
Werben im Podcast: Retina View
Dieser Podcast hat
42 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Retina ViewExplizit
Nein
Erstellt am
2023/09/23
Neueste Episode
2026/09/25
Durchschnittsdauer
34 min.
Veröffentlichungsintervall
28 Tage
Beschreibung
Interviews zur Netzhautforschung
Freischalten Retina View Podcast E-Mail-Kontaktdaten,
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PROM: Wenn die Sicht der Patienten zählt
2026/09/25
In dieser Folge von Retina View geht es um Patientenperspektiven.
Was zählt bei einer medizinischen Behandlung außer Untersuchungsergebnissen und Messwerten? Sogenannte Patient-Reported Outcome Measures, kurz PROMs, erfassen direkt, wie Patienten ihren Gesundheitszustand, ihre Beschwerden und ihre Lebensqualität erleben.
Moderator Thomas M. Duda spricht mit Prof. Dr. Sabine Wöhlke darüber, wie PROMs entwickelt werden, warum Patienten daran beteiligt sein sollten und welchen Mehrwert sie für Behandlung, Forschung und Gesundheitspolitik bieten können. Dabei geht es auch um ethische Fragen, verständliche Aufklärung und die freiwillige Teilnahme an medizinischen Studien.
Ein Blick ins Ausland zeigt: In Ländern wie England, Schweden und Dänemark gehören PROMs teilweise bereits fest zur Gesundheitsversorgung. Deutschland steht dagegen noch am Anfang. Die Folge zeigt, was sich ändern müsste, damit die Erfahrungen und Bedürfnisse der Patienten künftig stärkerberücksichtigt werden
Prof. Dr. Sabine Wöhlke ist Medizinethikerin und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den ethischen, gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Fragen der Gesundheitsversorgung. Als Leiterin einer Ethikkommission und Mitglied eines klinischen Ethikkomitees bringt sie ihre Expertise inForschungsprojekte und klinische Studien ein. Im Podcast erklärt sie verständlich, warum die Perspektive der Patienten ein unverzichtbarer Bestandteil moderner Medizin sein sollte.
Weiterführende Informationen unter folgenden Links:
https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/user_upload/BSt_PROMs-Implementierung_final.pdf
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Biomarker: Früher erkennen. Präziser behandeln
2026/08/28
In dieser Ausgabe von Retina View sprechen wir mit Prof. Dr. Albrecht Lommatzsch über ein Thema, das die Behandlung der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) in den kommenden Jahren entscheidend verändern könnte: Biomarker.
Was sind Biomarker überhaupt – und warum sind sie für Menschen mit AMD so wichtig? Prof. Lommatzsch erklärt verständlich, wie moderne Bildgebung und die Analyse kleinster Veränderungen in der Netzhaut helfen können, den Krankheitsverlauf besser einzuschätzen und Therapien gezielter zu steuern. Ziel ist es, Veränderungen möglichst früh zu erkennen – idealerweise noch bevor Flüssigkeitdie empfindlichen Sehzellen dauerhaft schädigt.
Im Gespräch geht es außerdem um die Chancen der künstlichen Intelligenz in der Augenheilkunde. KI kann OCT-Aufnahmen auswerten, Biomarker erkennen und Augenärzte bei Diagnosen und Therapieentscheidungen unterstützen. Dabei macht Prof. Lommatzsch deutlich: Die künstliche Intelligenz ersetzt den Arzt nicht – sie ist ein wertvolles Werkzeug, das medizinische Entscheidungen unterstützt, aber nicht übernimmt.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage, wie sich die Behandlung der feuchten AMD künftig individualisieren lässt. Können Biomarker helfen, den optimalen Zeitpunkt für eine Therapie zu bestimmen? Wird es möglich sein, denBehandlungsbedarf eines Patienten besser vorherzusagen und damit die Belastung durch häufige Kontrolltermine und intravitreale Injektionen zu reduzieren?
Auch der Blick in die Zukunft kommt nicht zu kurz: Prof. Lommatzsch berichtet über neue Medikamente, Gentherapien und die Hoffnung, dass die AMD eines Tages nicht nur behandelt, sondern deutlich früher erkannt und ihr Fortschreiten langfristig verhindert werden kann.
Zum Abschluss gibt der Netzhautspezialist praktische Empfehlungen für Betroffene und ihre Angehörigen – von einem gesunden Lebensstil über regelmäßigeaugenärztliche Vorsorge bei familiärer Vorbelastung bis hin zur Bedeutung eines verlässlichen Unterstützungsnetzwerks im Alltag.
Themen dieser Folge:
Was Biomarker über eine AMD verraten+Früherkennung statt SchadensbegrenzungModerne OCT-Bildgebung und künstliche IntelligenzIndividualisierte Therapie der feuchten AMDZukunftsperspektiven: Präzisionsmedien und GentherapiePraktische Tipps für Menschen mit AMD und ihre FamilienProf. Dr. Albrecht Lommatzsch leitet seit vielen Jahren die retinologische Abteilung am Augenzentrum des St. Franziskus-Hospitals Münster und zählt zu den führenden Experten auf dem Gebiet der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und Erforschung vonBiomarkern, moderner OCT-Bildgebung und innovativen Therapieansätzen, die eine individuellere und möglichst frühzeitige Behandlung von Menschen mit AMD ermöglichen.
Weiterführende Informationen unter folgenden Links: https://www.augen-franziskus.de/?utm_source=chatgpt.com
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CCS verstehen: Was die Forschung heute weiß
2026/07/31
In dieser Folge von Retina View geht es um die Chorioretinopathia centralis serosa (CCS), früher auch als RCS bezeichnet. Sie ist seit mehr als 150 Jahren bekannt – und dennoch gibt sie der Forschung bis heute viele Rätsel auf.
Warum entsteht die Erkrankung?
Welche Rolle spielen Kortison, Stress und genetische Faktoren?
Und warum heilt sie bei vielen Patienten von selbst, während sie bei anderen chronisch verläuft?
Zu Gast ist Prof. Dr. Dr. Clemens Lange, Facharzt für Augenheilkunde am Augenzentrum des St. Franziskus-Hospitals Münster. Er zählt zu den führenden Experten auf dem Gebiet der CCS-Forschung, ist Gründer des europäischen CCS-Registers und Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen zur Erkrankung. Seine Forschung beschäftigt sich insbesondere mit modernen Bildgebungsverfahren, Biomarkern und der Entwicklung evidenzbasierter Therapien.
Gemeinsam mit Moderator Thomas M. Duda spricht Prof. Lange über den aktuellen Stand der Forschung und erklärt verständlich, was heute über die Erkrankung bekannt ist – und wo noch erheblicher Forschungsbedarf besteht.
Im Mittelpunkt dieser Folge stehen:
die aktuellen Erkenntnisse zur Entstehung der CCS,die wissenschaftliche Evidenz hinter dem oft diskutierten Zusammenhang mit Stress,moderne Bildgebung und die Suche nach Biomarkern,das europäische CCS-Register mit inzwischen über 1.500 Patienten,der Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Auswertung von Bilddaten,sowie die Frage, welche Therapien heute wissenschaftlich belegt sind – und welche nicht.
Außerdem erläutert Prof. Lange, warum hochwertige klinische Studien bei CCS besonders anspruchsvoll sind, welche Forschungsschwerpunkte er für die kommenden Jahre sieht und wie Betroffene durch eine Teilnahme am CCS-Register die Forschung unterstützen können.
Weiterführende Informationen unter folgenden Links:
Deutsches Register-Chorioretionathie Centralis Serosa (CCS): http://ccs-register.de/Stellungnahme derFachgesellschaft DOG: https://dog.org/fuer-aerzte/leitlinien-stellungnahmen-empfehlungen/diabetes-glaskoerper-netzhaut/stellungnahmen-diabetes-glaskoerper-netzhaut/stellungnahme-von-dog-rg-und-bva-zur-chorioretinopathia-centralis-serosa-ccs
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Marine Vision – Neue Therapieansätze bei AMD mit Fucoidanen
2026/06/26
In dieser Folge von Retina View begrüßen wir Prof. Alexa Klettner, Expertin für das retinale Pigmentepithel und langjährige Forscherin auf dem Gebiet der altersabhängigen Makuladegeneration. Sie gibt persönliche Einblicke in ihrenwissenschaftlichen Werdegang und erzählt, was sie seit über zwei Jahrzehnten in der Augenheilkunde antreibt.
Ein besonderer Moment ihrer Forschung begann – wie so oft in der Wissenschaft – mit einem Zufall: der Entdeckung der Fucoidane. Diese aus Braunalgen gewonnenen Polysaccharide rücken zunehmend in den Fokus als potenzieller multifaktorieller Therapieansatz für die altersabhängige Makula Degeneration (AMD).
Wir erklären einfach verständlich, was Fucoidane sind, wie sie im Körper wirken und warum sie gleich mehrere wichtige Prozesse der Krankheit gleichzeitig beeinflussen könnten – zum Beispiel Entzündungen, Zellschäden durch „oxidativen Stress“ und das Wachstum neuer, schädlicher Blutgefäße.
Im Gespräch beleuchten wir auch die entscheidende Frage: Worin unterscheiden sich Fucoidane von bestehenden Therapien – und welchen konkreten Vorteil könnten sie für Patientinnen und Patienten bieten?
Außerdem werfen wir einen Blick auf den aktuellen Stand der Forschung – von Zellkulturmodellen über Ergebnisse im Zebrafisch bis hin zu geplanten Studien am Menschen.
Was bedeuten diese Schritte auf der Zeitachse klinischer Entwicklung?
Darüber hinaus sprechen wir über praktische Aspekte: Wie werden klinische Studien vorbereitet und durchgeführt? Wo könnten sie stattfinden? Wie werden Fucoidane gewonnen und welche Rolle spielt deren Qualität?
Zum Abschluss wagen wir einen Ausblick: Können Fucoidane künftig dazu beitragen, das Fortschreiten der AMD zu verlangsamen und invasive Behandlungen zu reduzieren?
Eine Folge über wissenschaftliche Neugier, unerwartete Entdeckungen und die Zukunft innovativer Therapien in der Ophthalmologie.
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Morbus Stargardt: Forschung zwischen Geduld und Fortschritt
2026/06/02
Was bedeutet Fortschritt in der Netzhautforschung wirklich?
Und warum braucht Wissenschaft manchmal viele Jahre, um den nächstenwichtigen Schritt zu erreichen?
In dieser Folge von Retina View spricht Moderator Thomas M. Dudamit Hendrik P. N. Scholl über den aktuellen Stand der Forschung zu MorbusStargardt – einer der häufigsten erblich bedingten Netzhauterkrankungen.
Gemeinsam werfen sie einen verständlichen Blick hinter dieKulissen moderner Netzhautforschung:
Wie entsteht aus biologischen Erkenntnissen überhaupt eineklinische Studie? Warum sind sogenannte Natural-History-Studien wie ProgStar sowichtig? Und weshalb stehen Geduld, Präzision und wissenschaftliche Sorgfaltoft im Mittelpunkt – auch dann, wenn Betroffene verständlicherweise aufschnelle Fortschritte hoffen?
Außerdem geht es um aktuelle klinische Studien wie dasDRAGON-Programm sowie um die Frage, was Ergebnisse aus solchen Studientatsächlich bedeuten – wissenschaftlich, medizinisch und im Alltag von Menschenmit Stargardt.
Die Folge zeigt:
· wie Forschung Schritt für Schritt funktioniert,
· warum Fortschritt nicht immer spektakulär aussehenmuss,
· und weshalb realistische Hoffnung wichtiger ist alsvorschnelle Versprechen.
Eine Episode über Wissenschaft, Verantwortung und die Menschen,die jeden Tag daran arbeiten, Netzhauterkrankungen besser zu verstehen.
Prof. Hendrik P. N. Scholl zählt international zu den renommiertestenExperten für erbliche Netzhauterkrankungen. Seit vielen Jahren widmet er sichder Erforschung degenerativer Erkrankungen der Netzhaut – insbesondere demMorbus Stargardt und anderen seltenen retinalen Dystrophien. Seine Arbeitverbindet Grundlagenforschung, moderne Bildgebung und klinische Studien mit demZiel, Krankheitsverläufe besser zu verstehen und neue Therapieansätzewissenschaftlich fundiert zu entwickeln.
Als langjähriger Leiter großer internationaler Forschungsprojekte– darunter die wegweisende ProgStar-Studie – hat Prof. Scholl entscheidend dazubeigetragen, die Grundlagen für heutige klinische Studien bei Stargardt zuschaffen. Heute ist er Chief Medical Officer bei Belite Bio und begleitet dort die Entwicklung neuerTherapieansätze für erbliche Netzhauterkrankungen. Seine Arbeit steht fürwissenschaftliche Präzision, internationale Zusammenarbeit und den Anspruch,Fortschritt verantwortungsvoll und transparent zu gestalten.
+++
Kurz nach der Aufzeichnung dieser Podcastfolge veröffentlichteBelite Bio
eine weitere wichtigeEntwicklung: Das Unternehmen hat bei der US-amerikanischen ArzneimittelbehördeFDA mit der sogenannten „Rolling Submission“ des Zulassungsantrags für denWirkstoff Tinlarebant zur Behandlung von Morbus Stargardt begonnen. Grundlagedafür sind unter anderem die Ergebnisse der Phase-3-Studie DRAGON. Sollte dasVerfahren erfolgreich verlaufen, könnte Tinlarebant die erste zugelasseneTherapie für Stargardt werden. Gleichzeitig gilt weiterhin: Auch einZulassungsverfahren ist ein mehrstufiger wissenschaftlicher und regulatorischerProzess, dessen Ausgang sorgfältig geprüft wird.
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Retina View – DerPodcast, der neue Perspektiven eröffnet.
Zwischen Versorgung und Forschung: Das Potenzial von oregis
2026/04/24
In dieser Episode von Retina View werfen wir einen genaueren Blick auf das Register „oregis“ der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft – ein zukunftsweisendes Projekt, das die Versorgungsrealität in der Augenheilkunde erstmals umfassend und sektorenübergreifendabbilden soll.
Wir beleuchten, was oregis ist, wie es sich von bestehenden Registern unterscheidet und warum es als erstes krankheitsübergreifendes Real-World-Datenregister in Deutschland eine besondere Rolle einnimmt. Währendklassische Register meist auf einzelne Erkrankungen fokussiert sind, verfolgt oregis einen offenen Ansatz: Es sammelt anonymisierte Daten aus Klinik und Praxis in Echtzeit – mit dem Ziel, ein realistisches Bild der Versorgung zu schaffen.
Doch wie werden diese Daten heute schon genutzt, und wo liegen aktuell noch Grenzen?
Die Episode zeigt, inwiefern oregis bereits zur Versorgungsforschung beiträgt, warum es bislang nur eingeschränkt für die gezielte Rekrutierung klinischer Studien geeignet ist und welche Weiterentwicklungen – etwa in Form von Subregistern oder erweiterten Datenmodellen – denkbar sind.
Auch der Blick nach vorn spielt eine zentrale Rolle:
Welche Ziele verfolgt oregis langfristig? Wie groß muss dieDatenbasis werden, um belastbare Aussagen zu ermöglichen? Und welche Impulse könnte ein zukünftiges Registergesetz liefern?
Ein besonderer Fokus liegt auf der Perspektive der Patienten:
Welche Möglichkeiten gibt es, Einfluss zu nehmen? Und warum kann es entscheidend sein, das eigene Behandlungszentrum aktiv auf die Teilnahme an oregis anzusprechen?
Denn klar ist: Ohne Daten keine Forschung – und ohne Forschung kein Fortschritt in der Versorgung.
Call to Action:
Sprechen Sie Ihr behandelndes Zentrum oder Ihren Augenarzt aktiv auf oregis an und fragen Sie nach einer Teilnahme. Auch wenn Patienten nur begrenzten direkten Einfluss auf Forschung haben, besteht hier eine konkrete Möglichkeit, die Weiterentwicklung der Augenheilkunde zu unterstützen. Je mehr Einrichtungen und Daten eingebunden sind, desto größer ist der Nutzen für die Versorgung von morgen.
Die Pilotphase des Registers ist abgeschlossen und mit aktuellüber 2,5 Millionen erfassten Patienten hat oregis bereits einen wichtigen Meilenstein erreicht. Gleichzeitig steht das Projekt an einem entscheidenden Punkt: Ziel ist es, möglichst viele Praxen und Kliniken anzuschließen, um die Datenbasis weiter zu verbreitern und die Aussagekraft der Analysen zu stärken. Erste Forschungsanfragen und wissenschaftliche Publikationen zeigen bereits heute, dass oregis aktiv zur Versorgungsforschung beiträgt.
Unsere Gesprächspartner:
Prof. Dr. Nicole Eter, Direktorin der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Münster, Präsidentin von EURETINA und eine der zentralen Persönlichkeiten beim Aufbau von oregis. Die frühere DOG-Präsidentin ist in zahlreichen wissenschaftlichen Gremien aktiv und hat mehr als 300 Fachpublikationenveröffentlicht.
Dr. Dipl.-Kfm. Philip Gass ist seit 2003 Geschäftsführer der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) und verantwortet die organisatorischen Belange der Fachgesellschaft. Die DOG ist die älteste augenärztliche Fachgesellschaft der Welt und fördert Forschung, Lehre sowie Weiterbildung in der Augenheilkunde.
Mit dieser Episode unterstreicht Retina View seinen Anspruch,Forschung verständlich zu machen, Impulse zu setzen und den Dialog zwischenMedizin, Wissenschaft und Betroffenen aktiv zu fördern.
Retina plus e.V. informiert unabhängig und patientenorientiertüber neue Forschungsansätze und begleitet diese. Mehr Details unter https://oregis.de/
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Transplantation von RPE-Zellen im Schweinemodell – Therapieansatz für verschiedene Formen der AMD
2026/03/27
Zu Gast:Prof. Dr. Dr. Knut Stieger, Universitäts-Augenklinik GießenProf. Dr. Lyubomyr Lytvynchuk, Direktor der Universitäts-Augenklinik Gießen
Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine der häufigsten Ursachen für schweren Sehverlust im höheren Lebensalter – und bislang gibt es für die häufigere, sogenannte „trockene“ Form keine ursächliche Therapie. Doch ein innovativer Forschungsansatz macht Hoffnung: die Transplantation von retinalen Pigmentepithelzellen (RPE-Zellen).
In dieser Folge sprechen wir mit Prof. Knut Stieger und Prof. Lyubomyr Lytvynchuk von der Universitäts-Augenklinik Gießen über ein spannendes präklinisches Forschungsprojekt, bei dem RPE-Zellen im Schweinemodell transplantiert wurden. Ziel ist es, die Funktion geschädigter Netzhautschichten wiederherzustellen – ein möglicher Meilenstein auf dem Weg zu neuen Therapieformen für AMD und andere degenerative Netzhauterkrankungen.
Unsere Gäste erklären:
Welche Rolle das retinale Pigmentepithel(RPE) in der Netzhaut spielt,wie die Transplantation von RPE-Zellen technisch durchgeführt wird,woher die Zellen stammen und wie sie im Labor vorbereitet werden,welche Herausforderungen bei der Integration ins Wirtsgewebe und bei der Immunabwehr bestehen,und welche Bedeutung diese Forschung für Patientinnen und Patienten in Zukunft haben könnte.Neben wissenschaftlichen Details geht es auch um die Vision einer interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Zellbiologie, Chirurgie und klinischer Forschung – und um die Frage, ob die RPE-Transplantation auch bei anderen Netzhauterkrankungen Anwendung finden könnte.
Diese Episode zeigt, wie aus Grundlagenforschung konkrete Hoffnung entstehen kann – Schritt für Schritt, Zelle für Zelle.Retina View gibt Einblicke hinter die Kulissen aktueller Forschung und bringt Sie näher an die Menschen, die daran arbeiten, Sehen wieder möglich zu machen.
Moderation: Thomas M. DudaEine Produktion von Retina plus – Das Experten- und Selbsthilfenetzwerk für Netzhautforschung und Sehverlust
Hinweis: Retina plus e.V. informiert unabhängig undpatientenorientiert über neue Forschungsansätze und begleitet die weiteren Fortschritte aufmerksam.
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Was erinnert unser Auge? – Immungedächtnis und neue Perspektiven für Augenerkrankungen
2026/02/27
Zum Tag der seltenen Erkrankungen widmet sich diese Folge von Retina View einem Forschungsfeld, das unser Verständnis von Augenerkrankungen grundlegend verändert: dem Immungedächtnis im Auge.
Unser Auge gilt als immunologisch besonders geschützt – und doch spielen Immunzellen eine entscheidende Rolle bei vielen entzündlichen und degenerativen Erkrankungen der Netzhaut. In dieser Folge sprechen wir darüber, wie das Immunsystem im Auge „lernt“, was es speichert – und warum es manchmal zu stark reagiert.
Wir klären:
Was bedeutet Immungedächtnis überhaupt – und kann es auch im Auge existieren?Welche Rolle spielen Mikroglia, die Immunzellen der Netzhaut?Wie können frühere Entzündungen oder Reize langfristige Spuren hinterlassen?Warum sind diese Mechanismen besonders relevant für seltene, aber auch für häufige Augenerkrankungen?Die Folge zeigt, warum Grundlagenforschung ein entscheidender Schlüssel ist – gerade für Erkrankungen, für die es bislang nur wenige Therapien gibt – und welche neuen therapeutischen Perspektiven sich aus der Augenimmunologie ergeben könnten.
Und auch wenn wir den Tag der seltenen Erkrankungen heute als Anlass nehmen, zeigt die Förderung des Immungedächtnis-Projekts von Prof. Langmann, wie grundlegende immunologische Mechanismen, die wir im Auge entdecken, nicht nur seltene Leiden betreffen, sondern auch für viel häufigere Netzhauterkrankungen wie AMD oder diabetische Retinopathie zentrale Bedeutung haben
Zu Gast ist Thomas Langmann, Univ.-Prof. Dr. rer. nat., Direktordes Lehrstuhls für Experimentelle Immunologie des Auges am Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln. Er forscht seit vielen Jahren an den immunologischen Mechanismen entzündlicher und degenerativer Augenerkrankungen und leitet aktuell ein DFG-gefördertes Projekt zum Immungedächtnis im Auge.
Eine Episode für alle, die verstehen möchten, wie eng Sehen,Immunsystem und moderne Forschung miteinander verbunden sind.
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Bionisches Sehen bei trockener AMD: Was das PRIMA-Implantat leisten kann
2026/01/30
In dieser aktuellen Folge des Podcasts Retina View sprechen wir über einen möglichen Meilenstein in der Behandlung der trockenen altersabhängigen Makuladegeneration (AMD): das PRIMA-Implantat, einen bionischen Netzhautchip zur teilweisen Wiederherstellung des zentralen Sehens bei geographischer Atrophie.
Anlass ist der erfolgreiche Abschluss der europäischenPRIMAvera-Studie, in der 38 Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenertrockener AMD behandelt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass das Implantat sicher ist und bei ausgewählten Betroffenen eine klinisch relevante Verbesserung der zentralen Wahrnehmung ermöglichen kann.
Im Gespräch erläutern wir:
was geographische Atrophie für Betroffene bedeutetwarum es in Deutschland bislang keine zugelassenenmedikamentösen Therapien gibtwie das PRIMA-Implantat technisch funktioniertfür wen diese neue Behandlungsoption infrage kommenkönntewelche Schritte nun auf dem Weg zur möglichenVersorgung in Deutschland folgenDabei sprechen wir auch über realistische Erwartungen, den Stellenwert der Rehabilitation – und darüber, warum bereits die Behandlung eines Auges für den Alltag einen Unterschied machen kann.
Unser Gesprächspartner: Prof. Dr. Frank G. Holz
Unser Interviewgast ist Frank G. Holz, einer der international führenden Experten auf dem Gebiet der Netzhauterkrankungen.
Er ist Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn am Universitätsklinikum Bonn (UKB) und seit vielen Jahren maßgeblich an der klinischen Forschung zur altersabhängigen Makuladegeneration beteiligt.
Prof. Holz ist:
Initiator und Leiter zahlreicher nationaler und internationalerAMD-Studienwissenschaftlicher Berater in europäischen Zulassungsverfahrenausgewiesener Experte für innovative Therapieansätze beiNetzhauterkrankungenIm Podcast ordnet er die Studienergebnisse zum PRIMA-Implantat ein, erklärt die medizinischen Hintergründe verständlich und gibt einen Ausblick darauf, welche Bedeutung diese Technologie künftig für Menschen mit geographischer Atrophie haben könnte.
Hinweis: Retina plus e.V. informiert unabhängig und patientenorientiert über neue Forschungsansätze und begleitet die weiteren Schritte rund um das PRIMA-Implantat aufmerksam.
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HelpFix – ein Roboter als Blindenhund
2026/01/28
Sonderfolge von Retina View zum Internationalen Tag desBlindenführhundes (29. Januar)
Zum Internationalen Tag des Blindenführhundes am 29. Januar erscheint eine Sonderfolge des Podcasts Retina View – Perspektiven aus der Forschung.
Im Mittelpunkt steht diesmal nicht die klassische medizinische Netzhautforschung, sondern ein technisches Assistenzsystem, das einen entscheidenden Einfluss auf Mobilität, Orientierung und Lebensqualität von Menschen mit Sehverlust haben kann: HelpFix, ein elektronischer Blindenhund.
Warum eine Sonderfolge?
Bisher widmet sich jede Episode von Retina View einem Aspekt der Netzhautforschung. Junge Nachwuchstalente, etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, renommierte Forschungspreisträger und weitere Expertinnen und Experten geben Einblicke – von den Grundlagen der Netzhautbiologie bis hin zu klinischen Studien, die langfristig den Weg zu neuen Therapien ebnen könnten.
Diese Folge erweitert bewusst den Blick:
Auch wenn es hier nicht um medizinische Therapieansätze geht, steht dennoch Forschung im Fokus – nämlich die Entwicklung eines nicht zu unterschätzenden Hilfsmittels, das ganz konkret darüber entscheidet, wie selbstständig und mobil Menschen mit Sehverlust ihren Alltag gestalten können.
Das Projekt HelpFix
Im Interview sprechen Lucas Daiker, Marko Goergens und Christian Malschofsky, Studenten der Hochschule Kaiserslautern.
Mit ihrem Projekt HelpFix gewann das Team in Zusammenarbeit mit 2 Studierenden der Hochschule ENSISA Mulhouse beim Drei-Länder-Mechatronik-Wettbewerb Trinatronics 2024/25 den ersten Platz.
Ausgangspunkt war eine bekannte Herausforderung:
Blindenführhunde sind für viele blinde Menschen unverzichtbare Begleiter – sie bieten Sicherheit, Orientierung und Vertrauen. Gleichzeitig sind sie sehr selten, teuer in der Ausbildung und nicht für jede Lebenssituation verfügbar. HelpFix versteht sich daher nicht als Ersatz, sondern als ergänzende technische Assistenz.
Der Prototyp soll:
über natürliche Sprache mit seinem Nutzerkommunizieren,selbstständig Wege planen,hochpräzise navigieren undHindernisse dynamisch erkennen und umgehen.Besonders spannend sind räumlich begrenzte Einsatzszenarien, etwa auf Universitätsgeländen, in Kliniken oder Behörden, wo ein elektronischer Assistent zusätzlich erweiterte Funktionen übernehmen könnte – zum Beispiel das gezielte Auffinden bestimmter Gebäude, Eingänge oder Räume.
Blick nach vorn
Die Nachwuchsforscher erwägen, HelpFix weiterzuentwickeln – bis hin zur Gründung eines Start-ups. Gleichzeitig sprechen sie offen über die Realität junger Forschung:
Neben Studium und mit stark begrenztem Budget sind die notwendigen Weiterentwicklungen derzeit nur schwer voranzubringen.
Wer mehr über HelpFix erfahren oder das Projekt unterstützen möchte, kann sich gerne an das Podcastteam von Retina View wenden [email protected]. Wir stellenden Kontakt zum Entwicklerteam her und fördern den weiteren Austausch.
Diese Sonderfolge zeigt:
Forschung bedeutet nicht nur Medizin – sondern auch Technik, die das Leben mit Sehverlust in der Zukunft nachhaltig verbessern kann.
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Implantierbares Miniaturteleskop bei trockener AMD – Klinische Studie startet
2025/12/26
In dieser Episode von Retina View spricht Thomas M. Duda mit Prof. Dr. med. M. Schargus, Chefarzt der Augenklinik der Asklepios Klinik Nord – Heidberg, über eine neue klinische Studie, die im Januar 2026 beginnt und sich an Patientinnen und Patienten mit trockener altersbedingter Makuladegeneration (AMD) im Spätstadium richtet.
Im Mittelpunkt steht ein implantierbares Miniaturteleskop. Es vergrößert zentrale Bildinhalte– ein Ansatz, der vielen Betroffenen helfen kann, wieder besser Gesichter zu erkennen, zu lesen oder alltägliche Aktivitäten zurückzugewinnen.
Prof. Schargus erklärt:
Welche Patienten von dieser Technologie profitieren könnenWie der Eingriff durchgeführt wirdWelche Ergebnisse aus bisherigen Studien vorliegenWarum postoperative Low-Vision-Rehabilitation ein entscheidender Erfolgsfaktor istUnd welche Verbesserungen im Alltag realistisch zu erwarten sindZum Abschluss gibt er einen Ausblick auf die bevorstehende Studie und erläutert, wer in der Studie für ein implantierbare Miniaturteleskop eingeschlossen werden könnte.
Interessierte Patientinnen und Patienten, die prüfen möchten, ob sie für eine Studienteilnahme infrage kommen, können sich direkt an Prof. Schargus wenden:
Prof. Dr. med. M. Schargus, FEBO, MHBA
Chefarzt – Augenklinik
Asklepios Klinik Nord – Heidberg
Tangstedter Landstr. 400
22417 Hamburg
Tel.: +49 40 18 18 87-3455 (automatisches Anrufsystem, bitteKontaktdaten für Rückruf hinterlassen)
e-mail: [email protected]
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Der „molekulare Lichtschalter“ (ChReef) mit großem Potenzial
2025/11/28
Ein neues Werkzeug aus der Optogenetik sorgt derzeit in der Forschung für Aufsehen: ChReef, ein verbesserter „molekularer Lichtschalter“, könnte in Zukunft dazu beitragen, das Sehvermögen, das Hörvermögen oder sogar die Herzfunktion wiederherzustellen. In dieser Folge von Retina View spricht Moderator Thomas Duda mit Dr. Dorothea Laurence über die Entstehung und Bedeutung dieser bahnbrechenden Technologie. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie Lichtimpulse Nervenzellen aktivieren können – und was das für Menschen mit Netzhauterkrankungen bedeutet.
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Sehende Zapfen: Wie Optogenetik das Augenlicht zurückbringen soll
2025/10/31
Gast: Dr. med. Univ. Lucas Janeschitz-Kriegl (IOB Basel)
Was wäre, wenn man „schlafende“ Zellen im Auge wieder aufwecken könnte – und so Menschen, die durch eine Erbkrankheit ihr Augenlicht verloren haben, wieder sehen lernen?
In dieser Folge sprechen wir mit Dr. Lucas Janeschitz-Kriegl vom Institut für molekulare und klinische Ophthalmologie in Basel über einen echten Hoffnungsträger der modernen Augenheilkunde: die Optogenetik. Dieser neuartige Therapieansatz zielt direkt auf die Sinneszellen in der Netzhaut. Obwohl sie bei vielen Erkrankungen ihre Funktion verlieren, bleiben sie oft erstaunlich lange erhalten – und genau da setzt die Forschung an.
Was hinter der Idee steckt, Lichtempfindlichkeit genetisch zurückzugeben, warum gerade Optogenetik ein Gamechanger sein könnte – und wie bald erste Patientinnen davon profitieren könnten – das und mehr hört ihr in dieser spannenden Episode von Retina View.
Eine Folge über Wissenschaft an der Schwelle zur klinischen Anwendung – verständlich erklärt, mit viel Neugier und noch mehr Zukunft!
Über Retina View
„Retina View“ ist der Podcast von Retina plus e.V., dem Experten- und Selbsthilfenetzwerk für Netzhautforschung und Sehverlust. Der Podcast bietet Einblicke in aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen, stellt Pionierinnen und Pioniere der Forschung vor und schlägt die Brücke zwischen medizinischem Fortschritt und der Lebensrealität betroffener Menschen. Neue Episoden erscheinen monatlich auf allen gängigen Podcastkanälen sowie www.retinaplus.de
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Genkurier ENVLPE: Zustellung bis in die Netzhaut
2025/09/28
In dieser Folge von Retina View geht es um einen molekularen Lieferservice der besonderen Art: ENVLPE. Hinter dem technisch klingenden Namen verbirgt sich ein neu entwickeltes Transportsystem, das genetische Werkzeuge präzise und sicher bis in die Zielzelle bringt - ganz ohne Umwege.
Unsere Gäste, Julian Geilenkeuser und Niklas Armbrust vom Institut für Synthetische Biomedizin am Helmholtz Zentrum München, erklären, wie diese virusähnlichen Partikel blinden Mäusen geholfen haben, wieder auf Lichtreize zu reagieren - und was das für die Zukunft der Netzhautforschung bedeutet.
Moderne Verfahren der Genom-Editierung - etwa CRISPR - gelten als vielversprechende Ansätze zur Behandlung genetischer Erkrankungen, doch der Weg in die Zelle war bisher alles andere als einfach. Genau hier setzt ENVLPE an - mit einem ausgeklügelten Liefersystem, das molekulare Werkzeuge zuverlässig an ihren Zielort bringt.
Sie erfahren:
Wie ENVLPE die bisherigen „Lieferprobleme“ derGentherapie überwindetWarum die Verpackung der Gen-Editoren bislang eineunterschätzte Herausforderung warWeshalb diese Technologie auch außerhalb derAugenheilkunde - etwa in der Krebstherapie - großes Potenzial hatUnd wie man verhindert, dass die molekulare Frachtunterwegs beschädigt wird
Eine spannende Reise durch die Welt der Gen-Logistik, die zeigt, wie aus Grundlagenforschung konkrete Hoffnung entstehen kann - auch für Menschen mit genetisch bedingtem Sehverlust.
Wenn Sie schon immer wissen wollten, wie man molekulare Werkzeuge wie Prime-Editoren zielgenau zustellt - diese Folge liefert Antworten.
NAC Attack: Hustenlöser für die Netzhaut? Neue Therapiestudie für Patientinnen und Patienten mit Retinitis Pigmentosa
2025/08/29
In dieser Folge von Retina View sprechen wir mit Priv.-Doz. Dr. med. Kristina Pfau, FEBO, Leiterin des klinischen Studienzentrums der Universitäts-Augenklinik Bonn und Leiterin des PfauLabs, einer Forschungsgruppe in Bonn und Basel. Sie gibt Einblicke in die internationale Phase-III-Studie „NAC Attack“, die untersucht, ob N-Acetylcystein (NAC) den Verlauf der erblichen Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa (RP) verlangsamen kann.
Spannend ist dabei: NAC ist eigentlich als Hustenlöser bekannt. Es wird seit Jahrzehnten bei akuten Atemwegserkrankungen wie Bronchitis eingesetzt, um zähen Schleim zu verflüssigen und das Abhusten zu erleichtern – meist in Form von Brausetabletten. Dass dieser Wirkstoff nun auch in der Augenforschung eine Rolle spielt, mag überraschen. Doch genau hier setzt die „NAC Attack“-Studie an: Denn neben seiner schleimlösenden Wirkung wirkt NAC auch antioxidativ und könnte so die Netzhautzellen vor oxidativem Stress schützen – einem Schlüsselfaktor bei RP.
Im Gespräch erklärt Dr. Pfau, welche die Studie in Basel geleitet und dazu publiziert hat:
RP ist eine genetisch bedingte, fortschreitende Netzhauterkrankung, die zum Verlust des Gesichtsfelds und schließlich zur Erblindung führen kann. Bisher gibt es keine zugelassene Therapie für die meisten Formen der Erkrankung, die den Krankheitsverlauf wirksam aufhält. Erste klinische Studien deuten jedoch darauf hin, dass NAC die Funktion der Netzhaut stabilisieren und insbesondere die Zapfenzellen schützen könnte.
Wichtiger Hinweis:
Bei N-Acetylcystein (NAC) handelt es sich in diesem Zusammenhang um ein Prüfmedikament innerhalb einer klinischen Studie. Die Wirksamkeit und Sicherheit bei Retinitis pigmentosa sind noch nicht abschließend belegt.
Bitte nehmen Sie NAC nicht eigenmächtig ein! Jede Behandlung sollte ausschließlich in Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt erfolgen.
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