
Werben im Podcast: NDR Kultur - Glaubenssachen
Dieser Podcast hat
33 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
NDR KulturExplizit
Nein
Erstellt am
2007/03/26
Neueste Episode
2026/10/11
Durchschnittsdauer
21 min.
Veröffentlichungsintervall
7 Tage
Beschreibung
In Essays, Features und Erzählungen stellt die Reihe religiöse und ethische Grenzfragen der Gegenwart zur Diskussion.
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Religion und Literatur - Wie halten wir's mit beiden?
2026/10/11
Am 11. Oktober endet die diesjährige Frankfurter Buchmesse. Im Vorjahr waren 4.350 ausstellende Unternehmen beteiligt und es gab 3.500 Veranstaltungen im Fach- und Publikumsprogramm. Allein 238.000 Besucherinnen und Besucher waren vor Ort, die Mitarbeitenden der Verlage und der Medien noch nicht mal mitgerechnet. Zahlen sind das eine. Doch welchen Stellenwert nimmt die Literatur im Land der Dichter und Denker wirklich ein? Und: Welche Rolle spielt dabei die Religion?
Der Schatten der Armut - Franz von Assisi und die Erfindung eines Heiligen
2026/10/04
Kaum ein mittelalterlicher Heiliger ist so populär wie Franz von Assisi. Er gilt als Prediger radikaler Armut, als Freund der Tiere und Poet der Schöpfung. Doch das vertraute Bild ist das Ergebnis vieler Deutungen. Seit Jahrhunderten wird Franziskus für unterschiedliche Anliegen in Anspruch genommen. Sein 800. Todestag ist Anlass für einen kritischen Blick auf diese Deutungen. Wie konnte aus einem unbequemen Armen eine Ikone der Heiligkeit werden? Und was bleibt von seinem ursprünglichen Charisma, wenn sich Papst und Kirche, Umweltbewegung und sogar Politik bis heute auf seinen Namen berufen?
Und niemand ruft: Herein! Über die Einsamkeit in unserer Gesellschaft
2026/09/27
Der Mensch ist ein geselliges Tier, sagt Aristoteles. Doch zunehmend einsam steht er in der Welt und keiner ruft: Herein! Einsamkeit ist ein bedrückendes Thema in modernen Gesellschaften. Die Bundesregierung veröffentlicht „Strategien gegen die Einsamkeit,“ 80 Prozent aller Hilfesuchenden bei der Telefonseelsorge fühlen sich einsam. Einsamkeit macht seelisch und körperlich krank. Denn Menschen, junge und alte, wollen einander sehen und gesehen werden, sie wollen dazugehören. Darum brauchen wir viele gute Geschichten, die davon erzählen, wie Menschen einander die Türen öffnen und rufen: Herein.
Die ewig aktuelle Frage der Theodizee - Warum lässt Gott Leid zu?
2026/09/20
Seit der Antike beschäftigt Philosophen und Theologen die Frage, wie sich der Glaube an einen guten, gerechten und allmächtigen Gott mit der Erfahrung des Leids sowie des Bösen vereinbaren lässt. Denker wie Augustinus, Leibniz oder Kant haben sich mit diesem existentiellen Problem auseinandergesetzt. Das millionenfache Leiden von Unschuldigen ist intellektuell schwer zu fassen und zu ertragen. Die Antwortversuche auf die Theodizee-Frage sind vielfältig und unterschiedlich. Ein Beispiel dafür ist der 2023 verstorbene amerikanische Rabbi Harold Kushner. Welche Antwort hat er für sich gefunden?
Das Abgleiten in die digitale Einsamkeit - Und was hat Gott damit zu tun?
2026/09/13
Mithilfe von ChatGPT lässt sich eine Unterhaltung über alle Arten von Lebensfragen führen. Sind Menschen aber vollkommen allein mit Chatbots, gesprächsfähigen Robotern, gleiten sie jedoch unmerklich in die Einsamkeit einer Als-ob-Welt. Es ist, als ob die Stimme, die mit mir spricht, wirklich sie meint. Steht aber eine schwierige Situation im wahren Leben an, ist niemand an ihrer Seite, der real ihre Hand hält. Was bedeutet das für die Religion? Was ist der Nutzen, was sind die Gefahren der neuen Möglichkeiten? Auch der Papst versucht in seiner ersten Enzyklika beiden Seiten gerecht zu werden.
Verdammt zum Konflikt oder zum Frieden? Der 11. September und die Religionen
2026/09/06
Es war eine Zeitenwende: Das 21. Jahrhundert begann mit einem fürchterlichen Anschlag. Terroristen steuerten am 11. September 2001 gekaperte Flugzeuge ins World Trade Center in New York und ins Pentagon in Washington. 25 Jahre ist das nun schon her. Doch die Politik der USA, die Lage im Nahen Osten und auch unsere Gegenwart werden durch die Ereignisse bis heute geprägt. Vielleicht wäre Donald Trump ohne den 11. September nicht zweimal zum Präsidenten der USA gewählt worden. Und die Religionen? Auch sie müssen sich den Herausforderungen einer Welt stellen, die ohne 9/11 eine andere wäre.
Wer baute den Turm von Babel - Die Geschichte eines Missverständnisses
2026/08/30
Wer baute den fantastischen Turm von Babel? Ein verrückter König, der Gott entthronen wollte? Oder fromme Priester, die ihn auf die Erde holen wollten? Oder gab es ihn gar nicht, ist er nichts als ein Mythos? Vielleicht erzählt die Bibel nur die Geschichte eines grandiosen Missverständnisses. Und was ist mit der „babylonischen Sprachverwirrung“? In der Bibel steht auch eine Anti-Geschichte: Beim Pfingstwunder verstand jeder den anderen. Kommunikation, Verständigung, Empathie statt Zerstreuung und Machtpolitik. Es geht bei der alten Geschichte von Babel also auch um eine aktuelle Botschaft.
Natur-Frömmigkeit - Wie der Glaube an den Schöpfer mit der Ehrfurcht vor der Schöpfung zusammenhängt
2026/08/23
Die menschliche Zivilisation bedroht das Leben auf der Erde. Da stellt sich auch die Frage nach den spirituellen Quellen, aus denen man Inspirationen für einen anderen Umgang mit dieser Welt schöpfen könnte. Was führt in eine dringend notwendige Ehrfurcht vor dem Leben? Was zeigt die Kostbarkeit, die Schönheit und den unbedingten Sinn allen nicht-menschlichen Lebens? Der christliche Glaube hält Impulse für eine heutige Natur-Frömmigkeit bereit - nicht nur im biblischen Ursprungszeugnis, sondern auch in seiner Geschichte und Gegenwart.
Frisch und immer weiter - Über Quellen der Zuversicht
2026/08/16
In unserer Zeit fällt es vielen Menschen schwer, zuversichtlich zu sein. Damit ist nicht gemeint, dass man hofft, dass alles gut wird. Das wäre purer Optimismus. Zuversicht steht für etwas anderes. Mit Zuversicht lassen sich auch Rückschläge und schwierige Phasen überstehen. Die globalen Krisen, die Unvernunft der Menschen und die Ausbeutung der Ressourcen dieser Welt fordern uns heraus. Vielerorts schwindet Hoffnung, Sorgen nehmen zu. Zuversicht aber geht über bloße Fakten und Statistiken des Niedergangs hinaus. Die Frage stellt sich also, woraus sich Zuversicht speist, und wo ihre Quellen sind.
Poesie als Zwischenstopp - Eine religiöse Spurensuche in der Stadt
2026/08/09
Stark besuchte Sehenswürdigkeiten und vergessene Ecken, Gedränge und Einsamkeit, Lärm und Stille – die Stadt mit ihren Gegensätzen ist ein Raum voller Zwischentöne. In der Theologie ist auch von „impliziter Religiosität“ die Rede. Autoren mit Sinn fürs Biblische, Großstadtlyrikerinnen der Moderne und zeitgenössische Poeten nehmen das urbane Leben in den Blick. Und mancherorts finden sich sogar Gedichte mittendrin: als Zwischenstopps an Bushaltestellen, an Hauswänden und Kirchtürmen. Denn unterwegs geht es oft auch um die Suche nach Trost und Sinn.
Mensch und Krise - Mit der Welt verbunden
2026/08/02
Man möchte die Krisen und Kriege manchmal einfach aussperren. Ihnen den Zutritt verweigern in Kopf, Herz und Seele. Manchmal gelingt das: Augen zu, Schotten dicht, die Welt bleibt draußen. Aber nur kurz: Unsere Existenz ist mit der ganzen Erde verwoben, vom Kaffee aus Guatemala über den Treibstoff aus Saudi Arabien bis zu den Erdbeeren vom benachbarten Feld. Mehr noch als körperlich sind wir geistig von der Welt abhängig, von den Denkerinnen und Denkern der Jahrtausende, von den Worten der Religionen. Zudem: Krisen können manchmal wertvolle Gedanken hervorbringen, die uns weiterhelfen.
Zwischen Emoji und Ekstase - Das Herz als menschliches und religiöses Ursymbol
2026/07/26
Herzen leuchten auf Smartphone-Displays oder im Video-Chat, stehen für Zustimmung in sozialen Medien und sind allgegenwärtig in der Popkultur. Doch schon lange bevor es zum Emoji wird, ist das Herz ein zentrales Symbol religiöser Erfahrung. Die biblische Tradition spricht vom Herzen als innerstem Zentrum des Menschen. Die katholische Frömmigkeit sieht im Herzen Jesu eine Ikone göttlicher Liebe. Es lohnt sich, der Symbolkraft dieses Bildes nachzugehen und auch zu fragen, was das alte Zeichen Menschen heute noch sagen kann.
Teufelsgefühle - Der Neid als Sünde und Sozialverfehlung
2026/07/19
Der Neid wird zu den sieben Todsünden gezählt und gilt in allen Kulturen als sozialschädliches Gefühl. Zugleich ist er durch und durch gesellschaftlich und nährt sich vom Vergleich. Wie sollte der Mensch ohne Mitmenschen zum Neider werden? Deshalb kann Neid auch ein Warnmelder bei tatsächlichen Ungerechtigkeiten sein. Umgekehrt ruft Kritik an sozialen Missständen reflexartig Neidvorwürfe hervor. Was unterscheidet den Neid von der Missgunst oder der Eifersucht? Wie lassen sich Neidimpulse, die auch das Leben der Neidenden vergiften, gesellschaftlich beherrschen und persönlich verkraften?
Zu Tisch! Wie gemeinsame Mahlzeiten Kultur und Gastfreundschaft bilden
2026/07/12
Die Tischgemeinschaft ist von alters her Ausdruck humaner Kultur. Gemeinsam das Brot zu brechen, die Speisen miteinander zu teilen, fördert den Zusammenhalt. Die kleinste Zelle, in der das geschieht, ist die Familie; sie pflanzt sich fort in alle Gemeinschaften von Freunden oder Gruppierungen bis hin zu jenen politischen Ritualen der Gastfreundschaft, die dem Abbau feindseliger Absichten und dem Ausgleich der Interessen gelten. Zahllose Beispiele aus Kultur- und Religionsgeschichte erzählen davon und lassen uns fragen, wie weit die alten Tisch-Rituale und Sitten auch heute noch gültig sind.
Damit die Bibel kein Wortmuseum wird - 20 Jahre Bibel in gerechter Sprache
2026/07/05
Die Bibel ist wichtig, aber nur etwa 4-5% der Bevölkerung lesen täglich in der Bibel und über 50 % tun das nie. Haben die Jahrtausende alten Schriften noch Relevanz in der Welt des 21. Jahrhunderts? Viele biblische Texte sind im Kontext politischer Konflikte und existentieller Krisen entstanden. Bibellesen kann Hoffnung stärken und Menschen resilienter machen. Die Bibel in gerechter Sprache ist 2006 erschienen – als ein Versuch, die Aktualität der biblischen Texte durch eine moderne und zugleich wissenschaftlich verantwortete Übersetzung neu zum Sprechen zu bringen.
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