Zur Ausbildung Systemische Supervision (SystCert)
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Personen:
Sabine ZschĂŒttig â Systemische Therapeutin, Coachin und Supervisorin, Dozentin am Systemischen Zentrum der wispo AG; langjĂ€hrige Erfahrung in forensischer Beratung und Supervision
LinkedIn: Sabine ZschĂŒttig
Kevin Baron â Systemischer Club / Systmeta GmbH
Instagram: hausdesbaronsLinkedIn: Kevin Baron
Beschreibung
Herzlich willkommen bei âKalifornische Terrassenâ.
Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch â und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen.
Zusammenfassung
In dieser Folge sprechen Sabine ZschĂŒttig und Kevin Baron ĂŒber Supervision in Zwangskontexten: Was passiert, wenn ein Team zur Supervision geschickt wird? Und wie gehen Supervisorinnen und Supervisoren mit dem eigenen Druck um, wenn die Kooperation ausbleibt?
Den Einstieg macht ein Fall aus der Teamsupervision: Eine FĂŒhrungskraft hat gegen die Verabredung des Teams entschieden, ein Teil des Teams holt eine externe Supervisorin, der andere sitzt skeptisch daneben. Sabine ZschĂŒttig beschreibt, wie sie Erwartungen und No-Gos sammelt, den zeitlichen Rahmen realistisch hĂ€lt und Druck aus der Gruppe nimmt. Ein Team muss keine Familie sein â es braucht eine tragfĂ€hige Arbeitsbeziehung.
Ein zweiter roter Faden ist der Umgang mit denen, die schweigen. Anwesenheit ist bereits ein Beitrag, Schweigen darf legitim sein, und wer mit dem FuĂ wippt, kann eingeladen werden, den FuĂ sprechen zu lassen. Gleichzeitig hĂ€lt Sabine ZschĂŒttig an Struktur fest: VorgesprĂ€che, Visualisierung, Zeitmarken und die Frage, wer fĂŒr wen spricht, geben Orientierung und Sicherheit. Bricht ein Konflikt zwischen Leitung und Mitarbeitenden aus, gibt sie die Frage zurĂŒck ans Team.
Zum Schluss geht es um die Supervisorin selbst â um Scham im Raum, um Themen wie Verlust und Suizid eines Klienten, die ein Team nicht besprechen wollte, und um die Entscheidung, welchen Auftrag man annimmt und welchen man qualifiziert weiterverweist.
Dabei wird deutlich:
Supervision wirkt weniger ĂŒber die richtige Methode als ĂŒber echte WertschĂ€tzung fĂŒr die Arbeit derer, die da sitzen â auch wenn sie nicht freiwillig gekommen sind.
Literaturhinweise:
âConen, Marie-Luise (Hrsg.): Wo keine Hoffnung ist, muss man sie erfinden. Aufsuchende Familientherapie. Mit Vorworten von Jorge Colapinto und Jochen Schweitzer-Rothers. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme Verlag, 2. Aufl. 2004 â Conen, M.-L., Cecchin, G. (2020). Wie kann ich Ihnen helfen, mich wieder loszuwerden? Heidelberg: Carl-Auer. â Conen , M.-L. (2007). Eigenverantwortung, Freiwilligkeit und Zwang, S.370 375. In: Zeitschrift fĂŒr Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe (ZJJ) . Heft 4 âConen, M.-L. (2005). Zwangskontexte konstruktiv nutzen, Psychotherapie im Dialog, 6(2). Stuttgart: Georg Thieme Verlag. Conen, M.-L.: ZurĂŒck in die Hoffnung. Systemische Arbeit mitâ âMultiproblemfamilien", 2015ââ Dinger, Wolfgang: Ein Doppelleben. In: Supervision, 43. Jahrgang, Nr. 3, 2025, Seite 7â10; DOI: 10.30820/1431-7168-2025-3-7; Psychosozial-Verlag âą Huber, A. (2003). Möglichkeiten des konstruktiven Umgangs mit Widerstand in erwachsenendidaktischen Veranstaltungen, Zeitschrift: Gruppendynamik und Organisationsberatung, Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften , Wiesbaden. âKĂ€hler, H. (2005). Soziale Arbeit in Zwangskontexten. Wie unerwĂŒnschte Hilfeerfolgreich sein kann. MĂŒnchen: Ernst Reinhardt. â Klug, W., Zobrist, P. (2021). Motivierte Klienten trotz Zwangskontext. MĂŒnchen: Ernst Reinhardt.ââ Liechti, J. (2010). Dann komm ich halt, sag aber nichts. Heidelberg: Carl-Auer.ââ Zobrist , P.: Methodische AnsĂ€tze zur wirkungsvollen Betreuungsarbeit im Zwangskontext, VBK --/VSAV Fachtagung vom 4./5. September 2008. Wirksame Handlungskonzepte im Kindes und Erwachsenenschutz, http://www.vbkcat.ch/assets/pdf/de/aktuell/Unterlagen_Zobrist_gesamt.pdf23.7.2009.
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