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This is Media NOW – das Update für alle, die Medien machen

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Dieser Podcast hat
188 Episoden
Sprache
German
Explizit
Nein
Erstellt am
2020/11/02
Neueste Episode
2026/10/23
Durchschnittsdauer
44 min.
Veröffentlichungsintervall
15 Tage

Beschreibung

Die MEDIENTAGE MÜNCHEN für eure Ohren: Wer macht es besser, die KI oder der Mensch? Welche Strategien gibt es für Medienschaffende, um auf TikTok zu bestehen? Wie geht es mit klassischen TV- und Radioanbietern weiter? Welche Reformen sind für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk denkbar? Was können wir gegen Hate Speech und Fake News tun? Regelmäßig wirft Host Lukas Schöne einen Blick auf diese und noch viel mehr Fragen. Es sind Expert:innen aus der Branche zu Gast, ihr hört Ausschnitte von Medienevents und manchmal gibt der Host seinen eigenen Blick auf die Medienwelt zum Besten. Es gibt auch einen LinkedIn-Newsletter zum Podcast: https://www.linkedin.com/newsletters/lukas-sch%25C3%25B6ne-podcast-welt-7190728146453688320/

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Weisheit, ein KI-Klon und direkte Beziehungen: Das waren die MEDIENTAGE 2026
2026/10/23
Die 40. MEDIENTAGE München sind vorbei, doch der Balanceakt zwischen KI-Umbruch, Plattformmacht und Publikumsnähe bleibt. Lukas Schöne fasst die AI und Journalism Summits zusammen: Während Prof. Shannon Vallor vor dem wachsenden „Trust Gap“ warnt und Digitalminister Fabian Mehring eine KI-Steuer fordert, berichtet Journalist Yves Bellinghausen von seinem Experiment mit einem eigenen KI-Klon und hält fest, warum echtes Vertrauen am Ende nur von Menschen geschaffen wird. Passend dazu zeigt eine neue Studie, wie stark Investitionen in Communitys das Medienvertrauen festigen, während FUNKE-Chefredakteurin Melanie Amann erklärt, warum Lokalreporter erstaunlich KI-resistent sind. Zum Abschluss analysiert Maria Exner (Publix) im Gespräch, wieso KI das journalistische Dilemma zwischen Kosten und Qualität nicht auflöst und weshalb Medienhäuser jetzt auf den direkten Draht zu ihren Nutzer:innen setzen müssen.
Tag eins der MEDIENTAGE München 2026: Gestalten, regulieren, demokratisieren
2026/10/21
In diesem Jahr lautet das Motto der Medientage München selbstbewusst: „Own it“. Zum 40. Geburtstag des Branchengipfels blicken wir nicht nur zurück, sondern vor allem nach vorn. Wie können sich Medien aus der technologischen Abhängigkeit lösen und digitale Souveränität erlangen? Wie bestehen etablierte Häuser wie „DIE ZEIT“ oder der BR auf den dominierenden Tech-Plattformen? Und ab welchem Alter sollten Kinder und Jugendliche eigentlich Zugang zu Social Media haben? Über Fragen wie diese diskutierten unter anderem Moderatorin Eva Schulz, der bayerische Ministerpräsident Markus Söder, BR-Intendantin Katja Wildermuth, ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner und die ehemalige Ethikrat-Vorsitzende Alena Buyx. Die investigative Journalistin Carole Cadwalladr warnt zudem eindringlich vor der ungebremsten Macht der US-Tech-Milliardäre und deren Allianzen mit autoritären Kräften. Wie wir diese Macht begrenzen und Bürgerinnen und Bürger wieder mehr in technologische Weichenstellungen einbeziehen können, erklärt schließlich Keynote-Speakerin, KI-Forscherin und Philosophin Annette Zimmermann im ausführlichen Interview über die Notwendigkeit, Künstliche Intelligenz zu demokratisieren.
„Verbieten ist verboten!“ Was gegen ein Social-Media-Verbot spricht und wie bessere Debatten gehen (mit Dirk von Gehlen)
2026/10/16
Australien setzt ab Ende 2025 auf ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige, und auch in Deutschland stimmen 85 Prozent der Befragten in einer aktuellen Studie einer solchen strikten Altersgrenze zu. Doch schützt ein staatliches Verbot Jugendliche wirklich vor Suchtgefahr und schädlichen Algorithmen, oder ist es am Ende nur eine „kurzfristige Augenwischerei“? Dirk von Gehlen, Leiter des SZ Instituts beantwortet die Frage in seinem Buch deutlich: „Social Media verbieten? Verboten!“ Er warnt davor, dass unter dem Vorwand des Kinderschutzes Zensurinfrastrukturen entstehen könnten, die in die Grundrechte und das Erziehungsprivileg von Eltern eingreifen. Im Gespräch mit Lukas Schöne plädiert er stattdessen für einen „demokratischen Optimismus“ und ein Investment in Medienpädagogik, um Jugendliche für einen selbstbestimmten Umgang mit den Plattformen zu befähigen. Außerdem diskutieren die beiden, warum die sogenannte „Social-Media-Scham“ uns an strukturellen Lösungen hindert und wieso ein konstruktiver gesellschaftlicher Diskurs nur funktionieren kann, wenn wir Meinungen nicht wie Statussymbole vor uns hertragen, sondern bereit sind, sie auch mal zu ändern.
Own it! 40 Jahre MEDIENTAGE München: Jubiläum in aufgewühlten Zeiten
2026/10/02
Zum 40. Geburtstag der MEDIENTAGE München lautet das Motto „Own it!“. Es soll ein Appell sein an die Branche, Verantwortung zu übernehmen und für digitale Souveränität zu kämpfen. Aber was bedeutet das konkret für das Programm? Um diese Frage zu klären, holt Host Lukas Schöne fast schon traditionell Susanne Schlüter aus dem Konferenzteam vors Mikrofon. Sie gibt exklusive Einblicke in den Stand der (fast abgeschlossenen) Planung, stellt neue Orte wie die kostenlose Meetup-Stage vor und verrät, worauf sich die Besucher:innen besonders freuen können. Dabei geht es um die wirklich großen Fragen: Wie schützen wir die europäische Demokratie vor Desinformation und der Machtkonzentration der sogenannten "Broligarchie" aus dem Silicon Valley? Welche Rolle spielen Medien im Kampf gegen frauenfeindliche Algorithmen und Hass im Netz? Lukas und Susanne blicken auf Highlights wie die Keynote von Stanford-Forscherin Marietje Schaake, das Streitgespräch zwischen Alena Buyx und Fabian Grischkat über ein Social-Media-Verbot und den Journalism Summit mit ZIB 2-Legende Armin Wolf. Außerdem klären sie, wie KI abseits der Metadiskussionen ein kreativer Co-Pilot sein kann und warum Humor uns am Ende allen hilft.
Alltag, Auto, Auffindbarkeit: Der Online-Audio-Monitor 2026
2026/09/18
Radio ist das lokale Lagerfeuer der Gemeinsamkeit. So beschreibt Benjamin Hartwich (Life Radio) die Rolle des Mediums in einer fragmentierten, digitalen Welt. Doch wie lässt sich dieses Lagerfeuer in Zeiten dominanter Plattformen aufrechterhalten? Die neuesten Zahlen des Online-Audio-Monitors (OAM) zeigen: Audio ist Alltag. Dr. Matthias Wirth von mindline media belegt eine robuste und stabile Nutzung, bei der sich vor allem junge Zielgruppen in Richtung Podcasts und Musikstreaming bewegen. Das stellt etablierte Medienmarken vor Herausforderungen bei der Auffindbarkeit und der Refinanzierung ihrer Inhalte. Im Podcast beleuchtet Lukas Schöne die aktuellen Entwicklungen im Audiomarkt. Daniela Kursawe (RMS) fordert filigranere Werbeplanungen für verschiedene Nutzungssituationen. Robin Schulze (Spotify) betont die tiefe Verbundenheit der Nutzer:innen mit Audio-Inhalten auf den Plattformen. Ein zentraler Kampfplatz der Zukunft ist das Auto: Dr. Thorsten Schmiege (BLM) und Katja Ostrowski (radio.de) diskutieren über Auffindbarkeit, Datenhoheit und wie Apple CarPlay sowie Android Auto die Medienauswahl auf dem Armaturenbrett grundlegend verändern. Außerdem erklärt Julia Jeske von der LfK, warum auch für Creator:innen und Podcaster:innen die journalistischen Spielregeln der Landesmedienanstalten gelten.
"Proof of Human" im KI-Zeitalter – wie sich echte Stimmen technologisch verifizieren lassen (mit Jana Wuttke)
2026/09/04
Die menschliche Stimme ist mehr als nur ein Werkzeug. Sie transportiert Emotionen, schafft parasoziale Beziehungen und ist im Journalismus ein Garant für Glaubwürdigkeit. Doch was passiert, wenn wir den echten Stimmen nicht vertrauen können? KI-geklonte Stimmen sind oft nicht mehr vom Original zu unterscheiden, was den klassischen O-Ton journalistischen Beleg gefährdet. Während der neue AI Act auf die Kennzeichnungspflicht von künstlichen Inhalten setzt, geht Jana Wuttke, Audio-Expertin, langjährige Radiojournalistin und Gründerin von VoiceChain, einen anderen Weg. Anstatt in einem ewigen „Hase-und-Igel-Spiel“ synthetische Fakes zu markieren, will ihr Startup echte Stimmen technologisch erkennen und zertifizieren. Im Gespräch mit Lukas Schöne erklärt sie, wie ein solcher „Proof of Human“ durch Live-Verifikation und kryptographische Signaturen funktionieren kann. Außerdem diskutieren die beiden, für welche redaktionellen Workflows verifizierte Interviews künftig unverzichtbar werden und warum menschliche Kommunikation im KI-Zeitalter zum echten Premium-Inhalt aufsteigen könnte.
Das goldene Zeitalter? Wie Communitys, Non-Profit-Redaktionen und TikTok den Journalismus prägen (mit Pauline Tillmann)
2026/07/31
Was ist eigentlich guter Journalismus 2026? Vor der Sommerpause stellt sich Host Lukas Schöne diese große Frage. Zu Gast ist Pauline Tillmann, Journalistin und Gründerin des Magazins „DEINE KORRESPONDENTIN”. Sie ist überzeugt: Das goldene Zeitalter des Journalismus hat gerade erst begonnen, auch wenn die Branche wirtschaftlich unter Druck steht. Im Gespräch erklärt die ehemalige freie Russland-Korrespondentin, warum Redaktionen raus aus dem Elfenbeinturm müssen und wie echter Community-Journalismus auf Augenhöhe funktioniert. Sie zeigt auf, wie wichtig konstruktive Perspektiven im Angesicht steigender Nachrichtenvermeidung sind. Es geht darum, handelnde und anpackende Menschen zu zeigen, um dem Gefühl der Ohnmacht entgegenzuwirken. Außerdem besprechen Lukas und Pauline die Frage, wie Macht in Redaktionen neu verteilt werden kann und warum etablierte Lokalmedien digitale Plattformen wie TikTok strategisch nutzen müssen.
"Einfach mal machen und kein Mimimi" – Wettbewerb und neue Erlösmodelle im lokalen Medienmarkt
2026/07/17
Die Ausgangslage für lokale Medien und speziell den Lokalrundfunk ist alles andere als einfach. Die großen internationalen Plattformen verschärfen weiter weitgehend unreguliert den Wettbewerb. Ob im Werbemarkt oder bei der Auffindbarkeit im Auto: Die Medienbranche steht vor großen Herausforderungen. Es braucht den Mut, Dinge neu zu denken. Bei den Lokalmedientagen in Nürnberg wurde deutlich, dass die Branche die Werkzeuge in der Hand hat, um ihre Geschäftsmodelle neu aufzustellen. Die Lösungsansätze sind vielfältig und reichen von technologischen Innovationen bis hin zu strategischen Allianzen.Host Lukas Schöne gibt in dieser Folge von This is Media NOW einen Überblick.
„Die Hauptaufgabe ist rausgehen!“ Warum die Zukunft des Lokaljournalismus in der echten Nähe liegt
2026/07/03
Lange Zeit war die Medienbranche vor allem damit beschäftigt, den klassischen Journalismus zu digitalisieren und Reichweiten über Plattformen zu generieren. Doch im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz und Chatbots wird eine ganz andere Disziplin für Medienhäuser immer wichtiger: der direkte, echte Draht zu den Menschen vor Ort. Bei den Lokalmedientagen in Nürnberg stand genau diese Aufgabe im Fokus. Dass dieser Einsatz kein bloßes „Nice to have“ ist, belegen aktuelle Daten. Die neue BLM-Studie „Lokaljournalismus und Demokratie“ zeigt, dass lokale Angebote ein großes Vertrauen genießen. Wenn diese Infrastruktur jedoch Risse bekommt, hat das spürbare Konsequenzen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. In dieser Folge von This is Media NOW fasst Lukas Schöne spannende Impulse der Tage in Nürnberg zusammen.
Verbindung, Vertrauen und Einfluss der KI – die ersten Lokalmedientage
2026/06/19
Worum geht es im Kern bei lokalen Medien? Es geht um echte Verbindung und Vertrauen; gerade in Zeiten, die ziemlich „bekloppt“ daherkommen. Wie lässt sich diese wertvolle Nähe in einer Ära von digitaler Fatigue und (KI)-Contentflut dauerhaft sichern? Genau diese Herausforderungen stehen im Mittelpunkt, wenn sich die Medienwelt am 24. und 25. Juni in Nürnberg trifft. Aus den vertrauten Lokalrundfunktagen werden in diesem Jahr offiziell die ersten Lokalmedientage. Es ist ein logischer Schritt, denn die Mediengattungen verschmelzen nicht erst seit gestern: Zeitungen produzieren Podcasts, Radiostationen bespielen Social Media und alle wollen Communities bauen. Gleichzeitig wächst der strategische Druck durch technologische Disruptionen, da immer mehr Menschen Antworten bei KI-Chatbots suchen und der Traffic für klassische Medienhäuser wegbricht.
„Man nimmt ihr jegliche Aura“ – Musik zwischen Emotion, KI und Streaming (mit Annick Manoukian)
2026/06/05
Musik hat eine große Kraft. Sie prägt Menschen und schafft emotionale Verbindungen. Doch die Realität der Musikbranche verändert sich: Songs werden immer kürzer und gezielt für Algorithmen sowie Streaming-Plattformen optimiert. Was bedeutet diese Entwicklung für das Radio und wo liegen die Chancen in Zeiten von generativer KI? Darüber spricht Host Lukas Schöne in dieser Folge mit Annick Manoukian. Sie betrachtet das Thema aus einer spannenden Doppelrolle: als Musikerin bei der Band Angelika Express und als Leiterin Musikcontent bei Radio NRW. Sie erklärt, wie Musikredaktionen über Musiktests, Shazam und Charts herausfinden, was Hörer wirklich wollen und warum das Radio durch das Erzählen von Geschichten hinter den Songs echte Einschaltgründe schaffen kann. Das Gespräch bietet einen Vorgeschmack auf die kommenden Lokalmedientage in Nürnberg, wo das Thema am 24. Juni auf dem Panel „Musikplanung mit Herz und KI“ weiter diskutiert wird.
KI und der Weg der kleinen Schritte: Wie Lokal-TV überleben kann (mit Sascha Devigne)
2026/05/22
Wie retten wir den Lokaljournalismus? Während die gesellschaftliche Bedeutung lokaler Berichterstattung unbestritten bleibt, wächst der ökonomische Druck unaufhaltsam und Werbegelder wandern massenhaft zu den globalen Plattformen ab. Die viel zitierten „News Deserts“ in den USA zeigen bereits, wohin dieser Weg führen kann: zu schwindendem Vertrauen in die Demokratie, weniger gesellschaftlicher Teilhabe und extremerem Wahlverhalten. Doch wie lässt sich dieser Abwärtstrend hierzulande stoppen? Studio 47 aus Duisburg liefert darauf einige mögliche Antworten. Als einziger privater Lokal-TV-Sender in Nordrhein-Westfalen behauptet sich das Medienhaus seit 2006 erfolgreich am Markt; mit einer konsequenten Strategie der kleinen Schritte und dem pragmatischen Einsatz künstlicher Intelligenz. Im Gespräch mit Lukas Schöne berichtet Chefredakteur Sascha Devigne über den selbst entwickelten „Hypermedia AI Newsroom“. Mit KI-Tools wie „Newshub“ produziert der Sender mittlerweile komplette 15-minütige Nachrichtensendungen vollautomatisiert am Rechner, inklusive digitaler Avatare. Dass das Publikum darauf völlig anders reagiert als gedacht, zeigt eine Akzeptanzstudie der Landesmedienanstalt NRW, deren Ergebnisse Sascha in dieser Folge aufschlüsselt. Außerdem geht es um die Freiräume, die KI für echten Journalismus vor Ort schafft, und um die Forderung nach einer Digitalabgabe für Plattformriesen.
Das „perfekte“ Feindbild? Warum Journalisten angegriffen werden (mit Patrick Peltz)
2026/05/08
Das Mikrofon wird weggeschlagen, die Kamera verdeckt, Journalistinnen und Journalisten werden beleidigt und bedrängt. Das Sicherheitsgefühl im Journalismus hat in den vergangenen Jahren spürbar gelitten, auf der Straße und im Netz. Es ist eine Entwicklung, die auch eine Bedrohung für die Demokratie insgesamt darstellt. In der neuen Folge von This is Media NOW spricht Lukas Schöne mit Patrick Peltz, dem Leiter der Studie „Feindbild Journalist:in“ vom European Center for Press and Media Freedom. Sie blicken auf zehn Jahre Dokumentationspraxis zurück, in denen seit 2015 insgesamt 522 Fälle physischer Gewalt gegen Medienvertreter in Deutschland erfasst wurden. Neben körperlichen Angriffen beleuchtet die Teilstudie „Strapazierter Journalismus“ auch die nicht-physischen Anfeindungen. Über 60 Prozent der befragten Journalistinnen und Journalisten gaben an, in den letzten zwölf Monaten Anfeindungen ausgesetzt gewesen zu sein. Das führt zur Gefahr einer „schleichenden Angst“ in den Redaktionen, die zur Folge haben kann, dass bestimmte polarisierende Themen gar nicht mehr aufgegriffen oder anders formuliert werden. Verstärkt wird dieses Problem zusätzlich durch das strukturelle Prekariat, schrumpfende Ressourcen und die hohe Arbeitsbelastung in der Branche. Wie können Medienhäuser dieser Entwicklung begegnen? Und welche konkreten Schutzmaßnahmen sind notwendig?
Zwischen Hofflohmarkt und Schützenfest – wie viel Perspektivenvielfalt braucht der Journalismus? (mit Till Opitz)
2026/04/24
Was ist eigentlich die Aufgabe von Journalismus? In Zeiten von schwindendem Medienvertrauen und zunehmender Polarisierung wird der Ruf nach mehr Perspektivenvielfalt laut. Doch wie berechtigt ist der Vorwurf, die Berichterstattung sei zu einseitig oder gar „linksideologisch“ verengt? Till Opitz ist Journalist (Deutschlandfunk) und Trainer für Themen wie Vertrauen in Medien und Perspektivenvielfalt. Im Gespräch mit Lukas Schöne analysiert er, warum wir oft Gefahr laufen, die Welt nur aus der Perspektive der Großstadt-Bubble wahrzunehmen. Dabei geht es nicht um „linke“ oder „rechte“ Formate, sondern um handwerkliche Standards und die Frage, wie wir Gruppen erreichen, die sich im aktuellen Diskurs nicht mehr wiederfinden. Außerdem diskutieren die beiden darüber, wie Medienschaffende mit ihrer eigenen Prägung umgehen können. Und es geht um die Frage, inwieweit der ökonomische Druck auf den (Lokal-)Journalismus die wahre Ursache für fehlende Vielfalt ist.
„Man spürt eine Aufbruchstimmung“ – wie Robert Förster Audio durch Daten und KI neu denkt
2026/04/10
Robert Förster hat Riga mit einem guten Gefühl verlassen. Für den COO von Radiozeit haben die Radiodays Europe dort gezeigt, dass Audio ein Medium der Zukunft ist. Menschen haben großes Vertrauen in Audioangebote. Radio und Podcasts können lokale Identität stiften und über alle Plattformen hinweg Menschen an Marken binden. Doch von allein passiert das nicht. Robert Förster sagt: Die Zeit des reinen Bauchgefühls muss enden. Er ist überzeugt, dass Radio nur dann eine Zukunft hat, wenn es sich technologisch und inhaltlich neu aufstellt. Dazu gehört für ihn die datenbasierte Programmanalyse. Sein Tool ermöglicht es, Moderationen, Themenschwerpunkte und Sendeabläufe rund um die Uhr objektiv zu prüfen und messbar zu machen. KI soll bessere Strategieentscheidungen ermöglichen. Robert ist überzeugt: Technologie hilft dabei, journalistische Qualität zu sichern und Markenwelten über alle Kanäle hinweg auszubauen. Doch Robert Förster blickt auch über den Tellerrand des Radios hinaus und berichtet von einem innovativen Projekt mit der UFA, über das er auch beim MTM Special „AI & MEDIA“ am 21. und 22. April in der HFF München sprechen wird. Dabei hilft eine spezialisierte KI dabei, Hintergrundmusik aus alten Serien-Episoden wie GZSZ zu extrahieren und Lizenzen zu prüfen, um das Material u.a. für YouTube nutzbar zu machen.

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