
Werben im Podcast: Seelenfutter
Dieser Podcast hat
310 Episoden
Sprache
GermanExplizit
Nein
Erstellt am
2020/05/14
Neueste Episode
2026/10/02
Durchschnittsdauer
48 min.
Veröffentlichungsintervall
14 Tage
Beschreibung
Gespräche über das, was nährt. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Mit „Seelenfutter“ liefern Susanne Garsoffky, Publizistin aus Hamburg, und Friedemann Magaard, Pastor aus Husum, deshalb alternative Lebensmittel frei Haus. In ihrem Podcast bringen die beiden lyrische und biblische Texte zusammen und lassen sich dabei zuhören, was sie entdecken.
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Seelenfutter 310: Von rosigem Flimmern und offenen Kinderaugen. Gedichte von Jakob Haringer und Jakob Bosshart
2026/10/02
„Immer steht man daneben“. Mit einem Leben an der Seitenlinie, daneben statt mittendrin, kennt sich der Dichter Jakob Haringer aus. Er lebte Jahrzehnte als Vagabund, unstet, getrieben, heimat- und oft auch obdachlos. Sein Gedicht „Land der Zauberer“ findet Worte dafür, dass Enttäuschung und Verzweiflung sich permanent anfühlen können: „Immer in Sehnsucht verwarten,… Hand ohne Glück, ohne Land!“ Und doch, zum Ende seines sehr bemerkenswerten Gedichts, leuchtet etwas auf, das fast nach Hoffnung klingt. Ein Wunder? Dazu stellen die beiden Lyrikpodcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht „Wohin ich schaue“ des Schweizer Poeten Jakob Bosshart, dass vom Umgang mit Wundern handelt, vom Hadern bis zur intellektuellen Rationalisierung. Doch wenn ihr nicht werdet wie die Kinder…: „Nun halt ich wieder Kinderaugen offen und weiß, das Wunder ist der Grund der Welt.“ Einfach wundervoll“ Dazu gibt es Bibelworte nach Markus und aus den Psalmen.
Seelenfutter 309: Von verbrauchten Besen und gepflegten Zweifeln. Gedichte von Joachim Ringelnatz und Therese Chromik
2026/09/18
Als politischer Dichter hat sich Joachim Ringelnatz eher keinen Namen gemacht. Aber wenn er will, dann kann er. Sein Gedicht „Auskehr“ von 1927 nimmt klar Stellung, gegen die Saubermänner, gegen die „schundigen, verbrauchten Besen“, die alles auskehren wollen, nur nicht vor der eigenen Haustür. Da hilft nur ein zauberlehrlingsartiger Befehlston: „Sagen wir nur: Nein! In die Ecke, Besen, Besen!“ Und dazu kommt ein offenes Bekenntnis zu Schmutz und Schund, vor allem aber zur Freiheit. Großes Kino! Dazu stellen die beiden Lyrikpodcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht „Zwiespalt“ von Therese Chromik, eine lyrische Fingerübung zu den Grundfiguren der Aufklärungsphilosophie und dem Zweifeln am Zweifeln. Aus der Vogelperspektive auf die Irrnisse und Wirrnisse früherer und heutiger Zeiten. Dazu gibt es Bibelworte von Paulus und nach Matthäus.
Seelenfutter 308: Von einem Pflaumenbaum und kleinen Veilchensträußen
2026/09/04
Liebe. Irgendwie unkaputtbar. Selbst bei den Dichtern der neuen Sachlichkeit verirren sich zarte Empfindungen, möglicherweise zur Verwunderung der Dichter selbst. Bert Brecht sinniert in „Erinnerung an die Marie A.“ einer alten und lange vergangenen Liebe nach. So viel verblasst und vergessen ist, die alte Gestimmtheit hinterlässt Spuren. Dazu stellen die Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht „In der Stadtbahn“ von Klabund, in der die Begegnung zwischen einer Prostituierten und einem lebensunerfahrenen „Jüngling“ zu beider Überraschung ganz erstaunliches hervorbringt. Bezaubernd das. Dazu gibt es Bibelworte von Paulus und aus den Psalmen.
Seelenfutter 307: Von blauem Schnee und rotem Kleid. Gedichte von Emmy Hennings und Kurt Schwitters
2026/08/24
Zwei äußerst ungewöhnliche Liebesgedichte stellen die Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard in der aktuelle Folge des Seelenfutter vor – Seelenfeinkost sozusagen. Emmy Hennings „Fremde Zärtlichkeit“ ist so fein wie melancholisch, eine kostbare Miniatur. Dagegen stürmt Kurt Schwitters „An Anna Blume – Merzgedicht I“ furios davon, enthemmt und entgrenzt, in fröhlicher Dada-Manier, eine knallende und wirbelnde Liebeserklärung. Heute mal etwas fürs Herz. Und spannend ist es auch. Dazu gibt es Bibelworte aus dem Ersten Johannesbrief und den Psalmen.
Seelenfutter 306: Von einer beschäftigten Welt und einer begrabenden Leere. Gedichte von Heinrich Detering und Charles Baudelaire
2026/08/07
Was bleibt von Ikarus? Er flog und flog, bis er der Sonne zu nah kam. Der Fall kam jäh. Was bleibt? Das Gedicht „Wie Ikarus es sah“ von Heinrich Detering schaut eigentlich dran vorbei und beschreibt, wie das Leben ohne innezuhalten weitergeht in einer schwer beschäftigten Welt. Dazu stellen die Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard die Innenansichten des Ikarus, wie es das Gedicht „Klagen eines Ikarus“ von Charles Baudelaire in Worte bringt. Die Motive sind hehr, die Leere groß. Und was bleibt? Dazu gibt es Bibelworte aus dem Buch der Sprüche und dem Buch der Könige.
Seelenfutter 305: Vom Rest im Glas und einem Wortgefäss. Gedichte von Marie T. Martin und Andreas Reimann
2026/07/24
Die aktuelle Folge des Lyrik-Podcast Seelenfutter führt in die Welt der Gastronomie, in eine Bar, in ein Cafe, jeweils eigene Welten. Zeit und Raum funktionieren anders als in der normalen Welt. In Marie T. Martins Gedicht „Dies ist die Bar der vorgerückten Stunde“ zerfließen die Stunden im Dämmerlicht, die Neige im Glas wird zum Opfer für die Götter. Die fast lapidare Frage, was nun bleibt, wird gewichtig. Dazu stellen die Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht „Cafehaus“ von Andreas Reimann, wo die Macht der Uhren ausgesetzt ist und alle Gäste eine überraschende Gleichheit erfahren. Verzicht entsteht nicht aus Mangel, sondern durch bewusste Entscheidung. Dazu gibt es Worte aus den Psalmen.
Von Vaters Land und Mutters Wort. Gedichte von Herman Bang und Rose Ausländer
2026/07/12
In Zeiten, da weltweit neue und gefährliche Nationalismen um sich greifen, tun die besonnenen Zeilen des dänischen Dichters Herman Bang ausgesprochen gut. Nach Großmannssucht ruft Bang dazu auf, bescheiden und schlicht zu sein: „Vaterland, Mutter im Trauerkleid, lehr uns: klein zu sein…“ Dazu stellen die Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht „Mutterland“ von Rose Ausländer, der Heimatlosen, die nach dem Verlust von allem, was „Vaterland“ sein konnte, ein neues, ein geistiges Zuhause findet. Dazu gibt es Worte aus dem Buch Prediger und vom Propheten Jesaja.
Seelenfutter Folge 303: Von verschleiertem Sinn und einem blinkenden Ding. Gedichte von Alberto Caeiro und Sinaida Gippius
2026/06/26
Um die Sinnfrage geht es im aktuellen Lyrik-Podcast Seelenfutter, kleiner geht’s nicht. Was sehen wir, wennwir sehen, und welcher Sinnzusammenhang steht hinter den Dingen, die wir beschreiben. Der portugiesische Dichter Alberto Caeiro grenzt sich scharf von transzendenterVerschleierung ab, oder von dem, was er vermutet. Sein Gedicht „Du, Mystiker“ verneint Bedeutungen hinter den Dingen. Dazu stellen die Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard ein Gedicht der russischen Lyrikerin Sinaida Gippius, das mit einer Art heiliger Scheu Abstand hält zu dem, was hinter den Dingen aufscheint. Dazu gibt es Worte von Paulus und aus dem Buch der Sprüche.
Seelenfutter Folge 302: Vom Messias und einer traurigen Nacht. Gedichte von Nachoem M. Wijnberg und Rainer Maria Rilke
2026/06/12
Was wird sein, „wenn der Messias kommt“? Der niederländische Dichter Nachoem M. Wijnberg meditiert diese Frage in seinem Gedichtband „Jüdische Gedichte“ aus dem Jahr 2020. Es geht um die ewig relevanten Fragen nach der Identität. Sogar der Messias selbst könnte sich seiner Sache nicht sicher sein Dazu stellen Lyrikpodcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Rilke-Gedicht „Der Ölbaum-Garten“, eine bewegende Betrachtung zur Getsemani-Szene, eine große Identitätskrise von Jesus am Vorabend seines Todes. Dazu gibt es Bibelworte nach Johannes und Matthäus.
Seelenfutter Folge 301: Von einem staubgebeugten Rücken und einer unruhigen Seele. Gedichte von Elisabeth Langgässer und Wolfgang Borchert
2026/05/29
Zwei Frühlingsgedichte, und beide können nicht vollends glücklich strahlen. In „Frühling 1946“ findet Elisabeth Langgässer Worte für ihre Erschütterung, ihre verloren geglaubte Tochter wieder zu finden: „Ach, welch sphärisches Entzücken nahm dem staubigen Rücken sein Gewicht?“. Erleichtert, aber nicht geheilt. Dazu stellen die Seelenfutter-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht „Am Fenster eines Wirtshauses am Steinhuder Meer. Auf dem Nachhauseweg 1945“, in dem der Schriftsteller Wolfgang Borchert einen Einblick in seine unruhige Seele gewährt. Der Krieg neigt sich dem Ende zu, die Blumen und Vögel geben sich frühlingshaft, aber geheilt ist der junge Soldat noch nicht. Dazu gibt es Bibelverse aus dem Buch der Psalmen.
Seelenfutter Jubiläumsfolge 300, mit Johann Hinrich Claussen: Von Tauwetter, unbekannten Welten und einem Mikroskop. Gedichte von Philip Larkin, Rose Ausländer und Emily Dickinson
2026/05/16
Zur Jubiläumsfolge bringt der Kulturbeauftragte des Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ein beeindruckendes Geschenkt: Das Gedicht "Wunderheilung" des englischen Lyrikers Philip Larkin erzählt in befremdlicher Distanz von der Szenerie einer Massensegnung, in aller Skurrilität, Abgründigkeit und Faszination. Dass tatsächlich Berührendes geschieht, mag womöglich an anderer Macht liegen... Dazu stellen Seelenfutter-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard die Gedichte "Glaube" von Rose Ausländer, schlicht und stark, und "faith" von Emily Dickinson, eine lyrische Miniatur, die mit ironischem Blick auf die Inszenierung von (Männer-)Glauben schaut. Dazu gibt es Bibelworte von Johannes, Markus und aus den Psalmen.
SeelenfutterJubiläumsfolge 300, mit Johann Hinrich Claussen: Von Tauwetter, unbekanntenWelten und einem Mikroskop. Gedichte von Philip Larkin, Rose Ausländer undEmily Dickinson
Zur Jubiläumsfolge bringt derKulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland Johann Hinrich Claussenein opulentes Geschenk: Das Gedicht „Wunderheilung“ des englischen LyrikersPhilip Larkin erzählt von der Szenerie einer Massensegnung, in aller Skurrilität,Abgründigkeit und Faszination. Dass tatsächlich Berührendes geschieht, liegtwomöglich in anderer Macht. Dazu stellen die Seelenfutter-Gastgeber SusanneGarsoffky und Friedemann Magaard die Gedichte „Glaube“ von Rose Ausländer,schlicht und stark, und „faith“ von Emily Dickinson, eine lyrische Miniatur,die mit ironischem Abstand auf die Inszenierung von (Männer-)Glauben schaut. Dazugibt es Bibelwort von Johannes, Markus und aus den Psalmen.
SeelenfutterJubiläumsfolge 300, mit Johann Hinrich Claussen: Von Tauwetter, unbekanntenWelten und einem Mikroskop. Gedichte von Philip Larkin, Rose Ausländer undEmily Dickinson
Zur Jubiläumsfolge bringt derKulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland Johann Hinrich Claussenein opulentes Geschenk: Das Gedicht „Wunderheilung“ des englischen LyrikersPhilip Larkin erzählt von der Szenerie einer Massensegnung, in aller Skurrilität,Abgründigkeit und Faszination. Dass tatsächlich Berührendes geschieht, liegtwomöglich in anderer Macht. Dazu stellen die Seelenfutter-Gastgeber SusanneGarsoffky und Friedemann Magaard die Gedichte „Glaube“ von Rose Ausländer,schlicht und stark, und „faith“ von Emily Dickinson, eine lyrische Miniatur,die mit ironischem Abstand auf die Inszenierung von (Männer-)Glauben schaut. Dazugibt es Bibelwort von Johannes, Markus und aus den Psalmen.
Seelenfutter Folge 299: Von imperialer Sprache und geretteten Seelen. Gedichte von Maricela Guerrero und Bessie Anderson Stanley
2026/05/02
Ob die olympische Idee wirklich der Völkerverständigung dient? Da hat die mexikanische Lyrikerin Maricela Guerrero doch erhebliche Zweifel. In ihrem Gedicht „citius altius fortius“ („schneller, höher, kräfter/weiter“) hinterfragt sie den „Wettbewerb der Unverständigung“ aus postkolonialer Sicht. Dazu stellen die Gastgeber des Lyrikpodcast Seelenfutter Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das berühmteste Gedicht der US-amerikanischen Dichterin Bessie Anderson Stanley mit dem Titel „Was ist Erfolg“, unter anderem ein preisgekrönt bei einem Wettbewerb (!) im Jahre 1904: „Es hat derjenige Erfolg gehabt, der gut gelebt, oft gelacht und viel geliebt hat“. Dazu gibt es Bibelwort von Paulus und aus den Psalmen.
Seelenfutter Folge 298: Von einem lachenden Kuckuck und einem kühnen Falter. Gedichte von Ricarda Huch und Selma Meerbaum-Eisinger
2026/04/17
Frühling. Das Leben erwacht. Grüne Gräser,Blüten an Bäumen und Blumen. In eine gewisse Überschwänglichkeit hinein die bange Frage, wie viele Frühlinge es noch werden können. Wer dann vom Kuckuck ausgelacht wird… Ricarda Huchs Gedicht „Frühling“ mal diese Szenerie und überspült die bange Irritation mit verschwenderischer Geste. Wunderbar. Dazu stellen Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard in der nunmehr 298. Seelenfutter-Folge das Gedicht „Nachmittag“ der 16jährigen Lyrikerin Selma Meerbaum-Eisinger, das in einer stillen Frühlingsstimmung einen gelben Falter und eine grüne Fliege aneinandergeraten lässt. Erst die Schlehdornspitzen finden das klärende Wort. Traumschön! Dazu gibt es Bibelworte aus den Psalmen.
Seelenfutter Folge 297: Vom dem fahlen Licht und einem tröstlichen Nahesein. Gedichte von Carola Moosbach und Henry F. Lyte
2026/04/04
Im scheidenden Licht, wenn die Nacht hereinbricht, mag niemand ganz alleine sein. „Bleib bei uns“ bitten die beiden, die traurig nach Hause gehen, und das Herz ist ihnen schwer. Die Osterfolge des Lyrik-Podcast Seelenfutter beginnt in dunkel-fahler Stimmung, aus der sehnsüchtige Bitten herausgedichtet werden. Carola Moosbachs „Gegen Abend“ ist eine poetische Kommentierung der Bach’schen Osterkantate „Bleib bei uns, denn es will Abend werden“. Dazu stellen Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht „Herr, bleib bei uns“ des schottischen Dichters Henry F. Lyte, der Mitte des 19. Jahrhunderts im Angesicht seines Lebensabends eine österliche Abendstimmung aufnimmt, die hält und tröstet. Dazu gibt es Bibelworte nach Lukas und aus den Petrusbriefen. In mitunter düsteren Zeiten ein nahrhaftes Oster-Seelenfutter.
Seelenfutter Folge 296: Von einer Stimme, die Platz macht, und dem Singen im Dunkeln. Gedichte von Luis Garcia Montero und Doris Runge
2026/03/20
Wir müssen über Liebe reden. Das Gedicht „Umarmung“ des spanischen Lyrikers Luis Garcia Montero weiß davon, dass sich Wunden zu zeigen gemeinsam stark machen kann: „Es ist die Schwäche, die uns eint“. Darin entsteht eine neue, oder auch die eigentliche Stärke. Doris Runges Gedicht „von liebe viel“ beschreibt das Fallen und die Dunkelheit, aber in beidem gilt: „hand greift hand“. So gelingt gemeinsam sogar das Singen im Dunkeln. Hoffnungsvoll. Dazu gibt es Bibelverse von Paulus und aus dem Psalmen.
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