1564454144
Ned Wuascht

Werben im Podcast: Ned Wuascht

Dieser Podcast hat
47 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
Ned Wuascht
Explizit
Nein
Erstellt am
2021/04/23
Neueste Episode
2026/09/14
Durchschnittsdauer
72 min.
Veröffentlichungsintervall
35 Tage

Beschreibung

NED WUASCHT – WIR GEH’N FISCH’N der Podcast fürs feministische Filmlesen. ist ein kritisch, feministischer Filmpodcast der Wiener Filmwissenschaftlerinnen Bianca Jasmina Rauch und Barbara Wolfram. Alle paar Wochen analysieren wir Filme zwischen Arthouse und Popkultur. https://nedwuascht.com/ Sounds von Zapsplat.com

Freischalten Ned Wuascht Podcast E-Mail-Kontaktdaten,
Hoerer- und Zielgruppendetails

E-Mail-Kontaktinformationen

Direkte Podcast-Kontaktdaten

Hoerer

Zielgruppenzahlen und Engagement-Einblicke

Zielgruppendetails

Podcast-Einblicke

Podcast-Episoden

Neueste Episoden von Ned Wuascht Podcast ansehen


#8 Representing Fatherhood in Film - Presence, Absence and Perspectives
2026/09/14
#8 Representing Fatherhood in Film - Presence, Absence and Perspectives For our new episode, we talk about fatherhood. We ask how fatherhood is constructed on screen: Whose perspective do we inhabit? What kinds of masculinity are attached to being a father? And what happens when love, responsibility, work, money and social expectations pull in different directions? We discuss three films from different contexts: Adrian Goiginger’s Rickerl - Musik is höchstens a Hobby (AT/DE 2023), Barbara Wolfram & Paulus Wagner’s short film Walter L. (AT 2025), and Akinola Davies Jr.’s My Father’s Shadow (UK/Nigeria 2025). Across the three films, we ask: Is “being there” a privilege? Who can actually choose presence when work, money and social expectations intervene? What kinds of fatherhood are rewarded, forgiven or punished? And are fathers allowed a kind of narrative forgiveness that mothers are not? We also look at the relationship between fatherhood and masculinity. Are contemporary films really expanding the possibilities of being a man and a father or are they simply offering different ways for men to prove their worth?
Staffel IV: Über Gespenster, Zeit und Sorgearbeit mit Simon Nagy
2026/08/17
Warum haben wir immer zu wenig Zeit? Wessen Zeit wird eigentlich gesehen und wertgeschätzt? Simon Nagy spricht mit Bianca über seinen Essay „Zeit abschaffen. Ein hauntologischer Essay gegen die Arbeit, die Familie und die Herrschaft der Zeit" (2025 in der zweiten Auflage bei Unrast erschienen), seine mit Lia Sudermann realisierten Filme „Kein Wunder“ (AT 2024) und „Invisible Hands“ (AT 2021) und über Ratchapoom Boonbunchachokes schwarze Komödie "A Useful Ghost“ (TH/FR/SG/DE 2025). Simon arbeitet u.a. als Autor, Vermittler, Wissensproduzent und setzt sich dabei mit queer-feministischer, linker Theorie und erinnerungspolitischen Themen auseinander. In „Zeit abschaffen“ begibt er sich auf die Suche nach den Gespenstern vergangener, revolutionärer Ideen von Zukunft. Visionen, die der Optimierung des Neoliberalismus und dem patriarchalen Kapitalismus alternative Ideen der Lebensgestaltung entgegensetzten. Sind wir heute wirklich ausweglos dem Kapitalismus ausgeliefert? Die queer-feministische Theoretikerin Silvia Federici schreibt, dass der Kapitalismus von Anfang an eine Konterrevolution war, die Kollektives, Emanzipationsbestrebungen und Formen des sozialen Zusammenleben jenseits der Kleinfamilie zerschlägt. „Was fortlebt, nämlich für uns im Alltag erfahrbar fortlebt, sind nicht die irgendwann einmal aufgesprossenen Keime von alternativen Lebensweisen, sondern die Gewalt, mit der diese erstickt wurden“, schreibt Simon. In seinem Essay bezieht er sich u.a. auf Ansätze von Silvia Federici, Sophie Lewis und Shulamith Firestone (neben jenen von Karl Marx, Mark Fisher und Herbert Marcuse), stellt Verbindungen zu Filmen wie „Parasite" (KR 2019), „Ruins In Reverse" (UA/AT 2020) und „Unruh" (CH 2022) her. Wie das alles mit Sorgearbeit, und Liebe zusammenhängt - darüber reflektieren Simon und Lia in ihren beiden Filmen, in denen sie mit Amateurfilmmaterial und Sprachnachrichten arbeiteten (online frei verfügbar). Was sehen wir in den Homevideoaufnahmen: Liebe oder Arbeit? Widerständige – und brave – Gespenster tauchen auch in Ratchapoom Boonbunchachokes „A Useful Ghost“ auf, was Simon und Bianca dazu anregte, sie ins Gespräch miteinzubringen. Ein Hit auf der Semaine de la Critique in Cannes 2025, erreichter er jetzt unsere Kinos. Schwules Begehren, Aufstände gegen schlechte Arbeitsbedingungen, die Wiederkehr von Verstorbenen in Staubsaugern, der Staub der Geschichte – Anspielungen auf die Massaker in Thailand 2010 und den Putsch 2014 – vermischen sich in dieser Komödie zu einem reichhaltigen Plot.
Filmgespräche Nachwuchs mit Reza Rasouli
2026/08/10
#6 Filmgespräche Nachwuchs - Reza Rasouli über Menschen verstehen, Geschichten erzählen und sich immer wieder neu herausfordern Nach den mehrfach ausgezeichneten Kurzfilmen Night of Passage, Found&Lost und Stück für Stück zählt Reza Rasouli zu den spannendsten Nachwuchsregisseuren des österreichischen Films. Seine Arbeiten liefen auf zahlreichen internationalen Festivals und wurden unter anderem mit dem First Steps Award, dem Diagonale-Preis für den besten Kurzspielfilm, dem Österreichischen Filmpreis sowie dem Student Visionary Award beim Tribeca Film Festival ausgezeichnet. Gleichzeitig arbeitet er an seinem ersten Langspielfilm Wurzel & Wind, dessen Drehbuch bereits mit dem Carl-Mayer-Drehbuchförderpreis ausgezeichnet wurde und der von Mo Harawe produziert wird. In unserem Filmgespräch spricht Reza Rasouli offen über seinen außergewöhnlichen Weg vom Iran nach Österreich, über das Ankommen in einer neuen Heimat und darüber, wie diese Erfahrungen seinen Blick auf Menschen und Geschichten geprägt haben. Nach ersten filmischen Arbeiten in Teheran führte ihn sein Weg an die Filmakademie Wien, wo er unter Regieprofessor Michael Haneke studierte, eine prägende, aber nie bestimmende Erfahrung. Viel wichtiger sei es, erzählt Rasouli, den eigenen Blick auf die Welt zu entwickeln.
Podiumsdiskussion - Bruchpunkte der Geschichte
2026/08/04
#3 Podiumsdiskussion Female Tracks 2026 - Bruchpunkte der Geschichte: Bild, Stimme und das Unsagbare Mit dem diesjährigen Schwerpunkt „Bröckelnde Fassaden, tiefe Risse“ widmeten sich die von Bianca Jasmina Rauch kuratierten Female Tracks 2026 den sichtbaren und verborgenen Brüchen unserer Gegenwart. Das vielseitige Festivalprogramm vereinte Filme, Gespräche und Diskussionsformate, die sich mit Fragilität, Widerstand und den Spuren gesellschaftlicher wie persönlicher Umbrüche auseinandersetzten. Als Teil des Programms konzipierte und moderierte Barbara Wolfram die Podiumsdiskussion „Bruchpunkte der Geschichte: Bild, Stimme und das Unsagbare“. Gemeinsam mit der Filmwissenschaftlerin Asja Makarević und der Filmemacherin Cordula Rieger entstand ein vielschichtiges Gespräch über das Spannungsfeld zwischen persönlicher Erinnerung und kollektiver Geschichte. Im Mittelpunkt standen filmische Formen des Erzählens, die sich bewusst gegen lineare Narrative stellen und stattdessen mit Fragmenten, Leerstellen und Brüchen arbeiten.
Über Race, Medienräume & iranische Diasporafilme mit Alena Strohmaier
2026/08/03
Schon seit Erscheinen des Sammelbandes "Rassismus im Film" (kostenlos zum Download verfügbar - alle Links auf unserer Website), den sie 2024 gemeinsam mit Ömer Alkin herausgegeben hat, hatten wir vor mit Dr. Alena Stromaier zu sprechen. Nun ist es soweit: von der Philipps-Universität Marburg zugeschaltet, gibt Alena im Dialog mit Bianca Einblicke in Inhalte, Ansätze und Entstehung dieser Publikation. Die Autor*innen weisen ein breites Spektrum an interdisziplinären Ansätzen und Expert*innenfeldern auf. Gemeinsam ist ihnen das Ziel, rassistischen Wissensanordnungen, die Filme und Serien (re)produzieren zu analysieren, zu dekonstruieren und postkoloniale Theorien stärker in der deutschsprachigen Forschung zu verankern. Alena erklärt wie z.B. die Serie "Queen Charlotte – A Bridgerton Story" (Idee: Shonda Rhymes, USA seit 2023) sich eignet, die mediale Herstellung von Race und kolonialen Kontinuitäten zu verstehen. "Bridgerton" lädt dazu ein, über die Verstrickung von Race, Genre, Massenphänomenen und politischer Realität nachzudenken: „A problem is only a problem if the palace says it is a problem“, zitiert Alena aus der Serie. Über Critical Whiteness und der unsichtbaren Normierung von Weißsein kommen auch die Texte “When we Are Capable of Stopping, We Begin to See. Being White, Seeing Whiteness“ von Ruth Frankenberg und „White“ von Richard Dyer zur Sprache. Zuletzt erzählt uns Alena noch über ihre Forschung zu iranischen Diasporafilmen und die Auffassung eines Medienraums als sozialen, affektiven und kulturellen Raums, in dem sich Bedeutung konstituiert.
Filmgespräche Nachwuchs mit Helen Esther Aschauer
2026/07/27
#4 Filmgespräche Nachwuchs - Helen Esther Aschauer über Tanz, Intuition und vielfältiges Filmemachen Mit unserer neuen Reihe "Filmgespräche Nachwuchs" richten wir den Blick auf die spannende nächste Generation österreichischer Filmschaffender und möchte junge Filmschaffende auf ihrem Weg vom Kurzfilm zum ersten Langfilm begleiten. Barbara spricht mit Nachwuchsregisseur*innen über ihren Werdegang, ihre bisherigen Kurzfilme und ihre ersten Langfilmprojekte, die sich noch in Entwicklung befinden. Den Auftakt macht die kubanisch-österreichische Regisseurin, Autorin und Choreografin Helen Esther Aschauer. Helen Esther Aschauer ist in Linz aufgewachsen und bewegt sich mit Leichtigkeit zwischen Film, Tanz, Werbung, Musikvideo und Kunstfilm. Ihre tänzerische Ausbildung und ihr außergewöhnliches Gespür für Bewegung, Rhythmus und Bildsprache prägen ihre Arbeiten ebenso wie ihr Interesse an gesellschaftlichen Themen und vielfältigen Perspektiven. Diese Verbindung aus intuitivem Erzählen und visueller Präzision macht ihre Handschrift unverwechselbar.
Wessen Körper? Wessen Traum ? Euphoria und Vorstadtweiber
2026/06/03
#2 Wessen Körper, wessen Traum? Wir starten den deutschen Part der neuen Staffel mit einer Paarung, die auf den ersten Blick unwahrscheinlich wirkt und auf den zweiten Blick interessante Verbindungen hervorbringt: Euphoria Staffel 3 (US/HBO, 2026) und Vorstadtweiber Staffel 1 (AT/ORF, 2015). Hier die HBO-Megaproduktion mit Glitter, Neonlicht und einer Million-Dollar pro Folge für Zendaya. Dort die ORF-Dramedyserie über gelangweilte Ehefrauen in der Wiener Nobelvorstadt. Was haben sie miteinander zu tun? Mehr als der erste Blick verspricht. Denn beide Serien drehen sich um die Fragen: Was passiert mit Frauen in Systemen, die ihren Körper, ihre Jugend, ihre Sichtbarkeit als handelbare Güter behandeln? Und was passiert mit ihnen, wenn dieses Kapital aufgebraucht ist? Welche Loyalitäten gibt es und welche bleiben unter Druck bestehen?
Framing Landscapes: The Sound of Music meets Elfriede Jelinek
2026/05/25
#1 The Sound of Music meets Elfriede Jelinek (Season 4) We start our new season with the all-time classic „The Sound of Music“ (US 1965), an escapist dream set in the Austrian landscape of Salzburg. The musical is based on the true lives of the Family von Trapp who could flee the Nazi terror and make a career as musicians in the States. Being one of the highest grossing films in history it stirs a longing for harmony in its audience that seems to last till this day. But which values does the story pursue and naturalize? We analyze the protagonist Maria (Julie Andrews), her roles as a nun, a governess, a wive and potenzial mother – and as a queer icon. We analyze how traditional gender roles and nature oppose the evil - the threat by the Nazis. We also take a close look the narrative of „Austrianness“ that the film creates. Additionally we are asking which role the landscape takes in „The Sound of Music" and how the Trapp Family received the film. With our second film we deepen the critical look on the questions posed. „Ramsau am Dachstein“ (AT 1976), a TV film that Elfriede Jelinek wrote and realized with director Claus Homschak questions the romanticized depiction of Austrian landscapes in media. Made available with Englisch subtitles by the distributor sixpackfilm we seized the occasion for a comparison. With Jelinek we ask: Who do we see as working in and on this landscape? Who does profit from it? And why is a film like „Ramsau am Dachstein“ and it’s scandalous reception so telling for a discourse on what Austria is, could and should be after 1945?
Pink Power at Harvard? Feminism, Ambition, and Cultural Legacy in "Legally Blonde"
2025/12/29
#6 Pink Power at Harvard? Feminism, Ambition, and Cultural Legacy in "Legally Blonde" For our sixth English episode, we take a fresh look at "Legally Blonde" (US 2001, Robert Luketic), this time in a faster, focused format: one film, one conversation, directly after the screening. We recommend (re)watching Legally Blonde before listening to our episode - just right in time for the 2026 premiere of the prequel series "Elle". We watched the film together in Cambridge, Massachusetts, so this episode is tied to place and context. While Barbara is spending the fall and spring semester as a visiting scholar at Harvard and Bianca is conducting research at the Schlesinger Library/ Harvard, it felt only fitting to revisit a film so deeply entangled with Harvard’s cultural imagination and representation. "Legally Blonde" is often dismissed as serving only as light entertainment, yet its influence is anything but superficial. From Elle Woods’ unapologetic femininity to her navigation of elite academic spaces, the film raises many questions about gender, ambition, social class and belonging. We discuss how the movie plays with stereotypes, sometimes reinforcing them, sometimes strategically subverting them, and why its vision of feminist success continues to resonate more than twenty years later. The film’s lasting cultural power was palpable at the beginning of the fall term, when "Legally Blonde" was screened outdoors in front of Harvard’s Widener library for incoming students. The collective movie-going experience, complete with quoted lines and audience interaction, made clear how deeply the film is embedded in popular memory. Adding to this, Reese Witherspoon herself visited Harvard Business School this semester to discuss her production company Hello Sunshine, the business side of female-lead storytelling and the long-term impact of "Legally Blonde" on her approach to storytelling. In this episode, we ask: What kind of feminism does "Legally Blonde" offer? How performative is its feminism? How does it imagine access to elite institutions and at what cost? Why does its depiction of sexual harassment at the workplace feel right? And why does Elle Woods remain such a powerful figure for conversations about women, work and visibility up to today?
Inna Shevchenko on "Girls and Gods"
2025/10/16
#9 Episode: Conversation with Inna Shevchenko on “Girls and Gods” This film talk was recorded in English. On the occasion of the Austrian premiere of Girls and Gods, we met with filmmaker and activist Inna Shevchenko to talk about her first work as a filmmaker/screenwriter - behind and in front of the camera. The film is directed by Arash T. Riahi and Verena Soltiz. It follows Inna while she meets with different women and their spiritual, political, and bodily quests for freedom, intertwining activism, trauma, and transcendence in a cinematic discussion on what it means to live and resist in a patriarchal world in the context of the three monotheistic religions. In our conversation, Inna speaks about her approach to filmmaking and her process of shaping a constructive dialogue even when opinions were opposing each other, she also talks about the process of selecting the women and initiatives who appear in Girls and Gods. Inna also reflects on the difficult task of shaping the film’s many-hours raw version into its final, concentrated form and how editing became an act of both letting go and sharpening political meaning to find the right balance. We also discuss what her wishes for activism are and why she feels the discussion of religious tradition and practices is essential to feminism. Inna also reflects on the role of cinema and how it can become a tool for collective empowerment and spiritual rebellion. Girls and Gods is a radical and challenging exploration of womanhood, belief, and liberation. It invites viewers to witness moments of vulnerability and strength, difficult discussions and it leads to questioning systems of domination, and to imagine, alongside its protagonists, a world grounded in equality and freedom. Before listening to this episode, we recommend watching Girls and Gods currently showing in Austrian cinemas and at selected festivals.
Marie Luise Lehner über "Wenn du Angst hast nimmst du dein Herz in den Mund und lächelst"
2025/09/24
#8 Folge: Filmgespräche - Marie Luise Lehner über „Wenn du Angst hast, nimmst du dein Herz in den Mund und lächelst“ Anlässlich des Kinostarts ihres Langfilmdebüts "Wenn du Angst hast, nimmst du dein Herz in den Mund und lächelst" am 26. September in Österreich haben wir Regisseurin und Autorin Marie Luise Lehner getroffen. Wir sprechen mit ihr über den Entstehungsprozess des Films, über die Figuren Anna und Isolde, über Fragen der sozialen Zugehörigkeit, Scham und Solidarität – und darüber, was es bedeutet, das eigene Herz in den Mund zu nehmen und loszulächeln. Marie erzählt außerdem, wie sie mit ihrem Film etablierte Formen, wie das klassischen Aufstiegsnarrativ ("Vom Tellerwächer zum Millionär") aufbrechen möchte, was es bedeutet von innen zu schauen, wie Musik (Marie spielt auch in der Punkband Schapka) im Film die Funktion eines poetischen Kommentars einnimmt, wie Watermelon Woman sie inspiriert hat und dass das Nachdenken über Queerness und Klasse in der österreichischen Filmlandschaft bisher eindeutig zu kurz kommt. Welche strukturellen und inhaltlichen Aufbrüche würden der öst. Filmlandschaft gut tun? Wie kann man sich durch die Förderstrukturen durcharbeiten und sich dabei selbst treu bleiben? Im Zentrum des Films steht die zwölfjährige Anna, die gemeinsam mit ihrer gehörlosen Mutter Isolde in einfachen Verhältnissen lebt. Mit dem Wechsel ins Gymnasium in einem Wiener Innenstadtbezirk prallen für sie unterschiedliche soziale Welten aufeinander – und die Frage, wie viel Raum Scham und Stolz im eigenen Leben einnehmen dürfen, wird immer drängender. Auf der Skiwoche muss Anna sich krankstellen, da das dafür gesparte Geld stattdessen in ein Schlafsofa floss, das ihrer Mutter eine Liebesbeziehung ermöglicht und Anna jedoch auch mehr Privatsphäre verschafft. Eine besondere Verbindung entsteht zu Mara, einer Klassenkameradin. In ihrer Freundschaft erproben die Beiden neue Formen von Nähe und Solidarität und loten zugleich Grenzen und Möglichkeiten von Genderrollen aus. "Wenn du Angst hast, nimmst du dein Herz in den Mund und lächelst" ist ein Film über den Weg von Scham zu Stolz, über Zuneigung, Fürsorge und Solidarität – und ein Narrativ der Hoffnung.
Gespräch mit Olga Kosanović über "Noch lange keine Lipizzaner"
2025/09/10
#7 Folge: Vor der Premiere – Gespräch mit Olga Kosanović über „Noch lange keine Lipizzaner“ Anlässlich des Kinostarts ihres Debütfilms "Noch lange keine Lipizzaner" am 12. September in Österreich haben wir Regisseurin und Drehbuchautorin Olga Kosanović getroffen, um über den Ursprung der Filmidee, ihre Arbeit am Film, das österreichische „Wir“ und Identität, die verschiedenen filmischen Formen im Film, sowie ihre Perspektive und Hoffnungen als Filmemacherin zu sprechen. Ausgangspunkt ist Kosanović’ eigene Geschichte: Obwohl in Österreich geboren und aufgewachsen, blieb ihr die Staatsbürgerschaft lange verwehrt. Ein Online-Kommentar zu ihrem Fall in einer Tageszeitung brachte den Satz hervor: „Wenn eine Katze in der Hofreitschule Junge wirft, sind das noch lange keine Lipizzaner.“ Der Film nimmt diesen Moment der Abgrenzung als Ausgangspunkt für eine vielschichtige Reflexion über Zugehörigkeit, Identität und das „Wir“ einer Gesellschaft, die trennt zwischen „drinnen“ und „draußen“.
Masks, Gender, and Genre: Inside Billy Wilder’s Cinema
2025/06/17
#5 Masks, Gender, and Genre: Inside Billy Wilder’s Cinema in Sunset Boulevard, Some Like It Hot, and One, Two, Three This episode takes us from the shadows of Sunset Boulevard to the political turmoils of Cold War Berlin—through the sharp, satirical, and entertaining world of Billy Wilder. Born in Austria-Hungary and later forced into exile by the Nazi regime, Wilder rose to become one of the most iconic writer-directors of Hollywood’s so-called Golden Age. But beneath the wit and glamour of his films lie biting critiques of power, gender, and performance—on and off screen. We explore three of Wilder’s most famous works: the noir comedy of Sunset Boulevard (1950), the screwball cross-dressing comedy Some Like It Hot (1959), and the hyperactive capitalist satire One, Two, Three (1961). Wilder’s characters are often caught between self-invention and social expectation—whether it's two musicians hiding in plain sight in women's clothing, a fading diva clinging to a forgotten image, or a Coca-Cola executive trying to control everything (and everyone) around him. His films perform genre, but they also perform ideology: letting us laugh, wince, and sometimes mourn at the ways gender, class, and desire are negotiated in mid-century cinema. Through a diverse-feminist lens, we ask: How does Wilder use performance and disguise—especially in Some Like It Hot—to explore the instability of gender roles and social norms? What do Norma Desmond’s haunting monologues in Sunset Boulevard tell us about ageism, stardom, and the gendered decay of Hollywood dreams? And how does One, Two, Three deploy rapid-fire dialogue and farce to reveal the absurdities of postwar capitalism and patriarchal order? Key questions in this episode include: How does disguise (voluntary or not) expose deeper truths about identity and social gender performance? What does Wilder’s comedy make visible about power and exclusion? And how do these films speak to the immigrant experience of navigating and reshaping dominant narratives?
Teen Angst and Quiet Violence? Youth, Gender, and Control
2025/05/22
#4 Teen Angst and Quiet Violence? Youth, Gender, and Control in Adolescence, Benny’s Video, and Lovely Rita This time, we dive into the alienated, disoriented, and at times violent worlds of three teenage protagonists—and ask what their silence, rage, and rebellion reveal about the societies around them. From the one-take intensity of Adolescence (UK 2025, creators Stephen Graham and Jack Thorne), to the disturbing sceneries of Benny’s Video (Michael Haneke, AT 1992), to the suburban revolt-escapisms of Lovely Rita (Jessica Hausner, AT 2001), we trace the intersections of gender, class, and power in cinematic portrayals of adolescent violence. As always, we take a diverse-feminist lens to look at these stories: How do teenage boys and girls experience control differently? Who is allowed to act out—and who is pathologized when they do? And what role do media, technology, and social isolation play in shaping these young lives? Each work not only depicts youth violence but also reflects on how violence itself is mediated and consumed—most strikingly in Haneke’s Benny’s Video, which directly implicates the viewer and destabilizes our position as passive observers. These are not just stories about violence; they are stories about how we watch violence. What also connects these narratives is the striking absence of honest parental affection, love, and emotional connection—an absence that becomes all the more devastating for young people growing up in a highly individualized world saturated with media images of violence, yet lacking spaces of care and genuine belonging. Key questions in this episode include: What kinds of violence are visible, and which are suppressed? How are masculinity and femininity narrated through acts of rebellion? And how do class and parental authority shape the way teenagers are seen—and punished?
Exoticism and Escapism! Class, Coloniality and Gendered Tourism
2025/05/15
This time it's all about westerner's all-inclusive getaways—and the ideological baggage the characters as well as the viewers bring with them. But does anybody care about the places they visit and the workers? In our third English podcast episode, we travel to The White Lotus Season 3 (US 2025) and revisit the early-2000s Austrian cult comedy Poppitz (AT 2002), each set in a more or less luxury holiday resort, each revealing just as much about its vacationers as it does about the place and the viewer it/him/her/*self. But what exactly lies beneath the beach towels and palm trees? With a focus on gender, whiteness, and class, we unpack the fantasies, projections, and power imbalances embedded in these two very different, yet surprisingly resonant, resort narratives. Our analysis builds on diverse-feminist film readings and digs into how The White Lotus and Poppitz render masculinity in crisis, exoticize their local contexts, and reproduce—or subtly question—privileged perspectives. Key questions in this episode include: What does it mean when white, Western characters escape to the Global South—or to a fictional place similar to Tunisia, in the Austrian imagination? What labor remains invisible in these glossy resorts, and who is allowed to desire, to complain, to act out? *** We are sorry for the bad sound quality of Bianca's track!

Podcast-Bewertungen

Lesen Sie Ned Wuascht Podcast-Bewertungen


0 von 5
0 Bewertungen

Podcast-Sponsoring-Werbung

Starten Sie Werbung auf Ned Wuascht relevanten Zielgruppen-Podcasts


Was moechten Sie bewerben?