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Wertschätzung, Führung und Selbstmanagement

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Dieser Podcast hat
136 Episoden
Sprache
German
Explizit
Nein
Erstellt am
2008/04/05
Neueste Episode
2026/10/03
Durchschnittsdauer
31 min.
Veröffentlichungsintervall
54 Tage

Beschreibung

Wertschätzung ist die Grundlage nachhaltiger Wertschöpfung. Es ist eine Haltung des Herzens, in der vermeintliche Gegensätze zur Synthese gebracht werden: Wohlstand und Wohlfahrt, Macht und Liebe - beruflich ebenso wie privat, in der Persönlichkeitsentwicklung ebenso wie bei der Entwicklung von Organisationen und Systemen. Aus einer Haltung der Wertschätzung werden Potenziale erkannt, gewürdigt und zielbringend entwickelt. Wertschätzung ermöglicht Empowerment und weckt den Wunsch, Verantwortung zu übernehmen. Wertschätzung äußert sich in: Wahrnehmung und Einstellung Visionen und Konzepten Strukturen und Strategien Kommunikation Interaktion

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137 Ost-West-Räume. Interview mit Ingo Aselmann
2026/10/03
Ost-West-Räume, wie wachsen wir zusammen? Wie kann ein gemeinsames Wir zwischen den beiden Teilen Deutschlands entstehen? und mit welchen Blockaden haben wir umzugehen? Solche Frage habe ich mit dem Zeitzeugen Ingo Aselmann am 3. Oktober 2025 in einem Interview ausgelotet. Zum Jahrestag der Deutschen Einheit erscheinen sie erstmals als Podcast, weil sie nichts von ihrer Aktualität eingebüßt haben. Sie werfen ein zusätzliches Schlaglicht auf die Situation in unserem Land, mit der es gilt, konstruktiv umzugehen.
136 Leichtigkeit - Ein Sehnsuchtsort Teil III mit Barbara v. Meibom
2026/05/17
Wenn die Magnolien aufbrechen, können wir daneben stehen und beobachten, wie sie sich dem Licht öffnen. Sie laden uns zu vollkommener Präsenz ein - im hier und jetzt. Staunend erleben wir dann, wie sich das Leben entfaltet. Staunende Präsenz auch in Momenten der Schwere schaffen Distanz gegenüber dem, was uns bedrücken oder beschweren mag. Wir können unmittelbar antworten, in Resonanz sein mit dem Leben in seiner Vielfalt und Fülle. Wir können Schwere in Leichtigkeit verwandeln, indem wir uns auf den Augenblick, auf den Moment und das, was er uns mitteilen will, wirklich einlassen.
135 Leichtigkeit - Ein Sehnsuchtsort Teil II mit Barbara v. Meibom
2026/05/10
Heitere Gelassenheit und Freude im Angesicht all der gegenwärtigen Schrecken und Krisen ist alles andere als selbstverständlich. Sie will erlitten und errungen werden in einem Prozess der persönlichen Reifung. Durch Erfahrungen können wir lernen, mit aller Entschiedenheit Ja zum Leben zu sagen. Und der Weg dorthin?... Dazu finden Sie mehr im dritten Podcast dieser kleinen Serie!
134 Leichtigkeit - Ein Sehnsuchtsort Teil I mit Barbara v. Meibom
2026/04/27
Leichtigkeit, wer würde sich nicht danach sehnen - gerade dann, wenn dunkle Wolken am Horizont auftauchen und die Schwere uns niederzudrücken scheint. Doch Leichtigkeit ist möglich - trotz und alledem. Barbara von Meibom nimmt uns mit auf die Reise hin zu mehr Leichtigkeit. Sie ist die Frucht einer persönlichen Reifung, in der das Schwere und Dunkle nicht geleugnet sondern transzendiert, überschritten und umgeformt wird. Lassen Sie sich überraschen und folgen Sie drei kurzen Podcasts auf dem Weg zur Leichtigkeit!
133 Dem Fremden begegnen. Interview mit Dipl. Kfm. Franz Tejas Rolinck
2026/03/31
Fremd im eigenen Land, fremd in der eigenen Familie, fremd am Lebensort - viele von uns kennen dieses Gefühl. Es schmerzt, ruft Unsicherheit hervor, will nicht zur Kenntnis genommen werden. Nähe, nach der wir uns als Menschen sehnen, scheint nicht zu gelingen und kann schließlich bedrohlich werden. In Abwandlung eines vielzitierten Satzes von Wolfgang Schmidbauer könnte man sagen: "Nähe stellt sich her, wenn man nichts dagegen tut" . Doch um Nähe zuzulassen, gerade gegenüber dem Fremden, braucht es Mut. Es ist der Mut, sich für das Neue, Unbekannte zu öffnen, die eigene Komfortzone zu verlassen, den Blick zu weiten und bereit zu sein für das Leben in seiner wundersamen Vielfalt. Im Gespräch mit Franz Rolinck erleben wir einen Menschen, den die Sehnsucht nach innerer Heimat erst ins Ausland trieb, um dann schließlich nach Jahrzehnten erneut dem Ruf in die Heimat zu folgen, die er - unerwartet - als Fremde erlebte. Wenn wir ihn auf seinen Wanderungen begleiten, begegnen wir dem Unbekannten und entdecken , wie sehr das Fremde uns im Alltäglichen begegnet, in der eigenen Familie, im Kontakt zwischen Jung und Alt, im Deutschland zwischen "Ossis" und "Wessis". Wie geht er, wie gehen wir mit dem Fremden in und um uns um? Wenn wir ihm zuhören, erleben wir ihn als einen Mutmacher, der bereit ist, an die Stärken im anderen zu glauben. Dem Fremden begegnen - mit Zuversicht und der Kraft der Verbundenheit! Das ist seine Botschaft!
132 "Den Diskurs entwaffnen!" Interview mit Mike Kauschke
2025/11/25
Wie gehen wir mit tiefgreifenden Umbrüchen um? Reagieren wir mit Freund-Feind-Bildern, mit Beschuldigungen und Blockbildung? Sind neue Mauern unvermeidlich? Kann vermeintliche Sicherheit nur durch (neue) Freund-Feindbilder und "othering", Schimpfen über die anderen, gewonnen werden? Mike Kauschke, aufgewachsen im Osten, heute tätig als Leitender Redakteur von Evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur, schöpft auch aus eigenen Erfahrungen. Als 18jähriger hat er den Systembruch der Wende hautnah erlebt und seine Rückwirkungen als Bewusstseinsforscher verfolgt. Seine Beobachtung: Im Umbruch braucht die Seele Zeit und Raum, sowohl um den Verlust aller Sicherheiten und Zugehörigkeiten zu verkraften, als auch, um selbst das Neue mitzugestalten. An beidem hat es im Verhältnis zwischen Ost und West gefehlt. Gesellschaftlicher Wandel will nicht nur administrativ, sondern auch seelisch gestaltet werden. Fehlt dazu die Bereitschaft, dann entstehen neue Mauern, hinter denen sich Zugehörigkeiten etablieren, die vom jeweiligen Gegenüber verweigert werden. Sein Plädoyer "den Diskurs entwaffnen" ist zugleich ein Plädoyer für die Bereitschaft, sich im Hin-Hören und Verstehen zu üben. Gelingt dies, entsteht ein Raum, in dem ein tiefgreifender Wandel als Chance zu neuen Synthesen genutzt werden kann.
131 Bewusst Altern statt Demenz? Interview mit Bettina Wichers
2025/06/10
Ist bewusstes Altern ein Weg zur Demenzprävention? Diese Frage wirft die Demenzexpertin Bettina Wichers auf. Jahrzehnte hat sie Menschen mit Demenz begleitet, über sie geforscht, Betreuende supervidiert und unterrichtet. Dann ereilte sie selbst eine Erfahrung, in der sich ihr Ich-Bewusstsein auflöste und sie in dessen Folge bei sich Symptome beobachtete, die sie von Menschen mit Demenz kannte. Damit begann ein Leidens- und Forschungsweg, in dem sie um ihre Orientierungsfähigkeit ringen musste doch zugleich in ihrem eigenen Prozess einen grundlegenden Unterschied zwischen Demenz und bewusstem Altern feststellen konnte. Altern ist für sie ein Prozess voranschreitender Ich-Auflösung, ein Prozess, in dem der Mensch aufgerufen ist, bewusst immer mehr von dem bisherigen Selbstbild loszulassen und von der Identifikation mit Rollen und Aufgaben zu einer Gelassenheit im Sein zu gelangen, eine Qualität, die uns an der Schwelle zum Tod abverlangt wird. So spricht sie hier auch von „bewusster Ich-Auflösung“ (im Gegensatz zur unbewussten Ich-Auflösung in der Demenz). Forschend geht sie nun der Hypothese nach, dass wir Menschen die Wahl haben zwischen einerseits einem bewussten Annehmen der voranschreitenden Ich-Auflösung und andererseits einem regressiven Festhalten/Anhaften an Vorstellungen von dem individuellen Selbst, die aus der Vergangen-heit stammen. Solches Festhalten kann dann zu Orientierungsverlust führen und letztlich in einer Demenz enden. Im Gespräch mit Bettina Wichers begeben wir uns forschend auf den Weg einer Unterscheidung zwischen regressiver Demenz und bewusstem Altern; mit ihr suchen wir nach Antworten, wie wir Menschen in der einen oder anderen Situation unterstützen können und mit ihr werden ermutigt, uns für den Raum eines bewussten Alterns zu öffnen, in dem das Ich – wie ich es nenne - entwichtigt wird und sich für das Sein öffnen darf.
130 Aufwachen in der Fremde. Interview mit Ute Puder
2025/05/08
Tiefgreifende Umbrüche - viele von uns haben sie erlebt - sei es im eigenen Leben oder weil das Schicksal uns damit konfrontiert hat. Auch wir stehen derzeit an der Schwelle zu tiefgreifenden Umbrüchen. Da lohnt es, sich zu vergegenwärtigen, wie Menschen in der Lage waren, damit konstruktiv umzugehen. Ute Puder, Künstlerin und Bildungsaktivistin, nimmt uns mit auf ihren Weg. Er begann in der DDR als hochprivilegierte Meisterschülerin an der Kunstakademie. Die Wende war für sie wie ein Aufwachen in der Fremde, ein Gefühl, "im falschen Film" zu sein. Welche Kräfte dies freisetzen kann, wieviel Begeisterung und Lebenswille daraus entstehen kann, erleben wir, wenn wir ihr zuhören. Dabei werden Fähigkeiten sichtbar, die in der gegenwärtigen Umbruchszeit not-wendend sein können: Gottvertrauen, Verbundenheit, Selbstwirksamkeit, Sinn. Heute lebt sie diese Fähigkeiten als Bildungsaktivistin im Reallabor Leipzig. Zusammen mit der Bildungsreformerin Margret Rasfeld hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, einer Pädagogik den Weg zu bereiten, die unsere Kinder zukunftsfähig macht.
129 Vergiss mein nicht! Interview mit Alfred Bast
2025/04/20
Alfred Bast, Künstler und wie er sich nennt "Wortbildhauer" ist seit Jahrzehnten auf den Spuren des Wunders, an dem uns die Natur teilhaben lässt, wenn wir ihr denn zuhören. Wir leben - immer noch - in einer Welt, in der wir meinen, jenseits und über der Natur zu stehen; in unserer westlichen Kultur haben wir die Natur, obwohl wir ihr Teil sind, zu einem Ding gemacht , das uns vermeintlich nach unserem Belieben zur Verfügung zu stehen hat. Woran Alfred Bast uns teilhaben lässt, ist etwas radikal anderes. Als Künstler in einer Zeit geschult, in der die Beschäftigung mit der Natur ein no-go war, wurde ein kleines "Vergiss mein nicht" zum Tür-, Herz- und Bewusstseinsöffner! Ursprünglich gedacht als zeichnerisches Geschenk für seine Mutter, tat sich für ihn unverhofft die Erkenntnis auf, dass sich in einem kleinen Blümchen der ganze Kosmos in seiner Wirkmächtigkeit spiegelt. Im Prozess des Zeichnens erschließt sich für ihn das Gesehene als Einladung zu einem wechselseitiger Dialog, als ein Spiegel von Werden und Vergehen. Diesen Impuls können wir aufgreifen: Sich so der Natur zu nähern, kann uns helfen, uns als eingebettet zu erfahren in einen immer währenden Prozess des Werdens und Vergehens. Gegen dieses Wissen nicht anzukämpfen, sondern sich ihm anzuvertrauen, hilft Unsicherheit und Angst vor dem Unbekannten in Vertrauen und Zuversicht zu wandeln.
128 Raum weiten - jenseits von richtig und falsch. Interview mit Dr. Sven Werchan
2025/02/28
Unsicherheit entsteht durch Veränderung und tiefgreifende Veränderung schafft Erschütterung. Wie wir damit umgehen, stellt sich für Menschen, Organisationen, Gesellschaften in je besonderer Weise dar. Die große Frage: Gehen wir angesichts von Unsicherheit und Erschütterung in die Fallen von Rechthaberei, Moralisieren oder Freund-Feind-Denken? Oder gelingt es uns, einen geistigen Raum zu öffnen und zu halten, in dem unterschiedliche Sichtweisen und Wertvorstellungen ihren Platz und ihre Wertigkeit haben können? Am Beispiel der Erschütterung durch die Wende im Leben von Dr. Sven Werchan zeigt sich, dass es hier um mehr ging, als um ein historisch singuläres Ereignis. Die Wende und ihre Nachwirkungen bis in die Gegenwart sind prototypisch für die Notwendigkeit, eine Sichtweise zu entwickeln, in der das Wunder des Lebens (ge)wichtiger und schützenswerter wird ist als der Versuch, mit einem Tunnelblick die eigene Position als Wahrheit zu verkaufen und aggressiv zu verteidigen.
127 Scheitern - Schmerz und Chance des Werdens. Interview mit Dr. med Dorothee Kress
2025/01/29
Scheitern als Ausdruck des Lebens, Scheitern als notwendige Begleiterscheinung menschlichen Werdens - dieses Bild bringt uns Dorothee Kress nahe, Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychoanalytikerin. Der Schmerz lädt uns ein, Neues und Unbekanntes werden zu lassen. Scheitern schafft Unsicherheit, doch dem Scheitern wohnt eine schöpferische Kraft inne. Gleichwohl wie gehen wir - lieber - mit Scheitern um? Sind wir wie die drei Affen, die nicht sehen, hören oder reden wollen? Verweigern wir uns den Lernmöglichkeiten, die in jedem Scheitern schlummern und suchen alte Sicherheiten? In einer Phase, in der uns das Scheitern auf allen Ebenen - politisch, gesellschaftlich, kollektiv, aber auch privat - unmissverständlich vor Augen tritt, brauchen wir eine mutige Offenheit für den Wert und die Wichtigkeit des Scheiterns. Dies bedeutet nicht, möglichst schnell wieder zur Tagesordnung überzugehen, sondern den Mut innezuhalten und mit offenem Herzen die Botschaft anzunehmen, die uns das Scheitern geben will. Durchhaltevermögen und die Liebe zu uns selbst, füreinander und für das Leben sind die wichtigsten Hilfen auf diesem Weg.
126 Die Natur diktiert
2024/12/12
"Es geht darum, Veränderungen zu akzeptieren". Zu diesem Schluss kommt Alex Huth im Gespräch mit Barbara v. Meibom. Rund 80% der Bäume auf seinem rd. 3000qm großen ländlichen Grundstück sind in den letzten 10 Jahren umgebrochen. Was tun? Die ursprüngliche Absicht war, möglichst Wege zu finden, wie das bisherige gesichert werden kann. Inzwischen sind neue Fragen aufgetaucht: Kann und soll eine Weise des Umgangs mit der Natur allein dem ökonomisch kurzfristigen Nutzen unterworfen werden? Was ist, wenn Monokulturen nicht überlebensfähig sind? Sind wir bereit, die Wege der Natur zu akzeptieren und auf Augenhöhe mit ihr in einen Dialog zu treten? Derartige Erfahrungen und Fragen stellen sich nicht nur für Wald und Holzwirtschaft. Sie sind prototypisch für die unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereiche, ja für das Leben selbst. Der Wald erweist sich in seinem Prozess des Werdens und Vergehens als Lebensschule. Über kurz oder lang gilt es zu erkennen: Wir Menschen sind nicht nur selbst Teil der Natur, wir haben auch nicht die Macht, die natürlichen Mitweilt bleibend unserer Kontrolle zu unterwerfen. Ganz im Gegenteil: Die Natur diktiert, wenn wir nicht lernen, mit ihr auf Augenhöhe zu kooperieren. Lernen wir dies - am Ende eines Jahres, bei dem erstmals das 1,5 % der Erderwärmung erreicht wurde?.
125 Umgang mit dem Unvermeidlichen
2024/11/01
Ein Interview mit Dr. Dirk Pörschmann. Inhalt: Im November gedenken wir traditionell der Toten. Es sind unsere Ahnen, die Schultern, auf denen wir stehen. Ohne sie wären wir nicht. Doch unsere Gesellschaft tut sich schwer mit Tod und Sterben, mit Trauer und Abschied. Inzwischen soll es sogar feuerrote Bestattungswagen geben, damit wir ja nicht mit unserer Vergänglichkeit konfrontiert werden. Dass es auch anders geht, können wir nicht nur von anderen Kulturen lernen. Auch in unseren Breitengraden gibt es Orte und Rituale des Gedenkens. Während es in manchen Ländern der Hausaltar ist, ist es bei uns der Friedhof. Er ist ein Ort des Gedenkens auf Zeit - für die einen wichtig, für die anderen eher eine Last. Im November gedenken wir traditionell der Toten. Es sind unsere Ahnen, die Schultern, auf denen wir stehen. Ohne sie wären wir nicht. Doch unsere Gesellschaft tut sich schwer mit Tod und Sterben, mit Trauer und Abschied. Inzwischen soll es sogar feuerrote Bestattungswagen geben, damit wir ja nicht mit unserer Vergänglichkeit konfrontiert werden. Dass es auch anders geht, können wir nicht nur von anderen Kulturen lernen. Auch in unseren Breitengraden gibt es Orte und Rituale des Gedenkens. Während es in manchen Ländern der Hausaltar ist, ist es bei uns der Friedhof. Er ist ein Ort des Gedenkens auf Zeit - für die einen wichtig, für die anderen eher eine Last. Dirk Pörschmann, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V., Direktor des Zentralinstituts und Museums für Sepulkralkultur und einst auf den Spuren der Zero-Kunstrichtung unterwegs, nimmt uns mit in die Welt unseres Umgangs mit Tod und Sterben. Wie wir mit dem Unvermeidlichen umgehen, zeigt sich hier in einer großen Bandbreite. Doch noch wichtiger: Wenn wir das Leben in seiner Spannung zwischen Geburt und Tod auf eine Weise annehmen, die dem Tod und dem Sterben die ihnen eigene Würde zuerkennt, dann tun sich neue Wege auf. Wir können lernen, mit diesem existentiellen Thema so umzugehen, dass es nicht ängstigt, sondern den Reichtum des Lebendigen ins Bewusstsein hebt.
124 Mit Unsicherheit umgehen
2024/10/16
Ein Interview mit Susanne Leithoff. Inhalt: Dieses Mal haben wir einen neuen Fokus in unserer Reihe gewählt. Wir wenden uns dem Thema Vergänglichkeit im Feld von Organisationen zu. Vergänglichkeit ruft Unsicherheit hervor. Das gilt in allen Lebens- und Arbeitsbereichen, so auch für Organisationen. Und hier kann man feststellen, dass Unsicherheit zu Atemlosigkeit und Orientierungsnot führt angesichts der derzeitigen unvorhersehbaren Brüche auf allen Ebenen. Susanne Leithoff, seit Jahren engagierte Organisationsentwicklerin, plädiert angesichts dessen zuerst einmal für Innehalten. Sie fordert Rückbesinnung und Konzentration auf das eigentliche Ziel einer Organisation: Was will ein Bildungssystem, ein Gesundheitssystems oder ein Unternehmen erreichen? Ist es zielführend, immer weitere Restrukturierungen und bürokratische Anforderungen zu schaffen, wenn diese letztlich dysfunktional sind - sowohl für das Organisationsziel als auch angesichts von sich rasch verändernder Rahmenbedingungen? Die notwendige Rückbesinnung auf das Eigentliche und Wesentliche, die hier am Beispiel von Organisationen erörtert wird, gilt nicht nur dort. Sie lässt sich ebenso auf ein Menschenleben anwenden, das im to.do und der Informationsüberflutung zu ertrinken droht. Innehalten und Konzentration auf das eigentliche Ziel, egal ob als Organisation oder als Mensch - kein einfacher Weg, aber angesichts der Turbulenzen unserer Zeit wichtiger denn je.
123 Vertrauen bis zum letzten Atemzug
2024/09/15
Ein Interview mit Dr. Thomas Steininger. Inhalt: Tod, Sterben, Vergänglichkeit - die großen Themen in Leben jedes Menschen. Im Gespräch zwischen Thomas Steininger und Barbara von Meibom öffnet sich für beide allmählich ein Raum wechselseitigen Vertrauens, in dem sie sich dem großen Unbekannten mehr als nur gedanklich nähern. Wir Menschen ahnen: Geburtlichkeit und Vergänglichkeit begleiten uns unser ganzes Leben lang. Es sind kleine Tode, die wir im Alltag erleben, wenn etwas zu Ende geht. Sie müssen nicht schrecken, sie können auch etwas Tröstendes haben und als Vorbereitung auf den großen "Abschied" erlebt werden. Für Thomas Steininger, der selbst mit diesem Prozess konfrontiert ist, geht es dabei um die Frage, ob wir in diesem Moment Vertrauen können - hinein in das Unbekannte.

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