
Werben im Podcast: Bruder Paulus´ Kapuzinerpredigt
Bewertung
5von
Dieser Podcast hat
98 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Bruder PaulusExplizit
Nein
Erstellt am
2009/10/06
Neueste Episode
2025/12/03
Durchschnittsdauer
-
Veröffentlichungsintervall
53 Tage
Beschreibung
Setze dich zu denen, die mir zuhören. Geh mit. Nicke mit dem Kopf. Schweife mit deinen Gedanken ab. Lass dir Herz und Verstand weiten.
Freischalten Bruder Paulus´ Kapuzinerpredigt Podcast E-Mail-Kontaktdaten,
Hoerer- und Zielgruppendetails
E-Mail-Kontaktinformationen
Direkte Podcast-Kontaktdaten

Hoerer
Zielgruppenzahlen und Engagement-Einblicke

Zielgruppendetails
Podcast-Einblicke

Soziale Medien
Pruefen Sie die Social-Media-Praesenz von Bruder Paulus´ Kapuzinerpredigt
Podcast-Episoden
Neueste Episoden von Bruder Paulus´ Kapuzinerpredigt Podcast ansehen
Die Kessler-Zwillinge, ihr Sterben und unser Leben
2025/12/03
Kapuzinerkloster Münster 24. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C
Manchmal treffen uns Fragen, die wir gern wegschieben würden. Zu schwer. Zu nah. Zu existenziell. Und doch melden sie sich wieder.
Meine Predigt erzählt von Menschen, die nicht mehr können. Von jungen Erwachsenen, die aus Erschöpfung im Bett liegen. Von Familien, die um einen letzten Weg ringen. Von der leisen Versuchung, Leid nur noch als Störung zu sehen – und das Leben dann als etwas, das man „beenden“ kann wie einen Vertrag.
Am Rand des Lebens steht Christus: nicht über dem Leid, sondern mitten darin. Mit offener Seite. Mit verletzten Händen. Mit einer Liebe, die nicht flieht.
Was heißt das für uns heute? Was heißt es für die, die pflegen? Für die, die erschöpft sind? Für die, die Angst haben vor Abhängigkeit?
Und: Wie treffen wir Entscheidungen, wenn es um Schmerz, Treue und Lebensmut geht?
Ich nehme Sie mit auf diesen Weg. Nicht mit schnellen Antworten. Sondern mit einer Frage, die trägt:
Wie kann ein Mensch leben – und sterben –, ohne sich selbst zu verlassen?
Vielleicht hören Sie hinein. Vielleicht öffnet sich dabei ein kleiner Raum, in dem Sie Ihre eigene Haltung finden. Einen Gedanken. Einen Trost. Eine Spur Glauben.
Am Ende bleibt die Einladung:
Christus ist König nicht der Starken, sondern der Verwundeten.
Und wir sind gerufen, einander nicht fallen zu lassen – gerade dort, wo das Leben schwer wird.
Mit einem herzlichen Gruß
Ihr Bruder Paulus
***********************
EvangeliumLk 21, 29–33
In jener Zeit
29sagte Jesus seinen Jüngern ein Gleichnis:
Seht euch den Feigenbaum und die anderen Bäume an:
30Sobald ihr merkt, dass sie Blätter treiben,
erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist.
31So erkennt auch ihr,
wenn ihr das geschehen seht,
dass das Reich Gottes nahe ist.
32Amen, ich sage euch:
Diese Generation wird nicht vergehen,
bis alles geschieht.
33Himmel und Erde werden vergehen,
aber meine Worte werden nicht vergehen.
Mei Sach ..
2025/11/23
16. November 2026, 9.30 Uhr Kirche des Kreszentia-Stiftes, München, 33. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C
Ein alter Bruder. Eine kleine Küche. Eine einfache Antwort auf die Frage, warum er in Krisen treu geblieben ist seiner Wahl zum Ordensleben als Kapuziner:
"Ich hab mei Sach einfach weitermacht."
Was wie ein flapsiger Satz klingt, wird zum Schlüssel:
Was trägt uns, wenn Kräfte schwinden?
Wenn Welten zusammenbrechen?
Wenn vieles nicht mehr geht – aber das Herz noch glüht?
In dieser Predigt geht es um Treue im Kleinen.
Um Hingabe ohne Aufhebens.
Um den Glauben, der in den Brüchen neu aufleuchtet.
Und um die Kraft, weiterzugehen – Schritt für Schritt.
Ein Blick auf das, was bleibt.
Und auf den Herrn, der kommt.
Schau rein – vielleicht findest du darin auch dein eigenes „Ich mach mein Sach weiter.
Gott ist Gemeinschaft und kennt kein oben und unten
2025/06/18
14. Juni 2025, 19.00 Uhr, Hl. Geist-Kirche, München, Dreifaltigkeitssonntag
Eine Einladung, jeden Gottesdienst als göttliches Ereignis zu begreifen und aktiv zu gestalten.
Vielleicht war es nie die Botschaft selbst, sondern die Form, die uns ferngehalten hat. Diese Predigt nimmt ein altes Bild neu in die Hand: Gott ist Gemeinschaft – nicht Herrscher über ein System.
Ein Gottesdienst kann dann zu etwas anderem werden: Nicht Pflicht, nicht Vortrag, sondern gemeinsames Geschehen – zwischen Himmel und Erde.
Ein Impuls für alle, die sich nach echter Tiefe und Beziehung sehnen – auch jenseits der Konfession.
🎧 Gesprochen von Bruder Paulus, Kapuziner
👉 Weitere Impulse unter: www.kapuziner.org/magazin
👉 Das neue Buch von Bruder Paulus. Jetzt bestellen Das neue Buch von Bruder Paulus: Stark durch den Wandel
📌 Du willst mehr hören? Abonniere gern den Kanal und bleib verbunden.
Wo Gott Gemeinschaft stiftet
2025/06/18
15. Juni 2025, 9.30 Uhr, Kreszentia-Stift München, Dreifaltigkeitssonntag
Wie Dreifaltigkeit nicht nur ein Dogma ist – sondern gelebte Wirklichkeit.
Ein Miteinander, das trägt: Wie geht das?
Die alten Kirchenväter diskutierten das öffentlich auf dem Marktplatz – damals ging es um Gott, heute vielleicht um Teamkultur. Eine hörbare Predigt über Verbindung, Vielfalt und Vertrauen – aus der Perspektive eines Ordensmanns mit 45 Jahren Lebenserfahrung in Gemeinschaft.
Wer mit Menschen lebt oder arbeitet, weiß: Beziehung ist nicht machbar, aber möglich.
Diese Predigt versucht keine Patentrezepte – aber öffnet einen Denkraum. Vielleicht entdecken Sie darin eine Haltung, die auch Ihr Miteinander verändern kann.
🎧 Gesprochen von Bruder Paulus, Kapuziner
👉 Weitere Impulse unter: www.kapuziner.org/magazin
👉 Das neue Buch von Bruder Paulus. Jetzt bestellen Das neue Buch von Bruder Paulus: Stark durch den Wandel
📌 Du willst mehr hören? Abonniere gern den Kanal und bleib verbunden.
Gehorsam lernen - wie Jesus
2025/03/28
16. März 2025, 19 Uhr, Hl. Kirche, München, 2. Fastensonntag, Lesejahr C
Compassion als Königsweg des christlichen Seins in der Welt
Jesus hat Gehorsam gelernt. So steht es im Hebräerbrief (Hebr 5,8). Das klingt erstmal fremd. Gehorsam lernen? Der Sohn Gottes?
Und doch: Er hat sich eingefügt. In den Alltag. In Beziehungen. In Ablehnung. In das Schweigen Gottes. Und hat darin das Hören geübt. Bis zum Letzten. Bis zum Kreuz.
Dieser Gehorsam war kein Kadavergehorsam. Kein bloßes Sich-Unterwerfen. Sondern ein inneres Hören. Ein Hören auf die Stimme des Vaters. Ein Hören, das fragt: Was willst du, dass ich tun soll?
In jedem von uns ist Jesus gegenwärtig – damit auch wir Hören lernen. Hören im Streit. Hören im Unklaren. Hören im Leiden. Hören im Glück.
Gott will für uns ganz Ohr sein. Warum sollten wir dann nicht auch für ihn ganz Ohr werden?
Ich träume von einer Kirche, die hinhört. Auf die Welt. Auf die Armen. Auf die Suchenden. Auf die Zweifelnden. Auf die, die schon lange nicht mehr sprechen.
Eine Kirche, die nicht sofort urteilt. Sondern lernt. Mitten in der Welt. Gottes Stimme zu vernehmen. In allem.
Denn der Gehorsam Jesu war nicht Abgrenzung. Sondern Zuwendung. Nicht Gesetz. Sondern Liebe im Hören.
Vielleicht beginnt Glauben genau da:
Wo einer bereit ist, erst einmal zu hören.
Mit hörenden Grüßen
Bruder Paulus
Singe. Klinge. Stimm‘ ein Lied an!
2024/12/22
14. Dezember 2024, 19 Uhr, Heilig-Geist-Kirche München, 3. Adventssonntag Lesejahr B
Die Welt ist laut. Bomben, Krisen, Ungerechtigkeit. Manchmal könnte man denken: Besser schweigen.
Und dann kommt Weihnachten. Und plötzlich singen wir. "Stille Nacht", "Oh du fröhliche", sogar "Last Christmas". Warum? Weil Singen Hoffnung schenkt.
Weihnachten sagt: Gott wird Mensch. Ein neuer Vorsänger liegt in der Krippe, dessen Lied nicht aufhören wird. Der den Tod nimmt als Harfe für einen neuen Gesang von Ewigkeit und Vollendung.
Es klingt das Lied von der Gottebenbildlichkeit aller Menschen, von der Würde, die dem Menschen keiner nehmen kann. Von einer geschenkten Vollendung, die uns den Stress nicht, uns selbst optimieren zu müssen. Von einer Hoffnung, die uns befreit aus der gnadenlose Suche nach Sinn. Denn: Der Sinn kommt in deine Suche. In Deine Nacht.
Da muss man einfach Singen. Das singt vom Mut, den uns Weihnachten macht. Lässt uns Luft holen, auch wenn der Alltag mir die Stimme rauben will. Es verbindet mich, über alle Gräben hinweg, mit Freunden und Fremden, mit lieben Menschen und mit denen, die mir feindlich gesinnt sind (und dafür selbst so gute Gründe habe, wie ich sie habe für mein Handeln). Eine Familie, ein Chor, ein Gottesdienst – alle singen.
Also: Trau dich. Egal, ob du den Ton triffst oder nicht. An Weihnachten geht’s nicht um Perfektion. Es geht um die Hoffnung, die in jedem Ton steckt.
Sing, weil du lebst. Weil Gott ankommt. Und weil das Leben eine Melodie hat, die von Gott angestimmt wurde und nicht verstummt.
Klingende Weihnachten wünsche ich Ihnen.
Ihr
Bruder Paulus
Immer in der Sendung
2024/09/26
22. September 2024, 9.30 Uhr, St. Kreszentia-Stift, München, 25. Sonnntag im Jahreskreis, Lesejahr B
Vom Selbstverständnis Jesu und uns, seiner Kirche
Und jetzt? …
Wenn nicht klar ist, wie es weitergeht – einfach mal innehalten.
Werfen Sie doch einen Blick zurück: Was war nochmal der innere Auftrag? Aus welcher Vision ist er entstanden?
Manchmal bringt genau das neue Klarheit. Nicht durch Stärke, sondern oft durch das Annehmen, dass man nicht alles wissen kann. Vielleicht sogar durch das Geschenk, sich neu an das Feuer zu erinnern, aus dem die Mission entstanden ist.
Große Veränderungen starten selten mit riesigen Taten. Am Anfang steht immer die Mission, die Ihnen Energie gegeben hat – und es vielleicht immer noch tut.
Wenn Sie sich Ihrer Wurzeln bewusst sind, wird der nächste Schritt leichter. Vertrauen Sie darauf, dass Ihr Weg eine Richtung hat, auch wenn diese nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen ist.
Was ist Ihre Mission im Moment? Sie haben die Möglichkeit, mit ihr auch in schwierigen Zeiten etwas zu bewegen.
Mit freundlichen Grüßen aus meiner Mission
Ihr Bruder Paulus
Arm werdend den Reichtum verkosten
2024/09/26
19. September 2024, 14:30 Uhr, Kirche, Kreszentia-Stift, München, Fest der Stigmatisierung des Heiligen Franziskus
Über die Freiheit des heiligen Franziskus und sein geprägtsein von Christus
In den Brechungen des Lebens das Leben finden
2024/09/05
25. August 2024, Kreszentia-Stift, München 21. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B
Warum Jesus zum Brotbrechen einlädt
Finden, um neu zu suchen
2024/06/19
13. Juni 2023, 19 Uhr, St. Anton Kirche München, Fest des Heiligen Antonius
Das Feuer weist den Weg
Recht hat er, der Willhelm Busch. Er dichtet: Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt, kriegt augenblicklich Junge. Zwar glaubt, wer des Rätsels Lösung gefunden hat, nun im Frieden zu sein. Doch macht sich bald eine neue Unruhe breit. Und treibt mit neuen Fragen die Suche nach dem Mehr voran.
Dies sollten sich alle vor Augen führen, die sich am Ziel ihrer Wünsche wähnen. Wirkliche Ruhe will sich nicht einstellen. Denn da könnte noch dies, und es könnte noch das gemacht werden, geschehen oder unterbleiben.
Am Fest des heiligen Antonius von Padua wurde mir das wieder klar: Es gilt, ein Feuer zu hüten, dass uns aufbrechen lässt aus dem Gewohnten. Es brennt in uns nicht, damit wir da bleiben, wo wir meinen, endlich angekommen zu sein. Denn es macht aufmerksam für die Umgebung, öffnet die Augen für neue Möglichkeiten und stiftet an, weiteres zu wagen.
Wer also sucht, was er verloren hat, ist bei Antonius, so sagt die Legende (und ich persönlich habe es schon erlebt), gut aufgehoben. Aber das Finden, dass er lehrt, führt nicht die alten Geleise. Schon dass ich verloren habe, zeigt, wie fragil die Sicherheit war, in der ich mich wähnte.
Finden macht wachsamer. Nicht nur für das, was ich habe. Mehr noch für das, was ich fast vergessen hätte: Warum ich es habe. Vielleicht so wachsam, dass ich im Finden spüre: Ich muss neu suchen. Anderes. Weiteres. Größeres.
Lebe deinen Sinn
2024/01/26
Wer nach einem erfüllten Leben strebt, ändere die Suchrichtung: Die Fülle ist schon da. Sie liegt im Herzen. In deinem Sinn.
Mir gefällt das Wortspiel: Im Sinn. Denn was ich im Sinn habe, das wird vom Sinn genährt, der mein Leben trägt. Das wäre dann auch recht verstandene Spiritualität: In der Würde verankert sein, mir zugrunde liegt. Und mein Leben daraus leben lassen.
Denn daraus folgt Kraft. Daraus werden Planen und Handeln.
Die Alltagsanforderungen rücken an die zweite Stelle. Ich beherrsche sie mit der Frage, ob ich darin aus meinem geschenkten Lebenssinn wirken kann. Wenn ja, dann wird mein Alltag meine Plattform für Liebe, Mitgefühl und Sinnhaftigkeit.
Der in mir gegenwärtige Lebenssinn befreit für Begegnungen, die überraschen und einen Wandel einläuten, mit dem ich nicht gerechnet habe. Und der sich – oft genug - als schon lange notwendig herausstellen wird.
Familienliebe befähigt zum großen Miteinander
2024/01/09
31. Dezember 2023, 9.30 Uhr, Kreszentia-Stift München, Fest der Heiligen Familie
Familie: Sehnsuchtsort, Gefährdungsort, gesellschaftliche Keimzelle.
Jeder entstammt einer Familie. Manchmal einer unvollständigen, oft jedoch auch einer wunderbaren. Niemand hat das in der Hand.
Die Sehnsucht nach der Gründung einer Familie bleibt laut Umfragen auch bei jungen Menschen bestehen. Doch die Realität sieht anders aus. Ehen werden später geschlossen. Kinder haben es heutzutage immer schwerer, einen dauerhaften Vertrauensort zu finden, wenn sie in die Welt kommen.
Die gesellschaftlichen Bedingungen für die Familie mögen sich verschlechtert haben. Aber waren sie jemals gut?
Und hat sich nicht jede Gesellschaft darauf verlassen, dass Eltern zueinanderstehen und zu ihren Kindern? Darauf basiert jede gesellschaftliche Ordnung. Und wer das nicht glauben will, schaue ins Erbrecht.
Ordensleute wählen bewusst ein Leben ohne Familie. Sie sind ein Zeichen dafür, dass Natur und Biologie nicht das Einzige sind, nicht einmal für eine Familie, um Bestand zu haben. Die Grundlage jeder Familie ist Hingabe, Liebe, Verzicht, die Bereitschaft zur Treue und eine Offenheit für einen Himmel, der einem alles geben kann, was weder Partner noch Kinder zu geben vermögen.
Ich wünsche Ihnen ein neues Ja zu Ihrer Familie. Der, durch Sie wurden, was sie jetzt sein können. Und der, die Sie jetzt mitformen, -verantworten und -führen.
Gott hat keine Feinde
2024/01/09
Januar 2024, 15 Uhr Bürgersaalkirche München, Friedensgebet der Gemeinschaft Sant Egidio
Als Ebenbild Gottes stets neu zu einer Haltung des Wohlwollens finden
Das Böse des anderen ist keine Begründung, selbst böse zu werden. Hört sich einfach an. Ist es aber nicht.
Wer dem Frieden dienen will, muss immer neu zu Punkt Null zurückkehren. Alle Menschen sind von gleicher Würde. Jedem ist eine Chance zu geben.
Ja, man darf sich verteidigen. Klug soll man sein. Aber nicht schlau. Tapfer soll man sein. Aber sich nicht leichtfertig in Gefahr bringen.
Bei allem jedoch ist die Grundlage: Wir sind miteinander Menschen. Wir tragen die Lasten der Geschichte. Werden verantwortlich gemacht. Machen verantwortlich.
Doch wir sind Menschen, die nicht blind Mechanismen von Gewalt und Gegengewalt, Bösem und neuem Bösen folgen müssen Wir können anders.
Ich wünsche Ihnen, die Alternative in den Blick zu nehmen.
Die grundsätzliche Erinnerung
2023/12/23
10. Dezember 2023, 10.30 Uhr, Klosterkirche Stühlingen, Hochfest Unbefleckte Empfängnis
Von der Zukunft in Gott her Hoffnung zulassen
In Krisen wird der Horizont enger. Angst bestimmt das Fühlen und Denken. Der Rückgriff auf alte Lösungswege wird versucht. Und ist eine Versuchung, der zu folgen zu kurz greift.
Besser, nach dem zu greifen, was die Lösung damals ermöglichte. Erinnern Sie sich an Menschen, die Ihnen Halt gaben. Auch wenn die jetzt nicht da sind: Sie sind Zeugen, dass Ihnen mehr möglich ist, als Sie im Augenblick glauben können. Nehmen Sie Fotos in die Hand, greifen Sie nach alten Erinnerungsstücken wichtiger Momente von Liebe und Leben.
So verstehe ich das Wort des jüdischen Gelehrte Baal Schem Tov: „Das Geheimnis der Erlösung ist Erinnerung.“ Die Erinnerung an eine Zusage, die im biblischen Kontext heißt: Du bist gesegnet. Oder: Du bist voll der Gnade.
Wohin es führt
2023/12/01
26. November 2023, 9.30 Uhr Kirche im Kreszentia-Stift München, Christkönigssonntag, Lesejahr A
Oder sagen Christen besser: Wohin du mich führst?
Keiner kennt die Zukunft. Nicht einmal die nächste Minute ist sicher. Wir leben von gestern her. Und kenne das Morgen nicht.
Als Blinde für die Zukunft brauchen wir Bilder. Religionen bieten sie an. Philosophien. Ideologien.
Alles wird gut, heißt es etwa. Oder: Die Arbeiterklasse wird gewinnen. Oder: Es ist ein dunkles Loch, darum genieße jetzt – auf Teufel komm raus – was noch hell ist.
Am letzten Sonntag des Kirchenjahres sagen Christen in katholischer Glaubenshaltung: Die Zukunft wird uns geschenkt. Da wartet schon einer. Machen wir uns menschlich wie Er.
Und wagen wir trotz allem Gemeinschaft. Frieden. Barmherzigkeit.
Damit kann man sich beherrschen. Weniger Angst. Weniger Verzagtheit. Weniger Schuldzuweisung.
Und mehr Wachstum. Weitblick. Gelassenheit.
Mit freundlichen Grüßen
Br. Paulus
Podcast-Bewertungen
Lesen Sie Bruder Paulus´ Kapuzinerpredigt Podcast-Bewertungen
Podcast-Sponsoring-Werbung
Starten Sie Werbung auf Bruder Paulus´ Kapuzinerpredigt relevanten Zielgruppen-Podcasts
Diese Podcasts koennten auch fuer Werbung interessant sein

53565
Die Männeresser
Männeresser

4.816265
So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle "Normalgestörten"
Stefanie Stahl / Lukas Klaschinski

516418
Meditation, Coaching & Life / Der Podcast mit Michael 'Curse' Kurth
Michael 'Curse' Kurth

4.520386
Smarter leben
DER SPIEGEL

4.710843
Der Serienjunkies-Podcast
Serienjunkies.de

4.914344
Psychologie to go!
Dipl. Psych. Franca Cerutti

514100
Inside Austria
DER SPIEGEL

4.212206
Themen des Tages
NDR Info

4.93799
Wort der Woche | Audios | DW Deutsch lernen
DW

4.69659
Die Sprechstunde
Paul & Olli

