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Thomsen & Thomsen Zukunftstalk

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Dieser Podcast hat
88 Episoden
Sprache
German
Explizit
Nein
Erstellt am
2024/02/13
Neueste Episode
2026/08/16
Durchschnittsdauer
45 min.
Veröffentlichungsintervall
16 Tage

Beschreibung

Die Zukunft hat uns seit jeher fasziniert. Doch das Erstaunlichste ist: Sie kommt immer schneller, in immer kürzeren Taktraten auf uns zu. Ob KI, humanoide Robotik, autonome Mobilität, Durchbrüche in der Medizin, neue Mensch-Maschinen-Interfaces – die Welt verändert sich so rasant, dass Themenzusammenhänge und diesbezügliche Potentiale, Chancen aber auch Risiken oftmals nicht mehr greifbar sind. Da wollen wir helfen! In ca. einstündigen, wöchentlichen Talks nehmen wir die Entwicklungen unter die Lupe, erstellen Szenarien und sprechen über ganz konkrete Anwendungsfälle für die Wirtschaft und Gesellschaft. Thomsen & Thomsen ist der Podcast, welcher Menschen anspricht, die das "größere Bild" sehen und verstehen wollen - zu Themen, die unsere Zeit prägen. Abseits von den "Aufregern der Woche" und dem Klagen über das Hier und Jetzt, wollen wir Impulse, Insights und Denkanstöße liefern – für Menschen, die weiterdenken wollen.

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Der Generationenvertrag bricht – wenn wir ihn nicht neu bauen
2026/08/16
Deutschland altert. Und eine immer kleinere Erwerbsbevölkerung soll künftig nicht nur Renten, Pflege und Gesundheit finanzieren, sondern gleichzeitig Milliarden in Bildung, Infrastruktur, Verteidigung, Digitalisierung und die Transformation unserer Wirtschaft investieren. Kann diese Rechnung überhaupt noch aufgehen? In dieser Folge diskutieren wir über einen Generationenkonflikt, der sich längst abzeichnet – aber politisch noch immer in einzelne Probleme zerlegt wird. Denn Rente, Fachkräftemangel, Wohnungsnot, Staatsverschuldung, Vermögensungleichheit und künstliche Intelligenz hängen enger zusammen, als es auf den ersten Blick scheint. Was passiert, wenn immer weniger Erwerbstätige immer mehr Menschen finanzieren müssen? Warum droht ausgerechnet KI die Einstiegsjobs zu automatisieren, über die junge Menschen bislang Erfahrung und Karrierechancen aufgebaut haben? Wie verhindern wir eine Gesellschaft, in der Erben wichtiger wird als Leisten? Und könnte KI gleichzeitig der entscheidende Schlüssel sein, um durch einen historischen Produktivitätssprung unseren Wohlstand zu sichern? Unsere These: Deutschland braucht keine weitere isolierte Renten-, KI- oder Fachkräftedebatte. Wir brauchen einen neuen Generationenvertrag – mit einer ehrlichen Generationenbilanz, einer Reform von Rente und Pflege, einem massiven Produktivitätsprogramm für KI und Robotik, neuen Aufstiegs- und Vermögenschancen für die junge Generation und einem Schutz unserer Zukunftsinvestitionen. Denn wenn eine Generation irgendwann zu dem Schluss kommt: „Dieses Land braucht meine Leistung – aber es investiert nicht mehr in meine Zukunft“, haben wir ein sehr viel größeres Problem als eine Rentenlücke.
Wer nichts mehr bauen kann, verliert die Zukunft
2026/07/22
Deutschland hat sich lange eingeredet, die Zukunft gehöre vor allem Software, Beratung und Dienstleistungen. Fabriken galten als Relikte der Vergangenheit, industrielle Arbeit als austauschbar und Produktion als etwas, das sich problemlos ins Ausland verlagern lässt. Doch mit Batterien, Halbleitern, Robotik und physischer KI beginnt eine neue industrielle Epoche. Plötzlich wird eine Fähigkeit wieder entscheidend, die selten, komplex und enorm wertvoll ist: aus Ideen reale Produkte zu machen – und sie in großer Stückzahl, hoher Qualität und zu wettbewerbsfähigen Kosten zu produzieren. Während Tesla ein ehemaliges Automobilwerk zur Roboterfabrik umbaut, wird in Deutschland über Werksschließungen, Stellenabbau und den Rückzug aus neu aufgebauten Produktionskapazitäten diskutiert. Haben wir den Wert industrieller Kompetenz fundamental unterschätzt? Warum behandeln wir Fabriken als Altlast, obwohl sie zur strategischen Infrastruktur der nächsten Technologiewelle werden könnten? Und wie kann Deutschland seine industrielle Substanz nicht nur erhalten, sondern für Robotik, Energiespeicher, autonome Systeme und die nächste Generation physischer Produkte neu nutzen? In dieser Folge sprechen wir über die Mär von der Dienstleistungsgesellschaft, die Rückkehr der Produktion und eine unbequeme Frage: Verliert Deutschland gerade die Fabriken, die es für seine Zukunft dringend brauchen wird?
Deutschland neu erfinden: Wie wir wieder Zukunftskraft, Mut und Selbstvertrauen aufbauen
2026/07/04
Deutschland braucht mehr als Reformpakete, Sparappelle und verwaltete Kompromisse. Es braucht wieder ein attraktives Bild davon, was dieses Land können, gestalten und erreichen will. Frank und Lars Thomsen bleiben nicht bei der Diagnose eines angeknacksten nationalen Selbstwertgefühls stehen. Sie gehen auf Lösungssuche: Wie schaffen wir wieder Aufbruch, Orientierung und ein neues Vertrauen in unsere eigenen Fähigkeiten? Es geht um die Frage, wie Politik, Wirtschaft, Medien und gesellschaftliche Führungskräfte wieder konkrete Zukunftsbilder entwickeln können, die Menschen nicht kleinhalten, sondern in Bewegung bringen. Welche Projekte, Technologien und gemeinsamen Ziele könnten Deutschland wieder das Gefühl geben: Wir sind nicht Zuschauer der Zukunft – wir können sie mitgestalten. Dabei sprechen die Brüder über die notwendige Transformation von einer Verwalter- zu einer Gestalter-Mentalität. Über Vorstände und Entscheider, die wieder lernen, technologische Entwicklungen wirklich zu verstehen, Zusammenhänge zu durchdringen und Chancen frühzeitig in strategische Initiativen zu übersetzen. Künstliche Intelligenz spielt dabei eine zentrale Rolle: nicht als weiteres Schlagwort, sondern als Werkzeug, um Wissen verfügbar zu machen, Produktivität zu steigern, bessere Entscheidungen zu treffen und neue Lösungen schneller zu entwickeln. Die Zeit nach dem Refompaket ist der Anfang einer Phase, in der Deutschland sich eine neue "Software" geben muss, die eine wieder erstrebenswerte Zukunft beschreibt. Ein neues Selbstbewusstsein, und eine kollektive Intelligenz, die das Signal im Rauschen entdeckt und entschlüsseln kann.  Leadership kann und muss daraus konkrete Vorhaben entwerfen, diese klar beschreiben und begründen können. Und damit Menschen wieder Gründe geben, an Fortschritt und die Zukunft zu glauben.
Wenn Hochschulen neu lernen müssen: Der Wettlauf um Relevanz, Nutzen und Zukunft
2026/06/21
Sind Universitäten und Hochschulen im klassischen angelsächsischen Stil heute noch zeitgemäß, oder bilden sie junge Menschen zunehmend für eine Arbeitswelt aus, die es so bald nicht mehr gibt? Ausgangspunkt dieser Folge ist Chinas radikaler Umbau des Hochschulsystems: Tausende Studiengänge werden gestrichen, neue entstehen vor allem in Bereichen wie Künstliche Intelligenz, Robotik, Halbleiter, intelligente Produktion und neue Energietechnologien. Während China Bildung immer stärker als Industrie- und Zukunftspolitik versteht, wirken viele europäische Hochschulen oft erstaunlich langsam, fragmentiert und weit entfernt von den realen Umbrüchen in Technologie, Wirtschaft und Gesellschaft. Frank und Lars Thomsen diskutieren, warum Curricula, Fakultäten und die Strukturen der Hochschulverwaltungen mit der Dynamik von KI, Automatisierung und neuen Berufsbildern oftmals kaum noch Schritt halten können. Sie fragen, ob Professuren auf Lebenszeit und akademische Selbstverwaltung Innovation eher unterstützen oder verlangsamen. Und warum wir nicht einfach weniger Geisteswissenschaften, sondern womöglich einen neuen technologischen Humanismus brauchen. Es geht um die Zukunft des Studiums, die neue Rolle von KI im Sinne eines ergänzenden, persönlichem Tutor, dem zukünftigen Wert von Abschlüssen, und um die entscheidende Frage: Was müssen junge Menschen heute lernen und entdecken können, um in den kommenden zehn Jahren nicht nur einen Einstieg in die Berufswelt zu finden, sondern ihre Zukunft über Jahrzehnte zu sichern und selbst gestalten zu können?
Vom Wachstumszwang zur Zukunftsfähigkeit
2026/06/02
Wir stehen vor zwei tektonischen Verschiebungen zugleich: KI macht Intelligenz und Produktivität skalierbar – während der demografische Wandel unsere alten Wachstums-, Schulden- und Gesellschaftsmodelle zerlegt. In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Leadership jetzt vor der vielleicht fundamentalsten Gestaltungsaufgabe der kommenden Jahre steht: Unternehmen müssen lernen, nicht nur effizienter zu werden, sondern als kollektive Intelligenz zu funktionieren. Es geht nicht um ein paar neue Tools oder Automatisierungsprojekte. Es geht um die Frage, wie Wertschöpfung entsteht, wenn Menschen, KI und Robotik gemeinsam arbeiten, lernen und entscheiden. Gleichzeitig zwingt uns die alternde Gesellschaft zu einer unbequemen Erkenntnis: Das alte Paradigma von immer mehr Wachstum, immer mehr Konsum, immer mehr Schulden und immer mehr Umverteilung funktioniert in schrumpfenden Bevölkerungen nicht mehr. Die „Herrschaft der Alten“ droht unsere Gesellschaften in eine Abwärtsspirale aus Besitzstandswahrung, Zukunftsangst und Spaltung zu treiben. Aber genau hier liegt auch die Chance: KI und Robotik ermöglichen ein neues qualitatives Wachstumsmodell – eines, das Wohlstand, Produktivität und gesellschaftliche Erneuerung nicht mehr nur über Masse definiert, sondern über bessere Lösungen, mehr Intelligenz und neue Formen menschlicher Wirksamkeit.
KI verlässt den Bildschirm: China, Robotik und der nächste Google-Tipping-Point
2026/05/23
In dieser Folge geht es um zwei Entwicklungen, die auf den ersten Blick getrennt wirken, und doch zusammengehören: Die rasante Robotik-Entwicklung in China und die neuesten KI-Fortschritte von Google. Lars berichtet Frank von seiner Forschungsreise nach China zum Thema "Embodied Intelligence": Von Robotik-Use-Cases, neuen Systemhäusern, Robot-as-a-Service-Modellen und einer Geschwindigkeit, die zeigt, wie schnell aus Technologie reale Wertschöpfung werden kann. Frank ergänzt die Eindrücke mit den jüngsten Ankündigungen von Google I/O, die zeigen, wie KI nun immer tiefer in den Alltag von Wissensarbeitern eindringt. Gemeinsam diskutieren die beiden, warum „Weltverständnis“ zum entscheidenden Begriff der nächsten KI-Phase werden könnte: Systeme, die nicht nur Sprache verarbeiten, sondern Zusammenhänge erkennen, Situationen interpretieren und in der physischen Welt handeln können. Für Deutschland und Europa entstehen daraus gewaltige Chancen – wenn es gelingt, Neugier, Führungswillen und Zukunftsmut hierzulande rechtzeitig wieder zu aktivieren.
Deutschland im Zukunftsschlaf: Warum wir nicht sehen wollen, was möglich ist
2026/05/03
Warum wirkt Deutschland derzeit so blockiert, obwohl die Chancen unserer Zeit größer sind als seit Jahrzehnten? In dieser Folge sprechen Lars und Frank Thomsen über eine Gesellschaft, die zwar über Krisen, Risiken und Verlustängste diskutiert, aber zu selten über das Positive, Produktive und gesellschaftlich Wünschenswerte neuer Technologien und Innovationen. Lars berichtet von der Vorbereitung seiner China-Reise zum Thema Physical AI, Robotik und neue industrielle Ökosysteme – und von der erstaunlichen Energie, die entsteht, wenn man sich wieder auf Entdeckung, Neugier und Zukunft einlässt. Gleichzeitig geht es um die Frage, warum ausgerechnet viele Leader, die Zukunft gestalten müssten, den direkten Blick auf neue Chancen vermeiden. Ein wichtiger, aufrüttelnder Zukunftstalk über Mut, Wahrnehmung, Verantwortung und die Frage: Wann beginnt Deutschland wieder, an seine eigene Gestaltungsfähigkeit zu glauben?
Anthropic, Mythos, Machtverschiebung: Warum jetzt Leadership mit Weitsicht gefragt ist
2026/04/19
In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Deutschland und Europa gerade riskieren, eine der größten Chancen unserer Zeit zu verpassen. Während KI-Systeme in atemberaubender Geschwindigkeit leistungsfähiger werden und schon heute helfen könnten, Probleme schneller zu lösen, Innovation zu beschleunigen und gesellschaftliche Ziele wirksamer zu erreichen, wird ihr Potenzial hierzulande noch immer unterschätzt. Es geht um die neue Qualität hochkompetenter Systeme wie denen von Anthropic, um die wachsende Lücke zwischen technologischem Fortschritt und politischer Gestaltung -- und um die dringende Frage, wie Führung jetzt aussehen müsste: mutig, klug, gesellschaftsdienlich. Zugleich sprechen wir auch über die Sorgen und Ängste vieler Menschen, die nicht ignoriert werden dürfen, wenn diese neue Ära Vertrauen statt Überforderung schaffen soll.
Die richtigen Fragen in einer überforderten Gegenwart
2026/03/25
In dieser Folge sprechen Frank und Lars Thomsen über eine Gegenwart, die viele Menschen als überfordernd, beschleunigt und kaum noch planbar erleben. Technologische Umbrüche, geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Unsicherheit, demografische Verschiebungen und die wachsende Komplexität gesellschaftlicher und demokratischer Prozesse greifen immer stärker ineinander. Sie erzeugen bei vielen ein Gefühl von Ohnmacht, Erschöpfung und Orientierungslosigkeit. Wir analysieren die Dominoeffekte dieser Entwicklung: auf unser Denken, auf unsere Fähigkeit zu langfristiger Strategie, auf Machtverhältnisse, auf gesellschaftliche Stabilität und auf die Frage, wie in einer solchen Lage überhaupt noch kluge, nachhaltige Entscheidungen möglich sein sollen. Dabei geht es auch um den Zusammenhang mit AGI, Superintelligenz und den möglichen Tipping Points der kommenden Jahre. Doch diese Folge bleibt nicht bei der Diagnose stehen. Sie fragt auch, welche produktiven Haltungen und Denkweisen uns helfen können, aus der passiven Rolle wieder herauszufinden: mehr systemisches Denken, mehr Klarheit über Zusammenhänge, mehr Mut zur Perspektive – und vor allem die Fähigkeit, inmitten von Beschleunigung die richtigen Fragen zu stellen. "In a world where the cost of the answer is dropping to zero, the value of the question is everything." - Vielleicht beginnt genau in diesem Gedanken ein neuer Zugang zu Zukunft, Orientierung und Hoffnung.
Die Zukunft des Lernens – Bildung, KI und die Architektur des Denkens
2026/03/08
Lernen steht vor einer fundamentalen Neuordnung. Frank und Lars Thomsen betrachten Bildung diesmal aus der Vogelperspektive: vom überholten Schulparadigma über neurobiologische Grundlagen von Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Reifung bis hin zur Frage, wie Künstliche Intelligenz Lernprozesse verändert. Im Mittelpunkt steht die These, dass die Zukunft nicht denen gehört, die Antworten am schnellsten abrufen, sondern denen, die Denken, Selbststeuerung und Urteilskraft kultivieren. Eine Episode über die Architektur des Lernens im 21. Jahrhundert – und darüber, was Menschen auch im KI-Zeitalter stark macht.
2% Zukunft: Warum Perspektiven jetzt zur Führungsaufgabe werden
2026/02/27
Menschen fehlen Perspektiven. Überall. In Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei entstehen gerade überall neue Chancen, wenn man Veränderungen nicht nur als Stress, sondern als Signal für Innovation versteht. In dieser Folge sprechen Frank und Lars darüber, warum viele Führungskräfte im „Now-Modus“ feststecken, was das mit Überlastung und Dauerkrisen zu tun hat – und warum schon ein kleiner Mindshift riesig wirkt: Wer statt 1% künftig 2% seiner Zeit in Zukunftsdenken investiert, verdoppelt seine Zukunftsleistung um 100%. Aus „today matters“ wird „future matters“ – und plötzlich wird aus Change wieder Chance.
OpenClaw: Der Moment, in dem KI ins Handeln kommt
2026/02/17
Drei Jahre nach der öffentlichen Einführung von ChatGPT erleben wir möglicherweise den nächsten großen Wendepunkt: Mit Open Claw wird KI vom beratenden Gesprächspartner zum handelnden Akteur. In dieser Folge diskutieren Lars und Frank Thomsen, warum dieser Schritt mehr ist als ein technisches Update. Open Claw eröffnet die Möglichkeit, nicht nur Antworten auf Prompts zu erhalten, sondern digitale Experten-Agenten zu orchestrieren, die Aufgaben eigenständig umsetzen, voneinander lernen und neue Lösungen entwickeln. Was bedeutet es, wenn KI nicht mehr nur Konzepte liefert, sondern Projekte realisiert? Welche Produktivitätssprünge entstehen für Menschen, Unternehmen und ganze Volkswirtschaften? Und warum ist es ein starkes Signal für Europa, dass diese Innovation aus Österreich kommt? Mit jeder Umdrehung der Erde um die Sonne entsteht eine neue Chance. Vielleicht ist jetzt eine davon.
Die falsche Kennzahl - Warum Arbeitszeit nicht über Wohlstand entscheidet
2026/02/04
„Wir müssen wieder mehr arbeiten.“ Kaum ein politisches Narrativ taucht derzeit häufiger auf – und kaum eines greift so kurz. In dieser Folge des Thomsen & Thomsen Podcasts sprechen wir über die aktuelle Debatte um Mehrarbeit, Teilzeit und Work-Life-Balance, wie sie vor allem aus dem wirtschaftspolitischen Umfeld von CDU und CSU geführt wird. Wir fragen, warum diese Diskussion gedanklich in der Vergangenheit verhaftet ist – und warum sie die Realität von Arbeit im 21. Jahrhundert verkennt. Wir sprechen über den tiefgreifenden Wandel von Arbeit in den letzten zwei Jahrzehnten, über demografische Realität, Smart Work, Wissens- und Innovationsökonomie – und darüber, warum Lernen, Können und Produktivität langfristig mehr Wohlstand schaffen als bloße Anwesenheit und zusätzliche Arbeitsstunden. Eine Folge über falsche Kennzahlen, politische Vereinfachungen – und die Frage, was wir eigentlich diskutieren müssten, wenn wir es ernst meinen mit Zukunftsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftlichem Wohlstand.
Die neue Akzeptanz – Erschöpfte Gesellschaften, fehlende Führung und die Suche nach Zuversicht
2026/01/29
Was passiert, wenn Gesellschaften nicht mehr rebellieren, sondern resignieren? Wenn man sich über politische Entscheidungen, gesellschaftliche Entwicklungen oder wirtschaftliche Perspektiven zwar noch wundert – aber kaum noch empört? In dieser Folge sprechen Frank und Lars Thomsen über ein Phänomen, das sie als „die neue Akzeptanz“ beschreiben: Eine stille Form des Sich-Arrangierens, geboren aus Überforderung, Frustration und dauerhaften Krisenmeldungen. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass viele Menschen – ebenso wie Führungsgremien in Politik und Wirtschaft – das Gefühl verloren haben, wirklich gestalten zu können. Statt Aufbruch dominieren Erschöpfung, Zynismus und Rückzug ins Private. Selbst Demokratien wirken für viele weniger orientierend als Systeme, die zumindest Stabilität und Richtung versprechen. Wir diskutieren: •⁠  ⁠warum Akzeptanz heute oft Kapitulation ist •⁠  ⁠weshalb Entscheidungsunfähigkeit gefährlicher sein kann als falsche Entscheidungen •⁠  ⁠welche Form von Leadership in erschöpften Gesellschaften fehlt •⁠  ⁠und wie individuelle Wirksamkeit neue Zuversicht entstehen lassen kann Eine Folge über Mindsets, Führung, Verantwortung – und die Frage, wie wir vom Hinnehmen wieder ins Gestalten kommen.
2026 – Die neue Gegenwart: Wie wir Wachstum, Sinn und Zugehörigkeit neu denken können
2026/01/17
Mit dem Start in die dritte Staffel von „Thomsen & Thomsen – der Zukunftstalk“ blicken wir auf das Jahr 2026 – und vor allem darauf, wie sich unsere Haltung zur Zukunft verändert. Wir sprechen darüber, warum Unsicherheit für viele Menschen längst kein Ausnahmezustand mehr ist, sondern Teil der neuen Normalität. Was bedeutet das für unsere Suche nach Wachstum, Sinn, Perspektiven und Zugehörigkeit? Welche Rolle spielen Megatrends und gesellschaftliche Rahmenbedingungen – und wie prägen sie unsere Wahrnehmung von Chancen und Risiken? Ein zentrales Thema ist der sich abzeichnende Generationskonflikt zwischen unter 50-Jährigen und über 50-Jährigen: unterschiedliche Erfahrungen, Erwartungen und Zukunftsbilder treffen aufeinander. Gleichzeitig beobachten wir eine wachsende Orientierung hin zu sozialen Wirkungsräumen – zu Orten und Gemeinschaften, in denen Anerkennung, Nähe und Sinn wieder im direkten persönlichen Umfeld entstehen. Wir diskutieren, warum das alte, stark konsumorientierte Wachstums-Paradigma an seine Grenzen stößt – und wie wir es in eine neue Gegenwart überführen müssen: mit anderen Maßstäben für Erfolg, Zufriedenheit und Entwicklung. Diese Folge ist zugleich ein Auftakt in die dritte Saison unseres Podcasts – und ein Dank an unsere stetig wachsende Zuhörerschaft. Unser Ziel bleibt: die Zeichen unserer Zeit systemischer zu deuten und so Impulse zu geben, damit diese Phase des Wandels nicht als Verlust, sondern als Einladung verstanden wird – zu neuen Perspektiven für jeden Einzelnen und für uns als Gemeinschaft.

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