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Lebensretter - Ein Podcast der Björn Steiger Stiftung

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Dieser Podcast hat
112 Episoden
Sprache
German
Explizit
Nein
Erstellt am
2024/07/16
Neueste Episode
2026/10/23
Durchschnittsdauer
44 min.
Veröffentlichungsintervall
7 Tage

Beschreibung

In diesem Podcast geht es um die Arbeit der Björn Steiger Stiftung und die Bedeutung einer funktionierenden Notfallhilfe. Wir sprechen mit Experten, Betroffenen und den Machern hinter den Kulissen. Zur Geschichte der Stiftung: Mai 1969. Auf dem Rückweg vom Schwimmbad wird der 8-jährige Björn Steiger von einem Auto erfasst und dabei schwer verletzt. Es dauert fast eine Stunde, bis endlich ein Rettungswagen eintrifft. Björn Steiger stirbt – nicht an seinen Verletzungen, sondern an den Folgen eines Schocks. Die Eltern Ute und Siegfried Steiger gründen erst einen gemeinnützigen Verein, später entsteht daraus die Björn Steiger Stiftung. Durch ihr unerlässliches Engagement wurden bis heute Millionen Menschenleben gerettet und vergleichbare Schicksalsschläge vermieden.

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Vom Rockmusiker zum Notarzt: Wie Doc Esser Medizin verständlich macht
2026/10/23
Was haben Rockmusik, Notfallmedizin und Dankbarkeit gemeinsam? Für Dr. Heinz-Wilhelm Esser eine ganze Menge. Der bekannte Mediziner, Bestsellerautor und TV-Doc wollte ursprünglich Rockstar werden, tourte mit seiner Band Substyle durch die Musikszene und fand erst über Umwege zurück in den Arztberuf. Heute ist Doc Esser Internist, Kardiologe, Pneumologe und Notfallmediziner – und vor allem jemand, der medizinisches Wissen verständlich und unterhaltsam vermittelt. In dieser Folge von „Lebensretter“ erzählt er von seinen ersten Erfahrungen als Notarzt, räumt mit verbreiteten Irrtümern über Erste Hilfe auf und erklärt, warum niemand aus Angst vor Fehlern wegschauen sollte. Denn schon ein Notruf, das Ansprechen eines Betroffenen oder einfach menschlicher Beistand können entscheidend sein. Außerdem spricht er mit Ina Tenz über überfüllte Notaufnahmen, fehlende Gesundheitskompetenz und die Gefahren vermeintlicher Wundermittel, die insbesondere in sozialen Medien mit großen Gesundheitsversprechen beworben werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Prävention. Doc Esser ist überzeugt: Wir investieren zu viel in die Behandlung von Krankheiten und zu wenig in ihre Vermeidung. Dabei können Bewegung, gesunde Ernährung und emotionale Stabilität entscheidend dazu beitragen, möglichst lange gesund zu bleiben. Besonders überraschend: Warum wir häufiger lachen, bewusster dankbar sein und gelegentlich sogar unsere alltäglichen Routinen durchbrechen sollten. In dieser Folge:: Warum Doc Esser zunächst Musiker wurde und erst später seine Leidenschaft für die Medizin entdeckte. Weshalb Nichtstun bei einem medizinischen Notfall der größte Fehler sein kann. Welche drei Erste-Hilfe-Fähigkeiten jeder Mensch beherrschen sollte. Warum Wiederbelebung bereits in der Schule unterrichtet werden sollte. Wie sich Notaufnahmen und Rettungsdienste besser entlasten lassen. Welche Gefahren von medizinischem Halbwissen und fragwürdigen Gesundheitsversprechen ausgehen. Warum Bewegung, Ernährung und emotionale Stabilität für Doc Esser die drei Säulen der Gesundheit bilden. Wie Dankbarkeit, Lachen und kleine Veränderungen im Alltag unser Wohlbefinden stärken können. Seine wichtigste Botschaft: Gesundheit beginnt nicht erst im Krankenhaus. Wir können selbst viel dafür tun – jeden Tag. Eine ebenso unterhaltsame wie nachdenkliche Folge über das Helfen, das Gesundbleiben und die Kunst, das Leben mit einer positiven Haltung zu gestalten.
Bewegung als Prävention - Der Weg aus dem Bewegungsmangel
2026/10/16
Wir wissen heute mehr über Gesundheit, Ernährung und Bewegung als jemals zuvor. Und trotzdem bewegen wir uns zu wenig, sitzen zu viel und werden immer häufiger krank. Warum eigentlich? Unser heutiger Gast sagt: Bewegung ist kein Hobby, sondern ein Lebensmittel. Und Muskeltraining sollte für uns so selbstverständlich sein wie Zähneputzen. Professor Dr. Ingo Froböse gehört zu den bekanntesten deutschen Sportwissenschaftlern und Gesundheitsexperten. Seit Jahrzehnten beschäftigt er sich mit der Frage, wie wir nicht nur länger leben, sondern vor allem länger gesund bleiben können. Warum langes Sitzen so gefährlich ist, weshalb unsere Muskeln wahre Gesundheitsmotoren sind und wie wir mit kleinen Veränderungen Großes bewirken können – darüber spricht er heute mit Béla Anda.
Planwirtschaft trifft Arztpraxis mit KBV-Chef Dr. Andreas Gassen
2026/10/09
Deutschland hat eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt – und trotzdem warten Patientinnen und Patienten auf Facharzttermine, Praxen arbeiten am Limit und die Unzufriedenheit wächst. Liegt das an zu wenig Ärzten, an falscher Finanzierung – oder vor allem an fehlender Steuerung? Dr. Andreas Gassen kennt das System aus zwei Perspektiven: als niedergelassener Orthopäde und als Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Und er sagt: Mit immer neuen Vorgaben und planwirtschaftlichen Instrumenten lassen sich die Probleme nicht lösen. Béla Anda spricht mit ihm über Budgetierung und Ärztemangel, über lange Wartezeiten und die Frage, ob medizinische Dringlichkeit künftig stärker darüber entscheiden muss, wer wann einen Termin bekommt. Und natürlich geht es um die Notfallreform: Wie können 112, 116117, Arztpraxen und Notaufnahmen so zusammenspielen, dass Patienten dort ankommen, wo ihnen am besten geholfen werden kann?
Oktoberfest 2026: Wie die Aicher Ambulanz auf der Theresienwiese Leben rettet
2026/10/02
Millionen Besucher, volle Festzelte, Gedränge – und natürlich jede Menge Bier. Das Münchner Oktoberfest ist das größte Volksfest der Welt. Für die einen sind es zwei Wochen Party, für andere zwei Wochen medizinischer Großeinsatz. Denn während auf der Wiesn gefeiert wird, arbeitet im Hintergrund eine komplette medizinische Infrastruktur. Hunderte Einsatzkräfte der Aicher Ambulanz sind während des Oktoberfestes im Dienst. Sie versorgen Schnittverletzungen und Wespenstiche, stark alkoholisierte Patienten – aber auch Herzinfarkte und lebensbedrohliche Notfälle. Wie schnell das passieren kann, hat sich gleich in den ersten Tagen dieser Wiesn gezeigt: bei einem schweren Unfall an einem Fahrgeschäft wurde ein Mitarbeiter lebensgefährlich verletzt und starb später im Krankenhaus. Was passiert in einem solchen Moment hinter den Kulissen? Wie funktioniert Notfallmedizin mitten in einem Volksfest mit Millionen Besuchern? Und was muss passieren, damit die Retter auch im größten Gedränge innerhalb kürzester Zeit beim Patienten sind? Darüber spricht Ina Tenz heute mit einem Mann, der auf der Wiesn eine enorme Verantwortung trägt: Dr. Philip Kampmann, Chefarzt der Aicher Ambulanz auf dem Oktoberfest.
Prüfen - Rufen - Drücken: Erste Hilfe bei Herzstillstand
2026/09/25
Ein Mensch bricht plötzlich zusammen, reagiert nicht mehr und atmet nicht normal. Was jetzt zählt, sind keine komplizierten medizinischen Kenntnisse – sondern schnelles Handeln: Prüfen, Rufen, Drücken. Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand können schon wenige Minuten über Leben und Tod entscheiden. Doch noch immer beginnen in Deutschland längst nicht alle Menschen im Ernstfall mit einer Wiederbelebung. Wie können wir die Angst davor nehmen, etwas falsch zu machen? Warum sollte Wiederbelebung schon in der Schule selbstverständlich werden? Welche Rolle spielen Defibrillatoren, Ersthelfer-Apps und die Leitstellen? Und was muss sich verändern, damit Deutschland „herzsicherer“ wird? Darüber spricht Béla Anda in dieser Folge mit Dr. Sinann Al-Najem von der Deutschen Herzstiftung. Er verantwortet dort unter anderem die Bereiche Prävention und Wiederbelebung und beschäftigt sich mit der entscheidenden Frage: Wie wird aus medizinischem Wissen konkretes Handeln? Eine Folge über lebensrettende Minuten, die Verantwortung von uns allen – und eine Botschaft, die im Ernstfall jeder im Kopf haben sollte: Nicht nichts tun!
Vom Rettungswagen auf die Bühne - mit Singer-Songwriter Florian Künstler
2026/09/18
Bevor Florian Künstler mit seinen Songs auf den großen Bühnen stand, war er dort unterwegs, wo es manchmal tatsächlich um Leben und Tod geht: im Rettungsdienst. Eine Erfahrung, die ihn bis heute prägt. Er hat Menschen in ihren verletzlichsten Momenten erlebt, Angst, Hilflosigkeit und Tod gesehen – aber auch erfahren, wie viel es bewirken kann, einfach da zu sein, Ruhe zu vermitteln und einem Menschen das Gefühl zu geben: Du bist jetzt nicht allein. Heute erreicht Florian Künstler die Menschen mit seiner Musik. In seinen Songs geht es um Nähe und Verlust, um Ängste, Hoffnung und darum, das Leben intensiv zu spüren. Und in dieser Folge spricht er ungewöhnlich offen darüber, dass er selbst irgendwann Hilfe brauchte: über Panikattacken, schwere Gedanken und einen einzigen Satz seines Arztes, der für ihn zu einem Rettungsanker wurde: „Das ist temporär.“ Was hat der Rettungsdienst mit dem Musiker Florian Künstler gemacht? Welche Einsätze wird er nie vergessen? Warum ist für ihn der größte Fehler bei einem Notfall, nichts zu tun? Und kann man vielleicht auch mit einem Song zum Lebensretter werden? Darüber sprechen wir in dieser Folge von „Lebensretter“.
Der Piepser ist immer dabei - 24/7 Bereitschaft, Ausbildung und das Ehrenamt, das unser Rettungswesen trägt
2026/09/11
Mehr als eine Million Menschen engagieren sich in Deutschland in der Freiwilligen Feuerwehr. Einer von ihnen ist Marius Zimmer. Er ist Notfallsanitäter, Feuerwehrmann, Katastrophenschützer und Mitbegründer des Blaulichtkanals. Und er weiß, was dieses Ehrenamt bedeutet: Kameradschaft und Gemeinschaft, aber auch permanente Einsatzbereitschaft, große Verantwortung und manchmal Erlebnisse, die einen nicht mehr loslassen. In dieser Folge spricht Marius Zimmer mit Béla Anda ungewöhnlich offen über einen Einsatz, nach dem er selbst professionelle Hilfe gebraucht hat. Wir sprechen darüber, warum es keine Schwäche ist, nach belastenden Erlebnissen Hilfe anzunehmen, wie der Alltag einer Freiwilligen Feuerwehr tatsächlich funktioniert und warum Deutschlands Gefahrenabwehr ohne Ehrenamtliche kaum denkbar wäre. Aber wir schauen auch auf eine entscheidende Frage für die Zukunft: Wie gewinnt man neue Mitglieder – und vielleicht noch wichtiger: Wie schafft man es, die Menschen zu halten, die bereits bereit sind, einen erheblichen Teil ihrer Freizeit für andere zu opfern?
Reformstau im Gesundheitswesen
2026/09/04
Deutschland leistet sich eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt – mehr als eine halbe Billion Euro fließen jedes Jahr in unsere Gesundheit. Und trotzdem steigen die Beiträge, Patienten warten auf Termine, Notaufnahmen sind überlastet und bei Lebenserwartung und Versorgungsqualität gehört Deutschland längst nicht überall zur Spitze. Warum bekommen wir für so viel Geld nicht auch eines der besten Gesundheitssysteme der Welt? Darüber spricht Béla Anda heute mit einem Mann, der an einer der zentralen Schaltstellen dieses Systems sitzt: Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes. Er vertritt die Interessen der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen – und damit mittelbar rund 75 Millionen Versicherte. Oliver Blatt sagt deutlich: Deutschland hat Reformen zu lange aufgeschoben. Wir haben zu viele Krankenhausbetten, steuern Patienten nicht ausreichend durch das System und investieren noch immer zu wenig in Prävention. Gleichzeitig steigen die Ausgaben deutlich schneller als die Einnahmen. Besonders dringend ist für ihn auch die Reform der Notfallversorgung. Überfüllte Notaufnahmen, unterschiedliche Anlaufstellen und mangelnde digitale Vernetzung zeigen, wie groß der Handlungsbedarf ist. Länder wie Österreich machen vor, wie eine intelligente Patientensteuerung funktionieren kann. Aber Oliver Blatt redet unser Gesundheitssystem nicht schlecht. Er erklärt auch, was Deutschland nach wie vor hervorragend macht – und warum eine verlässliche medizinische Versorgung weit mehr ist als eine Frage von Kosten und Effizienz: Sie ist ein wichtiger Bestandteil unseres sozialen Zusammenhalts. Was muss sich also ändern? Wo können Milliarden effizienter eingesetzt werden? Wie bekommen wir Krankenhäuser, ambulante Versorgung und Rettungsdienst besser organisiert? Und warum braucht es am Ende vor allem eines: Politiker, die den Mut haben, Entscheidungen zu treffen?
50 Jahre Sonderfahrzeuge der Björn Steiger Stiftung
2026/08/28
Ein Rettungswagen ist längst eine hochmoderne, mobile medizinische Einheit. Doch was passiert, wenn selbst diese Ausstattung nicht ausreicht? Wenn Frühgeborene besonders erschütterungsarm transportiert werden müssen, schwerstverletzte Patienten bereits am Einsatzort hochspezialisierte Medizin benötigen oder Kindernotfälle besondere Expertise verlangen? Genau dann kommen Sonderfahrzeuge ins Spiel. Die Björn Steiger Stiftung entwickelt und fördert seit Jahrzehnten Konzepte, die Versorgungslücken im Rettungswesen schließen sollen – vom Baby-Notarztwagen bis zum Medical Intervention Car, kurz MIC. Dabei geht es nicht um Technik um der Technik willen, sondern um eine entscheidende Frage: Wie bringen wir die bestmögliche medizinische Versorgung so schnell wie möglich zum Patienten? Darüber spricht Béla Anda in dieser Folge mit Joachim von Beesten, bei der Björn Steiger Stiftung verantwortlich für Forschung, Entwicklung und Sonderfahrzeuge. Wir erfahren, warum ein Baby-Notarztwagen sogar auf dem Nürburgring getestet wurde, weshalb hochspezialisierte Klinikärzte mit einem MIC direkt zum Einsatzort fahren und warum Innovation im Rettungswesen am Ende auch eine Frage von Standards, Wirtschaftlichkeit und messbarem Nutzen ist.
Lachen, Lernen, Leben retten mit Notarzt und Comedian Dr. Lüder Warnken
2026/08/21
Ein Notfall. Jemand bricht zusammen. Und plötzlich zählt jede Sekunde. Doch statt zu helfen, haben viele Menschen vor allem eines: Angst. Angst, etwas falsch zu machen. Unser heutiger Gast möchte genau das ändern – und er geht dabei einen ziemlich ungewöhnlichen Weg. Dr. Lüder Warnken ist Notarzt, Ausbilder, Autor und Comedian. Auf der Bühne verbindet er Notfallmedizin mit Humor und zeigt seinem Publikum: Erste Hilfe ist viel einfacher, als viele von uns denken. Seine Mission ist ambitioniert: Deutschland soll zum besten Ersthelferland der Welt werden. Dafür will er Erste Hilfe radikal vereinfachen, überholte Vorstellungen aus unseren Köpfen bekommen und vor allem eines vermitteln: Im Notfall ist Helfen besser als Zögern. Ina Tenz spricht mit ihm darüber, warum Menschen noch immer so große Angst vor Erster Hilfe haben, weshalb Humor ein erstaunlich wirksames Werkzeug sein kann und warum wir für viele Notfälle eigentlich nur drei Situationen unterscheiden müssen. Und natürlich wollen wir wissen: Wie wird aus einem Notarzt eigentlich ein Comedian? Eine Folge über Mut, Verantwortung und die Erkenntnis, dass Leben retten manchmal viel einfacher sein kann, als wir glauben.
Time is Brain - Warum bei einem Schlaganfall jede Minute zählt
2026/08/17
„Time is Brain“ – Zeit ist Gehirn. Kaum ein Satz bringt so deutlich auf den Punkt, worauf es bei einem Schlaganfall ankommt. Wenn plötzlich ein Arm oder Bein gelähmt ist, der Mundwinkel hängt, Sprache nicht mehr funktioniert oder unerwartet massive Koordinationsstörungen auftreten, zählt jede Minute. Doch die moderne Schlaganfallmedizin kann heute sehr viel mehr als noch vor wenigen Jahrzehnten. Spezialisierte Stroke Units, neue Therapieverfahren und vor allem die Thrombektomie haben die Behandlung revolutioniert. Selbst nach schweren Schlaganfällen können Patientinnen und Patienten heute mitunter schon am nächsten Tag nahezu symptomfrei sein. Aber was passiert danach? Wie geht es weiter, wenn der Krankenhausaufenthalt vorbei ist? Wie können Angehörige helfen, ohne den Betroffenen zu viel abzunehmen? Und vor allem: Was können wir selbst tun, damit es möglichst gar nicht erst zu einem Schlaganfall kommt? Darüber spricht Béla Anda in dieser Folge mit Dr. Johannes Heinemann, Facharzt für Neurologie an der Universitätsklinik Freiburg mit Schwerpunkt Notfall- und Intensivneurologie. Er engagiert sich außerdem bei Schlaganfallbegleitung.de, einer Initiative, die Betroffene und Angehörige unterstützt und sich intensiv mit Prävention beschäftigt. Eine Folge über einen medizinischen Notfall, bei dem Minuten über die Zukunft eines Menschen entscheiden können – aber auch über enorme Fortschritte in der Medizin und darüber, warum Blutdruck, Bewegung und ein rauchfreies Leben zu den wirkungsvollsten Formen der Vorsorge gehören.
Wenn das Antibiotikum nicht ankommt: wie KI Medikamentenengpässe im Voraus erkennt
2026/08/07
Lieferketten retten Leben – warum Medikamente nicht selbstverständlich verfügbar sind Wenn wir ein Medikament benötigen, erwarten wir, dass es einfach da ist. Doch hinter jeder Tablette, jedem Antibiotikum und jedem Insulin steckt ein hochkomplexes System aus Forschung, Produktion, Logistik und internationaler Zusammenarbeit. Spätestens seit der Corona-Pandemie und den zunehmenden Lieferengpässen ist deutlich geworden: Auch die Gesundheitsversorgung ist nur so stark wie ihre Lieferketten. In dieser Folge spricht Béla Anda mit Catarina Bjelkengren, Principal Strategy Consultant bei IQVIA. Sie berät weltweit Pharmaunternehmen dabei, ihre Lieferketten widerstandsfähiger zu machen und sorgt mit ihrem Team dafür, dass lebenswichtige Medikamente dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Wir sprechen über Arzneimittelengpässe, geopolitische Krisen, den Einfluss künstlicher Intelligenz und darüber, wie Daten helfen können, Versorgungsprobleme zu erkennen, bevor sie entstehen. Eine spannende Folge über die oft unsichtbaren Lebensretter hinter unserer medizinischen Versorgung.
100 Folgen "Lebensretter"- Pierre-Enric Steiger im Gespräch
2026/07/31
100 Folgen, unzählige Innovationen – und ein Auftrag, der aktueller ist denn je. Vor mehr als fünf Jahrzehnten entstand aus einer persönlichen Tragödie eine Bewegung, die das deutsche Rettungswesen nachhaltig verändert hat. Die Einführung der Notrufnummer 112, moderne Rettungswagen, der Aufbau der Luftrettung oder Notrufsäulen an Autobahnen – vieles, was heute selbstverständlich erscheint, geht auf die Initiative der Björn Steiger Stiftung zurück. In der 100. Folge von „Lebensretter“ ist deshalb kein Gast passender als Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. Gemeinsam blickt er mit Béla Anda auf die Geschichte einer Stiftung zurück, die nie aufgehört hat, Missstände aufzudecken und Reformen anzustoßen. Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorne: Warum gehört Deutschland trotz hervorragend ausgebildeter Einsatzkräfte und modernster Fahrzeuge längst nicht mehr zur Weltspitze? Weshalb fordert die Stiftung einen grundlegenden Neustart des Rettungswesens? Und welche Rolle spielen Digitalisierung, künstliche Intelligenz und international bewährte Leitstellensysteme für die Zukunft? Ein Gespräch über Visionen, Beharrlichkeit – und darüber, warum Innovation im Rettungswesen am Ende immer Menschenleben rettet.
Wenn der Körper die Notbremse zieht - mit Werbe- und Sportmarketing-Manager Oliver Lück
2026/07/24
In der Werbebranche zählen Tempo, Kreativität und permanente Leistungsbereitschaft. Genau dort hat Oliver Lück über viele Jahre internationale Karriere gemacht – als Manager, Unternehmer und Sportmarketing-Experte. Doch als er während der Corona-Pandemie innerhalb weniger Monate beide Eltern pflegte, seinen Vater verlor und kurz darauf selbst einen Herzinfarkt erlitt, änderte sich sein Blick auf Erfolg grundlegend. In dieser Folge spricht Oliver Lück offen über Leistungsdruck, Verantwortung, Warnsignale des Körpers und darüber, warum wahre Stärke manchmal darin besteht, besser auf sich selbst zu achten.
Franziska van Almsick: Schwimmen lernen darf kein Privileg sein!
2026/07/17
Schwimmen rettet Leben – und doch kann jedes zweite Grundschulkind in Deutschland nicht sicher schwimmen. Warum ist das so? In dieser Folge spricht Ina Tenz mit Schwimmlegende Franziska van Almsick über die Verantwortung von Eltern, Schulen und Politik, über geschlossene Schwimmbäder, fehlende Schwimmlehrer und die erschreckende Zahl tödlicher Badeunfälle. Gleichzeitig erzählt die Olympiamedaillengewinnerin sehr persönlich von ihrem Leben nach dem Spitzensport, vom Umgang mit öffentlichem Druck, mentaler Stärke und warum Scheitern manchmal der erste Schritt zum Erfolg ist. Eine Folge über Prävention, Mut und die Verantwortung, Leben zu schützen.

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