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7 Tage 1 Song

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Dieser Podcast hat
318 Episoden
Sprache
German
Explizit
Nein
Erstellt am
2020/03/23
Neueste Episode
2026/04/20
Durchschnittsdauer
11 min.
Veröffentlichungsintervall
7 Tage

Beschreibung

Schenk einem Song mehrere Verabredungen mit Dir in einer Woche. Es gibt so viele Songs die Kraft schenken, die Hoffnung wachsen lassen oder die etwas Kaputtes reparieren. Dafür muss ich den Songs Zeit und Aufmerksamkeit schenken. Hier gibt es jede Woche einen Song und drei Gedanken dazu. ___ 7 Tage 1 Song auf Facebook: facebook.com/7tage1song 7 Tage 1 Song auf Instagram https://www.instagram.com/7tage1song/ https://7tage1song.de Playlist mit allen Songs auf Spotify:https://open.spotify.com/user/christophborries/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=iV2BpbM-Riqkxh3BZjuKTw

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#319 Erik Leuthäuser – Zart
2026/04/20
Es ist immer etwas besonderes, wenn der Künstler selbst in einer Podcastfolge dabei ist. So ist es auch dieses Mal – Erik Leuthäuser ist dabei. Er verbindet Jazz mit Pop, deutschen Texten und sehr persönlichen Themen – sein Album Sucht von dem unser Song Zart stammt, kann ich sehr empfehlen. Erik erzählt euch in dieser Folge wie sein Song entstanden ist. Er zeigt euch wie Liebe und Zartheit zusammenhängen, dabei beruft er sich auf Audre Lorde und Bell Hooks. Mir hat Erik mit seinem Song eine Brücke zu den Ideen von Dorothee Sölle gebaut bei ihr hängen Zartheit und Liebe immer auch mit Widerstand gegen die Welt zusammen, die eben oft nicht zart und liebevoll ist.  Zart ist stark Im Song wird deutlich, dass „zart sein“ bedeuten kann stark gegen die Härte in der Welt zu sein. Im Song macht Erik dies mit Wortspielen deutlich – mein Favorit ist da:  „Kompro – vermiss – dich“.  Es klingt nach Kompromiss, und zugleich nach Vermissen: als würde Liebe sagen, dass sie bereit ist, sich zu bewegen, sich aufeinander zuzubewegen, einander Raum zu lassen – und dass genau darin auch Sehnsucht wohnt. Liebe kann Kompromisse machen, weil sie Beziehung will; sie kann vermissen, weil ihr der andere wirklich etwas bedeutet. In meinen Augen zeigt das Wortspiel aber auch die Grenze, die die Liebe zieht. Denn Liebe, so wie sie etwa Audre Lorde beschrieben hat, ist keine Kraft der Anpassung um jeden Preis. Sie bleibt zart – aber gerade diese Zartheit macht sie auch entschlossen. An den entscheidenden Stellen macht sie keine Kompromisse: dort, wo Würde verletzt wird, wo Ungerechtigkeit herrscht, wo Menschen klein gemacht werden. Da wo es grob wird – sagt die Liebe: zu zart gibt es keinen Kompromiss – grob gibt es nicht! Hört euch den Song an – es ist ein sanftes Revolutionslied. Homepage: https://erik-leuthaeuser.de Foto © Cy Klock Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: [email protected] Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/2CPzkoZ10hUwpz5w74zd8F?si=d8a3b3ebf69a441a Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ
#318 Aerosmith - Dream On
2026/04/13
Diese Welt tanzt gerade am Abgrund – ich habe manchmal das Gefühl, dass die Personen die Bestimmen Menschen ohne Träume ohne Sehnsucht nach Frieden sind, sie sind nur an sich interessiert und nicht an einem Zusammen. Mit dem Song von Aerosmith stellen wir euch in dieser Folge drei Menschen vor, die gesagt haben „Dream On!“ 1 - Martin Luther King fordert uns auf, die Verzweiflung nicht als Ende zu sehen, sondern als Gelegenheit, Hoffnung und Heilung in die Welt zu bringen. Dies spiegelt sich in der Zeile „Sing with me, sing for the years, sing for the laughter, sing for the tears“ wider. 2 - Marcella Althaus-Reid fordert uns auf, die Realität nicht nur zu akzeptieren, sondern aktiv zu verändern. Für sie bedeutet "Dream On", dass das Festhalten an unseren Träumen auch bedeutet, für die Träume anderer zu kämpfen. Die Zeilen des Songs, die von den Tränen und der Freude im Leben sprechen, erinnern uns daran, dass wir aus der Erfahrung der Unterdrückten lernen müssen. 3 - Sônia Guajajara verkörpert den Geist des Widerstands und der Hoffnung, der in "Dream On" mitschwingt. Der Song ermutigt uns, trotz der Herausforderungen, die wir erleben, an unseren Träumen festzuhalten. Ihre Vision einer integralen Ökologie spiegelt sich in der Idee wider, dass wir für eine bessere Zukunft kämpfen müssen, in der die Erde und die Menschen respektiert werden. „Maybe tomorrow the good Lord will take you away Foto © Capitol Records Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: [email protected] Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/1xsYj84j7hUDDnTTerGWlH?si=c04a336f5b5a4e81 Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ
#317 Mark Forster – Kogong
2026/04/06
Obwohl ich Mark Forster nicht besonders mag, kann ich nicht leugnen, dass er sich mit seinen eingängigen Melodien und Ohrwürmern wie „Kogong“ immer wieder in meinem Kopf festsetzt. Man hört seine Songs im Radio, und plötzlich sing ich, „Kogong, Kogong“ vor mich hin, ohne es wirklich zu wollen. Es ist, als ob sein Rhythmus und seine Texte einen ungewollten Platz in meinem Kopf eingenommen haben. In diesem Moment fühle ich mich wie Oli, der beschreibt, wie es ihm mit diesen Gedanken geht – gefangen zwischen dem, was ich will und dem, was mich unweigerlich erreicht. „Du brauchst deinen Frieden“ – ist eine Aussage dieses Songs, mich bringt das dazu, über die Voraussetzungen für inneren Frieden nachzudenken. Was ist nötig, um diesen Frieden zu finden? Ist es die Akzeptanz der eigenen Gefühle, das Loslassen von Erwartungen oder vielleicht die Suche nach einem tieferen Verständnis für sich selbst und die Welt um einen herum? In einer Zeit, in der so viele äußere Einflüsse auf uns einprasseln, wird die Frage nach dem, was Frieden für mich bedeutet, immer drängender. Es ist ein Weg, den ich gehen möchte, um mein Herz und meinen Geist in Einklang zu bringen. Ich bedanke mich bei @oligella (Instagram) der diese Folge bereichert. Foto © David Königsmann  Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: [email protected] Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/2rv1aetlu3MEQ5sJWJuMG1?si=f031775f19aa40d4 Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ
#316 Bad Religion – New Dark Ages
2026/03/30
Wir leben in „New Dark Ages“ – so benennt es der Song von Bad Religion. Diese Diagnose ist keine Übertreibung, sondern ein Weckruf in eine Welt aus Korruption, Gewalt, Ausbeutung und Zynismus. Und doch: Der erste entscheidende Impuls ist nicht Resignation, sondern Hoffnung – nicht als naive Stimmung, sondern als Haltung.  Cornel West bringt es auf den Punkt: „Ich kann kein Optimist sein, aber ich bin ein Gefangener der Hoffnung.“ Diese Hoffnung blendet die Dunkelheit nicht aus; sie bindet uns an die Praxis der Gerechtigkeit mitten im Leid. In der Tradition der Befreiungstheologien heißt das: Wir sehen das Unrecht, wir stehen an der Seite der Schwachen, und wir handeln – nicht, weil wir sichere Erfolge garantieren könnten, sondern weil wir glauben, dass das letzte Wort nicht Zerstörung, sondern Auferstehung ist. So wird Hoffnung zum Widerstand gegen Zynismus und zur Quelle von Mut. Wahre Hoffnung ist eine Entscheidung, sich dem Leid der Welt nicht zu verschließen, sondern es mitzutragen. Sie fordert uns dazu auf, mitten im Schmerz und in der Ungerechtigkeit in den „New Dark Ages“ daran zu glauben, dass es Auferstehung gibt, das Gewalt und das Auskreuzen von denen, die für die Liebe stehen, nicht das letzte Wort haben. Doch wie leben wir diese Hoffnung? Wir leben ich mit meinen kleinen Möglichkeiten den Aufstand – die Auferstehung gegen die „New Bad Ages“. Ich meine, es beginnt bei mir selbst, in meinem Alltag. Hoffnung ist nicht nur eine große Vision, sie zeigt sich auch in den kleinen Dingen: in einem freundlichen Wort, in einer helfenden Hand, in einer Entscheidung, die das Wohl der Anderen, des Anderen über das eigene stellt. Hoffnung bedeutet, sich immer wieder neu darauf einzulassen, dass mein Handeln einen Unterschied macht – auch wenn ich die Ergebnisse vielleicht nicht sofort sehen. Ich möchte euch ermutigen, diesen Weg der Hoffnung zu gehen. Lasst uns lernen, dass es uns alle braucht, um eine gerechtere, liebevollere und heilvollere Welt zu schaffen. Jede und jeder von uns trägt einen Teil dazu bei, auch in den kleinen Handlungen und Entscheidungen des Alltags, die oft übersehen werden. Ich kann kein Optimist sein, aber ich bin ein Gefangener der Hoffnung. Am Ende der Folge liest euch Tobias einen Abschnitt aus der Ansprache von Barack Obama von der Trauerfeier für Jesse Jackson vor.  Foto: ©  Christoph Borries Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: [email protected] Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/5eNHe2dlIgKGe9SIwu90Va?si=699ccbcd293041e1 Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ
#315 Paul McCartney – Find My Way
2026/03/24
Angela und Georg Berg schreiben Tellerrandstories – sie besuchen Orte auf der Welt die Geschichten von Bewegungen erzählen. Sie waren in Detroit – einer Stadt die immer etwas mit Musik zu tun hatte. Dort besuchten sie Third Man Records – als sie da waren wurde eine besondere Version von McCartney III gepresst. – exakt 333 Exemplare weltweit. Das Material: eingeschmolzene Originalpressungen seiner Alben McCartney (1970) und McCartney II (1980). Alte Platten wurden zermahlen, das Vinyl recycelt, zu neuen Pucks verarbeitet und in Detroit zu frischen Platten gepresst. Solche Editionen sind Sammlerstücke, noch bevor sie die Fabrik verlassen. Hier geht es zum Bericht: https://tellerrandstories.de/third-man-records-vinyl-detroit/ es gibt da auch was zu Motown zu finden. Nicht stehen bleiben, Transformationen zu zu lassen. Paul McCartney hat das gemacht – er hat die Tonspuren zu seinem Album III anderen gegeben. Beck hat dann aus Find My Way einen völlig neuen Song mit eigenem Gesang gebaut dabei änderte er sogar die Tonart von Dur zu Moll. Es geht  nicht um Zerstörung sondern um Verwandlung das Alte verschwindet nicht es wird Teil von etwas neuem und der Podcast handelt in diesem Fall nicht nur von einem sondern von 2 Songs. Georg erwähnt in der Folge eine Tellerrand Stories mit einer Reportage über Flößerei - ein Beruf der verschwand weil er nicht mehr gebraucht wurde, aber die Flüsse haben uns etwas hinterlassen: Geschichten, Techniken und Amsterdam, diese Stadt, gäbe es nicht ohne ihre alten Fundamente die Bestehen aus Tausenden Tannen die als Floß aus dem Schwarzwald nach Holland befördert wurde. So ist es immer auch eine Frage der Sicht, ob ich einen Niedergang oder eine Transformation sehe. Hier zum Bericht über die Flößerei: https://tellerrandstories.de/rafting-logistik/ Foto © Mary McCartney Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: [email protected] Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/1SYdSWLyeVMjHYXD1iJZoY?si=a9380ed361cc496a Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ
#314 - L.S.E. - Für Et Hätz Un Jäjen D´r Kopp
2026/03/17
Musik und Kunst helfen Situationen zu verarbeiten – die Musik kann uns das Zauberwort sagen, dass Hoffnung schenkt. In dem Song geht es neben dem Zauberwort auch darum alle Menschen als Teil des Ganzen zusehen, egal wo sie herkommen, egal ob ich sie leiden kann. Das Lied ist ein Hoffnungslied, es will uns helfen nicht zynisch zu werden. Lass es nicht bleiben daran zu glauben, dass es ein besseres Morgen gibt. Mit dieser Haltung kann ich in den Tag starten, damit ist dann alles schon wieder gut, aber ich verhalte mich anders – in meinem kleinen Umfeld gibt es dann auf einmal Zauberwörter für die, die nichts zu lachen haben. Es gibt eine helfende Hand für Leute die vergeblich auf Wunder warten. Und je mehr das machen, desto mehr verändert sich unsere Gesellschaft. In diesem Song geht es darum sich gegenseitig Zauberwörter zu sagen – damit wir den Mut haben es immer wieder neu zu probieren. Nicht mit großen Versprechen, sondern mit Nähe. Mit Geduld. Mit ehrlicher Wärme. Es ist ein musikalischer Arm um die Schulter – für die, die kämpfen, zweifeln oder still leiden. „Für et Hätz und jäje d’r Kopp“ erinnert uns daran, dass Liebe keine Belohnung ist, sondern eine Entscheidung für Menschlichkeit – Liebe ist bedingungslos. Der Song pflanzt uns die Idee ein – Du kannst größer sein als dein Ärger und weicher als die Härte da draußen  „Für et Hätz und jäje d’r Kopp“ Ist eine Einladung, dem Herzen zu vertrauen, auch wenn der Kopf widerspricht. Eine Ermutigung, Hoffnung zu säen, wo Resignation wächst. Und ein Bekenntnis dazu, dass Mitgefühl keine Schwäche ist, sondern Mut. Nubbelreden zum Verbrennen des Nubbel - Schuld verschwindet – aber die Frage, wie leben wir weiter, wenn wir jetzt niemand mehr haben, dem wir die Schuld in die Schuhe schieben können. Daher geht es auch immer um Werte – wie wollen wir zusammenleben – dieses Jahr hat mich die Rede von Sophie von Rheinlanden …. beeindruckt und daher habe ich sie gefragt, ob sie uns etwas mitgeben kann, worauf wir uns ausrichten können. Auf was kommt es an, was macht mein Leben wirklich wertvoll? Freut euch auf Sophies Gedanken in diesem Podcast. https://vanrheinlanden.de Instagram @frauvanrheinlanden Foto: ©Herman The German Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: [email protected] Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/4KrUzgrALEnVIvUlbKf8wf?si=72225ef75a50469a Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ
#313 Rosaliá - Mio Cristo Piange Diamanti
2026/03/10
Rosalías LUX ermutigt uns, die emotionale Dimension der Spiritualität zu erforschen und die dogmatischen Strukturen zu hinterfragen. Die Musik und die Texte laden dazu ein, die eigene Beziehung zu Gott und den spirituellen Erfahrungen zu reflektieren – nicht als starre Lehre, sondern als lebendige, fühlbare Realität. Es geht darum was ich echt – und das ist eben was anderes als das, was ist richtig – sie ermutigt uns bei mir zu bleiben und mich zu fragen was ist für mich echt und mir nicht irgendetwas Richtiges vorschreiben zu lassen, wie das die Kirche lange gemacht hat. Sich in die Fragen und die Geheimnisse des Lebens zu stürzen – das kann die Quelle von Lebensmut in echt schwierigen Zeiten werden. Das kann Hoffnung geben. Mio Christo Piange Diamanti - Der Titel vereint Leid und Schönheit. Aus der Trauer aus den Tränen, aus dem Leid und dem Schmerz werden Diamanten in denen sich das Licht, das Helle das Schöne spiegelt – Lux. Für dieses Lied hat Rosalia ein ganzes Jahr zur Entstehung benötigt. Ich denke, dass sie immer wieder an ihr Beziehung zu Gott bzw. Christus gegangen ist und sich auch gefragt hat, was bedeutet Gott eigentlich angesichts des Leidens. Martin Luther King hat auch so einen schönen Diamanten – Tränen Satz gesagt – Lasst uns aus dem Berg der Verzweiflung, Steine der Hoffnung schlagen – Sozusagen im Berg der Trauer auch eine Diamantenmine sehen. Das schaffe ich nur mit einer persönlichen Beziehung zu Christus: nicht als den über allem stehenden Gott, sondern als einen Geliebten, der mit uns leidet. Rosalía zieht Christus aus der Kirche in die Intimität unserer Herzen. Es geht echt ums Verlieben. Mit mir zusammen macht sich Luca Zacchei Gedanken und Henning Mosselmann liest einen Text von Rilke vor. Foto @ Noah Dillon Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: [email protected] Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/0hVZnH3f3xmudcfCFLdw1V?si=8d238a3eb03340a5 Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ
#312 Ozan Ata Canani – Deutsche Freunde
2026/03/03
„Deutsche Freunde“ von Ozan Ata Canani ist eines der frühesten deutschsprachigen Lieder eines Kindes von Arbeitsmigranten – und ein eindringliches Zeitdokument der späten 1970er-Jahre. Entstanden vor dem Hintergrund von Ausländerfeindlichkeit, Rückkehrdebatten und dem berühmten Zitat von Max Frisch („Man hat Arbeitskräfte gerufen, und es kamen Menschen“), erzählt der Song vom Fremdsein, von Ausgrenzung und von der Zerrissenheit der zweiten Generation zwischen zwei Welten. Ozan Ata Canani, Spitzname Ata, kam mit zwölf Jahren nach Deutschland, spielte Saz, trat auf Hochzeiten auf und begann schließlich, deutsche Texte zu schreiben. Der Anblick von Parolen wie „Ausländer raus!“ und „Türken verboten!“ wurde zum Auslöser für „Deutsche Freunde“, ein Lied, das sich direkt an die politischen Entscheidungsträger jener Zeit richtet. Obwohl der Song zunächst nur auf Kassetten in türkischen Läden kursierte und die Originalaufnahme verloren ging, wurde er 1982 im Fernsehen gezeigt und Jahrzehnte später neu aufgenommen. Heute gilt „Deutsche Freunde“ als wichtiger Beitrag zur Musik- und Migrationsgeschichte in Deutschland – und als späte, aber kraftvolle Stimme einer Generation, die lange überhört wurde. Ozan Ata Canani sagt im Podcast: Die Deutschen sprechen von unseren lieben türkischen Freunden und hintenrum Ende 70er Anfang 80er gab es einfach 10000 Mark in die Tasche, um die Menschen wieder wegzuschmeißen, als ob eine Maschine ausgetauscht wird.  Ein wahrer Freund macht das nicht. Das ist die sarkastische Seite an dem Song. Es ist ein Protestlied gewesen, das ich damals gesungen habe. Die Zeit war damals noch nicht reif für solche Songs, das Lied lief nicht im Radio – echtes Interesse hatte nur Alfred Biolek. Ich freue mich sehr, dass Ozan Ata Canani in dieser Folge dabei ist und über diesen Song erzählt Foto © Nadine Heller Menzel Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: [email protected] Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/3IiPg6u0zQuqEbAJwXnFXG?si=62329f85438741fc Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ
#311 Bruce Springsteen – Streets of Minneapolis
2026/02/23
Mit seinem neuen Song "Streets of Minneapolis" knüpft Springsteen direkt an die Themen von "Ghost of Tom Joad" an. Der Song reflektiert die sozialen und politischen Spannungen, die in Minneapolis nach dem Tod von George Floyd entstanden sind. Diese Ereignisse haben nicht nur die Stadt, sondern die gesamte Nation erschüttert und einen erneuten Aufruf zur Gerechtigkeit und zur Bekämpfung von Rassismus und Ungleichheit ausgelöst. "Ghost of Tom Joad" ist stark von der biblischen Tradition geprägt, insbesondere von der Figur des Tom Joad aus John Steinbecks Roman "Früchte des Zorns". Tom Joad steht als Symbol für den kämpferischen Geist der Unterdrückten und der Entrechteten. Springsteen nutzt diese Figur, um zu zeigen wie wichtig Widerstand und Hoffnung sind. Ein besonders prägnantes Beispiel für diese Verbindung findet sich im Neuen Testament, in Matthäus 25,40: "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan." Diese Passage betont die moralische Verantwortung, die wir gegenüber den Bedürftigen und Unterdrückten haben.  „Look in their eyes, and you'll see me." Diese Zeilen verdeutlichen, dass der Kampf um grundlegende Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit eng mit der Stabilität der Demokratie verbunden ist. Springsteen fordert uns auf, die Menschen zu sehen, die für ihre Rechte kämpfen, und damit auch für die Werte, die eine demokratische Gesellschaft stützen. Die Verzweiflung und der Kampf der Menschen, die nach einem Platz in der Gesellschaft suchen, sind ein direktes Zeichen für die Gefährdung der Demokratie. Wenn die Stimmen dieser Menschen ignoriert werden, wird die Demokratie selbst untergraben. Die Verbindung zu Matthäus 25,40 ist hier besonders stark: Indem wir den Bedürftigen nicht helfen oder sie ignorieren, versäumen wir es, den Kern der demokratischen Werte zu leben. Und das sind die christlichen Wurzeln unserer Verfassung und nicht das Christentum über andere Religionen zu stellen – es geht um Miteinander und Solidarität, um die Geringsten und nicht um Überlegenheit. Und genau das ist das Thema seines neuen Songs. „We´ll take our stand for this land/ and the Stranger in our Midst“ – schön mit Orgel damit es jede und jeder merkt „in our midst“ ist biblisch- Gott oder Jesus ist dann unter dem Menschen, wenn sich 2 oder 3 in seinem Namen versammeln, und zwar nicht wie diese rechten Christen, sondern eben wie bei Tom Joad im Blick auf die Geringsten, durch Solidarität. Ich freue mich sehr dass die Textstellen aus dem Song von Martha Bardwell einer Pastorin aus Minneapolis gelesen werden. Hier Links zum Konzert in Minneapolis https://youtu.be/Tj-yWE9fJpg?si=M2rODGtSnMWE9yVn https://youtu.be/Tj-yWE9fJpg?si=M2rODGtSnMWE9yVn Foto © Danny Clinch Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: [email protected] Link zum Song: - schaut oben die Links zu den Videos Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ  
#310 Jassin – Dazwischen
2026/02/17
Dieser Podcast ist Teil einer Ausstellung am BBZ Grevenbroich zu dem Attentat in Hanau. Dieses Attentat zeigt, wie wichtig es ist, sich mit der Frage zu beschäftigen, wie finden wir eigentlich zu einem „Zusammen“. Und zu diesem „Zusammen“ gehört Verschiedenartigkeit dazu. Der Song „Dazwischen“ beschreibt das – Jassin hat Chai und Bier Anteile in seiner Persönlichkeit und das lässt sich nicht ändern. Das gehört eben zusammen und so wie Jassin diese beiden Wirklichkeiten in sich lebt, sollten wir als Gesellschaft diese Herausforderung auch annehmen und nicht ausgrenzen, sondern nach Wegen des Miteinanders suchen. Der rechtsterroristische Anschlag von Hanau hat uns schmerzhaft vor Augen geführt, wie gefährlich es ist, wenn Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Identität nicht als Teil der Gemeinschaft angesehen werden. Jassins Zeilen „Ich will von den Schubladen nix mehr wissen“ zeigen, wie wichtig es ist, diese engen Definitionen zu hinterfragen. Die Frage, wer zu Deutschland gehört, wird durch diese Tragödie umso relevanter. Wir müssen diesen Identitäten einen Platz in unserer Gesellschaft anbieten. Heimat sollte nicht nur für eine bestimmte Gruppe definiert werden, sondern als ein Raum verstanden werden, in dem alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, zusammenleben können. In dieser Folge sind die Journalistin Yasemin Kamisli und meine Kollegin Marie Klein mit dabei. Foto © Lindi Lerac Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: [email protected] Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/1TAkbvsYu82u3zVyUvoP2D?si=87f9aad21a58430e Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ
#309 Miljö, Brings – Nie ohne Hoffnung
2026/02/10
Ich freue mich jedes Jahr auf Karneval und für Leute, die nicht aus Köln und Umgebung kommen. Es gibt in Köln ganz viele Kneipen da läuft nur kölsche Musik und neben, gemeinsam Feiern ist auch das gemeinsame Singen ein ganz wesentlicher Moment. Die Monate vor der heißen Phase hören dann Menschen wie ich die neuen Songs.  „Nie ohne Hoffnung“ ist da ein ganz tolles Lied: Was hilft in diesen Zeiten die Hoffnung nicht zu verlieren – nach vorne zu schauen, nach einem Zusammen zu suchen und nicht nach Spaltung – und weil mir das Lied so gut gefällt und weil ich gedacht habe: Das muss ich direkt vor Karneval auch noch mal puschen – habe ich bei Miljö gefragt und ich freue mich total, dass Nils Schreiber der Sänger und Komponistdes Songs in dieser Folge mitmacht. In der Folge erzählt Nils von Miljö, wie er die Welt nicht mehr kapiert hat Angesichts der ganzen Katastrophen. Ihm und der Band war es wichtig, dass eben zurück nicht der Weg nach vorne sein kann, dass wir etwas brauchen, was uns Hoffnung schenkt und wir nicht durch geschürte Ängste auseinander getrieben werden. Herzliche Einladung den Song zu hören – und auch gerne Miljö zurückmelden, was euch an dem Song gefällt. Foto @Henning Becker Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: [email protected] Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/2tsPrRBKVvfeN3Ns0Ch7m7?si=d35858183be3472e Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ
#308 Steve Harley – Come up and see me (Make Me Smile)
2026/02/03
Heute am 3.2.hat Simone Weil ihren 117 Geburtstag – den 117 Geburtstag besonders hervorzuheben hätte Simone Weil sicher gefallen, denn die Runden Jubiläen zu feiern ist ja eine Setzung, als ob eine Zahl mit einer 0 hinten etwas Besonderes wäre. Simone Weil, eine moderne Mystikerin, hat uns gerade heute viel zu sagen. Sie erfährt derzeit eine Renaissance. Thomas Sojer, Theologe und Schriftsteller, er hat vor kurzem beim RefLab in der Schweiz über Simone Weil und das Sehen gesprochen – im Podcast nimmt er uns mit in ihre Schule des Sehens, das geschieht mit Hilfe eines Songs, den viele sicher schon mal im Radio gehört haben. Und wahrscheinlich wird der Song auch in Zukunft immer wieder im Radio laufen – Thomas und ich würden uns freuen, wenn ihr dann an Simone Weil denkt und über Eure Art die Welt zu sehen.  Simone Weil schreibt ihre Ideen vom Sehen an Joseph Marie Perrin, einen blinden, linken Dominikaner. Das, was auf den ersten Blick vielleicht eher wie ein schlechter Witz aussieht, zeigt was Simone Weil wirklich wichtig ist. Und hier kann uns das Lied einen guten Impuls geben, denn dort heißt es: „Resist, Resist it from yourself you have to hide“ – also: einsehen lernen, es geht nicht darum in höhere Sphären einzutauchen, sondern das zu sehen, was da ist, das, was ohnehin passiert.  Nicht nur das sehen, was sowieso da ist, sondern tiefer hinsehen, es an sich ranlassen, das ist mehr als nur ein zweiter und dritter Blick – es ist eine Tiefe, eine verborgene Schönheit und gleichzeitig auch immer etwas Überraschendes und Unbekanntes. Dieses Hinsehen bedeutet die Art und Weise wie ich durch diese geistliche Übung des Sehens entdecke, dass so viel mehr da ist - immer schon da war. Ich schaue nicht nah mehr, ich schaue nicht nach übermorgen, sondern ich entdecke was da ist – und verblüfft stelle ich fest, es reicht, vielleicht muss es nur anders verteilt werden – das kann mich verwandeln, das kann mich zufriedener machen. Hier einige Links im Zusammenhang mit unserem Thema: www.simoneweil-denkkollektiv.de https://www.reflab.ch/simone-weil-es-ist-der-blick-der-rettet/ https://www.reflab.ch/lesefrucht-haben-wir-zu-beten-verlernt-und-wenn-ja-warum/ https://www.uni-erfurt.de/katholisch-theologische-fakultaet/professuren-lektorate/kirchengeschichte/kirchengeschichte-des-mittelalters-und-der-neuzeit/forschung/forschungsstelle-sprachkunst-und-religion Foto © Rick Rock EMI Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: [email protected] Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/2dpO3NteNWUDL2S9e0t0Mi?si=6d042078b78345c1 Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ  
#307 Kraftklub - Unsterblich sein
2026/01/27
Mit Aaron tausche ich mich immer wieder mal über Musik aus. Aaron mag das neue Kraftklub Album und gleich zum ersten Song gab es da eine Frage und um die geht es heute. Bei Kraftklub ist Unsterblichkeit an Gefühle, Erlebnisse und an eine einzelne Person geknüpft. Es geht um diesen Moment, der nie vorbeigehen sollte. In einem anderen Song des Albums heißt es: „Wenn ich tot bin, fange ich wieder an zu rauchen“ – und so hat mich dann Aaron gefragt, was für mit Unsterblichkeit und ewiges Leben bedeuten – die Antwort gib es in dieser Folge.  Ein kleines bisschen verraten ich schon hier: Jesus verkündet, dass das Reich Gottes „mitten unter euch“ ist. Diese Aussage meint, dass das Reich Gottes nicht nur eine zukünftige Hoffnung darstellt, sondern bereits in der Gegenwart erfahrbar ist. In diesem Sinne könnten die schönen Momente, die wir erleben, Teil dieser gegenwärtigen Realität sein. Sie sind Ausdruck der Liebe und Gemeinschaft, die das Reich Gottes prägen. Der Song spiegelt die Hoffnung wider, die auch in den Lehren Jesu zu finden ist. In einer Welt voller Herausforderungen sind es die kleinen positiven Veränderungen und die Liebe zu anderen, die uns helfen, das Reich Gottes zu erkennen. Ich könnte stundenlang mit dir auf diesem Gehweg steh'nUnd darauf hoffen, dass du mich noch einmal küsst.Diese Hoffnung auf den Kuss, ist wie so ein Senfkorn aus einem Gleichnis von Jesus, denn in dem was da hoffentlich gleich auf dem Gehweg passiert, steckt ja der Wunsch nach viel mehr  Von jemand anderen Ansehen geschenkt bekommen - gesehen werden und Zeit füreinander haben – unsterblich verliebt sein. Da steckt ein Gefühl drin, wie schön, wie perfekt, wie paradiesisch dieses Leben sein kann – und das ist dann ein Blick in das Reich Gottes, jetzt und hier – auch auf ´nem Gehweg in Karl-Marx Stadt oder Chemnitz. http://sinnundsegen.de Foto © Phillipp Gladsome Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: [email protected] Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/58HJ37hcUgEJVEPH7SqIMz?si=ee4b8206d3fa42b7 Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ
#306 Britney Spears – Stronger
2026/01/20
Im Landestheater Neuss ist aktuell das Stück Toxic #FreeBritney zu sehen. Generationen sind mit Britney aufgewachsen. Sie erlebte ihren Aufstieg zur Princess of Pop aus der amerikanischen Provinz – später wurde ihr Körper, ihre Persönlichkeit und ihr Privatleben in sämtlichen Medien auseinandergenommen und kommentiert. Zuletzt konnte sie sich erfolgreich aus der dreizehn Jahre dauernden, unzulässigen Vormundschaft ihres Vaters befreien, die ihr jeglichen Aspekt ihres täglichen Lebens bis in Kleinste diktiert hatte. Dazu passt der Song „Stronger“ von Britney Spears besonders gut. Die Autorin des Theaterstücks Jette Büschel sagt, dass Britney im Laufe der Zeit immer stärker wird – von Tag zu Tag. Genau dieses Wachsen, dieses Sich-Befreien, hört man auch im Song. Stronger steht für den Moment, in dem Britney anfängt, ihre eigene Stimme zu finden und sich aus Fremdbestimmung zu lösen. Das Theaterstück und der Song zeigen: Irgendwann ist Britney nicht mehr das kleine Mädchen ist, das sich herumschubsen lässt. Stronger markiert genau diesen Punkt: Britney emanzipiert sich von dem Bild, das andere von ihr haben, und übernimmt Verantwortung für ihr eigenes Leben. Daraus kann man lernen, dass Stärke bedeutet, sich nicht länger definieren zu lassen – sondern selbst zu entscheiden, wer man ist und wofür man steht. Und so ist #freeBritney zu einer Bewegung geworden, sich gegen die toxische Übergriffigkeit der Medien insbesondere gegenüber jungen Frauen zu wehren. Neben der Autorin des Stücks Jette Büshel sind in dieser Folge auch die Schauspielerinnen Kati Hintzen und Annalisa Hohl zu hören, die die Britney in dem Theaterstück spielen. Foto © Mark Seliger Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: [email protected] Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/5QhBKPqsnX1uY9fZNaAtZg?si=b000c85ca7514070 Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ
#305 Turnstile – Seein Stars
2026/01/13
Das Album Never Enough von Trunstile war eins meiner Lieblingsalben in 2025. Es hat Energie die wirklich aufbaut. Es sind viele New Wave und Pop Elemente, besonders in unserem Song „Seeing Stars“ enthalten. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass ist „Dream Punk“ – das gefällt mir und für mich passt das als Beschreibung. Wer bin ich gerade? Wo stehe ich eigentlich?Vielleicht kennst Du genau das: Du bist ständig in Bewegung, Erwartungen prallen aufeinander, und trotzdem fühlt sich manches unklar an. Der Song macht daraus kein Drama, aber auch keinen schnellen Ausweg. Er bleibt ruhig, fast schwebend, als würde er sagen: Du darfst hier kurz stehen bleiben. Sehnsucht ist kein Defekt! Wie schon gesagt, der Albumtitel heißt „Never Enough“ und das zieht sich durch viele Titel des Albums – die Grundaussage lautet: „It’s never enough love“ Das kann wehtun. Denn genau so fühlt es sich oft an: Egal, wie viel Mühe man sich gibt, irgendetwas fehlt immer. Mehr Anerkennung. Mehr Sicherheit. Mehr Nähe.Turnstile sagen nicht: Du musst dich einfach mehr anstrengen. Sie sagen auch nicht: Alles ist hoffnungslos. Sie lassen dieses Gefühl stehen – ehrlich und ungefiltert. Christlich gedacht könnte man sagen: Sehnsucht ist kein Defekt. Sie zeigt, dass wir auf Beziehung angelegt sind. Dass wir mehr wollen als funktionieren. Vielleicht ist „never enough“ kein Urteil über dich, sondern ein Zeichen dafür, dass dein Leben offen ist – nicht abgeschlossen, nicht fertig. Und genau da kommt unser Song „Seeing Stars“ ins Spiel Sterne sieht man oft, wenn man kurz die Orientierung verliert – oder wenn man bewusst nach oben schaut. Der Song erklärt nicht, was diese Sterne „bedeuten“. Er lässt sie einfach da sein.Foto © Atiba Jefferson Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: [email protected] Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/2Z4nIITCxUoaZvFug5FxtO?si=f649604fc5ba4443 Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

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