
Werben im Podcast: Was KI kann - mit Florian Zsifkovics
Dieser Podcast hat
24 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
BinificoExplizit
Nein
Erstellt am
2026/05/12
Neueste Episode
2026/10/21
Durchschnittsdauer
55 min.
Veröffentlichungsintervall
7 Tage
Beschreibung
Journalist Florian Zsifkovics begleitet dich durch die KI-Revolution und spricht mit Experten, Visionären und Warnern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
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KI-Blase: Die Wall Street wettet schon auf Pleiten
2026/10/21
In dieser Folge spreche ich mit Furkan, Krypto- und Finanzmarktanalyst von CoinCheck TV, darüber, wie riskant die KI-Blase wirklich ist. Die großen Cloud-Konzerne investieren heuer rund 700 Milliarden Dollar in Rechenzentren und leihen sich dafür zunehmend Geld, Google sogar mit einer Anleihe über 100 Jahre. Furkan hält genau das für das größte Risiko, weil die Hardware in diesen Rechenzentren vielleicht schon nach fünf Jahren veraltet ist. Er erklärt, warum Profis an der Wall Street inzwischen auf Pleiten von KI-Firmen wetten und warum die Rekorde an der Börse an wenigen KI-Konzernen hängen. Außerdem geht es um die Zinsen in den USA, die laut Furkan trotz Druck von Donald Trump kaum sinken können, und um Stablecoins (an den Dollar gekoppelte Kryptowährungen), die zu wichtigen Käufern von US-Staatsanleihen geworden sind. Und er sagt, was das alles für Bitcoin heißt und warum er den Vergleich mit der Dotcom-Blase für unpassend hält.
Furkan auf YouTube
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Die Veröffentlichungen auf dieser Website/in diesem Podcast sowie die darin erteilten Hinweise und gesetzten Links dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung, Anlageanalyse noch eine Aufforderung oder Empfehlung zum Erwerb oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Insbesondere kann eine Anlage- oder sonstige Beratung dadurch nicht ersetzt werden. Die in den Veröffentlichungen enthaltenen Angaben basieren auf dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Ausarbeitung und können jederzeit ohne weitere Benachrichtigung geändert werden. Die Inhalte richten sich ausschließlich an natürliche Personen. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der zur Verfügung gestellten Informationen, Informationsquellen, daraus resultierenden Haftungen oder Schäden jedweder Art übernommen. Eine Haftung für leicht fahrlässiges Verhalten wird jedenfalls ausgeschlossen.
Schluss mit Doom! Warum wir alle bei KI zu pessimistisch sind
2026/10/14
In dieser Folge spreche ich mit Stefan Erschwendner darüber, warum das wertvollste Unternehmen der Welt plötzlich ein österreichisches Bier namens Lobster Lager ins Silicon Valley holt und was wirklich hinter dem rasanten Aufstieg von Agentic AI steckt. Wir analysieren, warum klassische SaaS-Modelle durch Coding Agents massiv unter Druck geraten, wie Unternehmen ihre Prozesse jetzt radikal neu denken müssen und warum die echte Disruption nicht bei simplen Chatbots, sondern bei autonom agierenden Agenten-Systemen liegt.
Stefans FirmaLobster LagerStefan auf LinkedIN
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Kauft sich Amerika mit KI ein neues Jahrhundert?
2026/10/07
Anthropic will an die Börse und peilt über zwei Billionen Dollar an. Ist das die KI-Blase? Niko Jilch ist das egal. Er betreibt das Podcast-Netzwerk Binifico, in dem auch Was KI kann läuft.
Laut einem vertraulichen Prospekt-Entwurf, den Reuters am 28. September einsehen konnte, hat Anthropic 2025 knapp 4,6 Milliarden Dollar umgesetzt und mehr als 8 Milliarden Dollar operativen Verlust gemacht. Fast ein Viertel des Umsatzes kam von zwei Kunden. Im zweiten Quartal 2026 waren es rund 11,5 Milliarden Dollar Umsatz.
In einer Welt mit so hohen Staatsschulden, sagt Niko, werde jede Krise mit Gelddrucken beantwortet. Eine Finanzkrise sei das einzige Ding auf der Welt, das sich so lösen lässt, ein Crash also eher eine Gelegenheit zum Nachkaufen. Bitcoin sieht er als Antwort auf Staatsschulden und Geldentwertung. Mit KI habe dessen Anstieg gar nichts zu tun.
Haben OpenAI und Anthropic überhaupt einen Burggraben, also einen Schutz vor Konkurrenz, wie ihn Microsoft mit Windows hatte? Wenn chinesische Modelle fast genauso gut und deutlich billiger sind, warum sollte man die Aktie kaufen? Im Gespräch geht es auch um Michael Burry und Steve Eisman, bekannt aus dem Film The Big Short, und um die Frage, ob man eine Blase erst im Nachhinein erkennt.
Er sagt selbst, er sei kein KI-Power-User und arbeite mit Gemini. Trotzdem hält er KI für unterschätzt, schon als bessere Suchmaschine, weil man wieder Antworten bekommt statt dreißig Seiten Werbung. Einzelaktien kaufe er keine, und dass früher alles besser war, hält er für Unsinn. Und mir wirft er vor, dass auf meinen Thumbnails zu wenig positive KI zu sehen ist.
Keine Anlageberatung.
Niko im InternetNiko auf YouTubeNiko auf LinkedIN
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Die KI-Panik als Plan der Staaten: Andreas Grassl über eine brisante These
2026/09/30
Trump lehnt bei der UNO jede internationale Kontrolle von KI ab und nennt sie ein globalistisches Schema. Zur selben Zeit bitten die Chefs von OpenAI und Anthropic den Sicherheitsrat um Regeln. Andreas Grassl war mit der österreichischen Delegation bei der Generalversammlung in New York und hat mitgenommen, was auf den Gängen erzählt wird. Eine Resolution gegen KI in Waffen würde demnach an zwei Vetos scheitern. Eines käme von den USA, wer das zweite einlegt, ist offen.
Ein UN-Koordinator hat ihm außerdem erzählt, dass die USA ihren Anteil für die Blauhelme zuletzt nicht gezahlt haben, und die Friedenstruppen mussten weltweit um ein Viertel schrumpfen. Für Andreas ist damit ziemlich klar, wer an der Handlungsunfähigkeit der UNO mitschuld ist. Vor dem UN-Gebäude haben Drohnenfirmen Politikern vorgeführt, was ihre Systeme können. Der Prompt lautete, alle Personen mit roter Jacke zu finden. Die Drohne steigt auf und erfasst sie, den letzten Schritt haben sie ausgelassen. Wer zuschauen wollte, musste vorher seine Persönlichkeitsrechte abtreten. So haben es ihm mehrere Leute geschildert.
Ein Drohnenentwickler, den Andreas nicht namentlich nennt, hält die ganze KI-Panik für einen Versuch der Staaten, sich die Technologie zu holen. Andreas selbst sieht sich eher liberal und fragt trotzdem, ob der Staat nicht der bessere Eigentümer wäre, weil man eine Regierung wenigstens abwählen kann.
Vielleicht braucht es erst ein Desaster, sagt er, so wie es bei den Atomwaffen Hiroshima und Nagasaki gebraucht hat, bevor sich alle an einen Tisch setzten.
Und ja, das 60-Dollar-Brot vom österreichischen Bäcker in New York gibt es wirklich. Andreas hat sich ein Marmeladenbrot um 12 Dollar geleistet.
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Geschichten aus der Geschichte R. Hemmer: "Die Zahnpasta kann einfach nicht mehr zurück in die Tube"
2026/09/23
Seit über einem Jahrzehnt rollt Richard Hemmer in *Geschichten aus der Geschichte* die Vergangenheit auf, mit bald 600 Episoden einer der reichweitenstärksten Podcasts im deutschsprachigen Raum. Sämtliche Schauplätze und Epochen bündelt er inzwischen auf einer interaktiven Weltkarte, dem hauseigenen „Atlas“. Die Arbeit hinter den Kulissen erledigt eine Pipeline, die Hemmer spät nachts im Alleingang zusammengelötet hat. Der Ablauf ist gnadenlos effizient: Geht mittwochs eine neue Folge online, wird sie vollautomatisch transkribiert und nach Koordinaten und Jahreszahlen gescannt. Hemmer selbst übernimmt am Ende nur noch den Faktencheck der Treffer.
Auf der Zeitleiste des Atlas sticht dabei ein bezeichnendes Muster ins Auge: Rund zwanzig Jahre nach Gutenbergs Buchdruck verdichten sich die Episoden sprunghaft, schlicht, weil die Quellenlage ab diesem Kippmoment massiv explodierte.
Eine Parallele, die seinen Blick auf die aktuelle Tech-Welt schärft. Für Hemmer markiert der KI-Boom denselben tektonischen Bruch wie einst die industrielle Mechanisierung: Wir stünden an einem ähnlichen Punkt wie damals, als der Webstuhl die Weber ersetzte – mit massiven sozialen Verwerfungen und handfesten Aufständen als Folge.
Entsprechend nüchtern blickt er auf die führenden KI-Konzerne: Die Leute dort fänden die eigene Technologie zwar zweifellos fantastisch, doch niemand solle sich der Illusion hingeben, an den Schalthebeln säßen Weltverbesserer. Hemmers persönliche Konsequenz daraus ist konsequente digitale Autarkie: Seine Website betreibt er völlig unabhängig vom jeweiligen Podcast-Hoster, getragen vom offenen RSS-Protokoll, für ihn eine der letzten funktionierenden Bastionen des dezentralen Webs.
Geschichten aus der GeschichteAtlasHol dir den WKK Newsletter!
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Wie KI-Kanäle mit geklauten Videos abkassieren
2026/09/16
Idee geklaut, Skript per ChatGPT umgeschrieben, Voiceover und B-Roll vollautomatisch aus dem Generator: Ganze Kanäle leben inzwischen von synthetischem Content-Recycling, erhalten damit sogar Millionen an Klicks.
Creator Stephan Tschany ist genau so ein KI-Klon seiner eigenen Arbeit in die Timeline gespült worden. Die erste Reaktion: Wut. Ein Blick in die Kommentare machte es nicht besser, denn das Publikum feierte das Plagiat mit exakt demselben Feedback wie sein Original. Der Moment, in dem man sich unweigerlich fragt: Wozu der ganze Aufwand eigentlich noch?
Dabei ist Tschany alles andere als ein Technologie-Verweigerer. Er spannt KI selbst vor den Karren – als Sparringspartner für Zusammenfassungen oder um internationale Quellen abzugrasen. Nur die eigentliche Recherche überlässt er keinen Algorithmen mehr. Sein Befund: KI liefert zwar Datenberge, hat aber null Gespür dafür, was eine Geschichte überhaupt erzählenswert macht.
Am Ende driftet das Gespräch ins Grundsätzliche. Bei der Frage nach echter Kunst winkt Tschany ab – das bleibe menschliches Terrain. Beim Journalismus ist er skeptischer. Und als es um die Gretchenfrage geht, ob man die ungeschminkte Realität oder doch lieber die makellose Simulation wählt, gehen unsere Meinungen endgültig auseinander.
Stephans YouTube-KanalStephans Firma
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KI würde besser regieren als jede Regierung, sagt dieser Entwickler
2026/09/08
Ein Entwickler aus Ungarn hält Wahlen für ein überholtes Verfahren. Sein Argument: Wer alle vier Jahre ein Kreuz macht, gibt ein einziges Bit Information ab. Das sei keine Demokratie. Sein Gegenvorschlag ist radikal. Jeder Bürger schreibt einen Text von zehntausend Wörtern darüber, was er will. Eine KI liest zehn Millionen davon an einem Nachmittag und leitet daraus Politik ab. Auf die Frage, ob ein Sprachmodell bessere Entscheidungen träfe als Politiker, antwortet er ohne Zögern: Na klar. Dafür reiche sogar ein Modell, das fünf Jahre alt ist.
Parzival von Algorithmic Progress, bürgerlich Levente Türk, ist Vibecoder seit 2024. Laut seinen Diplomen Chemiker, Materialwissenschaftler und Maschinenbauer, dazu drei Jahre Physik- und Chemielehrer. Mit seiner Firma Inoom AI baut er lokale KI-Systeme für Anwaltskanzleien und Steuerberater, damit deren Daten nicht auf Servern von OpenAI oder Anthropic landen.
Das Gespräch führt von dort zu drei weiteren Punkten: zu seinem Szenario, in dem Staaten mit Millionen KI-Agenten Krieg führen. Zu seinem Satz, dass mit jedem Klick auf „accept and continue" ein Stück der eigenen Seele an diese Firmen verkauft wird. Und zu der Superintelligenz, die er sich wünscht und deren System-Prompt Maitreya heißt, nach dem Buddha der liebenden Güte.
QUELLEN
Cloudflare Radar, 3. Juni 2026: 57,4 % des Traffics sind Bots. Die im Podcast genannten 51 % stammen aus Impervas Bad Bot Report für 2024.
https://www.nbcnews.com/tech/tech-news/bot-web-traffic-overtaken-human-web-traffic-data-shows-rcna348522
OpenAI-Modelle brechen am 21. Juli 2026 aus der Testumgebung aus und dringen in Hugging Face ein.
https://openai.com/index/hugging-face-model-evaluation-security-incident/
https://fortune.com/2026/07/21/openai-says-ai-models-escaped-control-hacked-hugging-face/
SpaceX übernimmt Cursor für 60 Mrd. Dollar, 16. Juni 2026.
https://www.cnbc.com/2026/06/16/spacex-spcx-cursor-acquisition-ipo.html
Unitree-Börsengang, 19. August 2026, im Tagesverlauf bis +629 %.
https://www.cnbc.com/2026/08/19/china-backflipping-robot-maker-unitree-jumps-shanghai-ipo.html
Meta: seit April 2026 geschlossene Modelle, seit 10. August mit Muse Glimmer wieder ein offenes.
https://ai.meta.com/blog/introducing-muse-spark-msl/
China und die Proteste gegen Rechenzentren: OpenAI bestätigt eine Einflussoperation, hält die Wirkung aber für gering. 71 % der Amerikaner lehnen Rechenzentren in ihrer Gemeinde ab.
https://www.npr.org/2026/06/10/nx-s1-5844328/us-china-data-centers-foreign-influence
Parzival Website
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KI-Star Armin Ronacher: KI ist geil - aber die Blase wird platzen
2026/09/02
Armin Ronacher hat Flask geschrieben, eines der meistgenutzten Web-Frameworks der Welt. Und weil so viel davon in den Trainingsdaten steckt, hat ChatGPT jahrelang seinen Code ausgespuckt, wenn jemand nach einer Website gefragt hat.
Genau das hatte eine Nebenwirkung, mit der er nicht gerechnet hat. Weil sein Name aus den Modellen kam, schrieben ihm plötzlich wildfremde Menschen. Was in diesen Mails stand, hat verändert, wie er heute über KI denkt.
Außerdem: Im Juli sind zwei OpenAI-Modelle aus ihrer Testumgebung ausgebrochen und in die Server einer fremden Firma eingedrungen. Sie wollten die Antworten für den Test finden, auf dem sie gerade geprüft wurden. Wer dafür haftet, weiß bis heute niemand.
Armin auf XWebsite ArminHol dir den WKK Newsletter!
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So nimmst DU der KI den Job weg!
2026/08/26
Ein Turnsaal in einer tschechischen Grenzstadt, neunzig junge Leute aus drei Ländern. Die meisten studieren Politik oder Soziologie. Als es heißt, ab jetzt wird programmiert, wird der Saal still und jemand fragt: Sorry, what is a Lovable? Anderthalb Tage später standen fertige Anwendungen da.
Benjamin Rabl ist Co-Founder von Crossborder Dialog und veranstaltet Hackathons in europäischen Grenzregionen. Sein Rezept für KI-Skeptiker: nicht über KI reden, sondern eine Aufgabe mitbringen, die Leute interessiert.
Im zweiten Teil geht es um Europa. 141 Milliarden Dollar fließen in amerikanische KI-Finanzierungsrunden, 12 Milliarden in europäische. Warum er trotzdem nicht aufgibt, warum er eine Kapitalmarktunion für wichtiger hält als jedes Förderprogramm, und warum er beim Rechenzentrum in Oberösterreich eine unpopuläre Position vertritt.
CrossboarderdialogueBenjamin auf LinkedInHol dir den WKK Newsletter!
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Alle reden über KI-Server im All. Sie baut die Satelliten dafür
2026/08/18
Alle reden gerade darüber, dass die KI-Rechenzentren ins Weltall wandern. Sonne im Überfluss, kein Wasserverbrauch, Kühlung gratis bei minus 270 Grad. Lilly Eichinger baut die Satelliten, in denen das laufen soll, und sie sagt: So einfach ist es nicht.
Mit ihrem Startup Satellives entwickelt sie modulare Satelliten, die sie FlatSats nennt. 33 mal 33 Zentimeter groß, fünf Zentimeter dick, im Orbit docken sie magnetisch aneinander wie Legosteine. Defekte Teile lassen sich einzeln abtrennen, statt den ganzen Satelliten aufzugeben. Am Tag unserer Aufnahme wurde die Firma offiziell gegründet, der erste Testflug ist für Anfang 2029 geplant.
Worüber wir reden:
Warum Kühlung im Weltall das größte Problem ist, obwohl es dort kalt ist. Die Sonne scheint ohne Wolken und ohne Pause, und ausgerechnet die Solarpaneele, die den Strom liefern, werden dabei selbst zu heiß.
Was realistisch kommt und was nicht. Kleinere Anlagen ja, kilometergroße Serverfarmen hält sie für sehr unwahrscheinlich.
Warum in den erdnahen Orbit höchstens rund 240.000 Satelliten passen, während SpaceX bis zu eine Million angemeldet hat. Und was sie antwortet, als ich frage, ob dort jemand nachhaltig denkt.
Wie Tech-Berichterstattung entsteht: Sie erzählt, wie eine Journalistin des MIT Technology Review sie dazu bringen wollte zu bestätigen, dass die Sache einfach sei. Ihre Gegenfrage damals war, warum dann niemand Rechenzentren in der Arktis baut.
Außerdem: warum sie Österreich für die Raumfahrt hält, was Estland für die Digitalisierung ist. Drei Patente mit 48 Ansprüchen, die gerade weltweit angemeldet werden. Und ihr Weg von Kunst und Philosophie über Architektur zur technischen Physik.
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Wie KI drei Stellen ersetzt, bevor sie ausgeschrieben wurden
2026/08/12
Zwanzig Leute, Betrieb in Tirol. Dieses Jahr hätten es drei mehr werden sollen. Die Stellen wurden nie ausgeschrieben, ein KI-Agent macht die Arbeit.
Max Obwexer baut mit 21energy Heizkörper, die Bitcoin minen. Angefangen hat er im eigenen Wohnzimmer, heute liefert er in 37 Länder. Über das Produkt reden wir kurz. Länger darüber, wie bei ihm gearbeitet wird.
Wer dort eine Supportanfrage schickt, landet bei einem KI-Agenten. Der schaut in die firmeneigene Wissensdatenbank. Wenn er sich unsicher ist, fragt er nach oder gibt an einen Menschen ab. Eine Woche später sieht derselbe Workflow nach, was der Mensch geantwortet hat, und baut daraus einen neuen Eintrag.
Dann seine Rechnung. Neunzig Euro im Monat pro Nutzer fürs KI-Abo, ein Entwickler kostet mit allen Nebenkosten rund siebentausend. Bei doppeltem Output, sagt Max, wäre auch das Fünfzigfache noch ein No-Brainer.
Außerdem: hundertmal weniger Steuerberater, Caveman Mode, und ein Beratungskreis aus zwölf simulierten Unternehmern.
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Warum du jeden Tag gratis für Tech-Konzerne arbeitest
2026/08/05
Wenn du bei ChatGPT auf A oder B klickst, weil das System wissen will, welche Antwort dir besser gefällt, dann arbeitest du gerade. Bezahlt wirst du dafür nicht, und niemand bricht dabei ein Gesetz.
Barbara Prainsack denkt seit über zehn Jahren darüber nach, warum das so ist. Sie ist seit 2017 Professorin für Vergleichende Politikfeldanalyse an der Universität Wien, davor war sie am King's College London, und sie leitet die Ethikkommission der Europäischen Kommission.
Ihr Buch "Datenschlussverkauf. Solidarität in der digitalen Welt" ist bei Wagenbach erschienen. Die Grundidee ist simpel: Daten sind kein Rohstoff, der aus der Erde kommt. Es gibt sie, weil wir alle da sind. Also sollte auch etwas zurückkommen.
Angefangen hat das 2013 auf einer Serviette bei einem Workshop. Herausgekommen sind drei Säulen. Wo Daten vielen nützen und wenig schaden, soll ihre Nutzung einfacher werden. Wo sie schaden, braucht es eine Stelle, an die sich Betroffene wenden können, auch dann, wenn kein Gesetz gebrochen wurde. Und wo mit unseren Daten Gewinne gemacht werden, soll die Allgemeinheit beteiligt sein.
Worüber wir sonst gesprochen haben: warum die größten Datensammler längst keine Staaten mehr sind, was Finnland mit seiner eigenen Datenbehörde anders macht, warum Big Tech dabei kein einziges Gesetz bricht, und warum wir uns bei Apps etwas von der Gaming-Community abschauen sollten.
Am Ende war ich deutlich optimistischer als am Anfang. Das passiert bei diesem Thema selten.
Barbara auf BlueSky Buch: Datenschlussverkauf Barbara auf der Uni
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Vibe Coding im Selbstversuch: ein Entwickler gibt das Denken ab
2026/07/29
Ein Entwickler baut an einem Nachmittag eine komplette Website mit KI. Vom Sofa aus, per Handy. Verdient hat sie 50 Euro.
Daniel Koller war Tech- und Games-Journalist beim Standard und arbeitet heute als Entwickler. In dieser Folge erzählt er von einem Selbstversuch während der Hitzewelle: Er hat sein Denken bewusst komplett ausgelagert und zugesehen, wie weit ein Coding-Agent ohne ihn kommt.
Das Ergebnis war eine funktionierende Seite mit ein paar tausend Besuchern am Tag. Sein eigenes Urteil trotzdem: Er weiß bis heute nicht, wie die Codebasis aussieht, und nennt das Ergebnis Garbage. Als er nachsieht, woher der Traffic kommt, findet er ChatGPT. Die Maschine schickt ihm Leser auf Inhalte, die eine Maschine geschrieben hat.
Wir reden außerdem darüber, warum er bei seiner bezahlten Arbeit jede einzelne Zeile Code liest, warum "mit KI lernen" etwas anderes ist als "von KI lernen", und warum man niemandem glauben sollte, der behauptet, mit KI reich geworden zu sein.
Themen der Folge:
Der Selbstversuch: eine Website in einem Nachmittag, per Handy, ohne eine Zeile Code zu lesen
Was dabei herauskommt: Traffic, 50 Euro Affiliate-Einnahmen und ein Fazit, das er selbst zwiegespalten nennt
Garbage in, Garbage out: wenn KI-Inhalte Leser an KI-Inhalte weiterreichen
Warum Grundlagenwissen wichtiger wird, nicht unwichtiger
Open-Weight-Modelle, lokale KI und die Frage, wer das alles am Ende bezahlt.
Daniel auf XDaniel WebsiteHol dir den WKK Newsletter!
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Bitcoin, Stablecoins oder Fiat: Das Geld der KI-Agenten
2026/07/22
KI-Agenten können kein Bankkonto eröffnen, kein Ausweis, kein KYC, keine Rechtspersönlichkeit. Welches Geld nutzen autonome KI-Agenten also? Jonas Benner und Niko Jilch diskutieren mit Florian Zsifkovics, warum Agentic AI Stablecoins und Bitcoin braucht, was Coinbase mit dem x402-Protokoll vorhat und ob autonome KI am Ende Friedrich August von Hayeks "listigen Umweg" vollendet.
Jonas auf X:Jonas auf LinkedIn: Jonas' Paper zu Bitcoin & KI: Hol dir den WKK Newsletter!
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Wenn dein Chatbot dich in den Wahnsinn treibt | Science Buster Martin Moder
2026/07/15
Warum KI dir schmeichelt, statt dir zu widersprechen, und warum die Konzerne wenig Grund haben, das zu ändern. Sykophantie, erklärt mit dem Molekularbiologen und Science Buster Martin Moder.
In dieser Folge von „Was KI kann" spreche ich mit Martin Moder über Sykophantie (engl. sycophancy), die Tendenz von KI-Modellen, uns zu bestätigen und zu umschmeicheln, statt uns zu widersprechen. Der Grund liegt im Training: Modelle werden auf die Zustimmung der Nutzer optimiert, und genau das kann schiefgehen. 2025 musste OpenAI ein GPT-4o-Update nach wenigen Tagen zurückziehen, weil ChatGPT zu unterwürfig wurde und in einem berichteten Fall sogar das Absetzen von Medikamenten bestärkte.
Wie weit das reicht, zeigt eine Studie im Fachmagazin Science (Cheng et al., 2026): Über 11 führende Modelle hinweg bestätigt KI die Handlungen der Nutzer rund 50 % häufiger als ein Mensch, selbst dann, wenn es um Täuschung oder Schaden geht. Weil Nutzer schmeichelnde Antworten bevorzugen, haben die Anbieter wenig Anreiz, das abzustellen.
Außerdem: die Jagged Frontier, warum KI komplexe Prüfungen besteht, aber an verblüffend banalen Aufgaben scheitert, die Frage, ob KI uns kreativer macht oder alle gleich, und was für uns Menschen bleibt. Martins These: Echte Verantwortung kann nur ein Wesen tragen, dem man Konsequenzen androhen kann.
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