilfrei #34 zu Grundlastkraftwerken (inkl. Atomkraft)
EU Electrification Action Plan
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Zitiervorschlag: Alexander Roth und Wolf-Peter Schill (2026): fossilfrei-Podcast Folge 43 „EU-Klimaziele erfordern massiv erneuerbare Energien und Elektrifizierung“ 05.06.2026, https://www.diw.de/de/diw_01.c.870293.de/fossilfrei__-_der_energiewendepodcast_des_diw_berlin.html
Transkript
Das Transkript als Volltextversion
#42: Mit Fernwärme und Wärmespeichern die Energiewende beschleunigen!
2026/05/19
Heute sprechen Alexander Roth und Wolf-Peter Schill mit Dr. Anna Billerbeck und Alexander Burkhardt vom Fraunhofer ISI über Fernwärme und Wärmespeicher. Wie wichtig ist der Wärmesektor für die Energiewende und warum geht es dort langsamer vor als beim Strom? Was ist eigentlich Fernwärme, wie hat sie sich historisch entwickelt und warum ist sie heute noch relativ dreckig? Anna und Alexander erklären, warum sich Wärmenetze hervorragend eignen, um verschiedene erneuerbare Energien und Abwärme einzubinden. Wir sprechen über Dänemark als ein mögliches Vorbild für die deutsche Wärmewende und darüber, ob Sorgen über überhöhte Fernwärmepreise berechtigt sind. Abschließend vertiefen wir anhand einer aktuellen Studie das Thema Wärmespeicher: Was kann man sich darunter vorstellen und welche Rolle können insbesondere Großwärmespeicher in unserem zukünftigen Energiesystem spielen? Wer sich mehr zum Thema Wärmespeicher einlesen will, sei auf einen gemeinsam verfassten Erklärtext aus dem Kopernikus-Projekt Ariadne verwiesen (Link unten).
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Kapitel
00:00 Intro
00:30 Willkommen und Hintergrund zur Folge
01:54 Vorstellung Anna und Alexander
05:12 Rolle des Wärmesektors für die Energiewende
11:26 Was ist eigentlich Fernwärme und warum hat sie sich entwickelt?
17:39 Bedeutung der Fernwärme in Deutschland und anderen EU-Ländern
23:13 Wie man erneuerbare Energie in Wärmenetze bringt
28:15 Was können Großwärmepumpen leisten?
32:18 Große lokale Unterschiede bei Wärmenetzen
36:55 Ausbaupotenziale für die Fernwärme
41:22 Sorge vor überhöhten Fernwärmepreisen
44:40 Politische Ziele für die Fernwärme
47:17 Rolle von Wärmespeichern
53:53 Kleine, dezentrale Wärmespeicher
56:54 Große, zentrale Wärmespeicher können noch viel mehr
1:04:47 Modellierung des Nutzens großer Wärmespeicher
1:10:04 Brauchen Wärmespeicher zusätzliche Förderung?
1:14:36 Fazit zu Wärmenetzen
1:17:21 Fazit zu Wärmespeichern: nice to have oder must have?
1:19:14 Feedback welcome!
Links
Ariadne-Explainer zu Wärmespeichern
Sektorgutachten der Monopolkommission (Kapitel 3 zur Fernwärme)
Daten zu erneuerbarer Wärme auf dem Open Energy Tracker
Fachartikel zum Nutzen dezentraler Wärme-Pufferspeicher
Fachartikel der Fraunhofer ISI-Kolleg*innen zu Großwärmespeichern
fossilfrei #27 zu Energiespeichern (mit Badewannen-Vergleich)
fossilfrei #32 zu Ariadne-Szenarien
fossilfrei #38 zum Sektorgutachten der Monopolkommission
fossilfrei #40 zum Gebäudemodernisierungsgesetz
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Lizenz: CC-BY 4.0
Zitiervorschlag: Alexander Roth und Wolf-Peter Schill (2026): fossilfrei-Podcast Folge 42 „Mit Fernwärme und Wärmespeichern die Energiewende beschleunigen!“ 19.05.2026, https://www.diw.de/de/diw_01.c.870293.de/fossilfrei__-_der_energiewendepodcast_des_diw_berlin.html
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#41: Treibhausgas-Projektionen: erreichen wir unsere Klimaziele?
2026/04/17
Diesmal spricht Wolf-Peter Schill mit Kai Wehnemann darüber, ob Deutschland seine Klimaziele erreicht und welche Rolle dabei die von ihm betreuten Treibhausgas-Projektionen des Umweltbundesamts spielen. Als Hintergrund erklärt Kai Wehnemann, wie aufwändig, aber auch wie transparent der Prozess mittlerweile ist und was die rund 100 Modellierenden da jedes Jahr machen. Die beiden dröseln auf, welche verschiedenen Ziele es im Klimaschutzgesetz und auf europäischer Ebene gibt und welche Rolle die Sektorenziele noch spielen – und warum wir gleichzeitig bei manchen Zielen „on track“ sein können und bei anderen nicht. Unsere kurzfristigen Klimaziele werden Stand jetzt knapp verfehlt – und die längerfristigen Ziele zunehmend deutlich. Dahinter liegen aber sehr unterschiedliche Trends in einzelnen Sektoren. Beispielsweise sind die Minderungen in der Industrie derzeit höher als geplant, aber aus eher bedauerlichen Gründen – dagegen wird für die langfristige Klimaneutralität in der Industrie noch nicht genug getan. Ansonsten wirkt sich der Ausbau der erneuerbaren Energien erfreulich aus – aber wir haben immer noch zu wenige Elektrofahrzeuge und zu viele fossile Heizungen. Ob sich das durch das kürzlich vorgelegte Klimaschutzprogramm ändert, ist – diplomatisch formuliert – unsicher. Noch dazu verschleiern die Effekte der Energiekrisen die ausbleibende langfristige Transformation.
Wie immer gilt: wenn euch fossilfrei gefällt, sagt es gerne weiter! Wir freuen wir uns über Abos, freundliche Rezensionen und Bewertungen – und auf euer Feedback.
Kapitel
00:00 Intro
00:44 Willkommen und Hintergrund zur Folge
04:05 Vorstellung Kai Wehnemann
05:27 Aktivitäten des Umweltbundesamts im Bereich Klimaschutz
08:19 Treibhausgas-Projektionen: was ist das und warum?
12:20 Phase 1: Abstimmung Rahmendaten und Instrumente
19:41 Phase 2: Modellierung
22:16 Phase 3: Prüfung durch den Expertenrat
25:18 Überblick über die verschiedenen deutschen Klimaziele
32:58 Europäische Ziele der Effort-Sharing-Regulation
36:49 Hauptergebnisse der THG-Projektionen 2026
38:54 Energiesektor: Übererfüllung wegen starkem EE-Ausbau
43:20 Industriesektor: Übererfüllung wegen Produktionsrückgang
48:48 Landwirtschaft und Abfallwirtschaft: wenig Dynamik
50:29 Verkehr: wachsende Zielverfehlung wegen verschleppter Elektromobilität
58:26 Gebäude: Zielverfehlung wegen zu vielen fossilen Heizungen
1:02:59 LULUCF: Aktuell noch eine Quelle statt Senke
1:06:55 2030-Ziel bleibt erreichbar, aber Puffer ist aufgebraucht
1:10:18 Politischer Handlungsdruck wohl erst 2027
1:13:05 Mögliche Effekte der aktuellen Energiepreiskrise
1:15:19 Was bringt das Klimaschutzprogramm 2026?
1:21:54 Fazit von Kai zu Projektionen und zu Emissionstrends
1:27:15 Feedback welcome!
Links
Landing Page des Umweltbundesamts zu den Treibhausgas-Projektionen
Daten- und Modelldokumentation zu den THG-Projektionen
Diverse Dokumente zum Klimaschutzprogramm 2026 vom BMUKN
Daten zur Elektromobilität auf dem Open Energy Tracker
Daten zur Elektromobilität auf dem Open Energy Tracker
fossilfrei #36 zur THG-Quote
fossilfrei #39 zum überhöhten Kraftstoffverbrauch von Plug-in-Hybriden
fossilfrei #40 zum Gebäudemodernisierungsgesetz
Einschätzungen zum Klimaschutzprogramm, gesammelt vom SMC
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Zitiervorschlag: Wolf-Peter Schill (2026): fossilfrei-Podcast Folge 41 „Treibhausgas-Projektionen: erreichen wir unsere Klimaziele? (mit Kai Wehnemann)“ 17.04.2026, https://www.diw.de/de/diw_01.c.870293.de/fossilfrei__-_der_energiewendepodcast_des_diw_berlin.html
Transkript
Die Volltextversion des Podcast als Transkript.
#40: Freiheit im Heizungskeller oder Kostenfalle für Mieter*innen?
2026/03/06
Heute spricht 'fossilfrei' Host Wolf-Peter Schill mit Brigitte Knopf, Gründerin von Zukunft KlimaSozial, über die kürzlich vorgelegten Eckpunkte zum Gebäudemodernisierungsgesetz (formerly known as Gebäudeenergiegesetz) und die vermeintliche neue Freiheit im Heizkeller. Müssen Eigenheimbesitzer*innen vor falschen Heizungs-Entscheidungen geschützt werden – und droht für Mietende eine Kostenfalle? Brigitte zeigt Optionen auf, wie das vermieden werden könnte und weist auf Leerstellen beim Mieterschutz und bei der Gebäudeförderung hin. Außerdem sprechen wir über die vermutlich negativen Auswirkungen auf die Emissionen – und warum der Heizkeller vielleicht doch keine reine Privatsache sein sollte. Nebenbei erklären wir, was „Bio-Treppe“ und „Grüngasquote“ sind – und warum Biogas knapp bleiben dürfte. Wie immer gilt: wenn euch fossilfrei gefällt, sagt es gerne weiter!
Wir freuen wir uns über Abos, freundliche Rezensionen und Bewertungen – und auf euer Feedback.
Kapitel
00:00 Intro
00:48 Willkommen
03:39 Vorstellung Brigitte Knopf
07:34 Vom Gebäudeenergiegesetz zum Gebäudemodernisierungsgesetz
08:56 Neue Gasheizungen mit Bio-Treppe
12:27 Eine neue Grüngasquote
14:12 Wegfall aller Betriebsverbote
17:34 Bewertung aus sozialpolitischer Sicht
21:50 Bio-Treppe als Kostenfalle für Mietende?
25:57 Zwei weitere Kostentreiber bei Gasheizungen
27:31 Wie könnten Mietende geschützt werden?
31:43 Fördermaßnahmen sollten sozialer ausgestaltet werden
39:21 Sanierungen kommen auch Mietenden zugute
40:53 Bewertung aus Klimaschutzsicht
44:30 Best Case: Wärmepumpe setzt sich trotzdem durch
46:37 Worst Case: Emissionslücke vergrößert sich
51:57 Kommt es wieder zu Klimaklagen?
54:03 Fazit Brigitte: wenig Positives
57:22 Fazit Wolf: es geht um Klimaschutz – und nicht darum, was „in den Keller passt“
59:37 Feedback welcome!
Links
Eckpunkte zum Gebäudemodernisierungsgesetz
Infopapier zum Gebäudemodernisierungsgesetz
FAQ zum Gebäudemodernisierungsgesetz
Analyse von KlimaSozial zu sozialen Aspekten im KTF
Reformvorschlag für eine soziale Ausgestaltung der energetischen Sanierungsförderung
Aktuelle Daten zu Heizungen im Open Energy Tracker
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Zitiervorschlag: Wolf-Peter Schill (2026): fossilfrei-Podcast Folge 40 „Freiheit im Heizungskeller oder Kostenfalle für Mietende?“ 06.03.2026, https://www.diw.de/de/diw_01.c.870293.de/fossilfrei__-_der_energiewendepodcast_des_diw_berlin.html
Transkript
Transkript des Podcast als Volltextversion
#39: Das Aus vom Verbrenner-Aus und warum Plug-in-Hybride beim Klimaschutz floppen
2026/01/23
Ich spreche mit Prof. Patrick Plötz, Leiter des Geschäftsfelds Energiewirtschaft am Fraunhofer-ISI, über das vermeintliche Aus vom Verbrenner-Aus (don’t call it Verbrennerverbot). Was genau steckt im Automobilpaket der EU-Kommission, und was bedeutet das für den Klimaschutz und die Autoindustrie? Kommt die Elektroauto-Revolution trotzdem – oder geht die Tür auf für noch weitergehende Lockerungen? Und welche Rolle spielen Plug-in-Hybride? Eine aktuelle Studie mit realen Verbrauchsdaten von fast einer Million Plug-in-Hybriden zeigt, dass sie nur auf dem Papier einigermaßen klimafreundlich sind – in der Praxis aber leider nicht. Patrick zeigt Optionen auf, wie man das ändern könnte. Nebenbei erklären wir, wie das mit den Flottengrenzwerten eigentlich funktioniert und was der Unterschied zwischen Flottenfahrzeugen und Dienstwagen ist. Wie immer gilt: wenn euch fossilfrei gefällt, sagt es gerne weiter! Wir freuen wir uns über Abos, freundliche Rezensionen und Bewertungen – und auf euer Feedback.
Kapitel
00:00 Intro
02:41 Vorstellung Patrick Plötz
04:13 Wie funktionieren die Flottengrenzwerte?
11:57 Vorschlag der EU-Kommission
14:18 Neue Ziele für Flottenfahrzeuge
18:03 Reaktion der deutschen Automobilwirtschaft
21:56 Bewertung aus verschiedenen Perspektiven
26:48 Was bedeutet das für den Klimaschutz?
31:16 Was hätte man alternativ machen können?
33:00 Hilft das nun der Autoindustrie?
36:26 Stabiler globaler Trend weg vom Verbrenner
40:41 Unterschied zwischen Plug-in-Hybriden und Range Extendern
45:14 Berechnung der Flottengrenzwerte für Plug-ins
49:24 Studie zu realem Kraftstoffverbrauch der Plug-in Hybride
53:29 Warum ist der reale Verbrauch viermal so hoch?
56:47 Wie man es besser machen könnte
1:05:38 Fazit: kurz vor dem Kipppunkt
1:09:47 Feedback welcome!
Links
Aktuelle Daten zur Elektromobilität im Open Energy Tracker
Ariadne-Analyse zum realen Kraftstoffverbrauch von Plug-in-Hybriden
Kommentar von Wolf zum aufgeweichten Verbrenner-Aus
Fossilfrei #10 zu Elektroautos
Kommentar des VDA zum Kommissionsvorschlag
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Zitiervorschlag: Wolf-Peter Schill (2026): fossilfrei-Podcast Folge 39 „Das Aus vom Verbrenner-Aus und warum Plug-in-Hybride beim Klimaschutz floppen“ 23.01.2025, https://www.diw.de/de/diw_01.c.870293.de/fossilfrei__-_der_energiewendepodcast_des_diw_berlin.html
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#38: Dynamische Netzentgelte für eine effizientere Energiewende (mit Prof. Tomaso Duso, Monopolkommission)
2026/01/13
Wir sprechen mit Prof. Dr. Tomaso Duso, Vorsitzender der Monopolkommission, über das aktuelle Sektorgutachten Energie der Kommission. Dabei liegt der Fokus auf dem Stromsektor und den wachsenden Herausforderungen der einheitlichen Strompreiszone. Wir sprechen über drei mögliche Lösungsoptionen: Knotenpreise („Preiszonen on steroids“), Strompreiszonen und – als ersten praktikablen Schritt – dynamische Netzentgelte. Dabei erklären wir, was Netzentgelte eigentlich sind und was es mit Grund-, Arbeits-, Leistungs- und Kapazitätspreisen auf sich hat. Tomaso weist darauf hin, dass eine schnellere Digitalisierung Grundvoraussetzung für eine effizientere Energiewende ist, wobei auch „Smart Meter light“ eine Rolle spielen können. Und er erklärt, warum in Italien die Geschirrspülmaschine immer erst nachts läuft.
Wie immer gilt: wenn euch unser Podcast gefällt, sagt es gerne weiter! Wir freuen wir uns über Abos, freundliche Rezensionen und Bewertungen – und auf euer Feedback.
Kapitel
00:00 Intro
01:48 Was macht die Monopolkommission?
06:40 Überblick über das aktuelle Sektorgutachten
09:12 Probleme der einheitlichen Preiszone
15:00 Wie relevant sind die Redispatchkosten?
18:03 Drei Optionen für ein effizienteres System
21:04 Knotenpreise: first best, aber großer Umbruch
30:37 Strompreiszonen: second best, sinnvoller Zwischenschritt?
36:18 Dynamische Netzentgelte: third best und ein erster Schritt
44:28 Konkrete Umsetzung dynamischer Netzentgelte
51:53 Grund-, Arbeits-, Leistungs- und Kapazitätspreise
56:11 Gleiche Anreize für alle Verbraucher und Erzeuger
1:03:46 Digitalisierung und Smart Meter light
1:11:35 In Italien läuft die Geschirrspülmaschine erst nachts
1:13:59 Angst vor der Technik in Deutschland?
1:16:24 Fazit: Wettbewerb und Effizienz für die Energiewende
1:20:22 Feedback welcome
Links
Aktuelle Daten zur Energiewende im Open Energy Tracker
10. Sektorgutachten Energie der Monopolkommission
Podcast CAST4COMPetition zum Gutachten
AgNes-Prozess der Bundesnetzagentur
Monitoringbericht von EWI und BET
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Zitiervorschlag: Alexander Roth und Wolf-Peter Schill (2026): fossilfrei-Podcast Folge 38 „Dynamische Netzentgelte für eine effizientere Energiewende (mit Prof. Tomaso Duso, Monopolkommission)“ 13.01.2025, https://www.diw.de/de/diw_01.c.870293.de/fossilfrei__-_der_energiewendepodcast_des_diw_berlin.html
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#37 Bonusfolge Wissenschaftskommunikation: Balanceakt zwischen Erklärbär und Nerd
2025/12/05
Aktuell ist bei uns so viel los, dass wir viel weniger neue Folgen aufnehmen können als wir gerne würden. Daher gibt es heute eine kleine Bonusfolge, die im Kontext des 100-Jahre-Jubiläums des DIW Berlin entstanden ist. Wolf spricht mit Erich Wittenberg über das Wissenschafts-Podcasten: über die Zielgruppe von fossilfrei, über die Frage, ob man mit unserem „abgenerdeten“ Format eigentlich nur die eigene Bubble oder auch den Diesel-Dieter erreicht, und an welchen Enden des Spektrums sich fossilfrei und der DIW Wochenbericht Podcast einsortieren. Welches Format ist für euch interessanter: der „Deep Dive“ oder der schnelle Themenüberblick? Sagt es uns gerne – auch was ihr an fossilfrei mögt, oder was euch nervt. Und wir freuen uns immer über Abos, freundliche Rezensionen und positive Bewertungen – und auf euer Feedback.
Kapitel
00:00 Intro
00:06 Willkommen
02:32 Ziele und Inhalte von fossilfrei
07:32 Ein ganz anderes Format: der Wochenbericht
12:04 Wie soll (und kann) die Wissenschaft kommunizieren?
16:41 Ein paar Anekdoten
22:00 Wen erreicht man: Diesel-Dieter oder die eigene Bubble?
Links
Datengrundlage von fossilfrei: der Open Energy Tracker
Recap: unsere Folgen zu Grundlastkraftwerken und Wärmepumpen
Podcast Wirtschaft bewegt – 100 Jahre DIW Berlin
Podcast Der Wochenbericht (Apple)
Podcast Der Wochenbericht (Spotify)
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Zitiervorschlag: Wolf-Peter Schill (2025): fossilfrei-Podcast Folge 37 „Bonusfolge Wissenschaftskommunikation: Balanceakt zwischen Erklärbär und Nerd" 04.12.2025, https://www.diw.de/de/diw_01.c.870293.de/fossilfrei__-_der_energiewendepodcast_des_diw_berlin.html
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Transkript des Podcast
#36 Die THG-Quote benachteiligt Batterie-Lkw
2025/10/31
Heute geht es um ein oft wenig beachtetes Klimaschutzinstrument: die Treibhausgasquote. Wie funktioniert sie eigentlich, und warum ist sie für die Antriebswende im Straßengüterverkehr hoch relevant? Das bespreche ich mit Julius Jöhrens vom ifeu-Institut. Wir arbeiten heraus, dass die THG-Quote verzerrte Anreize für die Antriebswahl gibt und Batterie-Lkw gegenüber Brennstoffzellen-Lkw benachteiligt. Daneben klären wir, warum der Straßengüterverkehr so relevant für den Klimaschutz ist, was eigentlich Sattelzugmaschinen sind und warum CO2 im Straßengüterverkehr gleich mehrfach bepreist wird. Wie immer gilt: wenn euch unser Podcast gefällt, sagt es gerne weiter! Wir freuen wir uns über Abos, freundliche Rezensionen und Bewertungen – und auf euer Feedback.
Kapitel
00:00 Intro
00:07 Willkommen
02:13 Vorstellung Julius Jöhrens
03:07 Relevanz des Straßengüterverkehrs für den Klimaschutz
05:54 Funktionsweise der THG-Quote
10:32 Überblick über verschiedene Erfüllungsoptionen
17:50 Preisverfall im THG-Quotenmarkt
21:41 Wie hoch sollte der Quotenpreis sein?
25:01 Ansteigender Reduktionspfad
28:24 Eher ein Anreiz- als ein Mengensteuerungsinstrument?
31:00 Interaktionen mit Emissionshandel und Lkw-Maut
35:12 Unterschiedliche Anreize für Batterie- und Brennstoffzellen-Lkw
40:31 Energieeffizienzvorteile von Batteriefahrzeugen nicht berücksichtigt
45:39 Hat Wasserstoff bei Lkw überhaupt noch eine Chance?
47:47 Aktuelle Novelle und Reformoptionen
49:37 Fazit: was hat die THG-Quote bisher gebracht?
52:56 Wir freuen uns auf euer Feedback!
53:22 Rückmeldung zu Folge #36 zum Energiewende-Monitoring
Links
Aktuelle Daten zur Elektro-Lkw im Open Energy Tracker
fossilfrei #19 zu Elektro-Lkw mit Julius Jöhrens
fossilfrei #31 zum EU-Emissionshandel mit Dr. Michael Pahle
ifeu Podcast „ifeu update“
Informationen zur THG-Quote auf der Webseite des Zolls
Rechtliche Grundlage: 38. BImSchV
DIW Wochenbericht 47/2024 zu Elektro-Lkw
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Zitiervorschlag: Wolf-Peter Schill (2025): fossilfrei-Podcast Folge 36 „Die THG-Quote benachteiligt Batterie-Lkw“ 28.10.2025, https://www.diw.de/de/diw_01.c.870293.de/fossilfrei__-_der_energiewendepodcast_des_diw_berlin.html
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Transkript des Podcast als Volltext (barrierefrei)
#35 Monitoringbericht: Energiewende am Scheideweg?
2025/09/18
Die Bundeswirtschaftsministerin hat das lange erwartet Energiewende-Monitoring vorgelegt. Steht die Energiewende am Scheideweg – und braucht sie eine Neuausrichtung? Das besprechen wir ausführlich mit Prof. Dr. Andreas Löschel, der selbst eine Art Chef-Monitorer der Energiewende ist. Wo steht die Energiewende, und könnten die Kosten gesenkt werden wenn man alles etwas langsamer macht? Ist es gut oder schlecht, wenn der Stromverbrauch weniger stark steigt als geplant? Und welche Rolle spielen Gaskraftwerke? Nicht zuletzt diskutieren wir, ob die energiepolitischen Schlussfolgerungen des Wirtschaftsministeriums zum vorgelegten Gutachten passen. Spoiler: nicht unbedingt alle. Wie immer gilt: wenn euch unser Podcast gefällt, sagt es gerne weiter. Wir freuen wir uns über Abos, Rezensionen und Likes – und auf euer Feedback.
Kapitel
00:00 Intro
00:39 Willkommen
02:19 Vorstellung Andreas Löschel
05:06 Vorstellung des Monitoringberichts
08:29 Wo stehen wir beim Ausbau erneuerbarer Energien?
13:32 Die Sektorenkopplung kommt kaum voran
15:50 Ist es gut, wenn wir weniger Strom verbrauchen?
17:48 Wie kann die Energiewende billiger werden?
23:38 Wasserstoff: Rolle von Kernnetz und Importen
27:08 Anpassungen bei Offshore-Windkraft und PV
28:48 Flexibilität und lokale Preise
34:25 Auf gutem Weg - oder am Scheideweg?
37:57 Niedriger Stromverbrauch kein Grund zum Zurücklehnen
43:58 Erneuerbare trotzdem kräftig zubauen
50:25 Gaskraftwerke und Kapazitätsmarkt
53:42 Rolle von Wasserstoff und Grundlastkraftwerken
01:01:16 Zentraler Kapazitätsmarkt ab 2027?
01:06:22 Zwischenfazit eher positiv
01:08:39 Wir freuen uns auf euer Feedback!
Links
Monitoringbericht von EWI/BET
10 Schlüsselmaßnahmen zum Monitoringbericht des BMWE
Berichte der Expertenkommission zum Energiewende-Monitoring
Der Stand der Energiewende im Open Energy Tracker
Negative Preise im deutschen Strommarkt (Open Energy Tracker)
Kommentar „Energiewende: Beschleunigen statt bremsen“ von Wolf-Peter Schill
Andreas Löschel (Homepage)
fossilfrei #34 zu Grundlastkraftwerken mit Prof. Anke Weidlich
fossilfrei #24 zu Kapazitätsmechanismen
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Zitiervorschlag: Wolf-Peter Schill (2025): fossilfrei-Podcast Folge 35 „Monitoringbericht: Energiewende am Scheideweg?“ 18.08.2025, https://www.diw.de/de/diw_01.c.870293.de/fossilfrei__-_der_energiewendepodcast_des_diw_berlin.html
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#34 Brauchen wir noch Grundlastkraftwerke?
2025/08/12
Brauchen wir künftig Gaskraftwerke mit Kohlendioxid-Abscheidung, Atomkraft oder gar die Kernfusion? In dieser Folge sprechen wir mit Prof. Anke Weidlich über eine Studie der Wissenschaftsakademien zur möglichen Rolle solcher Grundlastkraftwerke im Energiesystem der Zukunft. Wir klären zuerst, was ein Grundlastkraftwerk technisch und ökonomisch ausmacht. Spoiler: mangelnde Flexibilität ist es nicht unbedingt. Dann gehen wir die verschiedenen Technologieoptionen durch. Auch wenn in Deutschland keine davon unmittelbar zur Verfügung steht: ihre Rolle im künftigen Energiesystem könnten Grundlastkraftwerke durchaus finden. Dass sie die Gesamtkosten der Stromversorgung nennenswert senken könnten, ist aber sehr unwahrscheinlich. Wichtig bleibt der Ausbau von erneuerbaren Energien und Flexibilität für das Stromsystem. Wie immer freuen wir uns über Euer Feedback und Eure Abos und Likes!
Kapitel
• 00:00 Intro • 00:29 Willkommen • 01:05 Hintergrund: Stromgestehungskosten und Grundlastkraftwerke • 03:11 Willkommen Anke Weidlich • 04:57 Projekt Energiesysteme der Zukunft der Wissenschaftsakademien • 06:41 Was macht ein Grundlastkraftwerk aus? • 09:11 Warum gibt es Grundlast, und wird es sie künftig geben? • 11:51 Grundlastkraftwerke müssen nicht unflexibel sein • 14:44 Neubau von Atomkraftwerken: langsam und teuer? • 20:00 Kernfusion: nach wie vor weit weg • 22:01 Geothermische Stromerzeugung • 24:30 Erdgas mit CCS: eher Mittel- als Grundlast • 30:20 Grundlastkraftwerke könnten künftig ihren Platz finden • 33:09 Grundlastkraftwerke haben nur geringen Effekt auf Systemkosten • 36:31 Absicherung gegen Unsicherheiten beim Ausbau erneuerbarer Energien? • 41:11 Es geht auch ohne Grundlastkraftwerke – mit flexibler Nachfrage • 45:27 Flexibilisierung und Elektrifizierung als No-Regret-Maßnahmen • 48:20 Hätten wir die Atomkraftwerke behalten sollen? • 49:58 Forschung bleibt wichtig • 53:08 Fazit: Ausbau von Erneuerbaren und Speichern bleibt zentral • 56:57 Wir freuen uns auf euer Feedback!
Links
Anke Weidlich (LinkedIn) Homepage Energiesysteme der Zukunft (Initiative der deutschen Wissenschaftsakademien) „Kernspaltung, Erdgas, Geothermie, Kernfusion: Welche Rolle spielen Grundlastkraftwerke in Zukunft?“ (ESYS-Impulspapier) Zugrunde liegendes Gutachten (Fraunhofer ISI) Negative Preise im deutschen Strommarkt (Open Energy Tracker) Kommerzielle Energieerzeugung mit Kernfusion nicht absehbar (DIW-Wochenbericht 13/25)
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„fossilfrei“ E-Mail ([email protected]) „fossilfrei“ auf der Homepage des DIW „fossilfrei“ auf Spotify „fossilfrei“ bei Apple Podcast „fossilfrei“ RSS-FeedWolf-Peter Schill auf Bluesky (@wpschill.bsky.social), LinkedIn (https://www.linkedin.com/in/wolf-peter-schill-320a07303/) und Mastodon (@[email protected]) Alexander Roth auf Bluesky (@aroth.bsky.social), LinkedIn (https://www.linkedin.com/in/alex1roth/), Mastodon (@[email protected]) und Threads (@aroth.social)
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Lizenz: CC-BY 4.0 Zitiervorschlag: Alexander Roth und Wolf-Peter Schill (2025): fossilfrei-Podcast Folge 34 „Brauchen wir noch Grundlastkraftwerke?“ 11.08.2025, https://www.diw.de/de/diw_01.c.870293.de/fossilfrei__-_der_energiewendepodcast_des_diw_berlin.html
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#33 Offshore-Windkraft braucht Planungssicherheit
2025/07/14
Offshore-Windkraft soll eine tragende Rolle in der Energiewende spielen – mit ehrgeizigen Ausbauzielen in Deutschland und Europa. Doch wie realistisch sind diese Pläne? Was hemmt den Ausbau, und welche Vorteile hat die Windkraft auf See? In dieser Folge sprechen die 'fossilfrei'-Macher Wolf-Peter Schill und Alexander Roth mit Martin Gerhardt, der bei Siemens Gamesa für das Produktmanagement im Bereich Offshore verantwortlich ist, über die Chancen und Herausforderungen beim Ausbau: es geht um Flächenplanung, Ausschreibungsregeln, Konkurrenz aus China, Häfen und Schiffe sowie Netzanschlüsse. Mit den Themen Recycling, schwimmende Windräder sowie Wasserstoffproduktion auf See wagen wir auch einen Blick in die Zukunft. Wo stehen wir – und was muss sich ändern? Über euer Feedback - Fragen, Anmerkungen, und Kommentare - freuen wir uns immer!
Kapitel
00:00 Intro
00:39 Willkommen
01:08 Einordnung der Windkraft auf See
05:20 Ziele der Bundesregierung und der EU
10:00 Über Martin Gerhardt und Siemens Gamesa
13:35 Bedeutung der Windkraft auf See für die Energiewende
15:15 Sind die Ziele angemessen und erreichbar?
16:55 Untersuchungen der Flächen
18:30 Ausschreibungen und mögliche Verbesserungen
24:20 Bau und Unterschiede zwischen Windturbinen
25:40 Konkurrenz aus China
31:30 Bedeutung von Häfen und Schiffe
35:40 Netzanschlüsse
37:55 Betrieb und Instandhaltung von Windparks
40:35 Lebensdauer von Windturbinen und Recycling
45:55 Werden die Anlagen weiterhin immer größer?
48:55 Schwimmende Anlagen
50:40 Wasserstoffproduktion auf See
53:30 Planungssicherheit ist wichtig
57:40 Fazit: Chancen und Herausforderungen
1:00:30 Wir freuen uns auf euer Feedback
Links
Martin Gerhardt (LinkedIn)
Geschäft Windkraft auf See (Siemens Gamesa)
15 MW Turbine (Siemens Gamesa)
Zahlen zur Windkraft auf See (Open Energy Tracker)
Ziele in Deutschland (Bundesregierung)
Ziele auf EU-Ebene (Europäische Kommission)
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Zitiervorschlag: Wolf-Peter Schill (2025): fossilfrei-Podcast Folge 33 Offshore-Windkraft braucht Planungssicherheit“ 14.07.2025, https://www.diw.de/de/diw_01.c.870293.de/fossilfrei__-_der_energiewendepodcast_des_diw_berlin.html
Transkript
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#32 Wie wird Deutschland klimaneutral?
2025/05/23
Wie wird Deutschland klimaneutral? Das klären wir mit nicht nur einem, sondern gleich zwei führenden Forschern aus dem Kopernikus-Projekt Ariadne: Prof. Dr. Gunnar Luderer vom Potsdam-Institut für Klimafolgeforschung und Prof. Dr. Tom Brown von der TU Berlin. Sie stellen neue Szenariorechnungen vor, wie Deutschland bis 2045 möglichst kostengünstig klimaneutral werden kann. Dabei zeigt sich, dass die Nettokosten deutlich unter den vermiedenen Klimaschäden liegen. Wir sprechen über die Schlüsseltechnologien Windkraft und Solarenergie, Speicher, Elektromobilität, Wärmepumpen und grüne Moleküle. Außerdem geht es um eine bessere Stromnetzplanung und eine Aufteilung der Strompreiszone, von der selbst Bayern profitieren könnte. Das Gespräch mit den beiden war so spannend, dass wir kaum aufhören konnten. Und falls ihr bis zum Ende durchhaltet, hört ihr auch noch unseren finalen Take dazu, wieviel Technologieoffenheit wir eigentlich noch brauchen. Wie immer freuen wir uns auf Euer Feedback!
Kapitel
00:00 Intro
00:52 Willkommen
03:33 Physiker für die Energiewende: Gunnar Luderer und Tom Brown
08:00 Das Kopernikus-Projekt Ariadne
11:04 Was ist Klimaneutralität?
14:26 Überblick über die Ariadne-Szenarien
18:10 Wie teuer wird die Klimaneutralität?
28:43 Erneuerbare Energien und Elektrifizierung als Schlüsseltechnologien
34:24 Keine Angst vor Dunkelflauten
39:55 Integrierte Stromnetzplanung und regionale Preise
49:09 Elektromobilität für einen klimaneutralen Verkehrssektor
58:01 Moleküle für den Flug- und Schiffsverkehr
1:00:35 Wärmepumpen, -netze und -speicher
1:08:35 Lösungen für schwer elektrifizierbare Industrieprozesse
1:15:37 Die Rolle der CO2-Abscheidung
1:21:29 Bioenergie wird für Moleküle gebraucht, nicht für Strom
1:26:19 Rolle der Kernfusion und anderer neuer Technologien
1:28:36 Fazit: Geschwindigkeit der Transformation als Knackpunkt
1:38:03 Wir freuen uns auf Euer Feedback!
Links
Quelloffenes Energiesystemmodell PyPSA
Die vier Kopernikus-Projekte zur Energiewende
Report: Ariadne-Szenarien zur Klimaneutralität 2045
Folien und Webinare zu den Ariadne-Szenarien
Der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD
Aktuelle Entwicklungen zur Elektromobilität auf dem OpenEnergyTracker
Ariadne-Report zum Import von wasserstoff-basierten, energieintensiven Vorprodukten
Fachartikel von Tom zu Wasserstoff- und CO2-Infrastrukturen
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Zitiervorschlag: Wolf-Peter Schill (2025): fossilfrei-Podcast Folge 32 „Wie wird Deutschland klimaneutral?“ 23.05.2025, https://www.diw.de/de/diw_01.c.870293.de/fossilfrei__-_der_energiewendepodcast_des_diw_berlin.html
Podcast-Bewertungen
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Peter Jarka-Sellers 2026/04/18
Sehr guter Klimapodcast!
Richtig informativ
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