
Werben im Podcast: Akazienzendo Podcast
Dieser Podcast hat
63 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
AkazienzendoExplizit
Nein
Erstellt am
2024/03/03
Neueste Episode
2026/10/25
Durchschnittsdauer
45 min.
Veröffentlichungsintervall
12 Tage
Beschreibung
Herzlich Willkommen beim Akazienzendo Podcast! Hier veröffentlichen wir Dharma-Vorträge von unserem Lehrer Bernd Bender und unseren Gäst:innen, sowie angeleitete Meditationen. Akazienzendo ist eine Berliner Sangha mit einer internationalen Community. Wir sind ein gemeinnütziger Verein und mit dem San Francisco Zen Center assoziiert. Akazienzendo versteht sich als ein Ort der Stille. Wo wir die Menschlichkeit, die wir alle teilen und die uns im Innersten verbindet, erfahren können.
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Meditation: Im offenen Bewusstseinsraum ruhen
2026/10/25
Bernd Bender, angeleitete Meditation am 18. Mai 2026 im Akazienzendo, Berlin
In dieser Meditationsanleitung führt uns Bernd von der Konzentration auf ein bestimmtes Objekt unserer Aufmerksamkeit schrittweise über Atem und Körper zum uns umgebenden Raum und darüber hinaus in die Weite des offenen Bewusstseinsraums. So üben wir uns darin, im direkten Spüren des Gewahrseins, das alles enthält, zu ruhen.
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Zen in English: Buddha’s view of life
2026/10/11
Bernd Bender, Dharma talk on September 4, 2026 at Akazienzendo, Berlin
Suzuki Roshi once stated that we should cultivate a strong confidence in the teaching of Buddha-nature. In Zen Mind, Beginner’s Mind, he says that when “we have no idea of ego, we have Buddha’s view of life.” And yet, trying to find Buddha-nature within our body-mind experience can easily become just another karmic project—something driven by ego that ultimately obscures the very Buddha-nature we are looking for.
In this talk, Bernd explores how we can make sense of “Buddha-nature” and what Buddha’s view of life has to do with Zazen. He distinguishes between the ordinary self and the constant mental activity through which we grasp at the idea of a separate self. Most importantly, he explores how we can understand the teaching of karma from the perspective of Buddha-nature and how we can practice with it.
The purpose of practice is not to suppress karmic impulses and mental constructions, but to recognize them as mental activity rather than as the truth about ourselves—and to learn to acknowledge and allow this mental activity without being caught up in it.
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Praktizieren in Zeiten der Ungewissheit
2026/09/27
Bernd Bender, Dharma-Vortrag am 20. September 2026, Zen-Tag im Akazienzendo, Berlin
Was heißt es, in und mit einer Zeit zu praktizieren, in der sich immer mehr Gewissheiten auflösen? Bernd verbindet in seinem Vortrag historische Zeiten des Umbruchs, aber auch den von der Forscherin und Umweltaktivistin Joana Macy mitgeprägten Begriff des „Great Unraveling“ („Große Auflösung“ oder „Großes Entwirren“) mit der Praxis des Ruhens in dem, was ist. In der Öffnung gegenüber der Grundlosigkeit scheinbar verlässlicher Gewissheiten kann kreatives Handeln entstehen, welches zum Beispiel durch die 16 Bodhisattva-Gelübde Konturen gewinnt. Bernd erläutert im weiteren Verlauf seines Vortrags drei Bedeutungsebenen der Gelübde und zeigt nicht zuletzt, wie Gelübde-Praxis und Zazen aufs Engste miteinander verwoben sind.
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Christian Dillo: Transformation in einem weiten Geist
2026/09/13
Christian Dillo, Tag 1 des Wochenendseminars am 13. Juni 2026 im Akazienzendo, Berlin
Am ersten Tag seines Wochenendseminars „Lebendiger Raum, lebendige Zeit – Zen und das offene Selbst“ hat Christian Dillo diesen einführenden Vortrag gehalten. Er erklärt, inwiefern man Buddhismus als Studium der eigenen Erfahrung verstehen kann, als eine „transformative Phänomenologie,“ und was diese Transformation mit der Freiheit von Leiden, mit Weisheit und Mitgefühl zu tun hat. Durch unsere Selbstbezogenheit verlieren wir das Vermögen, mit der sich verändernden Realität in eine kooperative Resonanz zu treten. Praxis bedeutet nicht, unsere Verstrickung einfach loszuwerden, und in Gleichmut zu verweilen. Entscheidend sei vielmehr ein Ebenenwechsel, indem wir einen Schritt zurück treten, und den Geist sich öffnen und weit werden lassen. In diesem „Big Mind“ dürfen auch unangenehme Geisteszustände da sein, denn wir merken, dass sie uns nicht vollständig bestimmen, und dass auch sie sich mit der Zeit verändern.
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Was ist eigentlich Zazen?
2026/08/31
Bernd Bender, angeleitete Meditation am 05. April 2026 im Akazienzendo, Berlin
Zu Beginn dieser angeleiteten Meditation nehmen wir eine bequeme Sitzhaltung ein und gehen mit der Aufmerksamkeit in unseren gespürten, atmenden Körper hinein. Dann spricht Bernd über Zazen. Er schlägt vor, Shikantaza als Praxis zu verstehen, in der wir unsere Erfahrung genau so, wie sie sich im gegenwärtigen Moment entfaltet, zulassen und sie uns bewusst machen. Erlauben wir uns, einfach nur zu sitzen.
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Shuso Claudia Schmidt: Seid Euch selbst ein Licht
2026/08/16
Claudia Schmidt, Dharma-Vortrag, Sommer-Sesshin, 23. Juli 2026 in Wilhelmsaue
In dieser Folge hörst du den Vortrag unserer Shuso Claudia, den sie im Rahmen unserer Praxisperiode im Juli-Sesshin gehalten hat. Dabei verbindet Claudia die Lectio Divina – eine meditative Form der Textbetrachtung – mit Zazen und moderner Koan-Arbeit.
Ausgangspunkt ist eine Geschichte aus „Erwachen im Alltag" von Eve Myonen Marko und Wendy Egyoku Nakao: Eine Praktizierende schlägt in ihrer Gruppe vor, sich selbst durch kurze Dharma-Vorträge auszutauschen – und stößt auf Widerstand. Man brauche doch eine „richtige" Lehrkraft. Daran entfaltet Claudia zentrale Fragen: Wer ist im Zen eigentlich Lehrerin oder Lehrer? Wie gehen wir mit der Tendenz um, uns selbst klein zu machen? Und wie entsteht Gemeinschaft, in der jede Stimme gehört wird?
Mach direkt mit beim Schreibexperiment!
Claudia lädt zu 10 Minuten intuitivem Schreiben ein – nach einer Methode von Florence Caplow (Upaya Zen Center), bei der man sich Koans durch den Wechsel von Zazen, meditativem Lesen und intuitivem Schreiben nähert. Sobald die Schreibzeit beginnt, pausiere einfach das Audio und schreib frei, was dir in den Sinn kommt.
Ein Vortrag voller Wärme und Ermutigung, die eigene Verantwortung im Alltag zu übernehmen – bis hin zu den letzten Worten, die Buddha zugeschrieben werden: „Seid euch selbst ein Licht."
Was am Anfang als Frage im Koan steht, beantwortet Claudia ganz praktisch: Danke, liebe Claudia, für deinen Mut, zu deiner eigenen Praxis zu stehen.
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Der Reichtum der Untätigkeit
2026/08/02
Bernd Bender, Dharma-Vortrag, Sommer-Sesshin, 22. Juli 2026 in Wilhelmsaue
Im Zuge unseres Sommer-Sesshins hielt Bernd einen Vortrag über die Kunst der Untätigkeit und ihre Verbindung zur Zen-Praxis. Da Untätigkeit in unserer Gesellschaft als Defizit abgewertet wird, das es schnellstmöglich zu beheben gilt, entgeht uns „das Reich und der Reichtum der Untätigkeit,“ wie der Philosoph Byung-Chul Han sich ausdrückt. Zen kann ein Zugang zu diesem Reich gewähren. Indem wir lernen, in den Dingen zu Ruhen, können wir erfahren, dass alles hier und jetzt da ist, dass nichts hinzugefügt werden muss, und dass wir, so wie wir sind, vollkommen sind.
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Vasubandhu Teil 6: Die Praxis von Mitgefühl
2026/07/12
Bernd Bender, Kurs zu Vasubandhus 30 Versen, 6. Treffen am 6. Juli 2026 im Akazienzendo, Berlin
Wir veröffentlichen hier das sechste und damit letzte Treffen des Workshops „Wahrnehmung als Tor der Befreiung – Ein Zen-Kurs zu Vasubandhus 30 Versen über den Geist.“ Anhand dieses kurzen, dichten Yogācāra-Texts erforschen wir unsere Wahrnehmung als Transformation in wechselseitiger Abhängigkeit.
In der fünften Folge geht es um die Frage, was Vasubandhus Verse mit Mitgefühl zu tun haben.
Nach einer Phase des Körperspürens und Ruhens im Feld der Wahrnehmungen, führt uns Bernd durch eine experimentelle Metta-Praxis.
Im anschließenden Vortrag betont Bernd, dass Mitgefühl das stille Zentrum von Vasubandhus 30 Versen ist. Anhand folgender Stufen können wir diesem Zentrum nachspüren: Einfach nur Wahrnehmung. Hier geht es um das Ruhen im Feld der Aufmerksamkeit. Wir können direkt – nicht konzeptuell – einsehen, dass wir aus unserem Bewusstsein nicht aussteigen können, und Selbst und Andere unmittelbar verbunden sind. Diese Verknüpfung führt auf der zweiten Stufe zu der Erkenntnis, dass Andere und wir mehr sind, als das Bild, das wir uns von uns selbst und ihnen machen. Dies führt zu weniger Selbstbild und mehr Selbstmitgefühl. Die Wogen des Ergreifens von Selbst und Anderen glätten sich zunehmend. Auf der nächsten Stufe können wir das Ich-Ergreifen erkennen, manas, also die Aktivität, die das unaufhörliche Strömen von alaya ergreift und es „Ich“ nennt. Aus dieser Erkenntnis heraus geschieht wiederum eine Öffnung hin zur Dynamik des nicht-dualen Feldes aus lebendigem Entfalten. Schließlich entsteht aus der innigen Verbundenheit mit der Welt die Verantwortung, mit unserem Tun nährende Samen in das Feld von Selbst und Anderen zu streuen. Mitgefühl ist nicht nur ein Gefühl, sondern Praxis des Aussäens heilsamer Samen. Noch ein Hinweis: Wir haben Kapitelmarker eingefügt, mit denen ihr bequem in der Aufnahme springen könnt.
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Vasubandhu Teil 5: Ruhen in Nur-Vorstellung
2026/07/05
Bernd Bender, Kurs zu Vasubandhus 30 Versen, 5. Treffen am 29. Juni 2026 im Akazienzendo, Berlin
Wir veröffentlichen hier das fünfte von sechs Treffen des Workshops „Wahrnehmung als Tor der Befreiung – Ein Zen-Kurs zu Vasubandhus 30 Versen über den Geist.“ Anhand dieses kurzen, dichten Yogācāra-Texts erforschen wir unsere Wahrnehmung als Transformation in wechselseitiger Abhängigkeit.
In der fünften Folge geht es um die Verse 26 und 27. Sie besagen, dass die Tendenz, Selbst und Anderes zu ergreifen, solange nicht abnimmt, bis das Bewusstsein in Nur-Vorstellung zur Ruhe gekommen ist. Wenn wir andererseits das, was wir vor uns stellen, wiederum als „Nur-Vorstellung“ ergreifen, so ruhen wir auch noch nicht in eben diesem.
In der angeleiteten Meditation betrachten wir, wie das Gegenüber entsteht. Indem wir uns darin üben, in den Erscheinungen, so wie sie sich entfalten, zu ruhen, können wir erkennen, dass alles, Innen und Außen, Selbst und Anderes, gemeinsam erscheint, als ein lebendiges Feld.
Was heißt es für unsere Praxis, in Nur-Vorstellung zu ruhen? Bernd entwickelt in seinem Vortrag einen Stufenplan für Zazen bzw. Shikantaza. Auf der ersten Stufe konzentrieren wir uns auf den gespürten, atmenden Körper und kommen in dem, was sich in diesem inneren Spüren zeigt, zur Ruhe. Auf der zweiten Stufe erweitern wir unsere Aufmerksamkeit um das, was im Außen erscheint. Indem wir sowohl innere, als auch äußere Erscheinungen zugleich bewusst wahrnehmen, öffnet sich die Grenze zwischen Innen und Außen, Selbst und Anderem, und wird durchlässig. Auf der dritten Stufe zeigt sich auch das Ich-Bewusstsein (manas) nicht mehr als das lebendige Feld selbst, sondern innerhalb dieses Feldes. Das Gefühl eines meditierenden Ichs, das betrachtet,
denkt, wahrnimmt, ist nicht getrennt von allem anderen, das auf dieselbe Art und Weise erscheint. Bernds Praxisvorschlag für die dritte Stufe ist es, sozusagen mit dem Atem das Selbst-Gefühl in das Feld hinein zu entspannen, aus dem es sich erhebt. Dies ist die Transformation von alaya in leuchtende Spiegelweisheit, wenn uns unser Leben von Moment zu Moment geschenkt wird.
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Vasubandhu Teil 4: Drei Aspekte aller Wesen und Dinge
2026/06/28
Bernd Bender, Kurs zu Vasubandhus 30 Versen, 4. Treffen am 22. Juni 2026 im Akazienzendo, Berlin
Wir veröffentlichen hier das vierte von sechs Treffen des Workshops „Wahrnehmung als Tor der Befreiung – Ein Zen-Kurs zu Vasubandhus 30 Versen über den Geist.“ Anhand dieses kurzen, dichten Yogācāra-Texts erforschen wir unsere Wahrnehmung als Transformation in wechselseitiger Abhängigkeit.
In der vierten Folge spricht Bernd zu den Versen 20-28, die Vasubandhus Lehre der „drei Naturen“ (trisvabhava) zum Inhalt haben.
Im experimentellen Teil der angeleiteten Meditation nähern wir uns schrittweise der Erfahrung, dass nicht unser Körper etwas spürt, sondern das Spüren im Feld des Bewusstseins geschieht. Nach und nach können wir direkt erfahren, dass es zwischen Spüren und Bewusstsein keine Distanz gibt.
Im Vortrag stellt Bernd Vasubandhus „drei Naturen“ als drei Aspekte aller Wesen und Dinge vor: a) den vorgestellten (parikalpita), b) den abhängigen (paratantra), und c) den vollendeten (parinispanna) Aspekt. Demnach hat jeder Moment unserer alltäglichen Erfahrung – genau so, wie sie sich zeigt – einen imaginären Aspekt (a), welcher eine Aktivität des Bewusstseins bezeichnet, durch die Wesen und Dinge als außerhalb und unabhängig existierend erscheinen und durch die ein Selbst bzw. ein permanenter Wesenskern zugeschrieben wird; außerdem einen Aspekt wechselseitiger Abhängigkeit (b), da alles aus unzähligen Ursachen heraus entsteht; und schließlich eröffnet sich ein dritter Aspekt (c), die Einsicht, dass der abhängige Aspekt leer vom vorgestellten Aspekt ist. Im weiteren Verlauf erläutert Bernd, wie der vorgestellte Aspekt und manas, das Ich-Bewusstsein, auf gleiche Weise funktionieren.
Noch ein Hinweis: Wir haben Kapitelmarker eingefügt, mit denen ihr bequem in der Aufnahme springen könnt.
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Vasubandhu Teil 3: Manas, das Ich-Bewusstsein
2026/06/21
Bernd Bender, Kurs zu Vasubandhus 30 Versen, 3. Treffen am 15. Juni 2026 im Akazienzendo, Berlin
Wir veröffentlichen hier das dritte von sechs Treffen des Workshops „Wahrnehmung als Tor der Befreiung – Ein Zen-Kurs zu Vasubandhus 30 Versen über den Geist.“ Anhand dieses kurzen, dichten Yogācāra-Texts erforschen wir unsere Wahrnehmung als Transformation in wechselseitiger Abhängigkeit.
In der dritten Folge spricht Bernd zu den Versen, die sich mit „Manas,“ dem Ich-Bewusstsein, und seiner Beziehung zum „Speicherbewusstsein“ auseinandersetzen.
In der angeleiteten Meditation experimentieren wir in offenem Gewahrsein mit der gespürten Grenze zwischen Innen und Außen, Ich und Anderem. Im anschließenden Vortrag erklärt Bernd ausgehend von der „Landkarte,“ die uns in Vasubandhus Versen überliefert ist, wie das Gefühl eines abgetrennten, unabhängigen Ichs bzw. Selbsts entsteht, und wie durch Selbst-Identifizierung, Selbstverblendung, Selbststolz und Selbstliebe Leiden entsteht. Entgegen der oft wiederholten Behauptung der Nicht-Existenz des Selbst spricht Bernd von zwei Modalitäten des Selbst, einer engen, eingeschränkten und gehemmten, und einer fluiden, weiten und offenen. Zuletzt geht Bernd darauf ein, wie wir mit diesen beiden Modalitäten praktizieren können und schrittweise das Ich-Bewusstsein lockern und loslassen können.
Noch ein Hinweis: Wir haben Kapitelmarker eingefügt, mit denen ihr bequem in der Aufnahme springen könnt.
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Vasubandhu Teil 2: Das Speicherbewusstsein
2026/06/14
Bernd Bender, Kurs zu Vasubandhus 30 Versen, 2. Treffen am 08. Juni 2026 im Akazienzendo, Berlin
Wir veröffentlichen hier das zweite von sechs Treffen des Workshops „Wahrnehmung als Tor der Befreiung – Ein Zen-Kurs zu Vasubandhus 30 Versen über den Geist.“ Anhand dieses kurzen, dichten Yogācāra-Texts erforschen wir unsere Wahrnehmung als Transformation in wechselseitiger Abhängigkeit.
In der zweiten Folge spricht Bernd zu den Versen 2 bis 4 und gibt dabei eine Einführung in den Begriff „ālaya,“ oder auch „Speicherbewusstsein.“
Wir beginnen wieder mit einer angeleiteten Meditation, in der wir über den Weg direkter Erfahrung den Versen Vasubandhus nachforschen. Was wir Körper und Welt nennen, was wir Ich und andere nennen, erscheint innerhalb unseres Bewusstseins. Nichts ist einfach „da draußen,“ sondern es erscheint je als gehörtes, gesehenes oder gespürtes Erscheinen. Dieses vielfältige, sich ständig verändernde Erscheinen können wir in der Meditation als ein Fließen erfahren, ein ununterbrochener Strom, lebendiges Dasein.
Im anschließenden Vortrag wird genauer auf „ālaya“ eingegangen. Woher kommt dieses Gefühl von Kontinuität, wenn doch alles radikal unbeständig ist? Das Modell des Speicherbewusstseins bietet eine Erklärung. Alles, was wir jemals getan, gesagt, gedacht haben, hat dort Spuren hinterlassen; ebenso sind dort kollektive Spuren enthalten, also z.B. solche, die über Generationen hinweg innerhalb einer Familie weitergegeben wurden, oder Spuren, die mit einem Land, einer Kultur, und bestimmten vorherrschenden Wertevorstellungen zu tun haben. Diese Spuren sind wie Samen, die in unserem Speicherbewusstsein zu Reaktionsmustern und typischen Handlungsimpulsen reifen können, die womöglich unheilsam sein können. Wie können wir mit ālaya praktizieren?
Noch ein Hinweis: Wir haben Kapitelmarker eingefügt, mit denen ihr bequem in der Aufnahme springen könnt.
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Vasubandhu Teil 1: Die Transformation des Bewusstseins
2026/06/07
Bernd Bender, Kurs zu Vasubandhus 30 Versen, 1. Treffen am 01. Juni 2026 im Akazienzendo, Berlin
Wir veröffentlichen hier das erste von sechs Treffen des Workshops „Wahrnehmung als Tor der Befreiung – Ein Zen-Kurs zu Vasubandhus 30 Versen über den Geist.“ Anhand dieses kurzen, dichten Yogācāra-Texts erforschen wir unsere Wahrnehmung als Transformation in wechselseitiger Abhängigkeit.
In der ersten Folge führt Bernd eine angeleitete Meditation, in der wir dem Körper, dem Atmen, und unserer Umgebung nachspüren, so, wie sie in unserem Bewusstsein – oder vielleicht sogar als dieses Bewusstsein – erscheinen.
Im anschließenden Vortrag führt Bernd in den ersten der 30 Verse ein. Für die tiefe Prägung des dualistischen, aufspaltenden Geists (zum Beispiel in Selbst und Anderes, Innen und Außen) kann dieser Vers ein heilsames Gegenmittel sein. Hier geht nämlich der dualistische Geist in einem ihn einbegreifenden, umfassenderen Bewusstseinsprozess auf, der unabhängig von begrenzten Konzepten und Narrativen abläuft. Indem wir zu der Begrenztheit unserer Wahrnehmung aufwachen, können wir auch das Unbegrenzte, das Mysterium unserer Lebendigkeit, erfahren.
Noch ein Hinweis: Wir haben Kapitelmarker eingefügt, mit denen ihr bequem in der Aufnahme springen könnt.
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Gemeinsame Praxis
2026/05/31
Bernd Bender, Dharma-Vortrag am 24. Mai 2026, Zen-Tag, Eröffnung der Sommer-Praxisperiode im Akazienzendo, Berlin
Anlässlich der Eröffnung der Sommer-Praxisperiode spricht Bernd über das Praktizieren in Gemeinschaft. Jede und jeder von uns kann einerseits mit dem Küken verglichen werden, das allein in seinem Ei sitzt und von innen gegen die Schale pickt, und andererseits mit der Henne, die von außen gegen die Schalen all jener pickt, die ebenfalls von innen picken. So praktizieren wir gemeinsam, um noch einmal hineingeboren zu werden in die Unermesslichkeit des Lebendigen.
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Meditation: Vom Spiegelbild zum Spiegel
2026/05/17
Bernd Bender, angeleitete Meditation am 20. April 2026 im Akazienzendo, Berlin
Nach einer Einstiegsphase, in der wir eine bequeme Sitzhaltung einnehmen und in dem unmittelbaren Spüren Körper und Atem zur Ruhe kommen, entwickelt Bernd aus dem Zen-Bild des Spiegels eine experimentelle Meditationsanleitung. Unsere Gedanken und Vorstellungen, unsere Pläne, Sorgen und Ängste, all das ist wie das Bild in einem Spiegel. Leicht verwechseln wir uns mit diesem Spiegelbild. In Zazen werden wir vertraut mit dem Feld des Bewusstseins, das kein neues Spiegelbild ist, sondern der Spiegel selbst, in dem alles auftauchen darf. Den Perspektivwechsel vom Spiegelbild zum Spiegel lernen wir, indem wir mehr und mehr vertraut werden mit unserem offenen Gewahrsein.
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