
Werben im Podcast: Muss es sein? Der Konzertpodcast des RSB
Dieser Podcast hat
86 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Rundfunk-Sinfonieorchester BerlinExplizit
Nein
Erstellt am
2022/06/17
Neueste Episode
2026/10/19
Durchschnittsdauer
10 min.
Veröffentlichungsintervall
20 Tage
Beschreibung
Zu jedem Sinfoniekonzert des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin erklären Katharina Neuschaefer (Kat) und Susanne Westenfelder (Fia), warum es sich unbedingt lohnt, das Konzert zu besuchen. Subjektiv, unterhaltsam, und Sie müssen nicht Musikwissenschaft studiert haben, um den Podcast zu genießen.
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Dima Slobodeniouk dirigiert Moussa, Saariaho und Schostakowitsch
2026/10/19
Sehnen nach Schönheit
1984 in Kanada geboren, heute in Berlin lebend – Samy Moussa gehört der immer präsenter werdenden Generation der Postavantgarde an, die keinen Reiz mehr darin verspürt, die Missstände der Welt in düsteren Klangfarben anzuprangern. Für die Orchesterhymne „Adgilis
Deda“ (Mutterort) hat er sich von den georgischen Kaukasusbergen inspirieren lassen, die Musik folgt dem „Konzept des Schutzes“ (Moussa) und der Geborgenheit. Die feinen Klangfarben der Harfe sind es, die Kaija Saariaho immer wieder gereizt haben, für dieses besondere
Instrument zu komponieren. Einer der weltweit führenden Harfenisten stellt uns das dreisätzige Harfenkonzert aus dem Jahre 2015 vor. Nach der fulminanten Fünften sucht die Sechste (1939) von Schostakowitsch mit weitaus poetischeren Mitteln nach Sinn und Hoffnung. Am Ende bleibt ihr nichts, als sich wie ein Clown im Zirkus auszutoben – mit verzweifelter Grimasse.
Stanislav Kochanovsky dirigiert Widmann und Rachmaninow
2026/10/15
Einfach Freude
Zwei Universalmusiker, die auf den ersten Blick kaum etwas gemeinsam haben, begegnen sich in diesem Konzert. Tatsächlich eint es Sergei Rachmaninow und Jörg Widmann, dass sie eine natürliche, erlebbare Freude an der Musik verspüren, die sie gerne mit anderen Menschen
teilen. Rachmaninow, ein glänzender Pianist des frühen 20. Jahrhunderts, Widmann ein nicht minder phantastischer Klarinettist im noch jungen 21. Jahrhundert, beide darüber hinaus aktive und kreative Komponisten, die sich immer bewusst darüber sind, selber ihre Werke auf der Bühne dem Publikum „auszuliefern“. Das heißt auch, kreativ auf Kritik reagieren zu können. Keine kompositorische Idee kann falsch sein, wenn sie dem Herzen entspringt – diese Haltung war in der klassischen Musik des 20. Jahrhunderts selten geworden. Langsam kehrt sie zurück.
Marin Alsop dirigiert Clyne, Barber und Schostakowitsch
2026/09/21
Sie sind lustige Verkleidungen oder lebensrettende Narrenkappen – hinter Masken lauert oft Verborgenes. Nicht so bei Anna Clyne. Die Londoner Vergnügungsgärten des 18. Jahrhunderts forderten sie 2013 zu einem kurzen, ausgelassenen Spiel heraus, bestehend einfach aus Tanz und Musik. Ganz anders bei Dmitri Schostakowitsch.
Die pausbäckige Fröhlichkeit der Sinfonie Nr. 5 wirkt aufgesetzt, erzwungen. Der Komponist hat mit dem Werk nichts weniger als sein Leben während der Stalin-Ära gerettet. Wütend, wie ein unfreiwilliger, herausgeprügelter Jubel, muss deren Schlussapotheose klingen.
Ihren liebsten Komponisten, so nennen die Amerikaner Samuel Barber – nicht nur wegen des berühmten Adagios für Streicher. Das Violinkonzert, eines der schönsten aus den 1930er-Jahren, dem Violinkonzert-Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts, beschert Gänsehautmomente mit
schwelgerischem Gestus und süffigen Melodien.
Vladimir Jurowski dirigiert Denissow, Vieru und Rachmaninow
2026/08/31
Uneingeschränkt sein
Einmal alles ausprobieren, Farben, Formen, Techniken – das wollte der deutsche Maler Daniel Richter in dem nebenstehenden Bild. Daniel Richters Kunstwerke begleiten uns durch die gesamte Saison 2026/2027.
Das Eröffnungskonzert bietet sogleich die Möglichkeit, Korrespondenzen „zwischen abstrakter Malerei und Musik“ (Edison Denissow, 1970) zu erkunden. Denissow, ein Freund und Weggefährte von Schnittke und Gubaidulina in der früheren UdSSR, bereitet mit seinem fein ausgeleuchteten Orchesterwerk „Peinture“ den Boden für die filigrane Sinfonie (1973) des jüdisch-rumänischen Künstlers Anatol Vieru, der 2026 einhundert Jahre alt geworden wäre – „Herzrasen“, „Psalm“ und „Ungezügelte Melodie“ sind die Sinfoniesätze überschrieben.
Nicht opulent genug kann es klingen in Sergei Rachmaninows „Glocken“. Menschliche Stationen, von der Geburt über die Hochzeit, die Stürme des Lebens bis hin zum Tod finden dort ihren Widerhall.
Katharina Wincor dirigiert Read Thomas, Say und Beethoven
2026/06/16
Wenn man an Frieden denkt, denkt man vielleicht an Stille. An ein ruhiges Fleckchen Natur, an Vogelgezwitscher, an das Plätschern eines Bachs. Beethoven hätte das unterschrieben. Aber manchmal – und das ist der Gedanke, der dieses Konzert zusammenhält – muss man erst schreien, bevor man schweigen kann.
Um welches Konzert geht es? Um das letzte der Saison! Höhepunkt und Endspurt. Aber ein Friedlicher. Einer, bei dem es keine Verlierer gibt. Am 2. Juli dirigiert Katharina Wincor das Rundfunk Sinfonieorchester. Die Solocellistin ist die grandiose Camille Thomas. Fia stellt euch das letzte Konzert der Spielzeit 2025/26 vor. Viel Spaß beim Reinhören!
Jonathan Nott dirigiert Elgar und Tschaikowsky
2026/06/15
Kat präsentiert euch hier das Konzertprogramm vom 28.06.2026, das ein bisschen ist, wie ein Ausflug ins Gym. Einerseits Maximal-Kraft-Training mit Elgars unfassbarem Violinkonzert in h-Moll, op.61. Gespielt von der britischen Geigerin Nicola Benedetti. Und danach ein Wellness-Treatment mit der wunderschönen, selten zu hörenden dritten Sinfonie in D-Dur, op.29 von Peter Tschaikowski. Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin musiziert unter der Leitung von Jonathan Nott.
Viel Spaß beim Anhören der neuen Episode.
Jaime Martín dirigiert Hensel, Mozart und Mendelssohn Bartholdy
2026/06/02
Wer hat der Reformationssinfonie von Felix Mendelssohn Bartholdy eigentlich ihren Namen gegeben? Was gibt es über eines der berühmtesten Andantes der Musikgeschichte zu erzählen und welche Besonderheiten hat die Ouvertüre? In dieser neuen Podcast-Episode hat Fia viele Informationen zu Hensels Ouvertüre C-Dur, Mozarts Konzert für Klavier und Orchester C-Dur KV 467 und Mendelssohn Bartholdys Sinfonie Nr. 5 zusammengetragen. Die Werke hört ihr am 11.06.2026 um 20 Uhr im Konzerthaus Berlin.
Viel Spaß beim Anhören!
Simone Young dirigiert Dvorák und Korngold
2026/05/18
Wer es üppig mag, der wird im Konzert am 30.05. glücklich werden.
Simone Young führt das RSB durch Erich Wolfgang Korngolds cineastische Sinfonie in Fis-Dur, op.40. Und durch das wunderbare Violinkonzert von Antonin Dvorák. Christian Tetzlaff, der nun scheidende Artist in Residence der Konzertsaison 2025 /2026 hat sich dieses Werk zum Abschied gewünscht.
Kat hat spannende Infos zu diesen Werken in dieser Episode als Vorbereitung auf das Konzert zusammengestellt.
Leonard Slatkin dirigiert Bernstein, McTee, Barber und Copland
2026/04/29
Vier Komponisten – ein Land. Am 12.05. hört ihr die USA auf der Bühne der Philharmonie. Das RSB spielt Bernstein, McTee, Barber und Copland. Leonard Slatkin dirigiert das Konzert.
Und an dem Abend könnt ihr DEN Starorganisten Cameron Carpenter live erleben. Technik, Eleganz, Wahnsinn alles gleichzeitig. So beschreibt Fia das Spiel des Organisten hier im Podcast. Sie hat aber noch mehr Infos zu den Werken und Komponisten für euch. Viel Spaß beim Anhören der neuen Podcast-Folge.
Sakari Oramo dirigiert Sibelius, Saariaho und Dvorák
2026/04/16
In dieser Folge nimmt euch Kat mit zu einem Konzertprogramm voller Licht – oder eben auch nicht – und all seinen Schattierungen sowie den spektakulären Gegensätzen am Polarkreis.
In Jean Sibelius' Komposition „En Saga” geht es um Finnland und seine Mythen. Weiter geht es mit dem „Nordlicht“ aus dem Cellokonzert der Finnin Kaija Saariaho, das von einem Finnen, nämlich Anssi Kartunen, gespielt wird.
Wer könnte sich schließlich besser mit den extremen Lichtverhältnissen im hohen Norden auskennen als ein Finne? Sakari Oramo dirigiert das RSB bei diesem Konzert am 29. April. Es endet mit Dvoraks 8. Sinfonie, die zwar ganz unfinnisch, dafür aber extrem sonnig ist.
Vladimir Jurowski dirigiert Brahms und Wagner
2026/04/07
Kat stellt euch in dieser neuen Episode das Konzert am 18.04.2026 vor.
Zwei selbsternannte Beethoven- Erben stehen an dem Abend auf dem Programm, nämlich: Johannes Brahms und Richard Wagner. Beide glauben zu wissen, in welche Richtung sich die Musik entwickeln muss. Und Ihr könnt für euch selbst entscheiden, welche Partei ihr unterstützt und damit gewissermaßen den legendären Musikerstreit fortsetzen, der schon das 19. Jahrhundert aufgemischt hat.
Diese Podcast-Folge wird unterstützt von der Berliner Morgenpost.
Oksana Lyniv dirigiert Verdis „Messa da Requiem“
2026/03/09
Eine neue Folge von "Muss es sein?" mit Kat und dieses Mal mit einer Musik im XXL-Format, die knallt so, dass es ein wirkliches Erlebnis ist: Verdis „Messa da Requiem“, komponiert zum Andenken an den berühmten italienischen Dichter und Patrioten Alessandro Manzoni. Alles was ihr sonst noch zu spektakulären Werk wissen müsst, erfahrt ihr hier in der neuen Podcast-Episode.
Viel Freude beim Anhören.
Vladimir Jurowski dirigiert Sibelius, Eggert und Brahms
2026/02/25
Schlagzeug-Showdown, romantische Selbstbefragung und nordische Klangarchitektur.
Fia stellt euch in dieser neuen Episode das RSB-Konzert am 8. März, 20:00 im Konzerthaus mit drei extrem interessanten Werken vor. Vladimir Jurowski dirigiert Pohjolas Tochter von Sibelius, Master and Servant für Schlagzeug und Orchester – ein Auftragswerk des RSB – von Moritz Eggert mit Konstantyn Napolov am Schlagzeug und die Sinfonie Nr. 3 von Johannes Brahms.
Viel Spaß beim Anhören.
Vladimir Jurowski dirigiert Beethoven, Brahms und Henze
2026/02/09
Am 24. Februar spielt das RSB in der Philharmonie Berlin unter Vladimir Jurowski drei Werke, die
unterschiedlicher nicht sein könnten und doch zusammengehören: Beethovens
Ouvertüre „Leonore“ Nr. 1, Brahms' Schicksalslied und Henzes Sinfonia Nr. 9. Mit dabei
ist auch der Rundfunkchor Berlin.
Fia stellt euch in dieser Episode die drei Komponisten vor, die auf ihre ganz eigene Weise die großen Frage zu Freiheit, Schicksal und Hoffnung versuchen zu beantworten.
Vladimir Jurowski dirigiert Bruckners Sinfonie Nr. 8
2026/01/26
Dieses Werk hat Anton Bruckner in den Olymp der Sinfoniker katapultiert. Seine Achte Sinfonie in c-Moll. Sie ist so lang, dass sie alleine ein ganzes Konzertprogramm ausfüllt. Denn diese Sinfonie ist ein Koloss, eine Kathedrale. Monumental, dunkel und schattig, dann wieder mit gewaltigen Höhen.
Kat hat in dieser neuen Episode weitere Spannende Infos zum Werk und zum Komponisten für euch.
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