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SOMMELIER

Werben im Podcast: SOMMELIER

Dieser Podcast hat
234 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
Silvio Nitzsche
Explizit
Nein
Erstellt am
2024/02/29
Neueste Episode
2026/10/22
Durchschnittsdauer
94 min.
Veröffentlichungsintervall
4 Tage

Beschreibung

Sie sind Superhelden! Sie sind Sommeliers. Die Experten der Weinwelt, der Worte, der Menschen und des Genusses. Denn sie können einfach alles. Sie sind Gastgeber, Schreiber, Trendsetter, Wissenschaftler, Influencer, Vermittler, Gestalter, Forscher und vieles mehr. Und oft ist es schade, dass man diese Multitalente, die es verstehen, uns in wenigen Minuten zu begeistern, nicht und nirgends länger und intensiver kennenlernen kann. Wie gerne möchte man sie so richtig ausquetschen? Viele von uns denken an kurze und doch prägende Wortwechsel mit diesen versierten Weinprofis, oft jahrelang zurück. Welche Berufsgruppe vermag sonst so nachhaltig zu beeindrucken? Wir präsentieren die Interessantesten unter ihnen und haben mit ihnen gesprochen. In diesem Podcasts schaffen wir es, diese besonderen Charaktere sicht- und greifbar, hörbar und verständlich zu machen und ihnen zu entlocken, was deren Geheimnisse sind. Einmal in der Woche lädt Silvio Nitzsche einen Gast zum mehrstündigen Zwiegespräch und vermag es, höchst persönliche Erfahrungen und echtes Insiderwissen zu einem unterhaltsamen Hörerlebnis zu machen. Silvio Nitzsche betrieb bis zum letzten Jahr über 15 Jahre lang die WEINKULTURBAR in Dresden/Striesen, die vielfach als beste Weinbar Deutschlands ausgezeichnet wurde. Er selbst erhielt nahezu jede branchenrelevante Auszeichnung, wurde mehrfach als „Sommelier des Jahres“ geehrt und erhielt den „Award of Honor“. Damit ist er selbst einer der interessantesten Sommeliers unserer Zeit und geradezu prädestiniert, diesen besonderen Podcast zu hosten. Jeder und jede seiner Gäste bekommt die gleichen Fragen, und doch ist jedes Gespräch anders. Ein Podcast für alle, die Freude am Wein und/oder am Gastgeben haben. Unterstützt und begleitet wird dieses Format von den Weingütern aus dem Programm der Schlumberger Gruppe, die mit den Handelshäusern Schlumberger, Segnitz und Consigliovini sowie dem Bremer Weinkolleg aktiv ist. Die Branchenunterstützung wird in diesen Unternehmen sehr groß geschrieben. Der 2006 verstorbene Hermann Segnitz hat bereits Mitte der achtziger Jahre den „Sommelier des Jahres“ und den „Maitre des Jahres“ ausgelobt und seine tiefe Wertschätzung für diese besonderen Menschen öffentlich kundgetan. Mit diesem Podcast schließen wir an die historische Tradition an und führen sie in zeitgemäßer Form weiter. Sei ein Teil dieses Projekts und folge, like, teile, kommentiere und liebe einfach deinen neuen Lieblingspodcast.

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Gunnar Tietz – Der Wein-Guru
2026/10/22
Gunnar Tietz ist einer der erfolgreichsten, meistausgezeichneten, renommiertesten und anerkanntesten Sommeliers der Region, einer der Dekane seines Fachs. Allein im Restaurant „First Floor“ hat er so lange, so beharrlich und so überzeugend gewirkt, dass ihm seine Auszeichnungen nicht verliehen wurden, sondern zugewachsen sind. Gunnar ist eine Persönlichkeit, an der sich ganze Generationen orientieren. Er lädt schon immer interessierte junge Sommeliers an seinen Tisch, hört ihnen zu, korrigiert behutsam und lobt, wo es verdient ist, nie darüber hinaus. Manch einer von ihnen erzählt noch Jahre später von dem Abend, an dem der Doyen der Weinwelt ihm sein Glas reichte und sagte: „Was schmeckst du wirklich?“ Es sind diese Momente, die Karrieren prägen. Gunnar Tietz erkennt man zuerst an seiner Ruhe. Er muss sich nicht erklären, nicht überbieten und nicht beweisen, denn sein Urteil hat sich über Jahrzehnte bewährt. Was andere als Trend feiern, hat er kommen und gehen sehen. Seine Gelassenheit ist kein Desinteresse, sondern die Frucht einer Erfahrung, die tiefer reicht als jede Mode. Er hat Jahrgänge begleitet, die längst Legende sind, hat Winzer gekannt, als sie noch niemand kannte, und er weiß, dass große Weine fast immer das Ergebnis von Geduld sind. Angefangen hat er in einer Zeit, als es noch nicht Lifestyle war, Sommelier zu sein. Gunnar Tietz ist kein Mensch der großen, selbstverherrlichenden Worte, und doch tragen seine kleinen weit. Wer ihm zuhört, begreift, dass für ihn Wein eine Kultur ist, die Zeit, Demut und Leidenschaft verlangt. Er ist jemand, der der Sache sein Leben gewidmet hat und sie, auch deshalb, bis heute zum Leuchten bringt. Er ist noch lange keine neunzig, aber er hat die Erfahrung, als wäre er es. Wenn er spricht, merkt man, dass er schon Zehntausende von Flaschen geöffnet hat, ruhig, sicher, ohne jede Hast. Sein Blick ist wach und freundlich, mit jener offenkundigen Freude, die nur Menschen besitzen, die viel gesehen haben und sich ihre Neugier trotzdem bewahrt haben.
Gunnar Tietz – Exclusive Preview
2026/10/21
Unsere Folgen sind nicht selten ungewöhnlich lang. Das hat seinen Grund: Wir möchten den Tiefsinn fließen lassen und Euch unsere Gesprächspartner so präsentieren, wie Ihr sie sonst nie – und vielleicht nie wieder – kennenlernen könnt. Und um Euch die Scheu zu nehmen, die man verspürt, wenn man einen über drei Stunden langen Zeitstempel sieht, aber auch, um Euch so richtig Lust auf den Kandidaten zu machen, präsentieren wir Euch immer einen Tag vor dem Release einen exklusiven Sneak in die neue Folge. Viel Spaß beim Hören, und wir freuen uns auf Euch mit einem herzlichen „Welcome back“ am Freitag.
Conny Ganß - Wein ohne Brimborium
2026/10/15
Conny Ganß lässt sich als Spannung zweier Pole lesen. Da ist die Sommelière mit Fachtiefe, Präzision, klarem Urteil und der Lust, zu referieren, wenn es drauf ankommt. Und da ist die Gastgeberin, die Wein zugänglich macht, locker, direkt und mit Humor. Beides steht bei ihr nicht im Widerspruch. Die Strenge des Fachs ist ihr Fundament, die Leichtigkeit ihr Zugang zu den Menschen. Sie ist traditionell genug, um jede Flasche zu respektieren, und modern genug, um ihr trotzdem frech zuzuzwinkern. Sie bleibt, wie sie ist, mit Kanten und Charme. Sie moderiert Wein auf Augenhöhe, ohne Schnösel-Attitüde und ohne Etikettenfurcht, und das gilt für den Tisch im Restaurant genauso wie für die große Bühne. Wissen und Genuss gehören für sie zusammen, und zwar ohne Perfektionsdruck. Essen und Trinken sind für sie kein Ritual zum Niederknien, sondern pures Lebensgefühl, ein Stück Lifestyle mit Haltung. Sie nimmt den Wein ernst und sich selbst gerade so viel, wie es dem Gespräch dient. Conny geht kopfüber ins Glas und ins Live-Gespräch. Ihr eigener Trustfall ist das Vertrauen, sich dem Gespräch hinzugeben, und er funktioniert, weil sie weiß, dass ihre Fachkenntnis sie auffängt. Sie fragt Winzer nicht nur nach Rebsorte und Ausbau, sondern nach Herz, Haltung und dem Mut hinter dem Etikett. Denn Wein ist für sie Beziehung: zwischen Mensch und Region, zwischen Glas und Gefühl, und manchmal auch ein bisschen Liebe auf den ersten Schluck. Conny nimmt sich nicht zu ernst, und Wortwitz ist ihr Markenzeichen. Sie macht Fachthemen zu Unterhaltung, ohne sie zu verflachen, und nimmt ihr Publikum mit auf eine Reise, bei der niemand einschläft. Sie weiß auch, dass Wein Business ist und es dabei um Geld geht, aber sie lässt sich davon nicht den Spaß verderben. Conny ist eine Gastgeberin im besten Sinn. Sie ist eine Sommelière mit Rückgrat und mit Interesse an dem, was Wein morgen sein wird. Wie keine zweite in dieser Weinwelt verbindet Conny Ganß Fachkunde mit Wärme, Wortwitz mit Substanz und Bühnenpräsenz mit Zuhörfähigkeit. Ihr Charakter lebt davon, dass sie Wissen nicht als Distanz versteht, sondern als Einladung. Sie macht anderen Lust auf Wein und auf die Menschen dahinter. Und wer einmal mit ihr angestoßen hat, merkt: Das hier ist kein Pflichttermin, das ist Rock 'n' Roll im Weinglas.
Conny Ganß – Exclusive Preview
2026/10/14
Unsere Folgen sind nicht selten ungewöhnlich lang. Das hat seinen Grund: Wir möchten den Tiefsinn fließen lassen und Euch unsere Gesprächspartner so präsentieren, wie Ihr sie sonst nie – und vielleicht nie wieder – kennenlernen könnt. Und um Euch die Scheu zu nehmen, die man verspürt, wenn man einen über drei Stunden langen Zeitstempel sieht, aber auch, um Euch so richtig Lust auf den Kandidaten zu machen, präsentieren wir Euch immer einen Tag vor dem Release einen exklusiven Sneak in die neue Folge. Viel Spaß beim Hören, und wir freuen uns auf Euch mit einem herzlichen „Welcome back“ am Freitag.
Gabriela Predatsch - Die Weinbaristin der Kabi
2026/10/08
Wie kreiert und zugleich definiert man eine der kreativsten Weinbars der Republik? Mit Daydrinking, dem Heiligen Vormittag und ganz viel sympathischer Persönlichkeit. Zusammen mit Marcel Truckenmüller feilt Gabriela Predatsch seit über einem Jahr an einem der schönsten Wohlfühlorte im Stuttgarter Westen. Die Kabi Weinbar war schnell mehr als eine neue Adresse. Sie ist zu einem der Orte geworden, an denen in der schwäbischen Metropole traditionelle Weinkultur, modernes Lifestyle-Gefühl und vor allem Leidenschaft zusammenkommen. Woran liegt so ein Erfolg? Am Konzept, am Business, am Hinterhof? Sicher auch. Am Geld jedenfalls nicht, sondern vor allem an Menschen wie Gabriela, die einen Ort mit Echtheit füllen und mit Leben. Mit Wein und mit ganz viel Hingabe. Aus einem Job ist bei ihr in fünfzehn Jahren eine Liebe geworden, ein Projekt mit Herz. Was man bei Gabriela so ungemein spürt, ist ihre Neugierde: auf den Wein, auf die Winzer hinter den Fässern, auf die Menschen vor den Gläsern, aufs Reisen zu ihnen und vor allem aufs Verbinden. Wenn Gabriela von ihren Gästen spricht, spricht sie nicht von Kundschaft, sondern von Menschen und Beziehung. Sie sieht sich weniger als Instanz, eher als Dramaturgin des Abends: „Ich bin das Upgrade für euren Abend, und der Wein ist mein Komplize." Als Weinbaristin steht sie genau dort, wo Fachwissen auf Gastfreundschaft trifft und Essen und Trinken zusammenfinden. Was sie im Sterne-Restaurant gelernt hat, trägt sie nicht vor sich her, sie schenkt es einfach mit ein, Flasche für Flasche, Glas für Glas. Dahinter steht ein einfacher Wunsch: Genuss ohne Schwellenangst, eine Bar, die cool ist, für alle offen steht und sich wie ein Wohnzimmer anfühlt. Weil es sie nicht gab, haben Gabriela und Marcel sie selbst gebaut. Die Suche nach dem richtigen Ort dauerte über ein Jahr. Gefunden haben sie ihn in der Schlossstraße, im ehemaligen Coucou, mit einem lauschigen Hinterhof, der schon die frühere Tagesbar verschönert hatte. Im Frühjahr 2025 ging es los. Auch der Name sagt schon einiges. „Kabi" steht für Kabinett, die Prädikatsstufe für feine, leichte Weine mit wenig Alkohol. Das passt zu ihrer Haltung: Expertise und Leidenschaft, aber ohne Schwere. Oder, wie man über Gabriela selbst sagen könnte: leicht im Ton, präzise in der Auswahl und schwer zu vergessen.
Gabriela Predatsch – Exclusive Preview
2026/10/07
Unsere Folgen sind nicht selten ungewöhnlich lang. Das hat seinen Grund: Wir möchten den Tiefsinn fließen lassen und Euch unsere Gesprächspartner so präsentieren, wie Ihr sie sonst nie – und vielleicht nie wieder – kennenlernen könnt. Und um Euch die Scheu zu nehmen, die man verspürt, wenn man einen über drei Stunden langen Zeitstempel sieht, aber auch, um Euch so richtig Lust auf den Kandidaten zu machen, präsentieren wir Euch immer einen Tag vor dem Release einen exklusiven Sneak in die neue Folge. Viel Spaß beim Hören, und wir freuen uns auf Euch mit einem herzlichen „Welcome back“ am Freitag.
Elke Schmidt – Die Wein-Gouvernante
2026/10/01
Elke Schmidt ist durch und durch eine idealisierte Form einer Sommelière der alten Schule mit modernem Geist. Sie ist nicht nur die gute Seele, sondern die Weinseele einer gastronomischen Institution, die die deutsche Restaurant- und Gastronomielandschaft über Jahrzehnte geprägt hat. Unglaublich weinbewandert und -erfahren, mit einer Aufmerksamkeit gegenüber ihren Gästen, aber auch gegenüber ihren Weinen, die ihresgleichen sucht: diskret und mit jener natürlichen Autorität, die niemals laut werden muss. Dabei drängt sie sich nie in den Vordergrund. Ihre Stärke liegt gerade darin, dass vieles durch ihre Anwesenheit leichter wird, ohne dass man immer bemerkt, warum. Elke Schmidt hat ihre neue Weinleidenschaft nach 30 Jahren Dienst am Gast vor allem im Lehren, „Erziehen“ und Betreuen gefunden. Geduldig, aber konsequent; herzlich, aber nicht nachlässig. Sie versteht, dass Weinbildung nicht nur aus reinem Weinwissen besteht, sondern auch aus Aufmerksamkeit und Respekt gegenüber den Winzern und vor allem gegenüber dem Wein. Denn eine Flasche Wein ist für sie niemals nur ein Produkt. Sie erzählt von Herkunft, Handwerk, Tradition und Menschen – und wird im Restaurant gemeinsam mit gutem Essen und dem richtigen Gegenüber zu einem Teil von Genuss, Gefühl und Erinnerung. Dabei ist Elke Schmidt keine „Frau für alles“ im Sinne einer beliebigen Hilfskraft. Sie ist vielmehr die tiefe Seele eines Hauses, das die deutsche Gastronomielandschaft über viele Jahrzehnte geprägt hat. Eine Persönlichkeit, die mitdenkt, vorausschauend handelt und dafür sorgt, dass sich andere ganz auf das Wesentliche konzentrieren können. Sie ist gerade aufgrund ihrer eigenen Größe dafür da, dass andere – Kollegen, Gäste und sogar ihre Winzer mit ihren Weinen – brillieren können. Darin steckt ihre besondere Form von Liebe zum Wein, zum Menschen und zum Handwerk. Und vielleicht auch ihr ganz eigenes Verständnis von Business: Nicht das eigene Ich in den Mittelpunkt zu stellen, sondern einen Ort zu schaffen, an dem Menschen, Wein, Essen und Genuss zusammenfinden. Ihre einzigartige Präsenz verbindet Tradition und Moderne, Erfahrung und Neugier, Disziplin und Herz. Und vielleicht ist genau das die besondere Qualität einer Sommelière wie Elke Schmidt: Sie sorgt nicht dafür, dass man sie wahrnimmt. Sie sorgt dafür, dass man den Wein, das Essen, das Restaurant und den Moment in Erinnerung behält.
Elke Schmidt – Exclusive Preview
2026/09/30
Unsere Folgen sind nicht selten ungewöhnlich lang. Das hat seinen Grund: Wir möchten den Tiefsinn fließen lassen und Euch unsere Gesprächspartner so präsentieren, wie Ihr sie sonst nie – und vielleicht nie wieder – kennenlernen könnt. Und um Euch die Scheu zu nehmen, die man verspürt, wenn man einen über drei Stunden langen Zeitstempel sieht, aber auch, um Euch so richtig Lust auf den Kandidaten zu machen, präsentieren wir Euch immer einen Tag vor dem Release einen exklusiven Sneak in die neue Folge. Viel Spaß beim Hören, und wir freuen uns auf Euch mit einem herzlichen „Welcome back“ am Freitag.
Gerhard Retter im Deep Dive – Steiermark
2026/09/24
Gerhard Retter gehört zu jenen Charakteren der deutschsprachigen Gastronomie und Weinwelt, deren Werdegang und Schaffen eine seltene Kombination aus innovativen Visionen, internationaler Prägung und unaufgeregter Bodenständigkeit verkörpern. Geboren 1973 in Hartberg in der Steiermark und aufgewachsen im elterlichen Gasthof, hat er die Welt der Gastlichkeit von klein auf erlebt – nicht als theoretisches Konzept, sondern als gelebte Praxis. Nach der Ausbildung zum Koch und Kellner in der Landesberufsschule für Tourismus in Bad Gleichenberg führte ihn sein Weg rasch in die absolute Spitze der europäischen Gastronomie: zu Eckart Witzigmann ins Aubergine in München, zu Frédy Girardet nach Lausanne, zu Gordon Ramsay nach London und als Maître ins Hotel Adlon in Berlin. Später prägte er als Patron die legendäre Weinbar Cordobar, später Cordo (Michelin-Stern) und die Fischerklause am Lütjensee. Seine Arbeit wurde vielfach ausgezeichnet – unter anderem als Wine Legend von Rolling Pin, als Deutscher Weinfluencer des Jahres 2023 von Vinum und mit der Wine List of the Year vom Gault&Millau. Gerhard Retter ist kein Lautsprecher, sondern ein präziser Beobachter und Vermittler. Mit der von ihm 2024 ins Leben gerufenen „Wöschmeisterschaft“ setzt er sich zudem gezielt für den Welschriesling ein – eine Rebsorte, die viele unterschätzen und die er mit der ihm eigenen Mischung aus Expertise, Humor und Respekt vor dem Eigenen wieder ins Rampenlicht rückt. Wenn jemand die Steiermark nicht nur als Herkunft, sondern als kulturelles und sensorisches System versteht, dann ist es Gerhard Retter. Und genau deshalb widmet er sich mit uns einer Region, die wie kaum eine andere steile Hänge, vielfältige Böden, klimatisches Grenzland und eine kompromisslose Qualitätskultur in sich vereint.
Gerhard Retter – Exclusive Preview
2026/09/23
Unsere Folgen sind nicht selten ungewöhnlich lang. Das hat seinen Grund: Wir möchten den Tiefsinn fließen lassen und Euch unsere Gesprächspartner so präsentieren, wie Ihr sie sonst nie – und vielleicht nie wieder – kennenlernen könnt. Und um Euch die Scheu zu nehmen, die man verspürt, wenn man einen über drei Stunden langen Zeitstempel sieht, aber auch, um Euch so richtig Lust auf den Kandidaten zu machen, präsentieren wir Euch immer einen Tag vor dem Release einen exklusiven Sneak in die neue Folge. Viel Spaß beim Hören, und wir freuen uns auf Euch mit einem herzlichen „Welcome back“ am Freitag.
Linh Nguyen – Der Weinhighflyer
2026/09/17
Es ist ein seltener Moment: Ein junger Weinverrückter steht genau an dem Punkt, an dem sich das Sprungbrett spannt, um ihn in die Weinwelt zu schleudern. Linh Nguyen klopft nicht vorsichtig an ihre Tür und wartet, bis jemand öffnet. Bei ihm entscheidet die Tür selbst, keine Tür mehr sein zu wollen. Wo andere einen Karriereweg sahen, sah er eine Startbahn – von null auf hundert. Denn hundert war für ihn nie das Ende, sondern der Beginn der nächsten Skala. Aus dem kaum bekannten Sommelier-Youngster wurde 2024 der Sommelier im Jellyfish, einem der angesagtesten Sternelokale Hamburgs – einem Restaurant, in dem Essen und Trinken längst mehr sind als Nahrungsaufnahme: Genuss, Erlebnis, Gefühl und die Kunst, Menschen für einen Moment aus dem Alltag zu holen. Seine Mischung aus Instinkt, Ehrgeiz, Neugier und der Bereitschaft, ins Unbekannte zu springen, trieb diesen Aufstieg an. Linh hat verstanden: Wein ist mehr als eine Flasche mit gutem Namen. Wein ist Landschaft, Handwerk, Tradition, Persönlichkeit. Hinter jeder Flasche steht ein Winzer mit einer Geschichte, ein Stück Erde, eine Idee. Genau darin liegt seine Faszination: Wein verbindet Menschen, Reisen, Lifestyle, Genuss – manchmal auch Business und Freundschaft. Die Weinwelt ist längst modern, international, in Bewegung. Man reist zu Winzern, entdeckt Regionen, erlebt, wie aus Reben, Boden und Zeit etwas entsteht, das Menschen wieder an einen Tisch bringt. Für Linh ist Wein eine Sprache – eine, die Geschichten erzählt und Gefühle weckt. Eine Sprache aus Genuss, Wissen, Leidenschaft und manchmal auch Geld. Denn eine teure Flasche kann bedeutungslos bleiben, wenn das Herz fehlt. Ihr wahrer Wert entsteht erst, wenn sie einen Moment besonders macht. Darum geht es am Ende: um das Gefühl. Linh Nguyen hat früh begriffen, was viele erst spät verstehen: Aufstieg ist nicht nur Talent, sondern Mut – im richtigen Moment so zu handeln, als wäre man bereits dort, wo man erst hinwill. Er lebte seinem künftigen Ich entgegen, während die Welt noch seine Gegenwart prüfte. Wir sind gespannt, was aus ihm wird: vielleicht zu großen Winzern, in spannende Weinregionen, an bedeutende Restauranttische. Vielleicht wird aus dem Sommelier ein Unternehmer, Weinhändler oder Gastgeber. Sicher ist nur: Vorsichtig wird sein Weg nicht. Begonnen hat die offizielle Weinreise 2024 im Jellyfish in Hamburg. Und du darfst ihn begleiten – vielleicht erleben wir gerade, wie aus einem Weinbesessenen jemand wird, dessen Name in der Weinwelt noch lange zählt. Linh Nguyen Restaurant Jellyfish by Stefan Fäth Weidenallee 12 20357 Hamburg E-Mail: [email protected] Telefon : 040 – 410 54 14
Linh Nguyen – Exclusive Preview
2026/09/16
Unsere Folgen sind nicht selten ungewöhnlich lang. Das hat seinen Grund: Wir möchten den Tiefsinn fließen lassen und Euch unsere Gesprächspartner so präsentieren, wie Ihr sie sonst nie – und vielleicht nie wieder – kennenlernen könnt. Und um Euch die Scheu zu nehmen, die man verspürt, wenn man einen über drei Stunden langen Zeitstempel sieht, aber auch, um Euch so richtig Lust auf den Kandidaten zu machen, präsentieren wir Euch immer einen Tag vor dem Release einen exklusiven Sneak in die neue Folge. Viel Spaß beim Hören, und wir freuen uns auf Euch mit einem herzlichen „Welcome back“ am Freitag.
Elena Hart-Skilling – Die Wein-Insider-Aussteigerin
2026/09/10
Elena Hart-Skilling darf man gerne als Insiderin mit Distanzkompetenz beschreiben. Sie ist eine Restaurant-Sommelière-Aussteigerin, aber keine Außenseiterin. Im Gegenteil: Ihre gastronomische Autorität erwächst gerade daraus, dass sie die Branche von innen kennt – ihre Mechanismen in den gastronomischen Betriebsabläufen, die Fachsprache auch jenseits der Weinansprache, ihre Eitelkeiten von Kollegen, Winzern und Verkäufern, die ökonomischen Zwänge und vor allem die unausgesprochenen Regeln. Sie kennt Wein nicht nur als Flasche auf einer Karte, sondern als Teil einer komplexen Welt aus Essen, Trinken, Genuss, Beziehungen und Business. Sie hat das System nicht von außen kritisiert. Sie hat es verstanden, durchdrungen, mitgetragen und an entscheidenden Stellen selbst geprägt. Sie kennt die Perspektiven der Winzer ebenso wie jene des Restaurants, die Tradition ebenso wie die modernen Entwicklungen der Weinwelt. Erst danach hat sie sich entschieden, ihm nicht länger bedingungslos anzugehören. Ihr Wechsel in die freiberufliche Sommelierie ist keine Abrechnung, sondern eine Form gewonnener intellektueller Freiheit. Sie hat aufgehört, jede Weinbranchenlogik folgsam als Naturgesetz zu betrachten. Ihre eigentliche Souveränität liegt darin, dass sie nichts mehr beweisen muss. Sie kennt das Spiel – und muss es nicht mehr spielen. Dabei bleibt sie der Branche erstaunlich verbunden. Sie kennt die Menschen. Sie kennt die Arbeit. Sie kennt den Ehrgeiz, die Leidenschaft und die enorme Kompetenz, die in ihr stecken. Sie kennt die Liebe zum Produkt ebenso wie die Realität von Geld und Business. Sie weiß, dass Wein längst mehr ist als ein Getränk: Er ist Lifestyle, Handwerk, Tradition, modernes Lebensgefühl und nicht zuletzt eine Frage von Beziehung – zwischen Menschen, Landschaften, Winzern, Gastgebern und Gästen. Sie romantisiert diese Gastro- und Weinwelt nicht – aber sie verachtet sie auch nicht. Gerade ihre Wertschätzung macht ihre Analyse und damit ihr Auftreten so präzise und wertvoll. Für sie gehören Herz und Verstand zusammen, Genuss und Wissen, Gefühl und analytische Klarheit. Genau darin liegt ihre besondere Qualität: Sie kann über Wein sprechen, ohne ihn auf Etiketten, Preise oder Punkte zu reduzieren. Sie versteht, dass hinter jeder Flasche eine Geschichte steht und hinter jedem guten Essen, jedem guten Restaurant und jedem besonderen Moment immer auch ein Stück gelebte Kultur. Auch Reisen gehören zu diesem Verständnis. Sie erweitern den Blick auf Wein, Essen und Menschen und machen aus regionalem Wissen eine internationale Perspektive. So verbindet Elena Hart-Skilling unterschiedliche Welten: traditionelles Weinhandwerk mit modernem Lifestyle, emotionalen Genuss mit professionellem Anspruch, persönliche Leidenschaft mit wirtschaftlichem Verständnis. Ja, man könnte Elena Hart-Skilling auch als Insiderin nach dem Exit bezeichnen: jemand, der die Zugehörigkeit aufgegeben hat, nicht aber die Erkenntnis. Eine Frau, die den Abstand gewonnen hat, ohne den Zugang zu verlieren. Und dieser Zugang definiert sie, indem sie die gastronomische Weinwelt auf unzähligen Ebenen bespielt, begleitet und berät. Sie bewegt sich zwischen Restaurant und Winzer, zwischen Flasche und Gast, zwischen Essen und Trinken, zwischen Gefühl und Business. Und somit schafft sie es schlichtweg, den Begriff Sommelière komplett neu zu definieren: viel losgelöster, viel leichter, moderner und freier – aber auf keinen Fall weniger authentisch, leidenschaftlich oder ernst. Vielleicht ist genau das ihr eigentliches Verständnis von Sommelierie: nicht nur Wein zu vermitteln, sondern Menschen miteinander zu verbinden. Genuss nicht zu erklären, sondern erfahrbar zu machen. Und aus Wissen, Erfahrung, Herz und Liebe eine zeitgemäße Form von Gastlichkeit zu entwickeln.
Elena Hart-Skilling – Exclusive Preview
2026/09/09
Unsere Folgen sind nicht selten ungewöhnlich lang. Das hat seinen Grund: Wir möchten den Tiefsinn fließen lassen und Euch unsere Gesprächspartner so präsentieren, wie Ihr sie sonst nie – und vielleicht nie wieder – kennenlernen könnt. Und um Euch die Scheu zu nehmen, die man verspürt, wenn man einen über drei Stunden langen Zeitstempel sieht, aber auch, um Euch so richtig Lust auf den Kandidaten zu machen, präsentieren wir Euch immer einen Tag vor dem Release einen exklusiven Sneak in die neue Folge. Viel Spaß beim Hören, und wir freuen uns auf Euch mit einem herzlichen „Welcome back“ am Freitag.
Caro Maurer MW – Die Persephone der Weinwelt
2026/09/03
Du stimmst mir zu. Es gibt Weingrößen, die man verehrt. Dann gibt es Weinexpertinnen, bei denen man regelrecht erblasst. Und dann gibt es jene seltene dritte Kategorie, bei der man beides gleichzeitig tut – und dabei noch dankbar ist für jeden Moment, in dem diese das eigene Weinleben begleiten. Caro Maurer MW bespielt diese dritte Ebene, schier konkurrenzlos und so unfassbar einzigartig. Leader in unserer Weinwelt werden nicht gewählt. Sie entstehen. Wenige Menschen vermögen es, eine oft so verkopfte und künstlich verkomplizierte Sache, wie den Wein, wie ein Wollknäuel aufzudröseln und greifbar zu machen, wie Caro. Und ja, deshalb ist Caro Maurer vielleicht Persephone mit Weinglas und Notizblock. Dass sie in Bayern geboren wurde, wird nicht der Grund für ihre tiefe Bodenständigkeit oder ihren unkorrigierbaren Ehrgeiz sein, aber es half vielleicht. Sie studierte Kommunikationswissenschaft, ging nach New York und Los Angeles, schrieb für Forbes und Die Welt – also zunächst einmal all das, was eine bemerkenswerte Karriere so macht, bevor sie bemerkenswert wird. Und dann kam der Wein. Oder vielleicht kam Caro zum Wein. Bei einer Begegnung dieser Größenordnung ist die Frage nach dem Wer-zuerst-wen ohnehin eher für Historiker interessant. Und wir klären es in dieser Episode. Was wir schon wissen: Es blieb nicht beim Interesse. Aus Neugier wurde Können, aus Können Autorität und aus Autorität schließlich etwas, das in der Weinwelt ungefähr den Rang eines göttlichen Titels besitzt: Master of Wine. 2011 bestand Caro Maurer die Prüfung und wurde damit zur ersten Frau aus einem deutschsprachigen Land, die diesen Titel trug. Man könnte jetzt sagen: eine bemerkenswerte Karriereleistung. Man könnte auch sagen: eine kleine historische Verschiebung der tektonischen Platten. Denn die Weinwelt war lange ein erstaunlich männlicher Tempel. Frauen durften dort vieles sein – Gastgeberin, Muse, Kennerin, Begleitung. Nur die Hohepriesterin des Geschmacks war man lieber unter sich. Caro Maurer hat diesen Tempel nicht gestürmt. Sie hat ihn einfach betreten, die Weine verkostet, die richtigen Antworten gegeben und irgendwann den Schlüssel bekommen. Sie musste nie erklären, warum sie dort hingehört. Sie hat es einfach bewiesen. Und apropos erklären: Niemand erklärt Wein so wunderbar bodenständig, authentisch, wissend und unaufgeregt wie Caro Maurer MW. Vielleicht kann sie das, weil sie Wein genauso sieht. Aber das hörst Du ja gleich selbst.

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